17.09.2012:

Energie sparen

Jetzt die Energiefresser erkennen – und bares Geld sparen

Umso mehr die Preise für Strom, Heizöl und Gas steigen, desto stärker werden die Familien belastet. Schließlich tragen laut der Deutschen Energie-Agentur allein die Heizung und die Warmwasserbereitung mit fast 90 Prozent zu den Energiekosten in einem durchschnittlichen Haushalt bei. Ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht: Die Ölpreise bewegen sich auf hohem Niveau, und auch beim Gas wurde zu Jahresbeginn 2012 erneut an der Preisschraube gedreht. Allein 70 Versorger erhöhten im Januar und Februar ihre Preise. Der Aufschlag von durchschnittlich acht Prozent bedeutet pro Haushalt eine Mehrbelastung von 100 bis 110 Euro pro Jahr. Da hilft nur eins: Energie sparen. Schon mit kleinen Tricks kann man seinen Geldbeutel schonen und gleichzeitig die Umwelt entlasten – ohne dabei auf eine kuschelig warme Wohnung, frische Wäsche und sauberes Geschirr zu verzichten.

Kostenfallen erkennen
Energiefresser, die sich auf das Portemonnaie niederschlagen und wenig umweltfreundlich sind, finden sich fast in jedem Haushalt. Dazu gehören schlecht gedämmte Wände, undichte Fenster und veraltete Heizungsanlagen. Aber auch große Elektrogeräte wie Waschmaschinen, Trockner, Tiefkühltruhen oder Kühlschränke können jede Menge Strom schlucken. Darüber hinaus machen sich manche Angewohnheiten wie das lange Lüften bei hoch aufgedrehter Heizung oder das Einschalten des Stand-by-Betriebs bei Fernseher und Computer auf lange Sicht bei den Energiekosten negativ bemerkbar.

Auswege aus der Preisspirale
Um dieser Preisspirale zu entkommen, hilft vor allem eines – die überholte Heiztechnik durch moderne Geräte ersetzen. Gerade in den vergangenen Jahren wurde die Effizienz der Anlagen deutlich verbessert: So verbrauchen moderne Gas-Brennwertgeräte im Vergleich zu älteren Niedertemperaturkesseln bis zu 30 Prozent weniger Energie. Werden zusätzlich Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung genutzt, kann die Ersparnis sogar bis zu 40 Prozent betragen. Der Grund: Die neuen Geräte nutzen die im Gas vorhandene Energie optimal aus und verwenden zusätzlich auch die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Wärme. Auch moderne Öl-Brennwertkessel heizen hoch effizient.

Aus für den Stromfresser Glühlampe
Die Ära der Glühbirne ging zu Ende. Nach den 100-, 75- und 60-Watt-Modellen verschwanden zum 1. September 2012 auch die Glühlampen mit einer Leistung von bis zu 60 Watt aus den Verkaufsregalen. Die energieeffizienten Nachfolger stehen in großer Auswahl bereit.

Fragen Sie unsere Experten
Wie aber sieht er aus, der richtige Ansatz zum Energiesparen? Woran erkennt man umweltfreundliche Elektrogeräte, die mit wenig Energie auskommen? Welche Energiesparlampe ist die richtige und halten sie wirklich länger als die herkömmlichen Glühbirnen? Was bringen LEDs, wann ist eine Halogenlampe günstiger? Ab wann ist eine neue Heizung sinnvoll, und sollte es lieber eine Gas-, Strom- oder Öl-Anlage sein? Wie sollten Wände oder Dachböden passend gedämmt werden? Was können Mieter, Wohnungs- und Hausbesitzer kurz-, mittel- und langfristig tun, um die Energiekosten zu senken? Welche staatlichen Förderprogramme gibt es hierfür?

Die Experten

Dr. rer nat. Dietlinde Quack
Dr. rer nat. Dietlinde Quack,
Wissenschaftlerin beim Öko-Institut und Expertin für nachhaltigen Konsum
Peter Kaufmann
Peter Kaufmann,
Energieberater in Meiningen, Dozent in Ausbildung zum Gebäudeenergieberater, Schwerpunkte: Energieberatung vor Ort für Neu- und Altbauten, Energieausweis, Energieverbrauchsmessung, Beratung b
Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig
Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig,
Leiter Hessische Energiespar-Aktion des Umweltministeriums, wiss. Mitarbeiter Institut Wohnen u. Umwelt, Darmstadt, Autor von Veröffentlichungen zur Energieeinsparung, Schwerpunkte: Niedrigenergiehaus Neubau, Energies