27.04.2017:

Gewichtszunahme

Gewichtszunahme – Achtung, hier kann das Herz schuld sein

Die Hose kneift, die Bluse sitzt zu knapp?
Sie leiden an Wassereinlagerungen im Körper?
Ihre Füße sind dick und die Schuhe werden immer enger?
Sie sind kraftlos und haben Mühe, eine Treppe empor zu steigen?

Keine Diät funktioniert und der Zeiger der Waage steigt sogar noch beharrlich nach oben? Dann muss das nicht immer daran liegen, dass man sich zu wenig bewegt oder zu viel gegessen hat: Auch das Herz kann die Ursache für eine Gewichtszunahme sein. Denn ein schwaches Herz (der Fachbegriff lautet Herzinsuffizienz) ist häufig dafür verantwortlich, dass sich Wassereinlagerungen im Körper bilden. Wird dies nicht erkannt und behandelt, können die Folgen fatal sein: die Pumpkraft des Herzens kann noch weiter nachlassen. Ab wann man bei einer Gewichtszunahme hellhörig werden sollte, worauf man beim Wiegen am besten achtet und wie sich die gefährliche Schwächung des Herzmuskels verhindern und behandeln lässt, erfahren Sie hier auf diesem Portal.

Chat-Protokoll

Moderator:
Herzlich willkommen beim Chat zum Thema „Gewichtszunahme - Achtung, hier kann das Herz schuld sein“. Wir freuen uns auf Ihre Fragen, wir sind bereit.

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von BORKA M.:
Ich bin 54 Jahre alt und habe jede Menge Wasserablagerungen im Körper. Vor allem am Bauch, Hüfte und an den Oberschenkeln. Könnte das mit dem Herzen zu tun haben oder sind das Wechseljahresbeschwerden?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Es kann in Ihrem Alter mit den Wechseljahren zusammenhänge. Auch ist eine Herz- oder Nierenschwäche möglich. Bitte kontaktieren Sie Ihren Hausarzt zu weiteren Untersuchungen (Blut, ... [mehr]Es kann in Ihrem Alter mit den Wechseljahren zusammenhänge. Auch ist eine Herz- oder Nierenschwäche möglich. Bitte kontaktieren Sie Ihren Hausarzt zu weiteren Untersuchungen (Blut, EKG, Ultraschall, Urin). Eventuell sind weiterführende Untersuchungen beim Frauenarzt notwendig. [weniger]

Prof. Dr. Elmar Wienecke
Prof. Dr. Elmar Wienecke,
Sportwissenschaftler und Professor für Sport, Ernährung und Regulationsmedizin an der Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld sowie geschäftsführender Gesellschafter der SALUTO Gesellschaft für Sport und Gesundheit mbH in Halle/Westfalen.

Frage von HANSEMANN:
Männlich 92, Krankh.: ASS- Schlaganfall- Wassereinlagerung b.z. Knie, schwere PNP, neue Herzklappe, COP. Medikamente:ASS-Ramipril 5-Jodid- Torem 10-Xarelto 20-OXIS 12-Tamsolusin 04-Amlodipin 5-Adenuric 80-Tilidin 10-Magrocol-Noctamid, bei Bed. Ibuprofen. Bin stark gebehindert, habe Ausweis aG u. B, mache täglich 10-15Min. auf dem Ergometer, kann aber nicht mehr Laufen, gehe nur am Rolator im Haus, kann kein Gleichgewicht halten. Da trotz allem 90 Kg. Raten Sie mir zu Magnesium? Dank im Voraus.

Antwort von Prof. Dr. Elmar Wienecke:
Nach unseren langjährigen Erfahrungen wäre bei Ihrer Vorerkrankung und körperlichen Aktivität die regelmäßige Zufuhr von Magnerot classic morgens, mittags und abends in der Dosierung von jeweils ... [mehr]Nach unseren langjährigen Erfahrungen wäre bei Ihrer Vorerkrankung und körperlichen Aktivität die regelmäßige Zufuhr von Magnerot classic morgens, mittags und abends in der Dosierung von jeweils 32 mg Magnesium in der Orotatform empfehlenswert. Für Ihr tägliches Training wäre es empfehlenswert, mit einem Herzfrequenzmesser zu trainieren, so dass Sie eine regelmäßge Kontrolle Ihrer Trainingsbelastung haben. Unter der beschriebenen Medikation wird allerdings die Herzfrequenz sehr niedrig sein. Dies können Sie aber bei der nächsten Untersuchung mit Hilfe der Spiroergometrie bei Ihrem Kardiologen optimieren. Denn das Prinzip der Homöostase bzw. variierende, leichte Trainigsveränderungen werden zu einer dauerhaft besseren Adaptation im kardiovaskulären Bereich führen. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand), medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel und Chefarzt der Malteser-Klinik von Weckbecker, Bad Brückenau.

Frage von HAUSER M.:
Kann ich meine Herzschwäche auch durch die Ernährung bessern? Worauf sollte ich achten?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Wichtig ist eine Gewichtsnormalisierung - also der Abbau von eventuellem Übergewicht. Bewährt hat sich auch Zurückhaltung bei rotem Fleisch (Schwein/Rind), Kochsalz, Zucker und Alkohol. Besser ist ... [mehr]Wichtig ist eine Gewichtsnormalisierung - also der Abbau von eventuellem Übergewicht. Bewährt hat sich auch Zurückhaltung bei rotem Fleisch (Schwein/Rind), Kochsalz, Zucker und Alkohol. Besser ist mediterrane Kost mit viel Gemüse und hochwertigem Fett (Olivenöl/Rapsöl/Omega-3-Fett). Legen Sie ruhig einmal in der Woche einen Entlastungstag ein, z.B. als Kartoffeltag oder Gemüsetag. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von HELGA:
Ich habe gelesen, dass Magnesium in Verbindung Orotsäure bei Herzschwäche helfen kann. Kann ich das meiner Mutter zusätzlich zu ihren Medikamenten geben, die ihr der Arzt gegen ihre Herzschwäche verordnet hat? Wie kann das ihre Erkrankung beeinflussen?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Magnesiumorotat kann vielen Patienten mit einer Herzschwäche helfen. In Studien konnte gezeigt werden, dass Patienten mit schwerer Herzschwäche (NYHA III-IV) eine bessere Lebenserwartung und eine höhere ... [mehr]Magnesiumorotat kann vielen Patienten mit einer Herzschwäche helfen. In Studien konnte gezeigt werden, dass Patienten mit schwerer Herzschwäche (NYHA III-IV) eine bessere Lebenserwartung und eine höhere Lebensqualität unter dieser Therapie haben. Besprechen Sie das bitte mit Ihrem Hausarzt. Er sollte auch Ihre Nierenfunktion überprüfen. [weniger]

Prof. Dr. Elmar Wienecke
Prof. Dr. Elmar Wienecke,
Sportwissenschaftler und Professor für Sport, Ernährung und Regulationsmedizin an der Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld sowie geschäftsführender Gesellschafter der SALUTO Gesellschaft für Sport und Gesundheit mbH in Halle/Westfalen.

Frage von ROSENBLATT:
Ich bin seit 18 Jahren Bluthochdruckpatient (66 Jahre alt), treibe mehrmals die Woche Sport (Nordic Walking, schwimmen, Aerobic), ernähre mich gesund, koche täglich frisch, halte 3 Mahlzeiten am Tag ein. Seit ein paar Jahren leide ich unter Asthma, Luftnot und bin meist nach ein paar Treppenstufen atemlos. Im letzten Herbst hatte ich Vorhofflimmern und nehme seitdem zusätzlich Blutverdünner. War beim Kardiologen und habe beim Radiologen die Schilddrüse untersuchen lassen (kalter Knoten). Seit 4 Jahren nehme ich stetig zu (15 kg). Kein Arzt konnte mir einen Grund für die Gewichtszunahme nennen. Was können Sie mir raten? Oder empfehlen wie ich weiter vorgehen soll?

Antwort von Prof. Dr. Elmar Wienecke:
Es wäre sehr hilfreich wenn Sie Ihre aktuellen Schilddrüsenwerte (TSH-basal, ft3, ft4, Antikörper der Schilddrüse TPO, TRAK) bestimmern lassen und eine Autoimmunerkrankung ausschließen können. Nach unseren ... [mehr]Es wäre sehr hilfreich wenn Sie Ihre aktuellen Schilddrüsenwerte (TSH-basal, ft3, ft4, Antikörper der Schilddrüse TPO, TRAK) bestimmern lassen und eine Autoimmunerkrankung ausschließen können. Nach unseren Erfahrungen sind für die Gewichtsreduktion bei körperlichen Training TSH-basal-Werte zwischen 1,6 - 2,2 optimal. Ein TSH-basal-Wert > 2,5 kann nachweislich zu einer Gewichtszunahme führen. Gleichzeitig sollten Sie Ihre akutellen HBA1C-Wert (Langzeitzuckerwert) messen lassen. Dieser kann aufzeigen wie die durchschnittlichen Zuckerwerte in den letzten sechs Wochen waren. Zugleich könnte eine Ergometrie auf dem Laufband mit unterschiedlichen Geh-Stufen helfen, die optimale Herzfrequenz für Ihr Training zu ermitteln. Auch hier sind immer wieder variirende Belastungen sinnvoll. Ein Training zwischen dem GAI-Grundlagenbereich und GAI-II-Bereich ermöglicht einen optimalen Kalorienverbrauch. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand), medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel und Chefarzt der Malteser-Klinik von Weckbecker, Bad Brückenau.

Frage von ULRICH:
Man liest in den Medien so viele verschiedene Tipps zum Thema Ernährung. Das verunsichert mich sehr. Halten Sie eine kohlenhydratarme Ernährung für gesund, auch wenn man unter Herzerkrankungen leidet? Oder welche Form der Ernährung würden Sie empfehlen?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Derzeit wird viel auf Kohlenhydrate "eingedroschen", weil man sie für Übergewicht verantwortlich macht. Dabei wird oft vergessen: auch gesunde Gemüse sind in erster Linie Kohlenhydrate. Bei ... [mehr]Derzeit wird viel auf Kohlenhydrate "eingedroschen", weil man sie für Übergewicht verantwortlich macht. Dabei wird oft vergessen: auch gesunde Gemüse sind in erster Linie Kohlenhydrate. Bei Herzkrankheiten empfehle ich eine mediterrane Kost: weniger rotes Fleisch/Wurst, Zurückhaltung mit Salz und Alkohol, stattdessen reichlich frisches Gemüse und hochwertige Fette, z.B. Olivenöl/Rapsöl/Leinöl bzw. Omega-3-Fette (Fischöl). Auch eine zusätzliche Magnesiumgabe ist sinnvoll, z.B. in Form von Magnsiuemorortat. Dadurch wird u.a. das Herz vor Überlastung geschützt. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von SCHULER:
Ich bin weiblich, 53 Jahre alt und habe in letzter Zeit zugenommen, an Bauch, Hüfte und Oberschenkel. Was aber sehr auffällt ist, dass die Oberarmen so dick werden. Mir passt keine einzige Bluse mehr und nun habe ich Angst, dass das Problem vom Herzen kommt.

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Eine Gewichtszunahme und Wassereinlagerungen können auf eine Herzschwäche hindeuten. Auch die Nieren müssen untersucht werden. Besteht hoher Blutdruck? Gibt es Wechseljahresbeschwerden? Bitte durch den Hausarzt kontrollieren lassen.

Prof. Dr. Elmar Wienecke
Prof. Dr. Elmar Wienecke,
Sportwissenschaftler und Professor für Sport, Ernährung und Regulationsmedizin an der Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld sowie geschäftsführender Gesellschafter der SALUTO Gesellschaft für Sport und Gesundheit mbH in Halle/Westfalen.

Frage von SORGENKIND:
Mein Blutdruck ist im Ruhezustand normal, nur unter Belastung steigt er extrem stark an. Kann dadurch auch eine Herzschwäche gefördert werden? Und kann ich unbesorgt Sport treiben?

Antwort von Prof. Dr. Elmar Wienecke:
Dies ist nichts Außergewöhnliches. Wir sprechen von einer Belastungshypertonie. Wichtig wäre nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt die mögliche Einnahme eines ACE-Hemmers, der den Blutdruck senken kann, ... [mehr]Dies ist nichts Außergewöhnliches. Wir sprechen von einer Belastungshypertonie. Wichtig wäre nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt die mögliche Einnahme eines ACE-Hemmers, der den Blutdruck senken kann, aber keinen Einfluss auf die Herzfrequenz hat. Lassen Sie durch einen Kardiologen mit Hilfe der Echokardiographie regelmäßig die Aktivität u. a. Ihre Herzklappen während der Belastung überprüfen. Wichtig ist auch die Intensität Ihre sportlichen Aktivität. Grenzbelastungen z. B. durch intensives Intervalltraining sollten Sie vermeiden. Ihre Kardiologe kann mit Hilfe der Spiroergometrie und der Blutdruckkontrolle während der Belastung genaue Trainingsempfehlungen geben. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand), medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel und Chefarzt der Malteser-Klinik von Weckbecker, Bad Brückenau.

Frage von SUSEMOBIL:
Ich bin 55 Jahre alt, weiblich und habe seit neuestem so geschwollene Hände, dass mir kein einziger Ring mehr passt. Die Füße sind auch ein bisschen betroffen, aber bei weitem nicht so stark. Könnten das auch Anzeichen sein von Wasserablagerungen, die vom Herzen herrühren?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Das müsste man untersuchen. Sind Sie kurzatmig? Wurde schon einmal der Blutwert BNP untersucht? Wenn er erhöht ist, würde dies für eine Herzschwäche sprechen. Falls noch ... [mehr]Das müsste man untersuchen. Sind Sie kurzatmig? Wurde schon einmal der Blutwert BNP untersucht? Wenn er erhöht ist, würde dies für eine Herzschwäche sprechen. Falls noch nicht geschehen, wäre auch an ein Belastungs-EKG und einen Herz-Ultraschall zu denken. Aufgrund Ihrer Beschreibung ist es aber auch denkbar, daß die Stauungen nicht herzbedingt sind und zum Beispiel von der Lymphe kommen. Das muß nicht dramatisch sein, kann aber Ausdruck einer beginnenden Stoffwechselüberlastung sein. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von KLAUS-PETER:
Ich bin 60 Jahre alt und war bisher - bis auf meinen Bluthochdruck - gesund; seit etwa einem Monat fühle ich mich überhaupt nicht mehr belastbar, bekomme bei Anstrengung Atemnot und habe angeschwollene Füße und Beine. Kann das eine Herzschwäche sein?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Als Ursache für eine Herzschwäche besteht zu ca. 50 Prozent eine Hypertonie. Ist der Blutdruck entgleist? Lassen Sie bitte Ihr Herz, aber auch die Nieren durch Ihren ... [mehr]Als Ursache für eine Herzschwäche besteht zu ca. 50 Prozent eine Hypertonie. Ist der Blutdruck entgleist? Lassen Sie bitte Ihr Herz, aber auch die Nieren durch Ihren Hausarzt untersuchen. Wichtige Fragen, die Sie sich stellen sollten, lauten: Haben Sie zugenommen? Ist Ihr Urin auffällig? Wichtig ist es den Blutdruck gut einzustellen. Als Nahrungsergänzung sind Magnesium oder Magnesiumorotat oft vorteilhaft. Es gibt gut wirksame Medikamente bei Herzschwäche. [weniger]

Prof. Dr. Elmar Wienecke
Prof. Dr. Elmar Wienecke,
Sportwissenschaftler und Professor für Sport, Ernährung und Regulationsmedizin an der Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld sowie geschäftsführender Gesellschafter der SALUTO Gesellschaft für Sport und Gesundheit mbH in Halle/Westfalen.

Frage von MARIE-LUISE :
Durch meine Herzschwäche fällt es mir sehr schwer, mich zu bewegen. Da ich rasch erschöpft bin und außer Atem gerate, habe ich direkt Angst vor jeder körperlichen Anstrengung. Haben Sie einen Tipp für mich, wie ich wieder belastbarer werden kann?

Antwort von Prof. Dr. Elmar Wienecke:
Zunächst sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Ihrem Kardiologe empfehlenswert, damit es keine weitere pathologischen Veränderungen bei Ihnen im Laufe der nächsten Jahre gibt. Jeder Herzpatient kann trainieren. ... [mehr]Zunächst sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Ihrem Kardiologe empfehlenswert, damit es keine weitere pathologischen Veränderungen bei Ihnen im Laufe der nächsten Jahre gibt. Jeder Herzpatient kann trainieren. In Ihrem Fall wäre eine Belastungsergometrie mit Hilfe der Spiroergometrie sinnvoll. Wenn dies nicht möglich ist, dann können Sie täglich auf dem Fahrradergometer z. B. mit 20 Watt beginnen. Sie können zunächst eine Minute mit ca. 60 Umdrehungen treten und dann 30 Sekunden Pause machen - insgesamt über 15 Minuten. Nach einigen Wochen erhöhen Sie den Wattwiderstand auf 30 Watt usw. Normalerweise müssten Sie nach ca. acht Wochen 15 Minuten dauerhaft 50 Watt treten können. Ihre behandelnder Kardiologe kann regelmäßig überprüfen, ob sich auch keine Kontraindaktionen ergeben. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand), medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel und Chefarzt der Malteser-Klinik von Weckbecker, Bad Brückenau.

Frage von WEBER HEINZ:
Ich leide seit vielen Jahren unter Bluthochdruck, der sich mit Medikamenten nur schwer einstellen lässt. Insbesondere unter Stress (unter dem ich oft leide) schnellt er in die Höhe. Nun habe ich Angst, dass mein Herz darunter leidet. Kann ich mit natürlichen Mitteln noch etwas tun, um dem Blutdruck zu senken? Kann auch Magnesium hilfreich sein?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Stress ist heutzutage sicher einer der häufigsten Auslöser von Bluthochdruck. Magnesium, z.B. in Form von Magnesiumorotat, ist dabei auf jeden Fall sinnvoll. Unbedingt empfehlenswert sind auch: ... [mehr]Stress ist heutzutage sicher einer der häufigsten Auslöser von Bluthochdruck. Magnesium, z.B. in Form von Magnesiumorotat, ist dabei auf jeden Fall sinnvoll. Unbedingt empfehlenswert sind auch: regelmäßige moderate sportliche Betätigung (z.B. jeden Tag 30 Minuten "Walking"), Entspannungsübungen (meditative Tiefenentspannung ist bei Bluthochdruck wirkungsvoll). Oft kann auch die Einnahme pflanzlich/homöopathischer Mittel zur Beruhigung des vegetativen Nervensystems sinnvoll sein. Fragen Sie dazu ggf. in der Apotheke nach. Die Mittel sind meist rezeptfrei erhältlich. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von KARL-HEIN M.:
Gegen meine Herzprobleme und die Wasseransammlungen in den Füßen hat mir der Arzt entwässernde Tabletten verschrieben. Seitdem ich diese nehme, fühle ich mich aber noch schlapper. Bin außerdem sehr nervös und habe nachts Wadenkrämpfe. Kann das von dem Medikament kommen?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Ja, trotzdem ist diese Therapie sinnvoll. Die Beschwerden werden im Verlauf besser. Die Entwässerung muss sein. Hier kann jedoch die Gabe von 300-400 mg Magnesium helfen, ... [mehr]Ja, trotzdem ist diese Therapie sinnvoll. Die Beschwerden werden im Verlauf besser. Die Entwässerung muss sein. Hier kann jedoch die Gabe von 300-400 mg Magnesium helfen, z.B. von Magnesiumorotat. Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem Hausarzt. Er sollte auch die Nierenfunktion und den Blutdruck überprüfen. [weniger]

Prof. Dr. Elmar Wienecke
Prof. Dr. Elmar Wienecke,
Sportwissenschaftler und Professor für Sport, Ernährung und Regulationsmedizin an der Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld sowie geschäftsführender Gesellschafter der SALUTO Gesellschaft für Sport und Gesundheit mbH in Halle/Westfalen.

Frage von PENNY62:
Habe seit längerem punktförmige starke schmerzen zwischen schulter und wirbelsäule. Da ich beim arzt damit war, hieß es verspannungen mit krankengymnastik, es half ein wenig, die schmerzen sind besonders schlimm wenn ich an der spüle stand, spülen oder gemüse schneiden. Die schmerzen liegen in Höhe der BWS (Brustwirbelsäule) und des linken schulterblatts, punktförmig. Meine Überlegung: mein rechtes Bein ist einige cm kürzer als linke, kann das die Ursache sein?

Antwort von Prof. Dr. Elmar Wienecke:
Konsultieren Sie einen Therapeuten mit osteopathischer Ausbildung, der auch die Myoreflextherapie anwenden kann. Dieser wird Ihnen helfen, die gesamte Statik wieder auszugleichen. Sie haben vollkommen recht: ... [mehr]Konsultieren Sie einen Therapeuten mit osteopathischer Ausbildung, der auch die Myoreflextherapie anwenden kann. Dieser wird Ihnen helfen, die gesamte Statik wieder auszugleichen. Sie haben vollkommen recht: Die Verkürzung des rechten Beines kann eine der Hauptursachen für Ihre Beschwerden sein. Zusätzlich zur Therapie können Sie morgens, mittags und abends 1 x 32 mg Magnerot classic als Kautabletten einnehmen, um den gesamten Spannungszustand der Muskulatur zu detonisieren. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand), medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel und Chefarzt der Malteser-Klinik von Weckbecker, Bad Brückenau.

Frage von THEO BRüHL:
Seit meinem Herzinfarkt ist mein Herz sehr geschwächt. Auch durch die Medikamente wird es nicht besser, sondern eigentlich immer schlechter. Was könnte ich noch dagegen tun?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Womöglich war der Infarkt recht ausgeprägt. Lassen Sie am besten Ihre derzeitige Medikation von einem weiteren Kardiologen (Zweitmeinung) überprüfen. Ansonsten sollten Sie Folgendes beachten: Übergewicht vermeiden, moderate ... [mehr]Womöglich war der Infarkt recht ausgeprägt. Lassen Sie am besten Ihre derzeitige Medikation von einem weiteren Kardiologen (Zweitmeinung) überprüfen. Ansonsten sollten Sie Folgendes beachten: Übergewicht vermeiden, moderate Bewegung, mediterrane Kost, ggf. zusätzliche Einnahme von Magnesium - z.B. in Form von Magnesiumorotat. Auch rate ich zu Aufnahme von mehr Omega-3-Fetten und Weissdorn - nach Rücksprache mit Ihrem Arzt. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, dieser Chat ist moderiert: Alle Fragen werden zunächst an einen Moderator geschickt, der je nach Teilnehmerzahl alle oder die interessantesten Fragen zur Beantwortung frei stellt. Bitte haben Sie Verständnis, dass bei großem Andrang zunächst Fragen beantwortet werden, die für die Mehrzahl der Teilnehmer relevant sind.

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von SYBILLE:
Ich leide seit einiger Zeit an Bluthochdruck und habe schon entsprechende Medikamente erhalten. Nur von allen wird es mir immer so schwindelig. Was kann ich tun?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Dieses Problem sollten Sie mit dem Hausarzt besprechen. Manchmal muss man sich erst an normale Blutdruckwerte gewöhnen. Unter 140/90 ist anzustreben. Auch kann man durch eine ... [mehr]Dieses Problem sollten Sie mit dem Hausarzt besprechen. Manchmal muss man sich erst an normale Blutdruckwerte gewöhnen. Unter 140/90 ist anzustreben. Auch kann man durch eine zusätzliche Gabe von Magnesium (300-400 mg) den Blutdruck senken. Bitte beraten Sie sich mit Ihrem Hausarzt im Hinblick auf sportliche Betätigung und achten Sie darauf, dass Ihr Körpergewicht im normalen Bereich liegt. [weniger]

Prof. Dr. Elmar Wienecke
Prof. Dr. Elmar Wienecke,
Sportwissenschaftler und Professor für Sport, Ernährung und Regulationsmedizin an der Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld sowie geschäftsführender Gesellschafter der SALUTO Gesellschaft für Sport und Gesundheit mbH in Halle/Westfalen.

Frage von SPORTSFREUND:
Ich habe seit einer Herzmuskelentzündung eine Herzschwäche. Beim Laufen komme ich rasch außer Atem. Kann ich im Fitness-Studie noch Kraft-Training machen?

Antwort von Prof. Dr. Elmar Wienecke:
Zunächst wäre eine detaillierte Analye beim Kardiologen sinnvoll, um festzustellen, inwieweit Sie schon körperliches Training absolvieren dürfen. Eine Myokarditis kann sehr langfristige negative Auswirkungen auf Ihre ... [mehr]Zunächst wäre eine detaillierte Analye beim Kardiologen sinnvoll, um festzustellen, inwieweit Sie schon körperliches Training absolvieren dürfen. Eine Myokarditis kann sehr langfristige negative Auswirkungen auf Ihre physische Leistungsfähigkeit haben. Erst wenn der Arzt Ihnen signalisiert, dass Sie langsam wieder mit sportlichen Aktivitäten anfangen können, ist gerade auch computerunterstützes Kraft-Training sehr sinnvoll. Die Therapeuten können nach Rücksprache mit Ihrem Arzt dann für Sie ein inviduelles moderates Krafttraining mit sogenannten Computer-Chip-Karten zusammenstellen. In der richtigen Dosierung hat ein gezieltes Kraftraining nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen den gleichen Stellwert wie ein Ausdauertraining. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand), medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel und Chefarzt der Malteser-Klinik von Weckbecker, Bad Brückenau.

Frage von W.M.:
Unter Belastung bekomme ich Schmerzen in der Herzgegend, die mit einem starken Angstgefühl verbunden sind. Der Arzt konnte aber beim Ruhe- und Belastungs-EKG nichts Auffälliges feststellen. Was könnte die Ursache der Beschwerden sein? Sollte ich es weiter untersuchen lassen?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Suspekt ist das Ganze schon und ein möglicher Hinweis auf eine koronare Herzkrankheit (KHK). Ich empfehle daher weitergehende kardiologische Untersuchungen, z.B. Herzultraschall, notfalls auch Katheter. In ... [mehr]Suspekt ist das Ganze schon und ein möglicher Hinweis auf eine koronare Herzkrankheit (KHK). Ich empfehle daher weitergehende kardiologische Untersuchungen, z.B. Herzultraschall, notfalls auch Katheter. In einigen Fällen sind nicht verengte Herzkranzgefäße schuld, sondern ein mangelhafter Bluttransport in den Endaufzweigungen der Herzgefäße (Arteriolosklerose). Um dazu Näheres zu sagen, müsste man natürlich wissen, ob weitere Risikofaktoren bestehen: Übergewicht, Rauchen, Diabetes oder eine familiäre Belastung durch Herzkrankheiten. Ausgeschlossen werden sollte aber auch, dass eine muskulär-orthopädische Ursache dahintersteckt. Dabei hilft meist ein Physiotherapeut. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von KLAUS.M:
Kann man Herzprobleme haben auch wenn im Blut keine Entzündungswerte sind?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Ja, das geht. Wenn Sie Herzprobleme haben gehen Sie bitte schnell zu Ihrem Hausarzt. Er kann spezielle Blutwerte abnehmen. EKG, Ultraschall etc.

Prof. Dr. Elmar Wienecke
Prof. Dr. Elmar Wienecke,
Sportwissenschaftler und Professor für Sport, Ernährung und Regulationsmedizin an der Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld sowie geschäftsführender Gesellschafter der SALUTO Gesellschaft für Sport und Gesundheit mbH in Halle/Westfalen.

Frage von FRIESE.L:
Ich bin weiblich und habe Wasserablagerungen in den Beinen. Gibt es eine Sportart, die dagegen hilft?

Antwort von Prof. Dr. Elmar Wienecke:
Wassereinlagerungen in den Beinen können verschiedene Ursachen haben. Ich nehme an, dass Sie regelmäßige Untersuchungen bei Ihrem Hausarzt durchführen und dieser Sie entsprechend - falls erforderlich ... [mehr]Wassereinlagerungen in den Beinen können verschiedene Ursachen haben. Ich nehme an, dass Sie regelmäßige Untersuchungen bei Ihrem Hausarzt durchführen und dieser Sie entsprechend - falls erforderlich - medikamentös unterstüzten wird. Durch sportliche Aktivität kommt es langfristig zu einer vermehrten Kapillarisierung (Verbesserung der Sauerstoffzufuhr) in beanspruchten Gewebsstrukturen. Beim Schwimmen kommt es zwar zu auch zu einer Blutumverteilung (Tauchreflex). Dadurch wird aber eine zu starke Wasseransammlung in den Beinen verhindert, weil der Wasserdruck allseitig auf das Gewebe wirkt und einen entstauenden Effekt hat. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand), medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel und Chefarzt der Malteser-Klinik von Weckbecker, Bad Brückenau.

Frage von FRANZ_70:
Ich habe Bluthochdruck und fürchte, dass mein Herz dadurch geschädigt werden könnte. Jetzt habe ich viel über natürlich Mittel gegen hohen Blutdruck gelesen - wie zum Beispiel Apfelessig-Misteltrunk, Schüßler Salze, japanischen Heilströme, Bluthochdrucktee... Was verbirgt sich dahinter? Können diese Mittel wirklich helfen?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Leider gibt es nur noch wenige naturheilkundliche Arzneien mit Effekten auf den Bluthochdruck. Bei grenzwertigen Blutdruckwerten können sie mitunter eine Option sein, in vielen Fällen ... [mehr]Leider gibt es nur noch wenige naturheilkundliche Arzneien mit Effekten auf den Bluthochdruck. Bei grenzwertigen Blutdruckwerten können sie mitunter eine Option sein, in vielen Fällen sind sie aber als alleinige Medikation zu schwach. Einen Versuch wert ist in der Tat die Mistel, stärker ist oft noch Rauwolfia in homöopathischer Form. Auch Magnesium, z.B. in Form von Magnesiumorotat ist einen Versuch wert. Ansonsten empfehle ich: regelmäßigen leichten Sport und Entspannungsübungen. Oft geht es in der Behandlung aber nicht ohne "Chemie". Grundsätzlich haben Sie aber vollkommen recht: ein nicht ausreichend behandelter Bluthochdruck schädigt das Herz und stellt den wichtigsten Risikofaktor für Schlaganfälle dar! [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von ANITA:
Habe geschwollene Beine und Hände und leide unter Bluthochdruck (Medikation 1 x tgl. Felodipin 5 mg). Alle Fachärzte schon durchlaufen ohne Erfolg. Nehme zu und weiß nicht warum. Es wäre schön, wenn Sie mir weiterhelfen könnten. Für Ihre Antwort im Voraus vielen Dank.

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Felodipin ist ein Calciumantagonist. In circa zehn Prozent aller Fälle kann es durch dieses gute Medikament zu Wassereinlagerungen kommen. Dieses Problem sollten Sie bitte mit Ihrem ... [mehr]Felodipin ist ein Calciumantagonist. In circa zehn Prozent aller Fälle kann es durch dieses gute Medikament zu Wassereinlagerungen kommen. Dieses Problem sollten Sie bitte mit Ihrem Hausarzt besprechen. Ggf. muss auf eine andere Blutdrucktablette umgestellt werden. Herz und Nieren sollten auch überprüft werden. Eine Magnesiumeinnahme (300-400 mg täglich) kann sinnvoll sein. Besprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, welchen Sport er empfiehlt, und überprüfen Sie, ob Sie ein normales Körpergewicht haben. [weniger]

Prof. Dr. Elmar Wienecke
Prof. Dr. Elmar Wienecke,
Sportwissenschaftler und Professor für Sport, Ernährung und Regulationsmedizin an der Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld sowie geschäftsführender Gesellschafter der SALUTO Gesellschaft für Sport und Gesundheit mbH in Halle/Westfalen.

Frage von UTE:
Ich bin sehr sportlich und diesbezüglich auch ehrgeizig. Seit einiger Zeit erreiche ich aber einfach nicht mehr meine bisherige Leistungsfähigkeit und leide rasch unter Muskelkrämpfen. Woran könnte das liegen? Ich fühle mich ansonsten gesund.

Antwort von Prof. Dr. Elmar Wienecke:
Sportlich aktive Menschen haben einen deutlich erhöhten Magnesiumbedarf. Wenn Sie schon zu Muskelkrämpfen neigen, dann haben Sie meistens schon sehr lange einen intrazellulären Magensiummangel, den man ... [mehr]Sportlich aktive Menschen haben einen deutlich erhöhten Magnesiumbedarf. Wenn Sie schon zu Muskelkrämpfen neigen, dann haben Sie meistens schon sehr lange einen intrazellulären Magensiummangel, den man zunächst bei routinemäßigen Blutuntersuchungen im Serum nicht feststellen wird. Unsere Empfehlung: Nehmen Sie morgens, mittags, abends jeweils 3 x 32 mg Magnerot classic als Kautablette. Ein weiteren Grund könnte ein unzureichendes Trinkverhalten sein. Achten Sie u. a. auch auf einen hohen Hydrogencarbonatanteil im Mineralwasser von mehr als 1500 mg pro Liter (z. B. Apollinaris, Gerolsteiner etc.) mit entsprechend erhöhten Natriumanteil. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand), medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel und Chefarzt der Malteser-Klinik von Weckbecker, Bad Brückenau.

Frage von IRMA:
Ich habe jeden Tag starke Schmerzen im ganzen Körper, Koronare chronische Herzkrankheit Insuffiziens 3 grad, Arteriele Hypertonie, Diabetes Melittus 2, Schlafbezogene Atemstorung mit CPAP Therapie Maske. Ganzkorperschmerzen, Polyathrose, Adipositas 3 grad, kann nur paar Meter gehen und dann Atemprobleme,bekomme kaum noch Luft und Schmerzen. In den Beinen, Füssen, Rücken. Armen, Nacken ,jeden Tag Ibuprofen einnehme. Ich bin 60 Jahre alt, 1.60 gross, mein Gewicht ist 108 kg. Bitte helfen sie mir!

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
In Ihrem Fall liegt sicherlich ein sogenanntes "metabolisches Syndrom" vor - als Ausdruck einer massiven Überlastung des Gesamtstoffwechsels. Ambulant wird dies nur schwer zu behandeln sein. ... [mehr]In Ihrem Fall liegt sicherlich ein sogenanntes "metabolisches Syndrom" vor - als Ausdruck einer massiven Überlastung des Gesamtstoffwechsels. Ambulant wird dies nur schwer zu behandeln sein. Ich empfehle Ihnen daher eine stationäre Heilfastenkur als Startschuß für eine nachhaltige Stoffwechselentlastung. In diesem Rahmen sollten die Weichen für eine nachhaltige Lebensstiländerung gestellt werden. Dadurch würde sich Ihr gesamter Stoffwechsel entlasten und sämtliche Symptome könnte auf diese Weise positiv beeinflußt werden. Erfolg wird sich auf Dauer allerdings nur bei einer langfristigen Lebenstiländerung einstellen (Ernährung, Bewegung, Entspannung etc.). Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse über einen stationären Aufenthalt. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von DAGI54:
War innerhalb eines Jahres 2 mal beim Kardiologen da ich sehr ängstlich bin und durch Vater 2× Herzinfarkt vorbelastet bin. Sie sagen alles ok keine Auffälligkeiten. Trotzdem bin ich nach 15 Treppenstufen ausser Atem. Niemand kann mir sagen warum. Können Sie mir es sagen?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Wenn das Herz o.k. ist, empfehle ich eine Vorstellung bei einem Lungenfacharzt. Ist Ihr Blutdruck normal? Dies sollten Sie überprüfen lassen.

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von JüRGEN_G:
Man liest ja viel über die Effekte von Aroniasaft und Roter Beete-Saft gegen hohen Blutdruck. Ist da wirklich etwas dran? Wie viel Saft soll ich trinken, um einen Effekt zu erreichen?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Ein leicht blutdrucksenkender Effekt ist beschrieben worden, jedoch nicht viel Senkung (5 mmHg). Sie können die Säfte somit als Nahrungsergänzung nehmen, das reicht aber bei schwerer ... [mehr]Ein leicht blutdrucksenkender Effekt ist beschrieben worden, jedoch nicht viel Senkung (5 mmHg). Sie können die Säfte somit als Nahrungsergänzung nehmen, das reicht aber bei schwerer Hypertonie und in den meisten Fällen alleine nicht aus. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand), medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel und Chefarzt der Malteser-Klinik von Weckbecker, Bad Brückenau.

Frage von NICO:
Nachdem ich ein Jahr lang Thiamazol gegen Schilddrüsenüberfunktion genommen habe, werde ich das Wasser in Beinen und Hüften nicht mehr los! Bin Sportlerin. Proteine, Schüsslersalze nutzen nichts! Ich fürchte, dass das Medikament die Nieren geschädigt hat, das Herz schwächelt. Wie werde ich das Wasser los? Mit Pflanzen? Wer verschreibt das in der Presse benannte Mg-Orotat? Und welche Untersuchungen muß ich zur Klärung machen lassen? Was kann die Naturheilkunde hier?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Es könnte es sein, dass Sie durch Thiamazol in eine Schilddrüsenunterfunktion geraten sind. Immerhin stellt eine zu hohe Dosierung von Schilddrüsenblockern die zweithäufigste Ursache für Unterfunkion ... [mehr]Es könnte es sein, dass Sie durch Thiamazol in eine Schilddrüsenunterfunktion geraten sind. Immerhin stellt eine zu hohe Dosierung von Schilddrüsenblockern die zweithäufigste Ursache für Unterfunkion dar! Das sollte über Blutwerte (u.a. TSH) geprüft werden. Gibt es ansonsten auffällige Laborwerte, die auf eine Nierenschädigung hinweisen? Unproblematisch wäre die Einnahme pflanzlich-homöopathischer Präparate zur Anregung der Nierenfunktion. Oft enthalten sie Solidago - die Goldrute. Magnesiumorotat gibt es rezeptfrei. Es entlastet vor allem Herz- und Blutgefäße und damit indirekt auch die Nieren. [weniger]

Prof. Dr. Elmar Wienecke
Prof. Dr. Elmar Wienecke,
Sportwissenschaftler und Professor für Sport, Ernährung und Regulationsmedizin an der Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld sowie geschäftsführender Gesellschafter der SALUTO Gesellschaft für Sport und Gesundheit mbH in Halle/Westfalen.

Frage von NIKI_Y:
Lieber Herr Professor Wienecke, ich habe einen hohen Blutdruck und ein schwaches Herz. Soll ich Sport machen, um etwas dagegen zu tun? Und wenn ja, welchen?

Antwort von Prof. Dr. Elmar Wienecke:
Sportive Bewegung sind die beste Medizin. Optimal wäre in Ihrem speziellem Fall eine Untersuchung bei einem Sportmediziner, der eine Spiroergometrie auf dem Fahrrad mit Ihnen durchführt ... [mehr]Sportive Bewegung sind die beste Medizin. Optimal wäre in Ihrem speziellem Fall eine Untersuchung bei einem Sportmediziner, der eine Spiroergometrie auf dem Fahrrad mit Ihnen durchführt und gleichzeitig die Blutdruckwerte kontrolliert. Mit Hilfe dieser Ergebnisse kann er Ihnen einen detaillierten Trainingsplan erstellen. Mit den dort ermittelten Herzfrequenzen könne Sie aber auch in einem Fitnesstudio unter kompetenter Anleitung mit computerunterstützen Geräten trainieren. In unserem eigenen Gesundheitsstudio trainiert ein 86jähriger Mann, der vor fünf Jahren eine Aortenklappenersatz erhalten hat, nach seinen individuellen Trainingsvorgaben. Die Chip-Karten und die gleichzeitige Herzfrequenzmessung verhindern eine Überlastungsreaktion. Er fühlt sich trotz seiner Vorerkrankung nach eigenen Aussagen super. Eine bessere Motivation gibt es nicht. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand), medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel und Chefarzt der Malteser-Klinik von Weckbecker, Bad Brückenau.

Frage von NETTINCHEN:
Ich nehme langsam u. stetig zu,obwohl ich mich ganz gut ernähre u. auch bewege.Ich leide an Bluthochdruck u. nehme ASS100,Metoprolol 23,75mg,Candesartan 32mg/12,5mg.Außerdem L-Thyrox 25mg für die Schilddrüse.Ich fühle mich in meinem Körper nicht mehr wohl,das stresst mich sehr u. entsprechend depressiv bin ich auch.Wo finde ich Hilfe???Ich war bereits zur Herzkatheteruntersuchung,da hat man nichts Auffälliges festgestellt.

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Wurde Ihre Schilddrüse in letzter Zeit nochmals untersucht? Es könnte eine zumindest latente Unterfunktion bestehen, also das L-Thyrox könnte zu niedrig dosiert sein. Ggf. ist eine ... [mehr]Wurde Ihre Schilddrüse in letzter Zeit nochmals untersucht? Es könnte eine zumindest latente Unterfunktion bestehen, also das L-Thyrox könnte zu niedrig dosiert sein. Ggf. ist eine zusätzliche Jodidgabe ratsam. Sie sollten diesbezüglich nochmals bei einem Endokrinologen nachhaken. Auch an ein Schlaf-Apnoe-Syndrom wäre zu denken - ggf. sollten Sie also ein Schlaflabor aufsuchen. Im Hinblick auf die Ernährung empfehle ich einen Versuch mit abendlicher Trennkost (also keine Kombination von tierischem Eiweiß mit stärkehaltigen Nahrungsmitteln wie Kartoffeln, Reis, Brot, Nudeln). Nach Auffassung zahlreicher Experten kommt es beim Thema Gewichtszunahme vor allem auf die Abendmahlzeit an. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand), medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel und Chefarzt der Malteser-Klinik von Weckbecker, Bad Brückenau.

Frage von ELSE MüLLER:
Ich leider an Wassserablagerungen an Bauch, Hüfte und Oberschenkeln und ein wenig auch an den Füßen. Nun habe ich die Wassertabletten von meinem 90-jährigen Vater einmal ausprobiert, was sehr hilfreich war. Kann ich die Wassertabletten einfach so einsetzen? Es handelt sich dabei um Torasemid AL 10 mg, ich nehme die Hälfte davon, 2x in der Woche.

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Sie sollten die Wassertabletten nicht ohne Rücksprache mit dem Hausarzt einsetzen. Allerdings ist die von Ihnen beschriebene Vorgehensweise mit 2x5mg Toresamid pro Woche nicht gefährlich und ... [mehr]Sie sollten die Wassertabletten nicht ohne Rücksprache mit dem Hausarzt einsetzen. Allerdings ist die von Ihnen beschriebene Vorgehensweise mit 2x5mg Toresamid pro Woche nicht gefährlich und offensichtlich ja auch hilfreich. Sie sollten aber abklären lassen, ob die Wassereinlagerungen herzbedingt sind oder ob es eine andere organische Ursache geben könnte. Dazu eignet sich u.a. eine Herzultraschalluntersuchung, ggf. auch ein Belastungs-EKG. Ausschließen sollten Sie auch, ob es sich bei dem Wasser nicht etwa um einen Lymphstau handelt. Wenn dies zuträfe, wären Wassertabletten ungeeignet. Ein Lymphstau hat seine Ursache oft in einem überlasteten Stoffwechsel. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, wir danken Ihnen für die Teilnahme. Leider konnten wir heute nicht alle Fragen beantworten. Wir hoffen aber, dass Sie Ihre Frage oder zumindest eine ähnliche beantwortet vorgefunden haben. Für heute verabschieden wir uns von Ihnen und wünschen einen schönen Abend. Bis zum nächsten Mal.