13.10.2016:

Folgen des Diabetes

Diabetes – gefährliche Folgen verhindern

Kribbeln Ihre Füße manchmal?
Haben Sie Diabetespatienten in Ihrer Familie?
Kennen Sie die Warnsignale der Füße, die man ernst nehmen sollte?

Diabetes – gefährliche Folgen verhindern

Diabetiker leben mit Risiken. Denn auch eine gute medizinische Versorgung bewahrt sie häufig nicht vor komplizierten und teils tödlichen Folgeerkrankungen. So verzeichnen Diabetologen bis zu 75 Prozent Todesfälle bei Menschen mit „Zucker“ – die Ursache sind häufig Gefäßkomplikationen, meist Herzinfarkte und Schlaganfälle. Hinzu kommt, dass mehr als jeder dritte Patient eine Nervenstörung (die so genannte diabetische Neuropathie) entwickelt. Diese Erkrankung ist eine Hauptursache für ein Diabetisches Fußsyndrom, das nach Angaben des Deutschen Diabetes-Zentrums rund 40 000 Amputationen pro Jahr nach sich zieht. Schäden an kleinen Blutgefäßen können hinzukommen, die Nierenversagen und Erblindungen verursachen. Wie man die schlimmen Folgen des Diabetes verhindern kann, das erläutern erfahrene Internisten und Diabetologen am 13.10.16 auf dieser Plattform. Sie geben Tipps und Hinweise zur Vorbeugung und zu aktuellen Therapiemöglichkeiten.

Chat-Protokoll

Moderator:
Herzlich willkommen beim Chat zum Thema „Diabetes - gefährliche Folgen verhindern“. Wir freuen uns auf Ihre Fragen, wir sind bereit.

Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Prof. Dr. Hilmar Stracke, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselerkrankungen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von JESSICA.N:
Ich habe Typ 1 Diabetes seit ich 10 Jahre alt bin. Nun möchte ich mit 18 Jahren anfangen, die Pille zu nehmen. Kann ich problemlos die Pille nehmen? Oder muss ich da bestimmte Sachen beachten?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke, :
Normalerweise besteht keine Kontraindikation gegen die Einnahme einer Pille. Sie sollten jedoch nochmals den /die Frauenarzt-ärztin konsultieren und auch fragen, welche Pille geeignet ist.

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologie, Diabetes-Zentrum Essen

Frage von WI.LA.:
Was versteht man unter einem diabetisches Fusssyndrom?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Es ist eine Folgeerkrankung des Diabetes, als Folge einer Nervenschädigung oder/und Durchblutungsstörung. Dabei wird die Haut trocken und rissig, mit ausgeprägten Schwielen und Zehenverformungen. Es können ... [mehr]Es ist eine Folgeerkrankung des Diabetes, als Folge einer Nervenschädigung oder/und Durchblutungsstörung. Dabei wird die Haut trocken und rissig, mit ausgeprägten Schwielen und Zehenverformungen. Es können Wunden entstehen, die oft schmerzlos sind, sodass sie spät wahrgenommen werden. Häufig heilen diese Wunden schlecht. Die Therapie erfordert meist die Einbeziehung einer diabetologischen Fußambulanz, auch Gefäßspezialisten (Angiologen), Orthopädie- Schuhmachermeister und weitere Spezialisten sollten einbezogen werden. Betroffene werden darin geschult, die Füße täglich zu inspizieren, die Fußnägel adäquat zu pflegen und auf sachgemäße Schuh- sowie Einlagenversorgung zu achten. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban
Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Leitender Arzt Diabetologie und Endokrinologie, Sana Klinikum und MVZ Sana Arztpraxen Remscheid

Frage von MUCK80:
Hallo! Bei mir wurde vor Kurzem Diabetes diagnostiziert. Ich kann gut mit dieser Krankheit umgehen aber habe noch eine Frage bzgl. meiner Ernährung. Gibt es Obst oder Gemüsesorten, die man als Diabetiker unbedingt vermeiden sollte?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban:
Nein, im Endeffekt spielt die Menge eine Rolle. Trauben, Pflaumen und andere sehr süße Obstsorten sollten in geringen Mengen verzehrt werden.

Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Prof. Dr. Hilmar Stracke, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselerkrankungen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von LALA1:
Ich leider seit längerem an einer Schilddrüsenunterfunktion. Ich habe nun schon öfter gehört, dass das zu Diabetes führen kann. Ist das richtig? Und wie kann ich vorsorgen um die Erkrankung zu verhindern?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke, :
Wenn die Schilddrüsenunterfunktion gut eingestellt ist, ist die Gefahr gering, einen Diabetes zu bekommen. Gegebenenfalls sollten Sie einen Endokrinologen aufsuchen.

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologie, Diabetes-Zentrum Essen

Frage von DJA:
Ich habe seit längerem Kopfschmerzen, Müdigkeit und ein Kribbeln in den Beinen. Nun kam seit einigen Wochen übermäßiger Durst und starke SChmerzen in den Füßen dazu. Können dies Anzeichen für Diabetes sein? Ich bin nicht übergewichtig, ernähre mich ausgewogen und mache viel Sport.

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Nicht nur der Diabetes könnte solche Beschwerden versachen. Jedoch ist es sehr sinnvoll, dass Sie sich kurzfristig bei Ihrem Hausarzt vorstellen und den Blutzucker sowie den ... [mehr]Nicht nur der Diabetes könnte solche Beschwerden versachen. Jedoch ist es sehr sinnvoll, dass Sie sich kurzfristig bei Ihrem Hausarzt vorstellen und den Blutzucker sowie den HbA1c Wert (daran lässt sich ein Mittelwert des Blutzuckers feststellen, der Moderator) messen lassen. Die Beschwerden könnten ein Hinweis auf erhöhte Blutzuckerwerte sein. Ein Diabetes tritt nicht nur bei übergewichtigen Menschen auf. Auch bei Erwachsenen kann ein Typ 1 Diabetes auftreten. Daher ist eine kurzfristige Abkärung sicherlich sinnvoll. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban
Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Leitender Arzt Diabetologie und Endokrinologie, Sana Klinikum und MVZ Sana Arztpraxen Remscheid

Frage von KERSTIN:
Bei meinem Sohn Tim (9 Jahre alt) wurde vor Kurzem ein Diabetes Typ 1 entdeckt. Worauf muss ich bei ihm besonders achten? Wie kann ich ihm den Alltag erleichtern mit dem Insulin in der Schule? Und darf er z. B. Sport machen? Und was darf er in der Pause essen und was nicht?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban:
Natürlich darf er Sport machen, man muss dann nur die Insulindosis anpassen oder "Zusatz-BEs" (Broteinheiten, Messwert für den Gehalt von bestimmten Kohlehydraten, der Moderator) verabreichen. Im ... [mehr]Natürlich darf er Sport machen, man muss dann nur die Insulindosis anpassen oder "Zusatz-BEs" (Broteinheiten, Messwert für den Gehalt von bestimmten Kohlehydraten, der Moderator) verabreichen. Im Prinzip darf er in der Pause ganz normal essen, es muss dann aber gespritzt werden. Hat er eine Insulinpumpe oder spritzt er? Sehr wichtig wäre, dass Sie eine umfangreiche Schulung machen. In diesem Rahmen können die fraglichen Aspekte geklärt werden. Auch sollte die Betreuung unbedingt in ein Zentrum stattfinden, das auf Kinderdiabetologie spezialisiert ist. [weniger]

Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Prof. Dr. Hilmar Stracke, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselerkrankungen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von KATHIIXX:
Ich trinke sehr viel und wurde darauf neulich von einer Krankenschwester angesprochen, dass ich doch mal meinen Blutzuckerspiegel testen lassen solle. Nach mehrmaligem Messen lag dieser immer zwischen 130-140 mg/dl im nüchternen Zustand und 150-170 mg/dl nach dem Essen. Kann eine Diabetes-Erkrankung vorliegen, auch wenn der HbA1c-Wert im Normalbereich liegt?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke, :
Es könnte ein beginnender Diabetes vorliegen, welcher bei weiterem starken Trinken zu einem manifesten Diabetes werden kann. Nüchternblutzucker ist ein indirekter Hinweis. Ich empfehle Ihnen, das ... [mehr]Es könnte ein beginnender Diabetes vorliegen, welcher bei weiterem starken Trinken zu einem manifesten Diabetes werden kann. Nüchternblutzucker ist ein indirekter Hinweis. Ich empfehle Ihnen, das Trinken deutlich zu reduzieren. [weniger]

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologie, Diabetes-Zentrum Essen

Frage von FLEUR:
Wie läuft eine Diabetes-Untersuchung ab und muss ich dafür extra zum Arzt?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Wenn Sie wissen möchten, ob bei Ihnen ein Diabetes vorliegt, sollten Sie sich bei Ihrem Hausarzt vorstellen. Er wird den Blutzucker messen und den HbA1c Wert ... [mehr]Wenn Sie wissen möchten, ob bei Ihnen ein Diabetes vorliegt, sollten Sie sich bei Ihrem Hausarzt vorstellen. Er wird den Blutzucker messen und den HbA1c Wert (daran lässt sich ein guter Mittelwert des Blutzuckers ermitteln, der Moderator). [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban
Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Leitender Arzt Diabetologie und Endokrinologie, Sana Klinikum und MVZ Sana Arztpraxen Remscheid

Frage von CONNI123:
Ich hatte durch eine Cortison-Behandlung kurzzeitig Werte um die 200 mg/dl. Nach der Behandlung jetzt liegen die Werte bei 120 bis 180 mg/dl. Ist das normal für einen Nicht-Diabetiker oder muss ich mir Sorgen machen?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban:
Es kommt darauf an, wann die Blutzucker-Werte gemessen wurden. Wenn Sie nüchtern Werte von 120-180 mg/dl haben, sind diese eindeutig zu hoch (Normwerte sind unter 100 ... [mehr]Es kommt darauf an, wann die Blutzucker-Werte gemessen wurden. Wenn Sie nüchtern Werte von 120-180 mg/dl haben, sind diese eindeutig zu hoch (Normwerte sind unter 100 mg/dl). Ich empfehle Ihnen, beim Hausarzt einen Glukose-Toleranztest durchführen zu lassen. [weniger]

Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Prof. Dr. Hilmar Stracke, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselerkrankungen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von ZUCKERFEEXX:
Mein Mann hat mir von einem Baggerfahrer erzählt, der Diabetiker ist und plötzlich nihcts mehr sehen konnte... wie ist so etwas mögl.? Finde das sehr bedenklich, nicht nur für den Betroffenen....

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke, :
Das ist richtig - vielleicht lag dies an einer Unterzuckerung. Deshalb sollten Betroffene einen Diabetologen und einen Augenarzt aufsuchen.

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologie, Diabetes-Zentrum Essen

Frage von EDITH, 63:
Bei mir wurde vor kurzem Diabetes Typ 2 diagnostiziert. Jetzt muss ich täglich eine Tablette nehmen. Wenn ich nun einen Tag mehr Süßes esse als an anderen Tagen, muss ich dann eine Tablette mehr einnehmen?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Nein, eigentlich nicht. Es hängt allerdings davon ab, welche Tablette Sie einnehmen. Manche Tabletten sind nur dafür geeignet, dass man sie einmal am Tag einnimmt. Daher ... [mehr]Nein, eigentlich nicht. Es hängt allerdings davon ab, welche Tablette Sie einnehmen. Manche Tabletten sind nur dafür geeignet, dass man sie einmal am Tag einnimmt. Daher müssten Sie das genau mit Ihrem betreunden Hausarzt besprechen. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban
Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Leitender Arzt Diabetologie und Endokrinologie, Sana Klinikum und MVZ Sana Arztpraxen Remscheid

Frage von ROSWITHA:
Wie wichtig ist die richtige Hautpflege bei diabetischem Fuß? Wie sollte die aussehen?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban:
Die Hautpflege ist sehr wichtig, insbesondere wenn Sie eine trockene Haut und/oder eine Nervenschädigung durch den Diabetes haben. Bitte inspizieren Sie Ihre Füße täglich und bei ... [mehr]Die Hautpflege ist sehr wichtig, insbesondere wenn Sie eine trockene Haut und/oder eine Nervenschädigung durch den Diabetes haben. Bitte inspizieren Sie Ihre Füße täglich und bei trockener Haut sollten Sie eine Creme mit Harnstoff benutzen. Eine auf Personen mit Diabetes spezialisierte Fußpflege sollte ca. einmal monatlich in Anspruch genommen werden. [weniger]

Prof. Dr. Hilmar Stracke,
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Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselerkrankungen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von SUGARBEAR:
Ich bin ja eher ein Sportmuffel. Wie oft muss ich mich bewegen, um meine Blutzuckerwerte zu verbessern - und ist joggen da das richtige?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke, :
Sie sollten eine halbe Stunde am Tag Sport treiben - empfehlenswerte Sportarten sind Joggen, Walken oder Schwimmen.

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologie, Diabetes-Zentrum Essen

Frage von SPORTY12:
Ich habe Diabetes und mein Blutzuckerwert ist morgens höher als abends. Woran könnte das liegen?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Das ist ein recht typisches Problem, insbesondere bei Typ 2 Diabetes. Die körpereigene Gkukoseproduktion ist in den frühen Morgenstunden ausgeprägter und das führt oft dazu, dass ... [mehr]Das ist ein recht typisches Problem, insbesondere bei Typ 2 Diabetes. Die körpereigene Gkukoseproduktion ist in den frühen Morgenstunden ausgeprägter und das führt oft dazu, dass der Blutzucker morgens ansteigt. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban
Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Leitender Arzt Diabetologie und Endokrinologie, Sana Klinikum und MVZ Sana Arztpraxen Remscheid

Frage von ROSE14:
In letzter Zeit fühle ich mich ein bisschen träge, auch wenn ich genug schlafe. Außerdem muss ich oft auf die Toilette und trinke mehr als sonst. Meine Haut an den Armen und Beinen ist total trocken (ich habe aber auch Neurodermitis, ist aber stärker als sonst). Können dies Anzeichen für Diabetes sein?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban:
Das könnte in der Tat ein Anzeichen für Diabetes sein. Bitte stellen Sie sich kurzfristig bei Ihrem Hausarzt vor. Dieser kann dann einen Test machen, indem ... [mehr]Das könnte in der Tat ein Anzeichen für Diabetes sein. Bitte stellen Sie sich kurzfristig bei Ihrem Hausarzt vor. Dieser kann dann einen Test machen, indem er den Blutzucker und den HbA1c-Wert (er liefert einen verlässlichen Blutzuckermittelwert, der Moderator) misst, wenn Sie noch nüchtern sind. Gegebenenfalls kann er auch einen oralen Glukosetoleranztest (OGTT) durchführen. [weniger]

Prof. Dr. Hilmar Stracke,
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Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselerkrankungen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von BäRBEL S.:
Seit 6 Wochen wurde bei mir ein Diabetes festgestellt und nun soll ich regelmäßig zur Fußpflege. Warum und wie oft? Das ist ein kostspieliges Unterfangen.

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke, :
Wenn noch keine Schäden an den Füßen bestehen, sollten Sie einmal im Jahr zur Fußpflege gehen, ansonsten halbjährlich. Der Grund ist eine mögliche Schädigung der Füße ... [mehr]Wenn noch keine Schäden an den Füßen bestehen, sollten Sie einmal im Jahr zur Fußpflege gehen, ansonsten halbjährlich. Der Grund ist eine mögliche Schädigung der Füße durch den Diabetes. Werden die Füße von einem Diabetologen kontrolliert, übernimmt die Kosten meist die Krankenkasse. Bitte klären Sie dies vorher ab. [weniger]

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologie, Diabetes-Zentrum Essen

Frage von MANNI:
Ich (berufstätig, Typ 2-Diabetiker) schaffe es einfach nicht, mich ständig gesund zu ernähren. Bei jedem Keks denke ich, das ist nur ne Ausnahme. Aber Salat mag ich nun malnicht. Wer kann mir helfen, einen vernünftigen Speiseplan zu erstellen, der in meinen Alltag passt.

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Eine Ernährungsberatung in einer Diabetes-Schwerpunktpraxis wäre für Sie gut geeignet. Da würde man eine auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Ernährungsberatung durchführen. Diese würde auch Nahrungsmittel, die Sie ... [mehr]Eine Ernährungsberatung in einer Diabetes-Schwerpunktpraxis wäre für Sie gut geeignet. Da würde man eine auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Ernährungsberatung durchführen. Diese würde auch Nahrungsmittel, die Sie bevorzugen, berücksichtigen. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban
Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Leitender Arzt Diabetologie und Endokrinologie, Sana Klinikum und MVZ Sana Arztpraxen Remscheid

Frage von RS1:
Was sollte ich als Diabetiker bei der Entfernung der Hornhaut beachten?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban:
Vermeiden Sie Verletzungen. Das heißt, bitte keine spitzen Gegenstände wie Scheren verwenden, sprich die Hornhaut lieber abschleifen. Sollte bei Ihnen eine Nervenschädigung bekannt sein, sollten Sie ... [mehr]Vermeiden Sie Verletzungen. Das heißt, bitte keine spitzen Gegenstände wie Scheren verwenden, sprich die Hornhaut lieber abschleifen. Sollte bei Ihnen eine Nervenschädigung bekannt sein, sollten Sie die Hornhaut von einem spezialisierten Podologen durchführen lassen (Experten sprechen von einer podologischen Komplexbehandlung beim ausgebildeten Fußpfleger, die Kosten werden unter Umständen von der Krankenkasse übernommen). [weniger]

Prof. Dr. Hilmar Stracke,
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Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselerkrankungen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von DIETMAR:
Kann ich einem diabetischem Fußsyndrom mit Krankengymnastik und Bewegung vorbeugen?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke, :
Auf jeden Fall sind Krankengymnastik und Bewegung sinnvoll. Dies gilt allerdings bei guter Einstellung des Diabetes.

Dr. Helga Zeller-Stefan
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Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologie, Diabetes-Zentrum Essen

Frage von SUNSHINE:
Ich war gestern beim Diaetologen, der meinte mein Hausarzt müsse mich auf Insulin einstellen....ab welchen Werten kann man sagen, dass Insulin hilft? Ich hab heute einen Nüchternzucker von 180 gehabt und die Tage davor tagsüber zwischen 190 und 260....braucht man da wirklich schon Insulin?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Die Insulintherapie ist eine Entscheidung, die von vielen Faktoren abhängig ist. Man kann nicht nur aufgrund des hohen Blutzuckers entscheiden. Es gibt viele andere Therapiemöglichkeiten. Allerdings ... [mehr]Die Insulintherapie ist eine Entscheidung, die von vielen Faktoren abhängig ist. Man kann nicht nur aufgrund des hohen Blutzuckers entscheiden. Es gibt viele andere Therapiemöglichkeiten. Allerdings ist die Frage, was Ihnen schon gegeben wurde oder welche andere blutzuckersenkenden Medikamente Sie einnehmen. Wichtig ist auch Ihre Nierenfunktion. Sollte diese reduziert sein, können einige Medikamente nicht mehr gegeben werden. Die Einleitung der Insulintherapie einschließlich der notwendigen Schulung sollten allerdings beim Diabetologen durchgeführt werden. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, dieser Chat wird moderiert: Alle Fragen werden zunächst an einen Moderator geschickt, der je nach Teilnehmerzahl alle oder die interessantesten Fragen zur Beantwortung frei stellt. Wir bitte um Verständnis dafür, dass bei großem Andrang zunächst Fragen beantwortet werden, die für die Mehrzahl der Teilnehmer relevant sind.

Privatdozent Dr. Alin Stirban
Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Leitender Arzt Diabetologie und Endokrinologie, Sana Klinikum und MVZ Sana Arztpraxen Remscheid

Frage von VIKTORIA:
Hallo, ich habe eine Tochter im Teenageralter. Sie ist ständig müde und trinkt literweise Wasser am Tag. Außerdem ist sie für ihr Alter etwas übergewichtiger und es gibt einige Diabetesfälle in der Familie. Muss ich mir Sorgen machen?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban:
Sorgen sollen Sie sich nicht machen, aber Sie sollten beim Hausarzt vorstellig werden, der Ihre Tochter dann auf Diabetes testen kann.

Prof. Dr. Hilmar Stracke,
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Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselerkrankungen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von MARIA:
Immer wenn es kalt wird, habe ich total blaue Hände. Könnte es sein dass es etwas mit Diabetes zu tun hat?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke, :
Dahinter steckt wahrscheinlich kein Diabetes, sondern am ehesten ein so genanntes Raynaud-Syndrom (anfallsweises Erblassen der Finger oder Zehen aufgrund von krampfartigen Verengungen der Blutgefäße, der Moderator). ... [mehr]Dahinter steckt wahrscheinlich kein Diabetes, sondern am ehesten ein so genanntes Raynaud-Syndrom (anfallsweises Erblassen der Finger oder Zehen aufgrund von krampfartigen Verengungen der Blutgefäße, der Moderator). Auch eine periphere arterielle Verschlusskrankheit kann die Ursache sein. Bitte suchen Sie einen Angiologen (Gefäßspezialisten) oder Rheumatologen auf. [weniger]

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologie, Diabetes-Zentrum Essen

Frage von GERTY:
Sind kurzzeitige Anstiege vom Blutzucker gefäßschädigend? Am Wochenende frühstücke ich Brot mit Wurst, Ei, Käse, manchmal Marmelade. Der Blutzuckerwert kann dann schnell mal von 100 auf 260-330 steigen, fällt aber nach 2 Stunden wieder in den Normalbereich. zu meiner Person: weiblich 63 Jahre alt, ca. 161cm, Gewicht +- 62 kg, Diabetes II.

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Den Blutzucker-Anstieg nach einem reichhaltigen Frühstück können Sie kaum vermeiden. Da Sie allerdings keine Angaben über Ihre Diabetes-Therapie gemacht haben (Insulintherapie? andere Medikamente?), ist eine genaue ... [mehr]Den Blutzucker-Anstieg nach einem reichhaltigen Frühstück können Sie kaum vermeiden. Da Sie allerdings keine Angaben über Ihre Diabetes-Therapie gemacht haben (Insulintherapie? andere Medikamente?), ist eine genaue Beurteilung der Situation nicht zufriedenstellend möglich. Bitte sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt über das Problem. Grundsätzlich ist es sehr gut, wenn Ihr Blutzucker im nüchternen Zustand um 100 mg/dl ist und nach 2 Stunden wieder in einem guten Bereich liegt. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban
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Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Leitender Arzt Diabetologie und Endokrinologie, Sana Klinikum und MVZ Sana Arztpraxen Remscheid

Frage von OLLI:
Darf ich mit Diabetes Alkohol und Zigaretten konsumieren?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban:
Sie dürfen schon, gesund ist es aber nicht. Als Diabetespatient haben Sie ein erhöhtes Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen, mit dem Rauchen erhöhen Sie diese Gefahr ... [mehr]Sie dürfen schon, gesund ist es aber nicht. Als Diabetespatient haben Sie ein erhöhtes Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen, mit dem Rauchen erhöhen Sie diese Gefahr zusätzlich. Alkohol kann unter Umständen in Verbindung mit einer antidiabetischen Therapie Unterzuckerungen hervorrufen. [weniger]

Prof. Dr. Hilmar Stracke,
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Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselerkrankungen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von MUELLER:
Hallo. Ich habe seit Tagen kein Hunger mehr, nur noch starken Durst. Ich habe keinerlei Vorerkrankungen und bin nicht übergewichtig. Könnten das Anzeichen für Diabetes sein?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke, :
Ja, das ist möglich. Bitte suchen Sie Ihren Hausarzt auf und lassen sich auf Diabetes untersuchen, indem der Blutzucker gemessen und der HbA1c-Wert (liefert einen Blutzuckermittelwert, ... [mehr]Ja, das ist möglich. Bitte suchen Sie Ihren Hausarzt auf und lassen sich auf Diabetes untersuchen, indem der Blutzucker gemessen und der HbA1c-Wert (liefert einen Blutzuckermittelwert, der Moderator) bestimmt werden. Eventuell ist ein Glucose-Belastungstest erforderlich. [weniger]

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologie, Diabetes-Zentrum Essen

Frage von PETER123:
Ich habe circa ein bis zweimal im Monat Zehenkrämpfe, vor allem bei Nacht. Könnten dies Anzeichen für eine Diabetes-Erkrankung sein?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Nein, eigentlich nicht. Sollten Sie allerdings Risiken für einen Diabetes haben, wie z.B. Übergewicht oder Verwandte 1. Grades mit Diabetes, können Sie beim Hausarzt einen Diabetes ... [mehr]Nein, eigentlich nicht. Sollten Sie allerdings Risiken für einen Diabetes haben, wie z.B. Übergewicht oder Verwandte 1. Grades mit Diabetes, können Sie beim Hausarzt einen Diabetes ausschliessen lassen. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban
Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Leitender Arzt Diabetologie und Endokrinologie, Sana Klinikum und MVZ Sana Arztpraxen Remscheid

Frage von B.S.:
Ich leide an der Schaufensterkrankheit und habe Angst, dass sich dahinter auch Diabetes verstecken könnte. Kann man beides miteinander verbinden?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban:
Leider ja. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Hausarzt, der den Diabetes diagnostizieren oder bestenfalls ausschließen kann.

Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Prof. Dr. Hilmar Stracke, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselerkrankungen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von SUE-WE:
Man liest immer wieder von Fußamputationen bei Diabetikern. Kann das auch bei Polyneuropathiepatienten passieren? DAran leider ich, aber nicht an Diabetes.

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke, :
Bitte lassen Sie erst einmal die Polyneuropathie (Nervenschädigung, der Moderator) beim Neurologen abklären. Weiterhin sollte ein Angiologe klären, ob bei Ihnen eine AVK (arterielle Verschlusskrankheit) vorliegt.

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologie, Diabetes-Zentrum Essen

Frage von SCHMID123:
Hallo, ich habe seit 1-2 Jahren trockene pergamentartige Stellen am Fuß. Könnte das Diabetes sein?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Das ist so schwer zu beurteilen. Den Diabetes können Sie beim Hausarzt durch eine einfache Blutabnahme abklären lassen. Da würde man den HbA1c-Wert (liefert einen verlässlichen ... [mehr]Das ist so schwer zu beurteilen. Den Diabetes können Sie beim Hausarzt durch eine einfache Blutabnahme abklären lassen. Da würde man den HbA1c-Wert (liefert einen verlässlichen Blutzuckermittelwert, der Moderator) bestimmen und den Blutzucker kontrollieren. Im Hinblick auf die erwähnten Stellen am Fuß sollten Sie sich bei einem Hautarzt vorstellen. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban
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Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Leitender Arzt Diabetologie und Endokrinologie, Sana Klinikum und MVZ Sana Arztpraxen Remscheid

Frage von WOLFI:
Kann man an Diabetes sterben und wenn ja, an welchem Typ? Meine Mutter, 45 Jahre alt, hat seit neuestem Diabetes. Ich habe Angst.

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban:
Ein nicht gut eingestellter Diabetes kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Allerdings stehen uns heutzutage Mittel zur Verfügung, die den Komplikationen gut entgegenwirken können. Falls noch nicht ... [mehr]Ein nicht gut eingestellter Diabetes kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Allerdings stehen uns heutzutage Mittel zur Verfügung, die den Komplikationen gut entgegenwirken können. Falls noch nicht passiert, sollte Ihre Mutter unbedingt zu einem Diabetologen gehen und dort eine Diabetesschulung besuchen. Dies ist unabdingbar für ein gutes Verständnis der Erkrankung und ein richtiges Verhalten seitens der Betroffenen. [weniger]

Prof. Dr. Hilmar Stracke,
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Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselerkrankungen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von MICHAEL_B:
Mein Arzt hat mir gesagt, ich habe einen beginnenden Alters-Diabetes. Was bedeutet das für mich?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke, :
Sie sollten Ihren Blutzucker regelmäßig kontrollieren, vor allem den HbA1c-Wert, der auf die Stoffwechselqualität hinweist. Wichtig ist auch eine Untersuchung auf mögliche Folgeerkrankungen des Diabetes an ... [mehr]Sie sollten Ihren Blutzucker regelmäßig kontrollieren, vor allem den HbA1c-Wert, der auf die Stoffwechselqualität hinweist. Wichtig ist auch eine Untersuchung auf mögliche Folgeerkrankungen des Diabetes an Nerven, Füßen, Augen und Nieren. [weniger]

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologie, Diabetes-Zentrum Essen

Frage von ONLINE1:
Ich habe Typ 2 Diabetes und bin stark übergewichtig. Wie viele BE darf ich am Tag essen?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Grundsätzlich brauchen Sie die BE (Broteinheiten, Berechnungseinheit für den Gehalt bestimmter Kohlehydrate, der Moderator) nicht berechnen. Das gilt nur für den Fall, dass Sie ein Mahlzeiteninsulin ... [mehr]Grundsätzlich brauchen Sie die BE (Broteinheiten, Berechnungseinheit für den Gehalt bestimmter Kohlehydrate, der Moderator) nicht berechnen. Das gilt nur für den Fall, dass Sie ein Mahlzeiteninsulin bekommen und während einer Diabetes-Schulung gelernt haben, wie man BE einschätzt. Ansonsten würde man Ihnen empfehlen, auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung zu halten. Die Teilnahme an einer Diabetes-Schulung ist auf jeden Fall sinnvoll. Dort erhalten Sie ausführliche Informationen über die Ernährung. Eine solche Schulung können Sie in einer Diabetes-Schwerpunktpraxis bekommen. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban
Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Leitender Arzt Diabetologie und Endokrinologie, Sana Klinikum und MVZ Sana Arztpraxen Remscheid

Frage von NIKLAS:
Darf ich als Diabetiker eigentlich eine Cola-Light trinken?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban:
Sicher dürfen Sie das. Allerdings müssen Sie die Menge der Kohlenhydrate bei der Berechnung der Insulindosis berücksichtigen. Dies sollte kein Freibrief zum Cola-Trinken sein, es gibt ... [mehr]Sicher dürfen Sie das. Allerdings müssen Sie die Menge der Kohlenhydrate bei der Berechnung der Insulindosis berücksichtigen. Dies sollte kein Freibrief zum Cola-Trinken sein, es gibt insgesamt Bedenken gegen den Cola-Konsum in größeren Mengen. [weniger]

Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Prof. Dr. Hilmar Stracke, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselerkrankungen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von AUGEN:
Ich habe mit meinen Augen Probleme, bin aber keine Diabetikerin, dafür eine Polyneuropathiepatienten. Ständig ändert sich meine Brillenstärke, kann das von der Poly kommen? Alle zwei Jahre brauche ich stärkere Gläser, wo führt das noch hin?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke, :
Das kann von der Polyneuropathie kommen. Deshalb sollten Sie diese Erkrankung vom Neurologen abklären lassen und darüber hinaus einen Augenarzt aufsuchen.

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologie, Diabetes-Zentrum Essen

Frage von ROSELINDE:
In meiner Familie waren und sind viele Diabetiker. Muss ich damit rechnen, auch an Diabetes zu erkranken? Was sollte ich vorsorglich unternehmen oder unterlassen?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Wenn in Ihrer Famile ein Diabetes Typ 2 vorgekommen ist, ist es besonders wichtig, dass Sie frühzeitig mit Ihrem Hausarzt darüber sprechen. So kann der Hausarzt ... [mehr]Wenn in Ihrer Famile ein Diabetes Typ 2 vorgekommen ist, ist es besonders wichtig, dass Sie frühzeitig mit Ihrem Hausarzt darüber sprechen. So kann der Hausarzt Sie rechtzeitig auf Diabetes testen. Diese Überprüfung sollten Sie regelmäßig, z.B. jährlich machen lassen. Ansonsten ist ein gesunder Lebensstil mit einer ausgewogener Ernährung und regelmäßigen körperlichen Tätigkeiten hilfreich. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban
Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Leitender Arzt Diabetologie und Endokrinologie, Sana Klinikum und MVZ Sana Arztpraxen Remscheid

Frage von HEIKE-M65:
Meine Mutter ist Diabetikerin und hat nun plötzlich Wunden an den Füßen, die einfach nicht mehr heilen wollen. Wohin können wir uns wenden?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban:
Bitte wenden Sie sich an eine naheliegende Diabetologische Schwerpunktpraxis mit Fußambulanz. Der Hausarzt kann Sie beraten, wo Sie eine solche finden.

Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Prof. Dr. Hilmar Stracke, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselerkrankungen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von B. SCHALLER:
Meine Füße sehen immer mal wieder bläulich aus und ich mache mir Sogen, ob sich ein Diabetes dahinter versteckt. Was raten Sie mir?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke, :
Es könnte eine Neuropathie sein, aber auch eine AVK (arterielle Verschlusskrankheit) muss ausgeschlossen werden! Bitte suchen Sie Ihren Diabetologen sowie einen Angiologen (Spezialisten für Gefäßerkrankungen) auf.

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologie, Diabetes-Zentrum Essen

Frage von LECKERLE:
Im Supermarkt stehe ich immer wieder vor Regalen mit besonderen Lebensmitteln für Diabetiker. Die sind allerdings teuer - und wirklich gut? Was raten Sie?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Grundsätzlich brauchen Sie die "besonderen" Lebensmittel nicht. Eine ausgewogene, abwechslungsreiche, gesunde Ernährung ist empfehlenswert. Was dies genau in Ihrem Fall bedeutet, können Sie im Rahmen einer ... [mehr]Grundsätzlich brauchen Sie die "besonderen" Lebensmittel nicht. Eine ausgewogene, abwechslungsreiche, gesunde Ernährung ist empfehlenswert. Was dies genau in Ihrem Fall bedeutet, können Sie im Rahmen einer Ernährungsberatung bei Ihrem Diabetologen oder bei einer Diabetes-Schulung erfahren. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban
Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Leitender Arzt Diabetologie und Endokrinologie, Sana Klinikum und MVZ Sana Arztpraxen Remscheid

Frage von KRAUSE:
Wir haben in der Familie kein Diabetes, aber ich esse für mein Leben gerne Kuchen, Eis und Schokolade und das in größeren Mengen. Figurmäßig macht mir das keine Probleme, aber könnte ich davon Diabetes bekommen?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban:
Theoretisch ja. Deshalb sollten Sie die Menge der Kohlenhydrate reduzieren und eventuell eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen.

Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Prof. Dr. Hilmar Stracke, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselerkrankungen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von FRAUKE B.:
Meine Füße schlafen derzeit so oft ein. Könnte das auch mit Diabetes zusammenhängen?

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke, :
Ja, es könnte eine diabetische Neuropathie sein. Zur Therapie gehören eine gute Diabeteseinstellung sowie die Gabe von vitaminähnlichen Substanzen wie Benfotiamin (einer Vorstufe des Vitamins B ... [mehr]Ja, es könnte eine diabetische Neuropathie sein. Zur Therapie gehören eine gute Diabeteseinstellung sowie die Gabe von vitaminähnlichen Substanzen wie Benfotiamin (einer Vorstufe des Vitamins B 1) oder Liponsäure. [weniger]

Dr. Helga Zeller-Stefan
Dr. Helga Zeller-Stefan,
Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologie, Diabetes-Zentrum Essen

Frage von BABAGA4:
Gibt es etwas außer Insulin, das gegen Diabetes hilft?

Antwort von Dr. Helga Zeller-Stefan:
Sollten Sie einen Typ 2 Diabetes haben, sind eine gesunde, ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivitäten sehr empfehlenswert. Außerdem gibt es eine Reihe andere Medikamente, über ... [mehr]Sollten Sie einen Typ 2 Diabetes haben, sind eine gesunde, ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivitäten sehr empfehlenswert. Außerdem gibt es eine Reihe andere Medikamente, über die Sie mit Ihrem Hausarzt oder Diabetologen sprechen sollten. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban
Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Leitender Arzt Diabetologie und Endokrinologie, Sana Klinikum und MVZ Sana Arztpraxen Remscheid

Frage von KLAUS-WERNER:
Ich habe seit 3 Jahren einen Typ 2-Diabetes und vor zwei Jahren war ich in einer Diabetesklinik, wo uns gesagt wurde, dass Typ 2-Diabetiker einen Anspruch auf Schwerbehinderten-Prozente hätten. Ist das richtig und wenn ja, mit wie viel Prozent?

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban:
Ja, das ist richtig. Die Prozentzahl hängt davon ab, welche Therapien Sie bekommen haben (z.B. Insulin oder Tabletten). Sprechen Sie mit Ihrem Diabetologen darüber.

Prof. Dr. Hilmar Stracke,
Prof. Dr. Hilmar Stracke, ,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselerkrankungen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Frage von GMX:
Diabetes Typ 1 oder Typ 2. Was ist eigentlich schlimmer und wo ist der Unterschied? Mein Mann leidet seit neuestem an Typ 1.

Antwort von Prof. Dr. Hilmar Stracke, :
Der Typ-I Diabetes kommt bei Menschen in den jüngeren Jahren und der Typ-II Diabetes meist bei Älteren vor. Beide sind gut zu behandeln - beim Typ-I ... [mehr]Der Typ-I Diabetes kommt bei Menschen in den jüngeren Jahren und der Typ-II Diabetes meist bei Älteren vor. Beide sind gut zu behandeln - beim Typ-I geschieht dies mit Insulin, beim Typ-II mit Tabletten oder Insulin. [weniger]

Privatdozent Dr. Alin Stirban
Privatdozent Dr. Alin Stirban,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Leitender Arzt Diabetologie und Endokrinologie, Sana Klinikum und MVZ Sana Arztpraxen Remscheid

Frage von IRMA_61:
Ich habe gehört, dass Diabetes schlimme Folgen haben kann. Auf was muss man da besonders achten? Ich spüre nämlich gar nichts, achte allerdings darauf, wenig Zucker zu essen...

Antwort von Privatdozent Dr. Alin Stirban:
Falls Sie noch keine Diabetesschulung hatten, sollten Sie unbedingt eine besuchen. Dort werden die komplexen Verhaltensregeln erläutert. Bitte fragen Sie Ihren Arzt, wo eine solche Schulung ... [mehr]Falls Sie noch keine Diabetesschulung hatten, sollten Sie unbedingt eine besuchen. Dort werden die komplexen Verhaltensregeln erläutert. Bitte fragen Sie Ihren Arzt, wo eine solche Schulung angeboten wird. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, wir danken Ihnen für die Teilnahme. Leider konnten heute nicht alle Fragen beantwortet werden, wir hoffen aber, dass Sie Ihre Frage oder zumindest eine ähnliche beantwortet vorgefunden haben. Wir verabschieden uns von Ihnen und wünschen einen schönen Abend. Bis zum nächsten Mal.