07.09.2017:

Diabetes und Folgen

Wenn der Diabetes Augen, Nerven, Nieren und Herz angreift

Leiden Sie an kribbelnden Füßen?
Sehen Sie in letzter Zeit schlecht?
Wussten Sie, dass ein Diabetes auch Nieren und Herz schädigen kann?
Kennen Sie die Folgeschäden eines Diabetes?

Ach, das bisschen Zucker…denkt man häufig, denn anfangs erscheint ein Diabetes mellitus vielfach tückisch harmlos. Doch schleichend entwickeln sich häufig schwerwiegende Folgen: Die Füße schmerzen, kribbeln oder werden häufig taub durch Nervenschäden. Die so genannte Neuropathie betrifft jeden dritten Diabetiker. Sie ist Hauptursache für ein diabetisches Fußsyndrom. Der überschüssige Zucker im Blut sorgt darüber hinaus häufig unbemerkt für Gefäßschäden, die die Augen, Nieren und auch Herz und Hirn betreffen. Denn Durchblutungsstörungen, die durch einen schlecht eingestellten Blutzucker entstehen, führen in vielen Fällen zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall. Wie können diese Folgen verhindert werden? An welchen Symptomen lassen sie sich erkennen und wie können Diabetiker gegensteuern, wenn sie schon Anzeichen von Erkrankungen verspüren? Antworten auf diese und viele weitere Fragen geben erfahrene Allgemeinmediziner und Internisten am 9. September 2017 ab 16 Uhr auf dieser Plattform.

Chat-Protokoll

Moderator:
Herzlich willkommen beim Chat zum Thema „Diabetes und Folgen“. Wir freuen uns auf Ihre Fragen, wir sind bereit.

Prof. Dr. Hilmar Stracke
Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Medizinischen Versorgungszentrum MVZ des Evangelischen Krankenhauses Gießen.

Frage von MERKER:
Welche Therapiemöglichkeiten bieten sich bei der Polyneuropathie an

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke:
Neben einer optimalen Einstellung des Diabetes ist die Gabe von fettlöslichen B-Vitaminen und gegebenenfalls die Alfa-Liponsäure zu empfehlen.

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologin, Praxis Diabetes Zentrum Essen.

Frage von B.BERGER:
Vor einem halben Jahr wurde bei einer meiner regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim Arzt mit der Stimmgabe eine Nervenschädigung festgestellt. Ich war sehr erstaunt, weil ich davon gar nichts bemerkt hatte. Nun spüre ich immer nachts ein Stechen in den Füßen, manchmal auch ein Brennen. Muss ich davon ausgehen, dass die Beschwerden immer stärker werden?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Nein, die Beschwerden müssen nicht stärker werden. Es ist entscheidend, dass Sie einen gut eingestellten Blutzucker haben. Sie sollten die regelmäßigen Untersuchungen wahrnehmen, um den Verlauf ... [mehr]Nein, die Beschwerden müssen nicht stärker werden. Es ist entscheidend, dass Sie einen gut eingestellten Blutzucker haben. Sie sollten die regelmäßigen Untersuchungen wahrnehmen, um den Verlauf im Blick halten zu können. Es ist sehr wichtig, dass Sie selbst täglich die Füsse untersuchen. Sollten Sie Auffälligkeiten wie Rötungen oder Schwielen feststellen, sollten Sie sich umgehend beim Hausarzt vorstellen. Auch eine sehr gute Fußpflege und Schuhe, die nicht zu eng sind, sind in diesem Fall sehr wichtig. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Privatdozent Dr. Alin Stirban, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie in den Sana Arztpraxen, Remscheid.

Frage von WEBER R.:
Ich bin Diabetiker und hatte letztes Jahr einen Herzinfarkt, den ich gar nicht gespürt habe. Nun habe ich große Angst, wieder unbemerkt einen Infarkt zu bekommen. Was kann ich dagegen tun? Und gibt es irgendein Warnsignal?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban, :
Sie sollen den Diabetes gut kontrollieren. Der HbA1c-Wert - also der Laborwert, der Rückschlüsse auf die Blutzuckereinstellung zulässt, der Moderator - sollte unter sieben Prozent oder ... [mehr]Sie sollen den Diabetes gut kontrollieren. Der HbA1c-Wert - also der Laborwert, der Rückschlüsse auf die Blutzuckereinstellung zulässt, der Moderator - sollte unter sieben Prozent oder sogar unter 6,5 Prozent liegen. Die LDL-Cholesterinwerte sollten Sie unter 70 mg/dl halten und auch den Blutdruck normalisieren. Wenn das der Fall ist, sinkt die Gefahr für einen erneuten Herzinfarkt. [weniger]

Prof. Dr. Hilmar Stracke
Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Medizinischen Versorgungszentrum MVZ des Evangelischen Krankenhauses Gießen.

Frage von L.NOCKER:
Mein Arzt hat in meinen Füßen eine Nervenschädigung vom Diabetes festgestellt. Erst haben die Füße nur leicht gekribbelt, jetzt habe ich immer stärkere Schmerzen. Lässt sich die Nervenschädigung auch wieder rückgängig machen?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke:
Die Nervenschädigng ist am ehesten auf den Diabetes zurückzuführen. Zum Glück ist es nur ein leichtes Kribbeln, jedoch haben Sie ja auch immer stärkere Schmerzen. Daher ... [mehr]Die Nervenschädigng ist am ehesten auf den Diabetes zurückzuführen. Zum Glück ist es nur ein leichtes Kribbeln, jedoch haben Sie ja auch immer stärkere Schmerzen. Daher lässt sich vermuten, dass die Nervenschädigung weiter voranschreitet. Ganz rückgängig machen lässt sie sich nicht, aber eine Verbesserung ist möglich. Die Bedingung hierfür ist, dass der Diabetes optimal eingestellt wird und gegebenenfalls zusätzlich fettlösliche b-Vitamine hinzugegeben werden. [weniger]

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologin, Praxis Diabetes Zentrum Essen.

Frage von BEATE:
Ich habe gerade die Diagnose Diabetes gestellt bekommen. Ist es möglich, diese Krankheit zu heilen?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Wenn eine Diabetes frühzeitig diagnostiziert wird, kann man durch eine Umstellung des Lebensstils viel erreichen: Durch eine bewusste Ernährung und regelmäßige Bewegung kann man erhöhte Blutzuckerwerte ... [mehr]Wenn eine Diabetes frühzeitig diagnostiziert wird, kann man durch eine Umstellung des Lebensstils viel erreichen: Durch eine bewusste Ernährung und regelmäßige Bewegung kann man erhöhte Blutzuckerwerte deutlich senken – nahezu bis in den Normbereich. Dennoch sollte man weiterhin regelmäßige Kontrolltermine beim Arzt wahrnehmen. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Privatdozent Dr. Alin Stirban, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie in den Sana Arztpraxen, Remscheid.

Frage von BRITTA:
Meine Mutter (84 Jahre alt) leidet seit vielen Jahren an einem Diabetes und seit einiger Zeit auch an einer Neuropathie. Sie hat Schmerzen in den Füßen und gleichzeitig ein Taubheitsgefühl, durch das sie unsicher geht. Gegen die Schmerzen hat der Arzt schon verschiedene Schmerzmittel verordnet, die etwas helfen. Meine Mutter fühlt sich dadurch aber benommen und schwindelig, so dass sie leicht stürzt. Gibt es noch Alternativen?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban, :
Erstens ist es wichtig, dass Ihre Mutter eine diabetesgerechte Schuhversorgung verordnet bekommt - wenn dies noch nicht bereits erfolgt sein sollte. Arzneimittel mit weniger Nebenwirkungen sind ... [mehr]Erstens ist es wichtig, dass Ihre Mutter eine diabetesgerechte Schuhversorgung verordnet bekommt - wenn dies noch nicht bereits erfolgt sein sollte. Arzneimittel mit weniger Nebenwirkungen sind z.B. Alpha Liponsäure oder das Vitamin B1-Präparat Benfotiamin. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, ob diese für Ihre Mutter in Frage kommen. [weniger]

Prof. Dr. Hilmar Stracke
Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Medizinischen Versorgungszentrum MVZ des Evangelischen Krankenhauses Gießen.

Frage von POLYFEIND:
Ich bin noch keine 60 und leide an einer Polyneuropathie, jedoch ohne Diabetes. Meine Muskeln verkrampfen in der Nacht immer mehr, hauptsächlich in den Waden und in den Fußzehen, trotz dass ich hohe Dosen an Magnesium nehme. Was könnte ich noch tun dagegen?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke:
Auch wenn man nicht an Diabetes erkrankt ist, kann es zu einer Polyneuropathie kommen. Die von Ihnen geschilderten Beschwerden sind hierfür typisch. Da Sie schon hohe ... [mehr]Auch wenn man nicht an Diabetes erkrankt ist, kann es zu einer Polyneuropathie kommen. Die von Ihnen geschilderten Beschwerden sind hierfür typisch. Da Sie schon hohe Dosen an Magnesium einnehmen, würde ich diese nicht noch weiter steigern, sondern zusätzlich zu Magnesium fettlösliche B-Vitamine zum Schutz der Nerven einnehmen. [weniger]

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologin, Praxis Diabetes Zentrum Essen.

Frage von BARBARA:
7Als Diabetiker stehe ich oft verunsichert vor den Supermarktregalen. Soll ich Produkte kaufen, die zuckerfrei sind? Was empfehlen Sie mir?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Zuckerfreie Produkte sind nicht zwingend erforderlich, wenn Sie sich bewusst ernähren und darauf achten, dass Sie nicht zu viel zuckerreiche Lebensmittel zu sich nehmen.

Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Privatdozent Dr. Alin Stirban, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie in den Sana Arztpraxen, Remscheid.

Frage von W.SCHäFER:
Mein Mann klagt schon seit einem Jahr immer nachts über Kribbeln in seinen Zehen. Nun hat der Arzt bei einer Routineuntersuchung einen etwas erhöhten Blutzuckerspiegel festgestellt. Kann das Kribbeln mit dem leichten Diabetes zusammenhängen? Und was könnte er dagegen tun?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban, :
Die Symptome können durchaus auf Diabetes hinweisen. Lassen Sie sich bitte vom Hausarzt zu einem Diabetologen überweisen, der die Diabetestherapie anpasst und Ihren Mann auf Nervenschäden ... [mehr]Die Symptome können durchaus auf Diabetes hinweisen. Lassen Sie sich bitte vom Hausarzt zu einem Diabetologen überweisen, der die Diabetestherapie anpasst und Ihren Mann auf Nervenschäden hin untersuchen kann. [weniger]

Prof. Dr. Hilmar Stracke
Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Medizinischen Versorgungszentrum MVZ des Evangelischen Krankenhauses Gießen.

Frage von GERDA2103:
Hallo,
mein Mann hat auch Diabetes... ein paar Jahre schon und seit einigen Wochen hat er auch schmerzende Füsse und manchmal kribbeln. Wir hatten da wn Gliederschmerzen gedacht, weil er neulich auch erkältet war und uns nichts weiter dabei gedacht. Kann das aber auch mit dem Diabetes zusammenhängen? Und was bedeutet das fùr uns? Sollen wir besser doch nichmal zum Arzt gehen?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke:
Die von Ihnen geschilderten Beschwerden stehen sicherlich im Zusammenhang mit dem Diabetes, der einerseits gut eingestellt werden muss. Auf der anderen Seite sollten Sie sich auch ... [mehr]Die von Ihnen geschilderten Beschwerden stehen sicherlich im Zusammenhang mit dem Diabetes, der einerseits gut eingestellt werden muss. Auf der anderen Seite sollten Sie sich auch im Hinblick auf eine eventuell vorliegende Neuropathie (Nervenschädigung) untersuchen lassen. Dies kann bei einem Diabetologen, einem diabetologisch ausgebildeten Hausarzt oder einem Neurologen erfolgen. [weniger]

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologin, Praxis Diabetes Zentrum Essen.

Frage von SORGENKIND:
Seit bei meinem Vater ein Diabetes festgestellt wurde, lebt er sehr gesund. Er achtet auf seine Ernährung und bewegt sich mehr. Dadurch konnte er seinen Langzeitblutzuckerwert fast in den Normalbereich senken. Trotzdem wurden jetzt bei ihm eine koronare Herzerkrankung und Nervenschäden in den Füßen festgestellt. Kann das vom Zucker sein, obwohl er so gute Werte hat? Und was könnte er noch dagegen tun?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Leider können die Nerven auch geschädigt werden, wenn der Blutzucker nur leicht erhöht ist. Bezüglich der koronaren Herzkrankheit gibt es zusätzlich andere mögliche Ursachen wie z.B. ... [mehr]Leider können die Nerven auch geschädigt werden, wenn der Blutzucker nur leicht erhöht ist. Bezüglich der koronaren Herzkrankheit gibt es zusätzlich andere mögliche Ursachen wie z.B. erhöhte Blutfette, Rauchen (wenn das der Fall ist) oder Bluthochdruck, die in der Entwicklung der Krankheit auch eine Rolle spielen. Ein gut eingestellter Diabetes ist allerdings für einen guten Verlauf sehr wichtig. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Privatdozent Dr. Alin Stirban, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie in den Sana Arztpraxen, Remscheid.

Frage von SERVEL:
Bisher konnte ich recht unbekümmert mit meinem Diabetes leben. Ich habe mich immer sehr gut gefühlt und daher kaum auf Ernährung und Blutwerte geachtet. Seit einigen Tagen habe ich bei leichter Anstrengung Schmerzen in der Brust, Schweißausbrüche und Unwohlsein. Kann es sein, dass mein Herz vom Diabetes geschädigt wurde?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban, :
Ja, bitte stellen Sie sich UMGEHEND bei Ihrem Hausarzt vor, um einen Herzinfarkt auszuschließen. Bei Diabetespatienten sind die Symptome nicht immer ausgeprägt.

Prof. Dr. Hilmar Stracke
Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Medizinischen Versorgungszentrum MVZ des Evangelischen Krankenhauses Gießen.

Frage von STERNCHEN:
Woran erkenne ich einen Diabetes? Tatsächlich sehe ich (53 Jahre) in letzter Zeit schlechter und habe demnächst einen Termin beim Augenarzt... Soll ich mich auch mal auf Diabetes testen lassen? Welche Anzeichen fùr Diabetes gibt es noch?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke:
Ein Diabetes erkennt man meistens daran, dass es zu einer stärken Gewichtsabnahme und einem größeren Durstgefühl kommt. Sie sollten sich unbedingt bei einem Spezialisten oder einem ... [mehr]Ein Diabetes erkennt man meistens daran, dass es zu einer stärken Gewichtsabnahme und einem größeren Durstgefühl kommt. Sie sollten sich unbedingt bei einem Spezialisten oder einem Augenarzt auf einen Diabetes untersuchen lassen. Eventuell ist auch noch eine Untersuchung bei einem Neurologen oder Diabetologen zu empfehlen. [weniger]

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologin, Praxis Diabetes Zentrum Essen.

Frage von MAX:
Kann ich durch eine Umstellung meiner Ernährung Folgeerkrankungen des Diabetes vorbeugen?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Durch eine bewusste und abwechslungsreiche Ernährung können Sie eine bessere Einstellung Ihres Diabetes erzielen – und das ist wiederum eine wichtige Voraussetzung, um Folgeerkrankungen an Augen, ... [mehr]Durch eine bewusste und abwechslungsreiche Ernährung können Sie eine bessere Einstellung Ihres Diabetes erzielen – und das ist wiederum eine wichtige Voraussetzung, um Folgeerkrankungen an Augen, Nieren und Nerven vorzubeugen. Was bei der Ernährung zu beachten ist, erfahren Sie bei Diabetes-Schulungen, die in Arztpraxen angeboten werden. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Privatdozent Dr. Alin Stirban, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie in den Sana Arztpraxen, Remscheid.

Frage von NERVENSCHMERZEN:
Ich habe seit einigen Jahren eine Neuropathie mit Kribbeln in den Füßen - trotz guter Diabetes-Einstellung. Nichts hilft. Nun habe ich gehört, dass eine Neuropathie bei Diabetikern auch durch einen Mangel an Vitamin B1 verstärkt werden kann. Stimmt das? Kann es sinnvoll sein, die Vitamin-B1-Vorstufe Benfotiamin einzunehmen?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban, :
Sie können es gerne probieren, manche Patienten profitieren davon. Die Dosierung sollte aber hoch sein und eine längerfristigere Therapie ist notwendig. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt ... [mehr]Sie können es gerne probieren, manche Patienten profitieren davon. Die Dosierung sollte aber hoch sein und eine längerfristigere Therapie ist notwendig. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt jedoch vor der Einnahme von Benfotiamin, um auszuschließen, dass bei Ihnen Kontraindikationen (Gegenanzeigen, mögliche Risiken - der Moderator) vorliegen. [weniger]

Prof. Dr. Hilmar Stracke
Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Medizinischen Versorgungszentrum MVZ des Evangelischen Krankenhauses Gießen.

Frage von LOR-BER:
Mein Augenlicht wird von Jahr zu Jahr schwächer und ich leide an einer Polyneuropathie. Bin 55 Jahre alt, ist da der Sehnerv besonders stark betroffen?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke:
Bei einer Polyneuropathie (Nervenschädigung) kann sowohl der Sehnerv wie auch der Augenhintergrund betroffen sein. Deshalb sind hier besonder engmaschige Kontrollen vom Augenarzt und eventuell auch durch ... [mehr]Bei einer Polyneuropathie (Nervenschädigung) kann sowohl der Sehnerv wie auch der Augenhintergrund betroffen sein. Deshalb sind hier besonder engmaschige Kontrollen vom Augenarzt und eventuell auch durch einen Diabetologen wichtig. [weniger]

Prof. Dr. Hilmar Stracke
Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Medizinischen Versorgungszentrum MVZ des Evangelischen Krankenhauses Gießen.

Frage von TINA:
Wie oft soll ich zum Arzt gehen und welche Kontrolluntersuchungen sind für mich als Diabetiker sinnvoll?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke:
Bei gut eingestelltem Diabetes raten wir zu halbjährlichen Kontrollen. Wenn bereits Folgeerkrankungen bestehen, sind vierteljährliche Kontrollen sinnvoll.

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologin, Praxis Diabetes Zentrum Essen.

Frage von URSULA:
Mein Mann ist seit einigen Jahren Diabetiker, hat aber sein Leben nicht verändert und behauptet immer, er spüre nichts. Was kann ich tun? Ich habe Angst um seine Gesundheit.

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Tatsächlich verursacht ein hoher Blutzuckerspiegel anfangs meist keine Symptome, dennoch schadet er dem Körper. Wenn erste Beschwerden auftreten, ist die Erkrankung meist weit vorangeschritten und hat ... [mehr]Tatsächlich verursacht ein hoher Blutzuckerspiegel anfangs meist keine Symptome, dennoch schadet er dem Körper. Wenn erste Beschwerden auftreten, ist die Erkrankung meist weit vorangeschritten und hat bereits Folgeschäden, zum Beispiel an den Nerven und an den Nieren, verursacht. Daher ist Vorbeugung so wichtig, auch wenn man nichts spürt. Ihr Mann sollte sich von seinem Arzt beraten lassen, was er tun kann. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, dieser Chat ist moderiert: Alle Fragen werden zunächst an einen Moderator geschickt, der je nach Teilnehmerzahl alle oder die interessantesten Fragen zur Beantwortung frei stellt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass bei großem Andrang zunächst Fragen beantwortet werden, die für die Mehrzahl der Teilnehmer relevant sind.

Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Privatdozent Dr. Alin Stirban, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie in den Sana Arztpraxen, Remscheid.

Frage von CLäRCHEN:
Mein Arzt hat mir Metformin verordnet. Leider vertrage ich das gar nicht, so dass ich es absetzen musste. Habe ich ohne das Medikament ein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban, :
Sie haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen, wenn der Diabetes nicht gut eingestellt ist. Wenn Sie Metformin nicht vertragen, kann der Hausarzt oder idealerweise der Diabetologe ... [mehr]Sie haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen, wenn der Diabetes nicht gut eingestellt ist. Wenn Sie Metformin nicht vertragen, kann der Hausarzt oder idealerweise der Diabetologe Ihnen andere Tabletten verordnen, die Sie vertragen und mit deren Hilfe Sie Ihr Diabetes gut kontrollieren können. [weniger]

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologin, Praxis Diabetes Zentrum Essen.

Frage von KERSTIN_S:
Nachts wache ich oft davon auf, dass meine Waden und Schienbeine so schmerzen, dass ich schreien könnte. Kann ein Diabetes dahinter stecken?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Sie sollten auf jeden Fall mit Ihrem Hausarzt Kontakt aufnehmen und die Ursache der Beschwerden abklären lassen. Die Beschwerden sind für eine Nervenschädigung bei Diabetes ... [mehr]Sie sollten auf jeden Fall mit Ihrem Hausarzt Kontakt aufnehmen und die Ursache der Beschwerden abklären lassen. Die Beschwerden sind für eine Nervenschädigung bei Diabetes nicht typisch. [weniger]

Prof. Dr. Hilmar Stracke
Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Medizinischen Versorgungszentrum MVZ des Evangelischen Krankenhauses Gießen.

Frage von CALIMERO:
Mein Mann hat seit etwa einem Jahr Diabetes und seitdem sehr stark abgenommen. Mehr darf es aber nicht mehr werden. Was raten Sie für eine gute Ernährung?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke:
Zunächst einmal sollte bei einem Diabetologen der Diabetes und eine eventuelle Behandlungsbedürftigkeit untersucht werden. Zudem kann hier auch eine Ernährungsberatung erfolgen.

Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Privatdozent Dr. Alin Stirban, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie in den Sana Arztpraxen, Remscheid.

Frage von HELGA:
Meine Eltern sind beide Typ-2 Diabetiker und nun befürchte ich, auch daran zu erkranken. Wie kann ich vorbeugen?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban, :
Ein gesunder Lebensstil ist von größter Bedeutung. Achten Sie auf Ihr Gewicht, auf eine gesunde Ernährung und ausreichende körperliche Betätigung.

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologin, Praxis Diabetes Zentrum Essen.

Frage von STERN:
Welche Nahrungsmittel senken den Blutzucker? (Hintoniatee?)Nach welchem Zeitraum sollte sich der Blutzuckerwert bei einer Ernährungsumstellung mit Gewichtsabnahme senken? Danke für die Antworten

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Im Prinzip ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung in Kombination mit Bewegung ausreichend, um gute Auswirkungen auf den Stoffwechsel zu erzielen. Die Gewichtsabnahme alleine ist nicht entscheidend. ... [mehr]Im Prinzip ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung in Kombination mit Bewegung ausreichend, um gute Auswirkungen auf den Stoffwechsel zu erzielen. Die Gewichtsabnahme alleine ist nicht entscheidend. Die Art und Weise, wie man Gewicht verliert, in Gegensatz dazu schon. Am sinnvollsten ist es, mit ausreichend Bewegung anzufangen. Sie werden sehr schnell bessere Blutzucker-Werte erreichen. Vorausgesetzt, Ihre Bauchspeicheldrüse produziert noch genug Insulin. Diesen Punkt können Sie mit Ihrem betreuenden Arzt klären. [weniger]

Prof. Dr. Hilmar Stracke
Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Medizinischen Versorgungszentrum MVZ des Evangelischen Krankenhauses Gießen.

Frage von WILDRUD:
Ich leide an einer Polyneuropathie und brauche jedes Jahr neue Brillengläser, da sich meine Sehstärke ständig verschlechtert. Hört das irgend wann mal auf? Ständig neue Gläser ist teuer?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke:
Der Diabetes kann neben einer Polyneuropathie auch eine Retinopathie (Schädigung der Netzhaut des Auges) verursachen. Einerseits sollte der Diabetes sehr gut eingestellt sein, damit sich die ... [mehr]Der Diabetes kann neben einer Polyneuropathie auch eine Retinopathie (Schädigung der Netzhaut des Auges) verursachen. Einerseits sollte der Diabetes sehr gut eingestellt sein, damit sich die Retinopathie nicht weiter verschlechtert. Erst nach guter Einstellung und Kontrolle bei einem Diabetologen und Augenarzt kann ein Stillstand dieser Erkrankung eintreten. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Privatdozent Dr. Alin Stirban, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie in den Sana Arztpraxen, Remscheid.

Frage von ULRIKE:
Schon bei der Diagnose meines Diabetes hat man eine Neuropathie in meinen Füßen festgestellt. Bedeutet diese frühe Nervenschädigung, dass ich generell sehr anfällig für Folgeerkrankungen bin?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban, :
Das kann durchaus der Fall sein, deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie sich regelmäßig auch auf mögliche Augen- oder Nierenkomplikationen untersuchen lassen.

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologin, Praxis Diabetes Zentrum Essen.

Frage von LUISE:
Ich habe kein Diabetes, habe aber eine Polyneuropathie, die mit 45 Jahre diagnostiziert wurde. Die Werte sind laut meiner Ärztin sehr schlecht und seit einiger Zeit habe ich immer mehr Wadenkrämpfe Selbst hohe Dosen von Magnesium, was ich täglich einnehme, helfen nicht. Kommt das von der Polyneuropathie? Ich bin jetzt 55 Jahre alt.

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Wir beraten in dieser Sprechstunde Patienten mit Diabetes. Bezüglich der Therapie Ihrer Polyneuropathie sollten Sie mit Ihrem Neurologen und mit Ihrem Hausarzt Kontakt aufnehmen.

Prof. Dr. Hilmar Stracke
Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Medizinischen Versorgungszentrum MVZ des Evangelischen Krankenhauses Gießen.

Frage von UWE:
Meine Mutter leidet unter einer Neuropathie und ihr wurde jetzt Benfotiamin empfohlen. Kann ihr das helfen?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke:
Ja, zusätzlich zu einer guten Stoffwechseleinstellung ist die Einnahme von Benfotiamin eine sinnvolle Maßnahme, um der Nervenschädigung ursächlich entgegenzuwirken. Benfotiamin ist eine Vorstufe vom Vitamin B1, ... [mehr]Ja, zusätzlich zu einer guten Stoffwechseleinstellung ist die Einnahme von Benfotiamin eine sinnvolle Maßnahme, um der Nervenschädigung ursächlich entgegenzuwirken. Benfotiamin ist eine Vorstufe vom Vitamin B1, die der Körper leichter aufnehmen kann als das normale Vitamin B1. Ein Mangel an Vitamin B1 tritt häufig infolge eines Diabetes auf und kann Neuropathien (Nervenschäden) verursachen oder verstärken. Mit Benfotiamin kann man diesen Mangel ausgleichen, was bei vielen Patienten auch zur Linderung von Neuropathiebeschwerden wie Kribbeln oder Schmerzen in den Füßen beiträgt. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Privatdozent Dr. Alin Stirban, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie in den Sana Arztpraxen, Remscheid.

Frage von WERNER:
Seit einigen Jahren leide ich unter einer diabetischen Neuropathie mit Kribbeln in den Füßen. Ich habe jetzt gehört, dass auch ein Mangel an Vitamin B1 etwas damit zu tun hat. Stimmt das?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban, :
Das stimmt, bei vielen Patienten mit Diabetes mellitus wird ein Vitamin B1-Mangel festgestellt. Ihr Hausarzt kann den Vitamin B1-Gehalt im Blut untersuchen, allerdings sind nicht alle ... [mehr]Das stimmt, bei vielen Patienten mit Diabetes mellitus wird ein Vitamin B1-Mangel festgestellt. Ihr Hausarzt kann den Vitamin B1-Gehalt im Blut untersuchen, allerdings sind nicht alle Methoden gleich empfehlenswert. Sie können auch probeweise nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein Präparat zum Ausgleich des Mangels einnehmen. [weniger]

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologin, Praxis Diabetes Zentrum Essen.

Frage von BLUME1212:
Hallo, ich weiss gar nicht, ob meine Frage hierhergehört... seit ein paar Wochen schlafen mir öfters die Fùsse ein als bisher. Woran könnte das liegen?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Mit diesen Beschwerden sollten Sie sich bei Ihrem Hausarzt vorstellen. Er wird sicherlich unter anderen auch ihre Blutzuckerwerte überprüfen. Allerdings ist der Diabetes bzw. eine Nervenschädigung ... [mehr]Mit diesen Beschwerden sollten Sie sich bei Ihrem Hausarzt vorstellen. Er wird sicherlich unter anderen auch ihre Blutzuckerwerte überprüfen. Allerdings ist der Diabetes bzw. eine Nervenschädigung bei Diabetes nicht die einzige Ursache für solche Beschwerden. Das sollte ausführlich abgeklärt werden. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Privatdozent Dr. Alin Stirban, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie in den Sana Arztpraxen, Remscheid.

Frage von BERND:
Mein Hausarzt hat festgestellt, dass ich Eiweiß im Urin habe und meine Niere durch den Diabetes geschädigt sein könnte. Mein Blutzucker war aber in letzter Zeit immer recht gut eingestellt. Was kann ich noch dagegen tun?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban, :
Sie sollten zusätzlich unbedingt auf eine gute Einstellung des Blutdrucks achten. Am besten lassen Sie sich zu einem Nierenspezialisten überweisen.

Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Privatdozent Dr. Alin Stirban, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie in den Sana Arztpraxen, Remscheid.

Frage von OPA:
Hallo Ich habe geade ein Video gesehen mit Bla Bla da wird behauptet das man von Diabete Typ 2 in 28 Tagen befreit werden kann. Aber nur wenn ich das Buch kaufe, aber keinen Tip gegeben ohne das Buch. Nun meine Fage an sie: Diabetes heilen geht das denn? Oder ist das Scharlataneri?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban, :
Leider klingt das Angebot unseriös, nehmen Sie bitte Abstand davon.

Prof. Dr. Hilmar Stracke
Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Medizinischen Versorgungszentrum MVZ des Evangelischen Krankenhauses Gießen.

Frage von SVEN K:
Ich hatte einen Herzinfarkt, den ich gar nicht gespürt habe. Mein Arzt sagt, das komme bei Diabetes häufiger vor. Wie kann ich einem weiteren stummen Herzinfarkt vorbeugen?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke:
Leider ist ein stummer Herzinfarkt eine typische Komplikation bei Menschen mit Diabetes. Da der Diabetes unter anderem eine Neuropathie (Nervenschädigung) am Herzen verursachen kann, senden die ... [mehr]Leider ist ein stummer Herzinfarkt eine typische Komplikation bei Menschen mit Diabetes. Da der Diabetes unter anderem eine Neuropathie (Nervenschädigung) am Herzen verursachen kann, senden die geschädigten Nerven bei einem Infarkt keine warnenden Schmerzsignale mehr. Achten Sie weiterhin auf eine gute Blutzuckereinstellung und lassen Sie regelmäßig vom Arzt Ihr Herz untersuchen. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Privatdozent Dr. Alin Stirban, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie in den Sana Arztpraxen, Remscheid.

Frage von JESSYBERLIN:
Hallo,
ist Diabetes vererbbar?
In meiner Familie gab und gibt es mehrere Diabetesfälle Typ 2. Bin ich (34 Jahre) auch gefährdet? Falls ja, kann ich vorbeugen?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban, :
Diabetes ist teilweise vererbbar. Bei hoher familiärer Belastung (scheint bei Ihnen der Fall zu sein) ist es sehr wichtig, auf das Gewicht sowie auf ausreichende körperliche ... [mehr]Diabetes ist teilweise vererbbar. Bei hoher familiärer Belastung (scheint bei Ihnen der Fall zu sein) ist es sehr wichtig, auf das Gewicht sowie auf ausreichende körperliche Betätigung und gesunde Ernährung zu achten. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Privatdozent Dr. Alin Stirban, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie in den Sana Arztpraxen, Remscheid.

Frage von ROSI57:
Können Sie mir bitte ein paar Ernährungstipps fùr Diabetiker geben? Bei meinem Mann wurde vor 2 Wochen Diabetes festgestellt. Es ist also alles noch ganz neu... Vielen Dank!

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban, :
Ich empfehle Ihrem Mann, eine Diabetesschulung zu machen - ein paar Tipps sind nicht ausreichend. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, er kann Ihnen Schulungen vermitteln. ... [mehr]Ich empfehle Ihrem Mann, eine Diabetesschulung zu machen - ein paar Tipps sind nicht ausreichend. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, er kann Ihnen Schulungen vermitteln. [weniger]

Prof. Dr. Hilmar Stracke
Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Medizinischen Versorgungszentrum MVZ des Evangelischen Krankenhauses Gießen.

Frage von PHILIPP BER.:
Meine Frau ist Diabetikerin. Sie klagt in letzter Zeit darüber, dass sie verschwommen sieht. Kann das an ihrem Diabetes liegen?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke:
Ja, das kann am Diabetes liegen. Wenn dieser schlecht eingestellt ist, können die Augenlinsen wie ein Schwamm aufquellen. Das führt dazu, dass man verschwommen sieht. Diese ... [mehr]Ja, das kann am Diabetes liegen. Wenn dieser schlecht eingestellt ist, können die Augenlinsen wie ein Schwamm aufquellen. Das führt dazu, dass man verschwommen sieht. Diese Situation kann sich normalisieren, wenn der Blutzucker wieder besser eingestellt ist. Eine dauerhaft schlechte Blutzuckereinstellung kann aber auch Schäden in der Netzhaut der Augen, der Retina, verursachen. Diese sogenannte diabetische Retinopathie ist im fortgeschrittenen Stadium nicht mehr umkehrbar. Daher sollte Ihre Frau sich regelmäßig beim Augenarzt untersuchen lassen. [weniger]

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologin, Praxis Diabetes Zentrum Essen.

Frage von MANUELXYZ:
Eine gute Bekannte hat mir nach dem Sommerurlaub ihre verbrannten Fußsohlen gezeigt. Sie hat nicht bemerkt, wie das geschehen ist - muss aber am Strand im heißen Sand passiert sein. Ich höre, das kann eine Folge von Diabetes sein - ist das richtig?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Ist bei Ihrer Bekannten eine Zuckerkrankheit bekannt? In diesem Fall könnte diese verminderte Empfindung in den Füssen auf eine Nervenschädigung (Polyneuropathie) bei Diabetes hindeuten.

Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Privatdozent Dr. Alin Stirban, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie in den Sana Arztpraxen, Remscheid.

Frage von GABI123:
Meun Mann hat Diabetes. Ich habe gelesen, dass man Sport machen soll. Mein Mann bewegt sich aber kaum. Wie wichtig ist Sport tatsächlich und was und wieviel sollte er machen? Ich will nochmal mit ihm reden, vielleicht kann ich auch einfach mitmachen, sodass es ihm leichter fällt...

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban, :
Sport oder körperliche Betätigung sind äußerst wichtig. Wie viel sich eine Person betätigen darf, das ist sehr individuell und es sollte mit dem behandelnden Diabetologen besprochen ... [mehr]Sport oder körperliche Betätigung sind äußerst wichtig. Wie viel sich eine Person betätigen darf, das ist sehr individuell und es sollte mit dem behandelnden Diabetologen besprochen werden. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Privatdozent Dr. Alin Stirban, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie in den Sana Arztpraxen, Remscheid.

Frage von SUSANNE_67:
Meine Eltern sind beide Typ-2-Diabetiker und ich befürchte, dass ich auch betroffen bin. In letzter Zeit entwickle ich einen starken Durst, trinke manchmal täglich drei Flaschen Wasser. Ist das noch normal? Sollte ich mich auf Diabetes testen lassen und was kann ich dagegen tun, zu erkranken?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban, :
Sie sollten sich auf jeden Fall bei Ihrem Hausarzt auf Diabetes testen lassen.

Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Privatdozent Dr. Alin Stirban, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie in den Sana Arztpraxen, Remscheid.

Frage von LENA-B.:
Ich bin 50 und leide an einer Polyneuropathie, habe aber kein Diabetes. Kann es sein, dass sich dieser aufgrund der Neuropathie aber noch später kommt? Bin ich mehr gefährdet?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban, :
Ein Diabetes sollte bei Ihnen auf jeden Fall mittels eines sogenannten oralen Glukosetoleranztests ausgeschlossen werden. Sollte dieser Test bei Ihnen noch nicht durchgeführt worden sein, sollte ... [mehr]Ein Diabetes sollte bei Ihnen auf jeden Fall mittels eines sogenannten oralen Glukosetoleranztests ausgeschlossen werden. Sollte dieser Test bei Ihnen noch nicht durchgeführt worden sein, sollte das bei Ihrem Hausarzt nachgeholt werden. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, wir danken Ihnen für die Teilnahme. Leider konnten wir heute nicht alle Fragen beantworten, wir hoffen aber, dass Sie Ihre Frage oder zumindest eine ähnliche beantwortet vorgefunden haben. Für heute verabschieden wir uns von Ihnen und wünschen einen schönen Abend. Bis zum nächsten Mal.