17.09.2012:

Energie sparen

Jetzt die Energiefresser erkennen – und bares Geld sparen

Umso mehr die Preise für Strom, Heizöl und Gas steigen, desto stärker werden die Familien belastet. Schließlich tragen laut der Deutschen Energie-Agentur allein die Heizung und die Warmwasserbereitung mit fast 90 Prozent zu den Energiekosten in einem durchschnittlichen Haushalt bei. Ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht: Die Ölpreise bewegen sich auf hohem Niveau, und auch beim Gas wurde zu Jahresbeginn 2012 erneut an der Preisschraube gedreht. Allein 70 Versorger erhöhten im Januar und Februar ihre Preise. Der Aufschlag von durchschnittlich acht Prozent bedeutet pro Haushalt eine Mehrbelastung von 100 bis 110 Euro pro Jahr. Da hilft nur eins: Energie sparen. Schon mit kleinen Tricks kann man seinen Geldbeutel schonen und gleichzeitig die Umwelt entlasten – ohne dabei auf eine kuschelig warme Wohnung, frische Wäsche und sauberes Geschirr zu verzichten.

Kostenfallen erkennen
Energiefresser, die sich auf das Portemonnaie niederschlagen und wenig umweltfreundlich sind, finden sich fast in jedem Haushalt. Dazu gehören schlecht gedämmte Wände, undichte Fenster und veraltete Heizungsanlagen. Aber auch große Elektrogeräte wie Waschmaschinen, Trockner, Tiefkühltruhen oder Kühlschränke können jede Menge Strom schlucken. Darüber hinaus machen sich manche Angewohnheiten wie das lange Lüften bei hoch aufgedrehter Heizung oder das Einschalten des Stand-by-Betriebs bei Fernseher und Computer auf lange Sicht bei den Energiekosten negativ bemerkbar.

Auswege aus der Preisspirale
Um dieser Preisspirale zu entkommen, hilft vor allem eines – die überholte Heiztechnik durch moderne Geräte ersetzen. Gerade in den vergangenen Jahren wurde die Effizienz der Anlagen deutlich verbessert: So verbrauchen moderne Gas-Brennwertgeräte im Vergleich zu älteren Niedertemperaturkesseln bis zu 30 Prozent weniger Energie. Werden zusätzlich Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung genutzt, kann die Ersparnis sogar bis zu 40 Prozent betragen. Der Grund: Die neuen Geräte nutzen die im Gas vorhandene Energie optimal aus und verwenden zusätzlich auch die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Wärme. Auch moderne Öl-Brennwertkessel heizen hoch effizient.

Aus für den Stromfresser Glühlampe
Die Ära der Glühbirne ging zu Ende. Nach den 100-, 75- und 60-Watt-Modellen verschwanden zum 1. September 2012 auch die Glühlampen mit einer Leistung von bis zu 60 Watt aus den Verkaufsregalen. Die energieeffizienten Nachfolger stehen in großer Auswahl bereit.

Fragen Sie unsere Experten
Wie aber sieht er aus, der richtige Ansatz zum Energiesparen? Woran erkennt man umweltfreundliche Elektrogeräte, die mit wenig Energie auskommen? Welche Energiesparlampe ist die richtige und halten sie wirklich länger als die herkömmlichen Glühbirnen? Was bringen LEDs, wann ist eine Halogenlampe günstiger? Ab wann ist eine neue Heizung sinnvoll, und sollte es lieber eine Gas-, Strom- oder Öl-Anlage sein? Wie sollten Wände oder Dachböden passend gedämmt werden? Was können Mieter, Wohnungs- und Hausbesitzer kurz-, mittel- und langfristig tun, um die Energiekosten zu senken? Welche staatlichen Förderprogramme gibt es hierfür?

Chat-Protokoll

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig,
Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von LUMEN:
Guten Tag Herr Eicke-Heinnig, wie sind mit der Umstellung von herkömmlichen Glühbirnen und Halogenlampen auf Energiespar LED völlig überfordert. Kurze Schilderung: wir haben folgende Birnentypen ersetzt: E 27 (25 W) auf 3 W LED E 14 (25 W) auf 3 W LED GU 10 (25 W) auf 5 W LED Die GU 10 haben 40° 440 cd 300 k, die anderen Birnen ebenfalls 3000 k. Das Problem ist folgendes: Bei uns im Haus sieht es aus wie in einer Zahnarztpraxis, von wegen warm weiß laut Verpackung. Dann haben die GU 10 einen so geringen Ausstrahlwinkel, dass wir geschätzte 10 LED benötigen um die komplette Küche einheitlich zu beleuchten, im Moment ist es so, dass in einer Ecke total weiß, dafür in der anderen total finster ist. Welche Kelvin Anzahl wird für eine Halogenbeleuchtung für einheitliches gemütliches warmweißes Licht empfohlen? Es sollen noch folgende Birnen getauscht werden: G4 GU4 GU5.3 Welcher Austausch-Ersatz ist hier sinnvoll. Wir fühlen uns in unserem Hause aufgrund der geänderten Lichtverhältnisse nicht mehr wohl. Wir haben für das komplette Haus auf Energiespar LED... umgestellt und wahnsinnig viel Geld ausgegeben. Wir möchten die gekauften Birnen nun umtauschen, wissen aber überhaupt nicht, in welche. Eigentlich möchten wir etwas für die Umwelt und unseren Geldbeutel tun, aber hierfür muss man ja erst ein Studium absolvieren, bis man annähernd das hat was man vorher hatte. Bitte geben Sie uns einen Rat, ich hoffe Sie können uns weiterhelfen. Freundliche Grüße

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Die vergleichbare Leistung können Sie doch den Lampenpackungen entnehmen, auch in Abhängigkeit der Farbtemperatur, die allerdings über die Lichtausbeute mit entscheidet. LED`s gibt es in 15 Farbtemperaturen, da ist schon Verwirrung möglich. Ich kann Ihnen dazu nur eine Fachinformation zusenden. Hierzu benötige ich Ihre Mailadresse.

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von SCHNURR:
Was ist bei modernen Brennwertheizungen in Sachen Wartung zu beachten? Was kann oder muss ich selbst tun und wie oft überprüft der Schornsteinfeger die Anlage?

Antwort von Peter Kaufmann:
Die jährliche Feuerstettenüberprüfung vom Schornsteinfeger reicht erst mal aus. Wenn Sie regelmäßig den Heizungsbauer nach schauen lassen, alle zwei drei Jahre ist auch gut. Solche Technik ist sehr wartungsarm und selber können sie außer sauber halten nicht viel tun.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig,
Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von KLAUS:
Ich besitze ein Mietshaus mit fünf Wohnungen und benötige hierfür einen Energiepass. Wo bekomme ich diesen her?

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Solche Energieberater finden Sie unter www.dena.de oder sprechen Sie Ihren Schornsteinfeger an.

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum

Frage von SANDY:
Wenn ich meinen Fernseher und den Computer nicht nutze, bleiben sie meist im Stand-by-Betrieb. Bringt es wirklich viel, wenn ich beides ganz ausschalte?

Antwort von Dr. rer nat. Dietlinde Quack:
Das kommt darauf an, wie hoch die Leistungsaufnahme der beiden Geräte im StandBy ist: Rein rechnerisch verursachen 10 Watt im Stand-by knapp 8 Euro Stromkosten pro Jahr.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig,
Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von FUSI:
Guten Tag,
die Treppe vom Wohnbereich zum Obergeschoß ist an der Rückseite mit Lochblech verkleidet. Die Treppe vom Keller ist ebenfalls in diesem Bereich. Also ist hier eine teils offene Verbindung vom Keller zum Wohnbereich.
Die komplette Fläche der Rückseiten beträgt ca 1,6 qbm, durch die Lochbleche ist ca die Hälfte also 0,8 qbm zum Keller geöffnet.
Meine Frage:
wenn ich den Wohnbereich heize, geht mir Wärme zum Keller verloren, bzw. steigt mir die Kälte vom Keller in den Wohnbereich?
Normal steigt die Wärme nach oben und die Kälte nach unten.
Bringt es was, wenn ich die Löcher durch Isolationsplatten schließe?
Ich hoffe, Sie können etwas Licht in mein Problem bringen.
Danke

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Die Wärme geht in den Keller verloren a) über Luftströmungen und b) durch Wärmeleitung über die Bleche, die die Wärme sehr stark weiterleiten. Wenn Sie den Kellerabgang durch Dämmplatten etwas besser vom beheizten Wohnbereich abtrennen können, werden Sie einen wärmeren Flur im Wohnbereich haben. Ich empfehle extrudierte Dämmplatten (XPS, das ist Polystyrol), die haben eine dichte Oberfläche, sind etwas druckfester und können auch tapeziert werden. Wie hoch die Einsparung sein wird, kann ich Ihnen aber nicht sagen.

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von MC FLY:
Wenn ich Ökostrom kaufe bzw. bestelle, kommt dann auch nur Ökostrom bei mir an?

Antwort von Peter Kaufmann:
Leider nein, Sie bezahlen nur die Produktion. Die kWh kann nicht unterschieden werden. Wenn aber in Ihrer Nähe viel Ökostrom eingespeist wird, kommt dieser bei Ihnen an und ersetzt so den konventionell hergestellten Strom im Netz. In Deutschland sind wir schon recht gut, denn der derzeitige Anteil ist bereits über 20% und sorgt, anders als allgemein bekannt, bereits für eine Preissenkung an der Strombörse für den reinen Stromherstellungspreis.

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum

Frage von DORIS:
Sehr geehrte Frau Quack, unser Computer ist auch nachts im Standby-Betrieb. Wenn abends der Strom ganz abgeschaltet würde, würden dann evtl. Daten verloren gehen ?

Antwort von Dr. rer nat. Dietlinde Quack:
Wenn Sie vor dem Abschalten offene Dateien speichern und schließen sowie Ihren Computer herunterfahren, sollten keine Daten verloren gehen.

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von RICO:
Guten Tag,

ich interessiere mich für das Thema Beleuchtung: In meinem Haus habe ich verschiedene Leuchtmittel im Einsatz: Klassische Glühlampen, Energiesparlampen und Halogenstrahler. Mit Energiesparlampen habe ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht: Lange Einschaltzeiten sowie unnatürliches Licht.

Was empfehlen Sie als Ersatz für die klassischen Glühlampen? Nicht jede Lampe hat die gleichen Anforderungen zu erfüllen. Ich benötige Lampen, die mehrere Stunden am Tag leuchten (z. B. im Wohnbereich), aber auch Lampen, die nur kurz eingeschaltet werden, dafür aber mehrmals am Tag (z. B. Treppenaufgang oder Bewegungsmelder im Außenbereich).

Wann lohnt sich der Einsatz von LED-Lampen bzw. lassen sich diese einfach als Ersatz für die herkömmlichen Leuchtmittel verwenden (Stichwort Wärmeentwicklung bei LED)?

Welche Kennzahlen muß ich beachten? Wie vergleiche ich die bisherigen Watt-Angaben der Glühlampen mit den Angaben auf den neuen Lampen? Was sagen mir die Angaben Lumen, Candela bzw. Kelvin? Gibt es Internetseiten, auf denen man diese Angaben zuverlässig ermitteln kann?

Für Ihre Antworten bedanke ich mich im Voraus!

Antwort von Peter Kaufmann:
Je nach Einsatzbereich können Sie die unterschiedlichen Lichtquellen verwenden. Mit langer Brenndauer können Sie Energiesparlampen verwenden, so ist die Anlaufphase nicht mehr so relevant. Bei aktuellen Lampen ist diese jetzt schon sehr kurz. Die Halogen Strahler oder häufig zu schaltende Leuchten können Sie nach und nach mit LED ersetzen. Sie sind zwar noch relativ teuer, doch auch hier ist ein starker Preisabfall zu erkennen. Die Helligkeit wird zur besseren Vergleichbarkeit in Lumen angegeben und Kelvin gibt die Lichtfarbe an. Doch meist ist auf den Verpackungen eine Übersicht mit diesen Werten dargestellt. Infos finden Sie bei allen Herstellern oder am besten bei einem Elektriker Ihres Vertrauens. Die haben oft Probeleuchten, die Sie auch mal zu Hause testen können. Peter Kaufmann

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig,
Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von HUTZ:
Stimmt es dass die Halogenlampen auch bald abgeschafft werden sollen?

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Es gibt hierzu Gerüchte, die vom Jahr 2016 sprechen. Aber eben nur Gerüchte, keinerlei Richtlinienentwürfe o.ä. Bei einem Verbot der Halogenlampe kann auch gleich die Leuchte nicht mehr genutzt werden. Das wird wohl noch ein wenig diskutiert werden.

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum

Frage von JU:
Warum gibt es kaum Kühl-Gefrier-Kombis mit mindestens A++ unter 150cm Höhe? Die meist angebotenen sind höher als 170, zu groß für Singlehaushalt.

Antwort von Dr. rer nat. Dietlinde Quack:
Ein Grund dafür, dass mehr Geräte angeboten werden, die größer als 150 cm sind, ist sicher, dass die Kombination von Kühlschrank und Gefrierschrank eine gewisse Mindesthöhe hat. Zumal die für eine bessere Energieeffizienz (A++, A+++) erforderliche Isolation ebenfalls Raum benötigt.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig,
Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von HERBERT:
Alles schreit nach LED Lampen. Sind diese auch dimmbar? Speziell die Ersatzlampen mit G4 Fassung?

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
LED-Lampen sind hervorragend dimmbar und in vielen Lichtfarben einstellbar.

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum

Frage von DR. QUACK:
Wir zahlen monatlich Euro 160 für Strom für 90 qm-Wohnung. Üblich wäre Euro ca. 70. Wie kann man die vorhandenen Elektrogeräte auf ihren Verbrauch testen uind die Verkabelung. Die Zär im Hause sind alle verplombt. carlotennis@aol.com stüdtgen, 42799 Leichlingen

Antwort von Dr. rer nat. Dietlinde Quack:
Besorgen Sie sich im Baumarkt ein Energiemessgerät und messen Sie Ihre Elektrogeräte nach und nach durch, um die größten Stromdiebe zu identifizieren. Dazu können Sie das Messgerät einfach zwischen Steckdose und Gerät schalten und entweder die Leistungsaufnahme (in Watt) nach dem Einschalten messen (z.B. bei Lampen, HiFi-Anlagen, WLAN-Router) oder über einen bestimmten Zeitraum den Verbrauch (in kWh). letzteres bietet sich z.B. bei Waschmaschine und Kühlschrank an.

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von BEDA:
Hallo, wir werden demnächst unsere Neubau-Wohnung beziehen. Im Bad haben wir lediglich ca 1m x 2,80m gerade Decke, ansonsten Schräge (insgesamt ca 9m²). Als Deckenbeleuchtung sind 4 Einbauleuchten vorgesehen (Hallogen), die Ausschnitte sind schon ausgesägt. Nun sagte uns ein Bekannter, es gibt LED - Leuchten, die schon sehr viel Helligkeit bringen. Der Elektriker meint aber, helle LED - Leuchten sind sehr teuer, und mit der Zeit verlieren sie an Leuchtkraft. Außerdem könnte es sein, dass die gewünschte Helligkeit nicht erreicht wird. Was sagen Sie dazu? Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort.

Antwort von Peter Kaufmann:
Alles wird irgend wann mal alt und kann an Leistung verlieren, auch eine LED. Mit der Helligkeit ist es das Geringste, mehr wird Ihnen wohl der Preis zu schaffen machen, denn bei Farbe und Helligkeit ist bereits alles möglich. Und wenn es um das Strom sparen geht sind die LED klar im Vorteil.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig,
Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von MITSU:
guten tag, wir sind in eine Wohnung mit Fußbodenheizung gezogen und kommen nicht richtig klar damit. Fragen: wie schaltet man sie am effektivsten, anlassen oder abschalten (abends z.B). Ab 22 Uhr geht sie in den Nachtmodus. Und die Übergangszeit (wie jetzt z.B.)? Sollte man noch eine zusätzliche Wärmequelle aufstellen oder nicht? Welche Temperatur ist am besten damit keine schimmelbildung entsteht? Vielen Dank.

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Kaufen Sie sich ein kombiniertes Temperatur- und Feuchtemessgerät und beobachten Sie Ihre Raumtemperatur und -feuchte jeweils einige Tage in den Zimmern. Die Fußbodenheizung ist träge, man lässt sie tagsüber am besten an. Wie lange man sie nachts absenkt, muss man ausprobieren. Es kann sogar sein, dass Sie die Temperatur der Fußbodenheizung über Nacht nicht absenken, weil sonst die Raumtemperatur morgens zu niedrig ist. Das alles muss man aber "vor Ort" selbst ausprobieren. Schimmelbildung hängt nicht nur von der Raum,- und Außentemperatur, sondern auch von der Raumfeuchte ab. Ab 20°C Raumtemperatur tagsüber ist die Schimmelgefahr geringer. Allerdings gibt es keine Garantie, wenn z.B. bei tiefen Außentemperaturen die Bauteile, sehr häufig Betonbauteile, innen sehr kalt werden, kann es doch zu Schimmel kommen. Das hängt vom Baualter und damit der Bauweise des Hauses ab.

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von THOMAS G.:
Lohnt es sich, den Energieversorger zu wechseln – und wie finde ich einen günstigen Anbieter?

Antwort von Peter Kaufmann:
Je nach Vertag kann es sich schon sehr lohnen, Preise zu vergleichen. Es kann evtl. auch beim jetzigen Anbieter ein besseres Angebot geben. Helfen können entsprechende Internetportale oder einfach bei den bevorzugten Anbietern Preise abfragen.

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum

Frage von CLAUDIA AUS KöLN:
Die meisten Kühlschränke oder Waschmaschinen werden als umweltfreundlich und energiesparend beworben. An welchen unabhängigen Kriterien kann ich erkennen, ob das stimmt?

Antwort von Dr. rer nat. Dietlinde Quack:
Sowohl bei Waschmaschinen als auch bei Kühlschränken spielt der Stromverbrauch bezogen auf die Umweltauswirkungen eine wesentliche Rolle. Sie erkennen Geräte mit einem geringen Stromverbrauch im Handel an der Energieeffizienzklasse A+++ oder A++.

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von GERHARD KL:
Ich habe ein Haus aus den 70iger Jahren und frage mich, welche Renovierungsmaßnahmen Sinn machen, um Energie zu sparen. Welchen Ansatz sollte ich wählen?

Antwort von Peter Kaufmann:
Das ist aus der Ferne sehr schwer zu sagen, am sichersten ist es, sich einen Eneregieberater vor Ort zu suchen. Dieser schaut sich das Gebäude an und sagt Ihnen, wo der größte Handlungsbedarf besteht und welche Einsparungen erzielt werden können. Es muss auch nicht immer gleich eine rundum Sanierung sein, hauptsache die Schritte passen zusammen.

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum

Frage von BRIGI_TTE:
Welche Elektrogeräte sollte ich in meinem Haushalt auf ihre Energieeffizienz überprüfen, um in Zukunft möglichst umweltfreundlich und energiesparend zu handeln?

Antwort von Dr. rer nat. Dietlinde Quack:
Zu den großen Energieverbrauchern gehören die großen Elektrogeräte wie Kühl- und Gefriergeräte oder Wäschetrockner aber auch Fernsehgeräte und Beleuchtung. Einsparungen können vielfach durch eine effizientere Nutzung erreicht werden: z.B. Waschen bei niedrigeren Temperaturen, z.B. 30 statt 60°C, und mit voller Beladung oder der konsequenten Vermeidung von Stand-by-Verbräuchen, z.B. durch schaltbare oder automatische Steckerleisten.

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von PAUL:
Wie komme ich an den besten Strompreis? Wie kann ich am besten wechseln?

Antwort von Peter Kaufmann:
Was ist der beste Strompreis? Niedrig oder nachhaltig? Hier helfen die Preisvergleichsportale im Netz oder direkt beim Anbieter nach dem Preis fragen.

Peter Kaufmann
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Frage von BEA_00:
Hallo Herr Kaufmann,
ich habe eine Frage zum Lüften und zwar, wie lüftet man richtig? Ein kurzes Stoßlüften mit Heizung an oder Heizung aus? Oder länger lüften mit Heizung aus bei gekipptem Fenster? Können Sie mir Tipps geben? Danke schon im Voraus.

Antwort von Peter Kaufmann:
Am besten lüften Sie mit einem Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung, da es den größten Teil der Wärmeenergie im Haus behält. Mit dem Fenster lüften ist aber auch von Vorteil, wenn die Heizkörper ausgeschaltet und zwei gegenüberliegende Fenster ganz auf und Durchzug sind. Da reichen im Winter schon mal 2-3 min. Informieren Sie sich über dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung, sie kosten ca. 600-700 EUR/ Stück, lüften dafür auch, wenn Sie schlafen oder nicht zu Hause sind. Die WRG ist größer als der eingesetzte Strom.

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum

Frage von BERND:
Ab wann macht es Sinn den alten Kühlschrank gegen einen neuen zu tauschen?

Antwort von Dr. rer nat. Dietlinde Quack:
Generell kann man sagen, dass sich aus Umweltgesichtspunkten der vorzeitige Ersatz durch ein effizientes A+++-Gerät in der Regel schon dann lohnt, wenn Ihr vorhandenes Gerät älter als fünf bis zehn Jahre alt ist – hier amortisiert sich der Energieverbrauch, der zur Herstellung des Neugerätes benötigt wird, innerhalb von 0,7 bis 2,5 Jahren durch die Einsparungen beim Stromverbrauch während der Nutzung.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig,
Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von STOEPSEL:
Liebes Expertenteam, ich wohne in einer Mietwhg., in der es wiederholt (bei Vormietern, sowie anderen Mietern des Hauses) in 2 Zi. mit kalten Außenwänden zu Schimmelbildung kam. Nach Behandlung, wollen wir diese Wände jetzt selber von innen dämmen, da der Vermieter leider nichts unternimmt. Die Wände sind frei von Tapeten etc.. Auf zuvor angebrachte Holzleisten, wollen wir Regipsplatten schrauben und den Hohlraum mit Dämmmaterial (Glaswolle...) füllen. Meine Befürchtung ist aber, das sich in der Dämmung unbemerkt erneut Schimmel bildet. Ist dies möglich und wäre die von uns gewählte Form der Dämmung richtig?

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Nein, diese Planung wäre falsch. Wenn Sie mit Glaswolle arbeiten, müssen Sie zwischen Rigipsplatte und Dämmung eine Folie einziehen, die sie in den Stößen und an allen Anschlüssen (Innenwände, Fußboden, Decke, Leibung) mit doppel- oder einseitigen Klebebändern anschließen. Unter www.energiesparaktion.de finden sie eine "Energiespar-Information" zum Thema Innendämmung. Bei der Innendämmung darf keine feuchtwarme Raumluft in den Dämmstoff gelangen, das ist der Sinn der Folie, die dementsprechend ohne Fugen und Ritzen ausgeführt werden muß: "Dämmen und dichten" ist die Aufgabe.

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum

Frage von JüRGEN DA.:
Man hört viel über Energiesparlampen, doch was ist wirklich dran?

Antwort von Dr. rer nat. Dietlinde Quack:
Energiesparlampen sind Kompaktleuchtstofflampen, die bei vergleichbarer Helligkeit im Vergleich zu einer Halogenglühlampe etwa 70% weniger Strom verbrauchen. Es gibt sie in verschiedenen Formen und Lichtfarben, so dass sie in vielen Leuchten und für viele Beleuchtungszwecke gut einsetzbar sind. Für Akzentbeleuchtung (Spots) eignen sich die ebenfalls energieeffizienten LED-Lampen allerdings besser.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig,
Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von ELMAR R.:
In Deutschland geht fast nichts ohne behördlichen Segen. Muss ich auch eine Wärmepumpe genehmigen lassen?

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Wärmepumpen müssen nur bei Grundwassernutzung genehmigt werden (untere Wasserbehörde). Das gehört zum Service der Bohrungsfirma.

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von CHRISTIAN:
Ich habe von stattlichen Förderprogrammen gelesen, mit denen umweltfreundliche und energiesparende Renovierungen unter anderem finanziert werden können. Gibt es diese Unterstützung auch für mich?

Antwort von Peter Kaufmann:
Jeder kann die zur Verfügung stehenden Förderungen beantragen. Wichtig hierbei ist, die Förderbedingungen zu beachten und einzuhalten, dann sollte es auch mit einer Zusage klappen. Die wichtigsten finden Sie unter www.bafa.de und www.kfw.de

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig,
Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von MARTIN P.:
Unser Wohnhaus stammt aus den 70er Jahren. Vor rund fünf Jahren haben wir neue Fenster eingebaut und die Außenwände gedämmt. Jetzt steht der Austausch des Heizkessels an. Kann man mit einer Wärmepumpe auch die alten Radiatoren aus den 70er Jahren nutzen, oder ist Wand- oder Fußbodenheizung ein „Muss“?

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Eine Elektro-Wärmepumpe ist erst empfehlenswert, wenn Ihr Heizenergieverbrauch unter 100 kWh pro m² und Jahr liegt (10-Liter Heizöl pro m²). Dann könnten die Heizkörper ausreichen, das muß aber vor Ort beurteilt werden. Warum überlegen Sie nicht, ob stattdessen eine stromerzeugende Heizung sinnvoll ist? Die fährt höhere Vorlauftemperaturen, ist billiger in der Anschaffung und gibt es als Stirling- oder Verbrennungsmotor sogar als Kleinstaggregat. Strom erzeugen im Heizungskeller passt doch besser in die Zeit, als Strom verbrauchen.

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von ISCHYLI:
ich habe ein 3 Parteien-Miethaus (EG, 1.OG und DG), erbaut 1979. Seit diesem Zeitpunkt läuft die alte Heizung einwandfrei. Nun aber denke ich über eine neue Heizung nach. Meine Frage(n): bei Öl bleiben (Erdgasversorgung gibt es hier nicht) bzw. welche Alternativen gibt es? Auch in Pellets sehe ich keine längerfristige Lösung. Was macht Sinn? Vielen Dank im voraus.

Antwort von Peter Kaufmann:
Ich sehe das mit den Pellet als gute Alternative. Zum einen sind sie seit Jahren sehr Preisstabil, zum anderen umweltfreundlich und das vorhandene Heizsystem kann ohne große Anpassungen genutz werden. Temperaturen (Vor- & Rücklauf) sollten stimmen und den Platz für ein Pelletslager haben Sie dort, wo jetzt das Öl lagert.

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum

Frage von KEJA:
Wie heize ich eigentlich richtig, um nicht unnötige Heizkosten zu bezahlen? Was sind die wichtigsten Tipps?

Antwort von Dr. rer nat. Dietlinde Quack:
Die drei wichtigsten Tipps: Heizen Sie unterschiedliche Räume entsprechend ihrer Nutzung: Zum Schlafen sind kühlere Temperaturen angenehm, im Wohnzimmer wärmere. Wenn Sie den ganzen Tag außer Haus sind, ist es ideal, wenn Sie den Tageslauf an der Heizungssteuerung oder mit Hilfe programmierbarer Thermostatventile an den Heizkörpern einstellen. Und last not least: Öffnen Sie lieber die Fenster mehrmals am Tag für 10 Minuten statt Fenster auf Dauerkipp zu stellen.

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von N. SCHNEIDER:
Ich plane ein Haus mit rund 150 Quadratmetern Wohnfläche auf einem Grundstück von 350 Quadratmetern. Welche Wärmequelle für die Wärmepumpe soll ich wählen?

Antwort von Peter Kaufmann:
Wenn die Heizungsanlage optimal für eine WP ausgelegt ist würde es auch Luft als Wärmequelle tun. Bohren bedeutet erst einmal eine höhere Investition und die Fläche ist wohl für einen Flächenabsorber zu klein. Wenn Sie planen haben Sie einen Energieplaner im Boot und der sollte Ihnen die richtigen Fakten liefern.

Moderator:
Liebe Leser, dieser Chat ist moderiert: Alle Fragen werden zunächst an einen Moderator geschickt, der je nach Teilnehmerzahl alle oder die interessantesten Fragen zur Beantwortung frei stellt. Bitte haben Sie Verständnis, dass bei großem Andrang zunächst Fragen beantwortet werden, die für die Mehrzahl der Teilnehmer relevant sind.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig,
Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von PETER_111:
Wie teuer kommt mich die Wartung und Instandhaltung einer Wärmepumpe zu stehen?

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Das ist keine beantwortbare Frage. Denn das kommt auf einen störungsfreien Betrieb an, den kann Ihnen bei der Wärmepumpe keiner garantieren.

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von BLAUWIN:
Oft höre ich von Freunden, dass sie mit ihrer Wärmepumpe und den Kosten nicht vollkommen zufrieden sind. Worauf ist bei der Planung besonders zu achten?

Antwort von Peter Kaufmann:
Wichtig beim Einsatz von Wärmepumpen ist es, die von der Pumpe geforderten Parrameter einzuhalten. Hier gilt es insbesondere, die Temperaturen der Wärmequelle zu kennen und das Heizsystem auf so niedrig wie mögliche Temperturen auszulegen. Zusätzlich fehlt oft beim Neubau einer Heizungsanlage der hydraulische Abgleich. Wer sicher gehen will, muss sich einen Wärmemengenzähler nach der WP einbauen um den COP oder die Jahresarbeitszahl zu prüfen.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig,
Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von WALTER F.:
Was bedeutet eigentlich die viel zitierte „Jahresarbeitszahl“ und worauf muss ich als Bauherr dabei achten?

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Die JAZ ist der Quotient aus Wärmerzeugung und Stromeinsatz pro Jahr und schließt auch den Stromverbrauch von Enteisern, Pumpen usw. ein. Sie sollte über 4 liegen, sonst bekommen Sie keine finanzielle Amortisation hin und Ihre Wärmepumpe würde den CO2-Ausstoß in Deutschland erhöhen, statt vermindern. Neuere Wärmepumpen zeigen eine JAZ an, dabei ist Vorsicht geboten, denn diese wird nicht gemessen, sondern aus wenigen Werten über das Jahr interpoliert.

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum

Frage von CHARLIE:
Wie bzw. wo kann ich mein Altgerät entsorgen, wenn ich ein neues Gerät kaufe?

Antwort von Dr. rer nat. Dietlinde Quack:
Durch die Umsetzung einer EU-Richtlinie ist die Entsorgung seit März 2006 über den Recyclinghof oder den öffentlichen Sperrmüll kostenfrei möglich. Adressen und weitere Hinweise zu den Entsorgungsmöglichkeiten in Ihrer Nähe finden Sie zum Beispiel in den kommunalen Abfallbroschüren. Fragen Sie auch bei Ihrem Händler nach - z.T. wird die fachgerechte Entsorgung des Altgeräts als Service angeboten.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig,
Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von MAIER:
Unser alter Gas-Heizkessel, der schon über 20 Jahre auf dem Buckel hat, soll raus, und wir stehen vor der Frage, womit wir am günstigsten fahren: Brennwertkessel, Pellets, Solar oder Wärmepumpe?

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Mindestmassnahme ist heute immer der Brennwertkessel, egal ob Gas oder Öl. Gewissenfrage bei Gas ist, ob man sich für eine stromerzeugende Heizung entscheidet. Die kostet mit 16.000 bis 20.000 EUR deutlich mehr, rechnet sich mit Zuschüssen aber mittelfristig auch. Diese BHKW gibt es ab 1 kW elektrischer Leistung je nach Gebäudegröße. Wärmepumpe und solares Heizen machen nur im sehr gut gedämmten Haus einen Sinn, sonst bleibt der Deckungsbeitrag der Solarkollektoren unbefriedigend klein oder die Wärmepumpe arbeitet mit schlechter Jahresarbeitszahl (Verhältnis Wärmeoutput zu Strominput). Diese JAZ sind nach den Ergebnissen von zwei großen Feldversuchen so schlecht, dass die Elektrische Wärmepumpe ihre Zeit wohl hinter sich hat. Strom erzeugen im Heizungskeller ist da schon interessanter, als Strom verbrauchen in der Wärmepumpe, zumal die Wärmepumpensondertarife wohl auch bald fallen werden. Ein Pelletkessel kostet soviel wie das BHKW (abzüglich Förderung).

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von HESI002:
Ich wohne in einem größeren Mehrfamilienhaus. Ab wann sollte dieses von aussen isoliert werden? Stehen die Kosten mit der Einsparung im Verhältnis? Wie kann ich so etwas für den Verwaltungsbeirat vorbereiten / errechnen?

Antwort von Peter Kaufmann:
Eine Pflicht gibt es keine, jedoch sollten nach einer Energieberatung alle Fakten zur Verfügung liegen, um entsprechend entscheiden zu können. Aktuell sind hier auch die Förderungen bei der BAFA (www.BAFA.de) erhöht worden.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig,
Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von THO-AICH:
Hallo Frau Quack, macht es Sinn einen Stückholzofen einzubauen um energetisch zuzuheizen?

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Bauen Sie lieber einen Pelletofen ein, davon haben Ihre Nachbarn mehr, denn die Stückholzverbrennung bringt viel Rauch und Geruch in die Nachbarschaft. Sie ist die unsauberste Art, Holz zu verbrennen. Gute Öfen sind unter www.energie.ch oder www.topten.ch. Energie sparen Sie durch einen Zusatzofen übrigens nicht, sie verlagern nur auf einen billigeren Energieträger, der nachwächst und CO2-neutral verbrennt.

Moderator:
Liebe Leser, bei uns laufen im Sekundentakt Fragen rein, da sich viele am Chat beteiligen und jeder Nutzer hat eine Antwort verdient. Das würden wir auch sehr gerne machen, nur ist das leider nicht realisierbar. Daher suchen wir Fragen raus, von denen wir glauben, dass sie für die meisten von Interesse sind.

Peter Kaufmann
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Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von SEBASTIAN69:
Ist die Wärmepumpentechnik nicht eigentlich eine „Elektroheizung“ und damit gar nicht so umweltfreundlich, wie sie immer dargestellt wird?

Antwort von Peter Kaufmann:
Ja grundlegen schon, nur macht eine WP aus einer kWh Strom mehr als 3 kWh Wärme und so ist sie mindestens dreimal besser als eine direkte Elektroheizung. Natürlich nur, wenn auch alles ordentlich funktioniert. Und nicht jede WP wird mit Strom angetrieben, es gibt auch welche mit Gasmotor.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
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Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von KLAUS 59:
Unsere Heizung hat rund 30 Jahre hinter sich, und wir möchten gerne demnächst eine neue anschaffen. Allerdings wissen wir nicht, welche, ob eine Gas-, eine Strom- oder eine Öl-Anlage. Wozu raten Sie?

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Bleiben Sie bei Ihrem Energieträger und setzen Sie einen Brennwertkessel ein (Gas-Brennwert oder Öl-Brennwertkessel). Das kostet Sie um die 8.500 EUR mit Warmwasserspeicher beim Einfamilienhaus. Achten Sie auch auf eine stromsparende Umwälzpumpe (Effizienzklasse A), wenn diese nicht schon im neuen Kessel eingebaut ist. Stromheizung ist teuer (25 Cent die kWh, gegenüber 8-9 Cent die kWh bei Gas/Öl) oder setzt -bei der Elektrowärmepumpe- ein sehr gut gedämmtes Haus voraus. Wenn Sie gegen 16.000-20.000 EUR für eine neue stromerzeugende Heizung anlegen wollen, fragen Sie nocheinmal nach. Dies setzt aber Gas als Energie im Haus voraus.

Moderator:
Herzlich willkommen bei unserem Chat zum Thema „Jetzt die Energiefresser erkennen“. Wir freuen uns auf Ihre Fragen…

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von JEANE:
Ich wohne seit 2 Jahren in einen Haus (Bj ca. 1955) im Erdgeschoss. Vor ca. ca. 10 Jahren wurden neue Kunststofffenster eingebaut. Trotzdem spüre ich beim Duschen den eiskalten Wind, der sich irgendwo reindrückt. Im Wohnzimmer wird es trotz glühender Heizung gar nicht richtig warm. Auch hier merkt man den Wind. Es wurde im Fenster eine zusätzliche Gummidichtung angebracht, die alten sind etwas an den Kannten und Übergängen eingerissen. Uns sterben fast die Füße ab und uns graut es schon vor dem Winter. Leider haben wir in allen Zimmern zwei Fensterfronten und nur in der Küche und Kinderzimmer "einen" Rolladen. An den Balkontüren gibt es keinen Rolladen. Was raten Sie uns? Was kann ich als Mieter tun, was kann ich vom Vermieter verlangen. Im Schlafzimmer heize ich nur bis ca. 17 Grad (regelbarer Thermostat), da ich nicht wärmer schlafen kann und auch sparen möchte. Was kann ich tun, dass hierdurch keine Schimmelbildung gibt? Das Treppenhaus ist auf jedem Stock vom EG bis in den 5. Stock mit alten Fenstern vom Boden bis zur Decke versehen. Die Eingangstür ist auch aus einer sehr alten Glasfront. So ist es jetzt schon im Treppenhaus eiskalt. Da meine Eingangstür auch im EG liegt und total verzogen ist. Man kann das Licht vom Treppenhaus in meinem Flur sehen, kommt hier auch eiskalter Wind rein. Wer ist hier zuständig? Es wäre sehr schön, wenn Sie mir diese drei Fragen beantworten könnten und vielen Dank!

Antwort von Peter Kaufmann:
Auf jeden Fall können Sie die Einhaltung der Raumtemperaturen und einen Grundstandart an Wohnkomfort einfordern. Solche extreme Zugerscheinungen wie beschrieben sollten nach Aufforderung an den Vermieter schnellstens abgestellt werden. Das kalte Empfinden muss nicht nur durch die Zugluft kommen, auch nicht gedämmte Außenbauteile und damit kalte Oberflächen auf der Innenseite können so empfunden werden. Ich hoffe die Kellerdecke ist gedämmt! Wegen dem Schimmel brauchen Sie sich bei diesem Luftwechsel wenig Sorgen machen, sicherheitshalber können Sie die Luftfeuchte messen, diese sollt bei einer Raumtemperatur von 20°C nicht über 65% liegen. Bitte im wenig beheiztem Schlafzimmer aber genauer aufpassen. Bitte melden Sie all diese Mängel an den Vermieter und bitten Sie ihn um Abstellung, fordern führt oft nicht zum Erfolg.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
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Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von BETSY:
Wir wohnen in einem schönen Altbau von 1917. Unsere letzte Gasrechnung war ziemlich happig. Soll ich die Fenster oder Wände besser dämmen lassen? Ich bin Mieter...

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Als Mieter können Sie nur Kleingkeiten selbst machen, wie Fensterfolien innen auf die Rahmen ankleben. Wenn Sie noch einscheibenverglaste Fenster haben, Fenster und Türen abdichten, Heizkörpernischen und Rolladenkästen dämmen. Einer Innendämmung muß der Vermieter zustimmen und auch finanzieren. Sprechen Sie ihn an. Bloss nicht unabgestimmt Handeln. Eine Verflichtung für den Vermieter besteht nicht.

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von LAURAMI:
Die Gasheizung in unserem Eigenheim ist zwar schon über 15 Jahre alt, läuft aber vollkommen problemlos. Sollte ich die Anlage dennoch austauschen lassen oder noch warten? Ich will ja nicht unnötig Kosten verursachen.

Antwort von Peter Kaufmann:
Unbedingt austauschen ist sicher nicht notwendig aber schon mal umschauen, was passen würde und Sinn macht. Falls dann mal eine größere Reparatur ansteht, sind Sie bereits informiert.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig,
Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von MA_MAI:
Sind Energiesparlampen unter dem Gesichtspunkt Quecksilberbelastung nicht absoluter quatsch?

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Nein, bitte in Bilanzen denken. Die durch die Lichtstromeinsparung vermiedene Quecksilberemission an den Kohlekraftwerken in die Atemluft ist eine Zehnerpotenz größer, als das Quecksilber im Lampenkolben. Man muß ja auch nicht alle Lampen zerbrechen oder in den Hausmüll schmeißen. Dann gibt es ohnehin kein Problem.

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum

Frage von JENNIII:
Ich mache ein referat über : energie sparen im haushalt
habt ihr tipps was ich am besten in mein referat rein bringen sollte ?
Wie z.B. : Bei was kann man am meisten energie sparen ?
oder : vorteile und nachteile des energiesparens im haushalt

Antwort von Dr. rer nat. Dietlinde Quack:
Es ist sicher gut, darzustellen, dass es im Haushalt sehr unterschiedliche Bereiche gibt, in denen man Energie sparen kann: Bei der Mobilität (z.B. mehr mit dem Fahrad statt mit dem Auto fahren), beim Heizen (z.B. Stosslüften statt Fenster auf Dauerkipp), beim Stromverbrauch (z.B. energieeffiziente Geräte, sparsame Nutzung). Als Informationsquelle kann ich www.ecotopten.de empfehlen

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von HESI007:
Bei der letzten Überprüfung unserer Heizung habe ich vom Schornsteinfeger ein ausgedrucktes Blatt mit vielen Daten erhalten. Was sagen diese Zahlen aus und worauf muss ich besonders achten?

Antwort von Peter Kaufmann:
Am besten gleich den Schornsteinfeger fragen, was er alles drauf schreibt. Nur so viel, die Abgasverlusste sollten bei maximal 10% liegen und der Rest ist vom Kesselsystem abhängig.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
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Frage von BLAUPAUSE:
Kann ich für eine Heizungsmodernisierung heute noch Zuschüsse beantragen? Und wo – beim Bund, beim Land oder bei meiner Stadtverwaltung?

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Für Brennwertkessel gibt es einen Zuschuss oder auch wahlweise Kredit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau www.kfw im Pprogramm 430. Näheres unter: http://www.kfw.de/kfw/de/I/II/Download_Center/Foerderprogramme/versteckter_Ordner_fuer_PDF/6000002246_M_Anlage_151_152_430.pdf Unter www.foerderdata.de können Sie abprüfen, ob Ihr Stadtwerk oder eine andere fördernde Stelle ebenfalls einen Beitrag leistet.

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von EISMANN:
s. g. Herr Kaufmann,
wir (2 Personen) wohnen in einem großen alten Bauernhaus mit Scheune im gleichen Gebäude. Ausreichend Platz für Erweiterungen der Heizanlage / Speicher wäre vorhanden. 1. In Erwartung steigender Ölpreise dachte ich auch schon an eine Scheitholzzusatzheizung für die ganz kalten Wochen. (In denen massiv Öl verbrannt wird) Ist eine Anbindung der Zusatzheizung problematisch und teuer? 2. Kann man den vorhandenen Weishaupt Zentralheizungskessel (Termounit WTU-30-S) sinnvoll mit einer Wärmepumpe (Heizen mit Eis) verknüpfen? 3. Wie dämme ich eine Scheunendecke mit darüber liegenden Wohnräumen? (und erfülle gleichzeitg die Brandschutzauflagen von F 30. Danke und Gruß , gd

Antwort von Peter Kaufmann:
Die Einbindung ist hydraulisch immer möglich. Ein schön ausgelegter Pufferspeicher mit entsprechenden Anschlüssen in allen Höhen und dann eine Be- und Entladung von Baunach, die funktioniert bei solchen Baustellen am besten. Das ist auch für alle Hersteller kompatibel. Die WP und auch der Speicher ist nur so gut, wie das Heizsystem, was hinten dran hängt, also hier richtig auslegen lassen und den hydraulischen Abgleich machen. Die Dämmung kann mit Brandschutz Platten und jeder Dämmung ausgeführt werden, jedoch empfiehlt sich das vor Ort anzuschauen und es mit dem Ausführenden abzustimmen.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
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Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies

Frage von LUMEN:
Ja bitte senden Sie mir das von Ihnen angebotene Infomaterial. An welche E-Mail Adresse soll ich meine Kontaktdaten senden?

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Eicke-Hennig@energiesparaktion.de

Peter Kaufmann
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Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von BRUNOMA:
Vor drei Jahren haben wir bereits eine neue Heizung mit Gas-Brennwerttechnik installieren lassen. Lohnt es sich zusätzlich, noch eine Solaranlage für Warmwasser nachzurüsten?

Antwort von Peter Kaufmann:
Für die Umwelt schon, nur für Ihren Geldbeutel nicht so schnell. Wenn Sie ca. 5.000,-€ ausgeben wollen, denken Sie lieber an eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Hier ist der Energiegewinn ähnlich und der Wohnkompfort wird deutlich besser.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
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Frage von SAMMSON:
braucht ein alter nachtspeicherofen mehr strom als ein neuer vielen dank

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Nur unwesentlich, weil der neue die Wärme durch etwas mehr Dämmumhüllung gezielter abgibt und etwas besser geregelt ist. Entscheidend ist aber der Wärmebedarf des Zimmers, in dem er steht: was man braucht, braucht man eben, wegen des Wärmeverlustes über Wand, Fenster, Boden, Decke und Lüftung.

Peter Kaufmann
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Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von EDITH:
vor ca. 3 Jahren habe ich meine alte Heizung durch eine SOLVIS Anlage erneuern lassen (in einem 1979 alten RMH: ca. 130 qm); und eine kleine Solarfläche auf dem Dach. Die Gaskosten haben sich tatsächlich reduziert, dafür sind meine Stromkosten enorm gestiegen. Hat das was mit den Pumpen zu tun. Worauf hätte ich achten müssen, damit die Ersparnis nicht durch den Energiebedarf der Pumpen wieder hinfällig wurde. Gibt es spezielle Pumpen, die das verhindert hätten. Für eine Aufklärung wäre ich Ihnen sehr dankbar. Freundliche Grüße, Edith

Antwort von Peter Kaufmann:
Sicher können die Pumpen eine Ursache sein. Wichtig ist, die elektrische Leistung, denn diese sollte nicht über 25 W liegen und es sollten auch hoch effiziente Pumpen sein. Diese arbeiten schon ab 3 W. Bitte schauen und zählen Sie, wie viele Pumpen es insgesamt sind und wann diese alle laufen und dann den Heizungsbauer nach einer Lösung fragen. Besser wäre es gewesen, wenn von Anfang an solche hocheffizienten Pumpen im System verbaut worden wären. Ist aber leider bei vielen Anbietern so, die hoch moderne Technik anpreisen und alte Pumpentechnik verbauen.

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum

Frage von DOCARI:
Ich möchte mir einen Kondensationswäschetrockner kaufen, welchen ich nur in der kalten Jahreszeit benutzen möchte. Lohnt sich da die Anschaffung in Energieeffizienz A für ein Anschaffungspreis ca. 1000.-Euro, während ein Gerät mit Energieeffizienz B für ca.400.-Euro erhältlich ist? Ich würde den Trockner etwa 2 mal wöchentlich nutzen. Vielen Dank für Ihren Rat

Antwort von Dr. rer nat. Dietlinde Quack:
Wenn Sie den Trockner 6 Monate im Jahr jeweils 2 Mal die Woche nutzen und Ihre Waschmaschine mit 1000 Umdrehungen pro Minute schleudert, dann verursacht Ihnen das mit einem Gerät der Energieeffizienzklasse B jährlich knapp 60 Euro an Stromkosten. Ein sehr effizienter A-Klasse Trockner spart demgegenüber etwa 35 Euro jährlich.

Peter Kaufmann
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Frage von MAREN:
Heutzutage hört man so viel über neue Techniken wie Solar, Wärmepumpen, Brennwerttechnik. Wie kann ich entscheiden, welche Heizung für mein Haus am besten geeignet ist?

Antwort von Peter Kaufmann:
Wenn man den Energiebedarf des Hauses so niedrig wie möglich bekommen, ist das Heizsystem Nebensache. Denn die kWh, welche Sie gar nicht erst bereit stellen müssen, ist am kostengünstigsten. Eine Heizung deckt ja nur die Wärmeverluste der Gebäudehülle und die Energie, welche beim Lüften an die Umwelt abgegeben wird. Sind die weg oder sehr gering, bedarf es auch keiner Heizung mehr. Bei einem bestehenden Haus ist eine Energieberatung die sicherste Herangehensweise, um auch alle sinnvollen Möglichkeiten zu kennen.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
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Frage von KALLE:
Ich hatte den Stromanbieter Eon und jetzt Vattenfall, der soll auch die Srom-Preise trächtig erhöhen, welcher Stromanbieter wäre für mich der Richtige? Wie komme ich gegen hohe Luftfeuchtigkeit an, im Schlafzimmer durch ein Hygrometer, haben wir an manchen Tagen bis zu 75% Luftfeuchtigkeit, lüften mehrmals am Tag oder stosslüften. Neues Laminat ist auch gelegt unten drunter ist die Dämmung aus Kork, was kann ich machen? Danke

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Aus der Strompreisfalle führt nur ein Weg heraus: Die Stromeinsparung durch effiziente Haushaltsgeräte, Stromsparleuchten und LED-Leuchten, sowie beim eigenen Haus, eine stromsparende Heizungsumwälzpumpe. Schritt für Schitt minus 50 %. Das Hygrometer zeigt die relative Luftfeuchte an, die ergibt sich aus absoluter Feuchte und Lufttemperatur. Wenn Sie Ihr Schlafzimmer nicht beheizen, was 90 % der Deutschen tun, dann ist die Luftfeuchte leider höher. Dazu müssen aber auch Feuchtequellen vorliegen: z.B. gibt der Mensch im Schlaf 50 Gramm Wasserdampf pro Stunde ab und lüftet man evtl. am Abend aus den beheizten Zimmern die feuchtwarme Luft zum Temperieren ins Schlafzimmer hinein. Aber das alles kann ich als Ferndiagnose nicht feststellen. Kaufen Sie sich doch ein mitschreibendes Hygrometer, dann können Sie die Zeit bestimmen, zu der die Auffeuchtung stattfindet und damit auf die Quelle schließen.

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum

Frage von SABINE-123:
Wodurch unterscheiden sich eigentlich herkömmliche alte Elektrogeräte von den neuen energieeffizienten Geräten? Was hat sich da verbessert?

Antwort von Dr. rer nat. Dietlinde Quack:
Je nach Produktgruppe handelt es sich um unterschiedliche technische Verbesserungen: bei Kühlschränken sind z.B. die Kompressoren effizienter geworden, ebenso wurde die Isolierung verbessert. Bei Kaffeemaschinen schalten die Geräte schneller in Stand-by-Modus um und die Erhitzung des Wassers wurde z.T. auf Durchlauferhitzer umgestellt.

Peter Kaufmann
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Frage von SUSHI:
Wir haben einen Altbau aus der Nachkriegszeit gekauft. Eine Wärmedämmung und neue Fenster haben wir bereits einbauen lassen, nun wollen wir auch die alte Ölheizung ersetzen. Wozu würden Sie uns raten?

Antwort von Peter Kaufmann:
Wenn die Heizkörper bleiben, ist eine Pelletheizung die einfachste und wirtschaftlichste Lösung. Wenn aber alles dicht gemacht wurde, sollten Sie auch über die Lüftung im Haus nachdenken.

Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
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Frage von FLECKY:
Welche Außenbeleuchtung ist als Nacht-Dauerbeleuchtung empfehlenswert? Bewegungsmelder und Solar-Lampen kommen aufgrund der äußeren Gegebenheiten nicht in Frage. Im voraus herzlichen Dank!

Antwort von Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig:
Es sind LED-Leuchten zu empfehlen. Sogar die Gemeinden rüsten Ihre Strassenbeleuchtung jetzt darauf um.

Peter Kaufmann
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Frage von FORTUNA:
Ich habe mal gehört, die Wärmepumpe sei eigentlich ein „umgekehrter Kühlschrank“. Wie muss ich mir das denn vorstellen?

Antwort von Peter Kaufmann:
Umgekehrt nicht gerade, der Kältekreislauf funktioniert nur genau so wie beim Kühlschrank. Bei der WP nutzt man die Abwärme, welche wie beim Kühlschrank auch, hinten an den Raum abgeegen wird. Der gekühlte Raum ist bei der Heizung das Erdreich, das Wasser oder die Luft.

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum

Frage von CAROL ST.:
Wie kann man denn beim Einsatz von Elektrogeräten Strom sparen? Muss ich mir neue energieeffiziente Geräte anschaffen oder kann ich beispielsweise auch mit meinem jetzigen Kühlschrank Kosten einsparen?

Antwort von Dr. rer nat. Dietlinde Quack:
Nein, Sie müssen nicht gleich neue Geräte anschaffen mit einer sparsamen Nutzung können Sie schon viel erreichen. Tipps für die sparsame Kühlschrank-Nutzung sind z.B. Öffnen Sie Ihren Kühlschrank so kurz und selten wie möglich. Lassen Sie warme Lebensmittel erst abkühlen, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen. Entnehmen Sie gekühlte Lebensmittel wie Milch, Wurst oder Käse möglichst nur kurzzeitig aus dem Kühlschrank – damit sie sich nicht zu sehr erwärmen und auch nicht zu schnell verderben. Lassen Sie ihn im Urlaub auf kleinster Stufe laufen oder schalten Sie ihn ganz aus: Einfach ausräumen, abtauen und Tür offen stehen lassen – das vermeidet Schimmelbildung.

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von LUMI12:
Die Öl- und Gaspreise sollen ja dieses Jahr weiter steigen. Ist es dann überhaupt empfehlenswert, in eine neue Öl- oder Gasheizung zu investieren oder besser in alternative Energien?

Antwort von Peter Kaufmann:
Alle Energiepreise werden steigen, jedoch sind Alternativen schon alleine wegen der Umweltbelastung zu empfehlen und meist sind sie auch deutlich günstiger. So liegt der Pelletpreis bei ca. 4- 5 Cent und der Ölpreis bei ca. 8-10 Cent. Noch mehr zu Empfehlen ist, die Wärme erst gar nicht nach Außen zu verlieren, sondern nach der Gebäudehülle zu schauen, denn dann passt auch die neue Heizung besser dazu.

Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b

Frage von MEYMA:
Wir wollen in diesem oder im kommenden Jahr neu bauen, sind aber vollkommen verunsichert, was die Heizungstechnik angeht. Wozu würden Sie heute in einem Neubau raten?

Antwort von Peter Kaufmann:
Grundlegen zum Passivhaus, da wird die Heizungsanlage zur Nebensache. Denn wenn der energetische Stand vom Haus noch nicht fest steht, kann man auch noch keine Auswahl für das Heizsystem treffen. Also erst über die Dämmeigenschaften des Hauses einigen und dann erst nach der passenden Heizung suchen.

Peter Kaufmann
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Frage von ST. LEON:
Liebes Team, man hört immer wieder, dass wenn das Haus von außen nachträglich isoliert wurde, die Isolierung alle 15 Jahre gewechselt werden sollte, da es ansonsten Feuchtigkeit u. Schimmelbildung gibt. Ist das richtig, welches Material sollte bevorzugt werden? Vielen Dank.

Antwort von Peter Kaufmann:
Wenn das stimmen würde, hätte ich bereits alle Hersteller verklagt, da nach den Normen schon Nutzungszeiträume von mehr als 15 Jahren vorgegeben sind.

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum

Frage von JULE:
Gibt es eine Richtlinie, ab wann man Kühlschränke oder Gefriertruhen austauschen soll? An was erkenne ich, wenn der Stromverbrauch nicht mehr zeitgemäß ist.

Antwort von Dr. rer nat. Dietlinde Quack:
Am besten ist es, wenn Sie den Stromverbrauch Ihres alten Geräts messen, diesen Wert hochrechnen auf ein Jahr und diesen Jahresverbrauch dann mit den im Handel auf einem neuen Gerät auf dem Energieeffizienzlabel angegebenen Wert vergleichen. Ein besonders effizientes Gerät erkennen Sie an der Auszeichnung A+++. Je größer der Unterschied, umso eher lohnt sich der Austausch. Generell kann man sagen, dass sich aus Umweltgesichtspunkten der vorzeitige Ersatz durch ein effizientes A+++-Gerät in der Regel schon dann lohnt, wenn Ihr vorhandenes Gerät älter als fünf bis zehn Jahre alt ist – hier amortisiert sich der Energieverbrauch, der zur Herstellung des Neugerätes benötigt wird, innerhalb von 0,7 bis 2,5 Jahren durch die Einsparungen beim Stromverbrauch während der Nutzung.

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum

Frage von JENNIII:
bei was kann man am meisten energie sparen?

Antwort von Dr. rer nat. Dietlinde Quack:
Die großen Posten beim Energieverbrauchs im Haushalt sind Heizung, Auto und Stromverbrauch. Den größten Effekt - aber auch den größten Aufwand - bringt in der Regel die Isolierung des Gebäudes auf einen sehr guten Energiestandard.

Moderator:
Liebe Leser, wir danken Ihnen für die Teilnahme. Bestimmt können Sie den einen oder anderen Tipp in Ihren Alltag übernehmen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir heute leider nicht alle Fragen beantworten konnten, wir hoffen aber, dass Sie Ihre Frage oder zumindest eine ähnliche beantwortet vorgefunden haben. Für heute verabschieden wir uns von Ihnen und wünschen einen schönen Abend. Bis zum nächsten Mal.