24.09.2015:

Herz in Gefahr

Stille Bedrohungen erkennen und vorbeugen

Haben Sie oft ein Stechen in der linken Brust?
Kommen Sie in Atemnot beim Treppensteigen?
Ist Ihr Blutdruck zu hoch?

Es geht mir gut – bis auf den hohen Blutdruck und ein bisschen Zucker… Das klingt so harmlos und ist doch eine gefährliche Beschreibung, die laut dem Robert-Koch-Institut auf den Gesundheitszustand jedes dritten Deutschen ab dem 45. Lebensjahr zutrifft. Denn Diabetes, Übergewicht und Bluthochdruck sind die größten Gefahren fürs Herz. Besonders riskant sind sie vor allem, weil sie häufig gemeinsam auftreten und unbemerkt verlaufen, also „still“ sind - bis ein Herzinfarkt oder Schlaganfall quasi aus heiterem Himmel auftritt.

Woran kann man weitere stille Herzgefahren erkennen und wie kann man einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorbeugen?
Welche Rolle spielen die Ernährung und wichtige Vitalstoffe wie Magnesium dabei?
Inwiefern verstärken Stress und das gefährliche Bauchfett die Herzgefahr noch zusätzlich?

Chat-Protokoll

Moderator:
Zu unserem heutigen Chat heißen wir Sie willkommen! Heute geht es um das „Herz in Gefahr“. Wir freuen uns auf Ihre Fragen rund um das Thema Herzgesundheit.

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von BäRBEL LAUSER:
Mein Vater ist 59 Jahre alt und bekommt nach einem Herzinfarkt einen Stend. Doch nun sagte uns der Arzt dass mein Vater leider nicht mehr wie früher arbeiten kann, wegen dem Stend. Ist das so, wie wird es ihm mit dem Stend einsetzen ergehen?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Das kommt darauf an, wie gravierend der Infarkt war. Eine mögliche Leistungseinschränkung kann man durch Herzultraschall, Belastungs-Ekg oder den Blutwert BNP näher eingrenzen. Moderates Training, "Herzsport", ... [mehr]Das kommt darauf an, wie gravierend der Infarkt war. Eine mögliche Leistungseinschränkung kann man durch Herzultraschall, Belastungs-Ekg oder den Blutwert BNP näher eingrenzen. Moderates Training, "Herzsport", bessert die Leistungsfähigkeit im Laufe der Zeit erheblich. Auch moderne Medikamente unterstützen. Anders gesagt: Wie sich die Situation bei Ihrem Vater entwickelt, wird man dann sehen müssen. Auch ohne nähere Details zu kennen, wäre ich aber nicht so skeptisch. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von LIESE LAHM:
Ich schlafe immer auf der linken Seite. Nun habe ich gehört, dies könnte das Herz belasten . Stimmt das?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Schlafen Sie ruhig weiter auf der linken Seite. Die Herzbelastung ist hierbei nicht sehr hoch. Sehr schwer herzkranke Patienten empfinden das manchmal als unangenehm und vermeiden ... [mehr]Schlafen Sie ruhig weiter auf der linken Seite. Die Herzbelastung ist hierbei nicht sehr hoch. Sehr schwer herzkranke Patienten empfinden das manchmal als unangenehm und vermeiden es deshalb. Ansonsten haben Sie keine Einschränkung. [weniger]

Dr. med. Dirk Wiechert
Dr. med. Dirk Wiechert,
Allgemeinmediziner mit Privatarztpraxis in Bremen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die ursachenorientierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Er ist erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. und Mitglied im medizinischen Beirat mehrerer Fachgesellschaften.

Frage von WUNDERLICH:
Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, wie Calcium oder Vitamin D wird häufig mit Herzinfarkt in Verbindung gebracht. Trotzdem werden diese immer wieder verordnet oder angeraten auch zur Vorbeugung der Osteoporose. Warum?

Antwort von Dr. med. Dirk Wiechert:
Vitamin D wird von fast jeder Zelle benötigt. Es reguliert die Zellteilung, schützt vor Herzschwäche, normalisiert die Immunfunktion, schützt vor Diabetes, Altersdemenz etc. Der Zusammenhang mit ... [mehr]Vitamin D wird von fast jeder Zelle benötigt. Es reguliert die Zellteilung, schützt vor Herzschwäche, normalisiert die Immunfunktion, schützt vor Diabetes, Altersdemenz etc. Der Zusammenhang mit dem Herzinfarkt ist vor kurzem diskutiert worden, wird aber nicht mehr als bedeutsam eingeschätzt, eher das Gegenteil ist richtig. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von BERG-SCHWARZ:
Seit einiger Zeit habe spüre ich immer wieder ein "Herzstolpern". Es fühlt sich an, als ob mein Herz ganz kurz aus dem Takt gekommen ist oder zu schnell geschlagen hat. Aber nur für einige Sekunden! Es kommt sehr unregelmäßig. Ist das gefährlich?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Genaues kann man nur mit einem Ekg sagen. Eventuell handelt es sich aber um harmlose Extraschläge. Für Harmlosigkeit spricht unter anderem, wenn es unter Belastung eher ... [mehr]Genaues kann man nur mit einem Ekg sagen. Eventuell handelt es sich aber um harmlose Extraschläge. Für Harmlosigkeit spricht unter anderem, wenn es unter Belastung eher besser wird. Oft hilft auch Weißdorn und/oder Magnesium, zum Beispiel in Form von Magnesiumorotat. Auf jeden Fall sollten Sie aber bei einem Arzt erst einmal feststellen lassen, um welche Art von Extraschlägen es sich wirklich handelt. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von WUPPERTALER KIND:
Man liest immer, dass Magnesium gut ist für das Herz. Gibt es noch weitere Mineralien, die gut für das Herz sind? Ich möchte gerne vorbeugen.

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Magnesium ist sehr wichtig. Magnesiumorotat wirkt nach neueren Studien sehr gut bei Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und bei Bluthochdruck. Auch ist Vitamin D ebenso in Kombination mit Magnesium ... [mehr]Magnesium ist sehr wichtig. Magnesiumorotat wirkt nach neueren Studien sehr gut bei Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und bei Bluthochdruck. Auch ist Vitamin D ebenso in Kombination mit Magnesium von Vorteil. Obst und Gemüse, mediterrane Kost sind ebenso zu empfehlen. Auch kaliumreich sollte sie sein. [weniger]

Dr. med. Dirk Wiechert
Dr. med. Dirk Wiechert,
Allgemeinmediziner mit Privatarztpraxis in Bremen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die ursachenorientierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Er ist erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. und Mitglied im medizinischen Beirat mehrerer Fachgesellschaften.

Frage von LORBEERE:
Ich trage seit Jahren einen Herzschrittmacher und muss seit neuestem berufsbedingt ein Namensschild tragen mit Magnet. Ich achte darauf, dass dieses Schild rechts ist, wäre es links gefährlich?

Antwort von Dr. med. Dirk Wiechert:
Normalerweise ist die Magnetfeldstärke eines Namensschildes so schwach, dass Sie das vernachlässigen können.

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von VOLLSCHLANK:
Die Gefahr von zu viel Bauchfett ist bekannt. Meines Erachtens trifft das aber nur auf Männer zu. Das Bauchfett bei Frauen soll keine Rolle spielen. Stimmt das?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Leider nein, dies gilt auch für Frauen. Auch hier steigt das Risiko für Herzkreislauferkrankungen statistisch an.

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von HEARTBEAT_1:
Meine Freundin klagt in Abständen darüber, dass ihr Herz stolpert oder plötzlich schneller schlägt. Doch diese Symptome verschwinden wieder und dann will sie nicht zum Arzt gehen. Was kann das sein? Wie kann ich ihr helfen?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Wenn Ihre Freundin jünger ist (unter 40) und die Beschwerden bei Belastung eher abnehmen, sind sie in der Regel harmlos. Oft handelt es sich um Extraschläge, ... [mehr]Wenn Ihre Freundin jünger ist (unter 40) und die Beschwerden bei Belastung eher abnehmen, sind sie in der Regel harmlos. Oft handelt es sich um Extraschläge, die im Herzvorhof entstehen. Genau kann man das aber nur mit einem Ekg sagen. Deswegen empfehle ich Ihrer Freundin mindestens ein Ekg, am besten auch ein Belastungs-Ekg und gegebenenfalls ein Langzeit-Ekg. Sie sollte daher einen Art aufsuchen. Wenn sich die Beschwerden als harmlos bestätigen sollten, hilft oft Weißdorn oder Magnesium, zum Beispiel in Form von Magnesiumorotat. [weniger]

Dr. med. Dirk Wiechert
Dr. med. Dirk Wiechert,
Allgemeinmediziner mit Privatarztpraxis in Bremen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die ursachenorientierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Er ist erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. und Mitglied im medizinischen Beirat mehrerer Fachgesellschaften.

Frage von MARKO:
Hallo, mein Vater hat eine Bein-Thrombose und trotz Behandlung mit Blutverdünner und Kompression wieder Beschwerden. Was kann er zusätzlich tun? Alter 84. Viele Grüße und vielen Dank

Antwort von Dr. med. Dirk Wiechert:
Welche Probleme hat er denn? Sind es immer wieder dicke Beine oder hat er dennoch Thrombosen? Man könnte die Beine nun hochlagern, mit Mikrostrom und/oder apparativer ... [mehr]Welche Probleme hat er denn? Sind es immer wieder dicke Beine oder hat er dennoch Thrombosen? Man könnte die Beine nun hochlagern, mit Mikrostrom und/oder apparativer Kompressionstherapie als Heimgerät behandeln. Gelegentlich eine manuelle Lymphdrainage kann das unterstützen. Grundsätzlich haben ältere Menschen auch Mikronährstoffmängel. Eine umfangreiche Laboruntersuchung kann das aufdecken und dann könnte man individualmedizinisch therapieren. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von HERZANGST:
Unser Herz reagiert sehr schnell auf äußere Faktoren; Trauer, Angst und so weiter. Mein Hausarzt meint, ich sei labil. Aber, können äußere Einflüsse nicht doch krank machen?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Lärm, Stress, Umweltnoxen und sogar Wettereinflüsse haben nach neueren Untersuchungen einen Einfluss auf unseren Blutdruck. Gegebenenfalls kann es hier von Vorteil sein, Magnesium und Vitamin D ... [mehr]Lärm, Stress, Umweltnoxen und sogar Wettereinflüsse haben nach neueren Untersuchungen einen Einfluss auf unseren Blutdruck. Gegebenenfalls kann es hier von Vorteil sein, Magnesium und Vitamin D einzunehmen. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von LOBERGER:
Beide Opas sowie mein Vater sind an Herzinfarkten verstorben. Alle drei im Alter zwischen 55 und 60 Jahre. Ich bin 53 Jahre alt und mache mir Sorgen, lebe aber sehr gesund und treibe viel Sport. Gehöre ich zur Risikogruppe?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Gesund zu leben, ist sicher zunächst das wichtigste. Sie sollten aber aufgrund der familiären Belastung Risikofaktoren regelmäßig kontrollieren lassen. Dazu gehören nicht nur Blutdruck, Blutfette und ... [mehr]Gesund zu leben, ist sicher zunächst das wichtigste. Sie sollten aber aufgrund der familiären Belastung Risikofaktoren regelmäßig kontrollieren lassen. Dazu gehören nicht nur Blutdruck, Blutfette und Zucker, sondern auch "moderne" Risikofaktoren wie Homocystein, Vitamin D-Mangel und gegebenenfalls auch noch Fibrinogen. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, dieser Chat wird von einem Moderator begleitet. Er gibt alle oder – je nach deren Anzahl – nur die interessantesten Fragen zur Beantwortung an die Experten weiter. Bei großem Andrang werden erst einmal die Fragen beantwortet, die für viele Teilnehmer relevant sind. Speziellere Fragen werden im Anschluss aufgegriffen, sofern unsere Zeit es zulässt.

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von GABY_55:
Ich habe leicht erhöhten Blutdruck, möchte aber keine Medikamente nehmen. Kann ich mit Sport und dadurch, dass ich ein paar Pfunde abnehmen, den Blutdruck wieder in den Griff bekommen?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Ja, das geht auch sehr gut. Zehn Kilogramm bei Übergewicht abnehmen, führt in de Regel zu zehn mmHg Blutdrucksenkung. Sport ist sehr gut, wenn dynamische Sportarten ... [mehr]Ja, das geht auch sehr gut. Zehn Kilogramm bei Übergewicht abnehmen, führt in de Regel zu zehn mmHg Blutdrucksenkung. Sport ist sehr gut, wenn dynamische Sportarten gewählt werden, so zum Beispiel Laufen, Radfahren, Nordic Walking oder Schwimmen. [weniger]

Dr. med. Dirk Wiechert
Dr. med. Dirk Wiechert,
Allgemeinmediziner mit Privatarztpraxis in Bremen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die ursachenorientierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Er ist erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. und Mitglied im medizinischen Beirat mehrerer Fachgesellschaften.

Frage von GABIX:
Guten Tag,

berufsbedingt leide ich immer wieder unter Stresssymptomen wie Herzklopen, schlechtem Schlaf, Rauschen im Ohr.... ich habe gelesen, dass die regelmäßige Einnahme von Magnesium die Beschwerden linden kann. Ist das medizisch erwiesen?

Dankeschön!

Antwort von Dr. med. Dirk Wiechert:
Sofern ein Magnesiummangel besteht, stimmt das. Es gibt aber auch noch viele andere Einflüsse, wie Calcium, Kalium, Mangel an Cystein, Arginin, Tryptophan ... Eine Herzratenvarianzanalyse könnte auch ... [mehr]Sofern ein Magnesiummangel besteht, stimmt das. Es gibt aber auch noch viele andere Einflüsse, wie Calcium, Kalium, Mangel an Cystein, Arginin, Tryptophan ... Eine Herzratenvarianzanalyse könnte auch Ihren Stresslevel in scheinbarer Ruhe dokumentieren und Ihnen Trainingsmöglichkeiten aufzeigen, um eine Modulationsstarre zu beheben. Stress macht man sich, oft stecken dahinter begrenzende Glaubenssätze und Prägungen aus dem Elternhaus und der vorgeburtlichen Zeit. Neben Stressbewältigungstraining wäre das Aufdecken und Bearbeiten solcher Einflüsse eine ursächliche Therapie. Sie sollten auch den Zucker- und Fettstoffwechsel und das Ausmaß des oxidativen Stresses messen lassen. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von BüROHOCKER:
Auf einmal bekomme ich Herzrasen für 1-2 min und das jeden Tag. Aber von was nur? Sitze am Schreibtisch und mache meine Arbeit, sonst nichts. Ich habe Angst, kann man dagegen anwirken?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Wahrscheinlich wäre ein Langzeit-Ekg sinnvoll, um festzustellen, um welche Art Herzrasen es sich handelt. Treiben Sie Sport? Treten die Beschwerden auch unter körperlicher Belastung auf? Bestehen ... [mehr]Wahrscheinlich wäre ein Langzeit-Ekg sinnvoll, um festzustellen, um welche Art Herzrasen es sich handelt. Treiben Sie Sport? Treten die Beschwerden auch unter körperlicher Belastung auf? Bestehen Risikofaktoren wie Rauchen oder Bluthochdruck? Ich empfehle Ihnen eine nähere Abklärung beim Kardiologen, vermute aber, dass nichts Gravierendes dahintersteckt. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von ANGSTHASE:
Ich hab an manchen Zeiten starkes Herzklopfen, welches bereits von Fachärzten untersucht wurde. Ein Langzeit-EKG wurde auch schon gemacht, alles i.O. nur dieser hohe Puls, hauptsächlich Nachts. Es macht mir Angst und wenn ich darüber nachdenke, geht der Puls noch mehr in die Höhe. Man sagte mir, ich muss damit leben, aber das kann doch nicht gesund sein.

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
In solchen Fällen kann eine Behandlung mit circa 300 bis 500 mg Magnesium täglich von Vorteil sein. Hierdurch erfolgt eine Stabilisierung der Zellfunktion und das Auftreten ... [mehr]In solchen Fällen kann eine Behandlung mit circa 300 bis 500 mg Magnesium täglich von Vorteil sein. Hierdurch erfolgt eine Stabilisierung der Zellfunktion und das Auftreten von Herzrhythmusstörungen wird positiv beeinflusst. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von KABAN:
Seit kurzem nehme ich ein Mittel gegen zu hohen Blutdruck und zum Schutz des Herzens ( Betablocker). Ich habe den Eindruck, dass ich langsamer und antriebsärmer werde. Täuscht der Eindruck oder muss ich mich erst an das Medikament gewöhnen?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Die von Ihnen beschriebenen Nebenwirkungen sind typisch für Betablocker. Womöglich könnte die Dosierung etwas abgesenkt werden. Betablocker nimmt man gern, wenn gleichzeitig auch eine Neigung zu ... [mehr]Die von Ihnen beschriebenen Nebenwirkungen sind typisch für Betablocker. Womöglich könnte die Dosierung etwas abgesenkt werden. Betablocker nimmt man gern, wenn gleichzeitig auch eine Neigung zu Herzrhythmusstörungen beziehungsweise zu einer hohen Herzfrequenz bestehen. Für die reine Blutdruckbehandlung werden heute dagegen meist sogenannte ACE-Hemmer und AT1-Blocker bevorzugt. Sprechen Sie Ihren Arzt auf eine mögliche Umstellung der Medikation an. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von BROOKLIN:
Kann man mit 17 einen Herzinfarkt bekommen?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Es kommt ganz ganz selten mal vor, wenn zum Beispiel Fettstoffwechselerkrankungen vorliegen.

Dr. med. Dirk Wiechert
Dr. med. Dirk Wiechert,
Allgemeinmediziner mit Privatarztpraxis in Bremen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die ursachenorientierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Er ist erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. und Mitglied im medizinischen Beirat mehrerer Fachgesellschaften.

Frage von A. FETT:
Mein Mann ist mit 49 an einem Herzinfarkt verstorben. Er war familiär vorbelastet. Zehn Jahre hat er bei zu hohem Blutdruck und vorliegenden Gefäßschäden nur gesunde salz- und cholesterinarme Kost zu sich genommen. Alles umsonst. Haben wir ihm nicht Lebensfreude genommen? Denn viele Stoffwechseltheorien haben sich nicht gehalten.

Antwort von Dr. med. Dirk Wiechert:
Tja, was auch immer wir jetzt diskutieren, macht das nicht ungeschehen. Hier scheint aber eine genetische Veranlagung vorzuliegen. Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie diese in ... [mehr]Tja, was auch immer wir jetzt diskutieren, macht das nicht ungeschehen. Hier scheint aber eine genetische Veranlagung vorzuliegen. Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie diese in dieser Richtung untersuchen lassen. Zu niedrige Jod- oder EPA- oder Vitamin-D- oder -C-Spiegel verschärfen die Problematik. Ein Mangel an Kalium, Magnesium kann die Gefäße verengen. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von NATUR:
Gibt es pflanzliche Produkte, die der Herzgesundheit nutzen und wenn ja welche?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Am bekanntesten ist Weißdorn. Er stärkt das Herz und verbessert die Durchblutung am Herzmuskel. Stärkend wirkt auch Maiglöckchen. Man sollte aber auf standardisierte Präparate aus der ... [mehr]Am bekanntesten ist Weißdorn. Er stärkt das Herz und verbessert die Durchblutung am Herzmuskel. Stärkend wirkt auch Maiglöckchen. Man sollte aber auf standardisierte Präparate aus der Apotheke zurückgreifen. Keine Tees! Homöopathisch hilft oft auch Strophantus bei Herzenge. Einige weitere Pflanzen, wie etwa Adonisröschen oder Bischofskraut sind heute weitgehend aus dem Angebot der Hersteller verschwunden, was bedauerlich ist. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von PAULIE:
Könnten Sie bitte kurz die Wirkung von Magnesium auf das Herz beschreiben. Ich bin von dieser Substanz seit langem überzeugt; auch wenn ich nicht weiß, ob nicht nur Wadenkrämpfe damit gelindert werden können. Danke

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Magnesium hat einen positiven Effekt sowohl auf den systolischen (oberen) als auch auf den diastolischen (unteren) Blutdruckwert. Es wirkt gegen Arteriosklerose. Bei Herzschwäche verbessert Magnesiumorotat die ... [mehr]Magnesium hat einen positiven Effekt sowohl auf den systolischen (oberen) als auch auf den diastolischen (unteren) Blutdruckwert. Es wirkt gegen Arteriosklerose. Bei Herzschwäche verbessert Magnesiumorotat die Lebensqualität und auch die Lebenserwartung signifikant. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von MANKLEY:
Gerade Mediziner sind häufig von Herzinfarkt oder Schlaganfall betroffen. Sie sollten es doch eigentlich wissen. Nehmen sie sich nicht wichtig oder machen sie zu viel?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Wohl beides: Symptome werden nicht ernst genommen, dazu reichlich Stress, oft zu wenig Bewegung und ungesunde Ernährung, vereinzelt auch noch Genussmittel. Sie haben recht: Es sollte ... [mehr]Wohl beides: Symptome werden nicht ernst genommen, dazu reichlich Stress, oft zu wenig Bewegung und ungesunde Ernährung, vereinzelt auch noch Genussmittel. Sie haben recht: Es sollte alles ganz anders sein. Das Problem hat aber auch mit den Strukturen des Gesundheitswesens zu tun. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von M. KAUP:
Mein Blutdruck ist mit einem Betablocker gut eingestellt. Bei mehrerenTreppen habe ich (76 Jahre ) oft Luftnot und muss verweilen; das war ohne Medikamente besser. Gibt es einen Zusammenhang.

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Das Problem sollten Sie mit Ihrem Hausarzt besprechen. Vielleicht kann man die Dosis des ß-Blockers reduzieren und dafür ein anderes blutdrucksenkendes Medikament in niedriger Dosierung einsetzen. ... [mehr]Das Problem sollten Sie mit Ihrem Hausarzt besprechen. Vielleicht kann man die Dosis des ß-Blockers reduzieren und dafür ein anderes blutdrucksenkendes Medikament in niedriger Dosierung einsetzen. Aber man muss auch noch einmal Ihre Herz- und Lungensituation überprüfen. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von KASPER:
Ich treibe keinen Sport, gehe selten zu Fuß und fühle mich gesund. Man hört immer wieder von Herzinfarkten bei Joggern ( sogar der Erfinder starb daran )Was ist der Grund?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Manche Freizeitsportler übertreiben es. Alles, was in Richtung Leistungssport geht, gefährdet die Gesundheit. Moderater Sport, zum Beispiel eine halbe Stunde intensives "Walking" pro Tag bietet zahlreiche ... [mehr]Manche Freizeitsportler übertreiben es. Alles, was in Richtung Leistungssport geht, gefährdet die Gesundheit. Moderater Sport, zum Beispiel eine halbe Stunde intensives "Walking" pro Tag bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile und hilft, die Herzinfarktrate zu senken. Neben Rauchen und Fehlernährung gilt Bewegungsmangel heute als Hauptursache für Zivilisationskrankheiten. Ein Kölner Sportmediziner sagte neulich sogar: Bewegungsmangel ist das "zweite Rauchen". [weniger]

Dr. med. Dirk Wiechert
Dr. med. Dirk Wiechert,
Allgemeinmediziner mit Privatarztpraxis in Bremen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die ursachenorientierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Er ist erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. und Mitglied im medizinischen Beirat mehrerer Fachgesellschaften.

Frage von FERDI_B:
Ich habe Herzklopfen und heftige Blutdruckprobleme bekommen, nachdem ich aufgrund einer Ohrentzündung Cortison erhielt. Gibt es da einen Zusammenhang?

Antwort von Dr. med. Dirk Wiechert:
Wenn es an dem Cortison liegen soll, muss es nach dem Absetzen auch wieder weggehen. Cortison verschiebt aber auch den Mineralhaushalt und insofern könnten Sie mit ... [mehr]Wenn es an dem Cortison liegen soll, muss es nach dem Absetzen auch wieder weggehen. Cortison verschiebt aber auch den Mineralhaushalt und insofern könnten Sie mit Ihrer Beobachtung Recht haben. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von MEYER-B.:
Ich leide an einem erhöhten Blutdruck und messe ihn täglich. Jedoch sind die Messergebnisse so unterschiedlich, dass ich nie weiß, ob die tatsächlich stimmen. Sie schwanken zwischen 120/80 und 140/90. Ich messe immer im Ruhezustand und zur gleichen Uhrzeit. Mache ich was falsch oder ist mein Meßgerät defekt.?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Schwankende Blutdruckwerte in dem von Ihnen beschriebenen Rahmen sind durchaus verbreitet. Ich empfehle Ihnen, für eine Woche mehrmals am Tag – auch am späteren Abend – ... [mehr]Schwankende Blutdruckwerte in dem von Ihnen beschriebenen Rahmen sind durchaus verbreitet. Ich empfehle Ihnen, für eine Woche mehrmals am Tag – auch am späteren Abend – die Werte zu messen und aufzunotieren, um einen Trend zu erkennen. Wenn die Werte wiederholt über 140/90 steigen, sollten Sie den Arzt aufsuchen. Achtung: es gibt meist auch Seitenunterschiede zwischen rechts und links. Der höhere Wert gilt. [weniger]

Dr. med. Dirk Wiechert
Dr. med. Dirk Wiechert,
Allgemeinmediziner mit Privatarztpraxis in Bremen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die ursachenorientierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Er ist erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. und Mitglied im medizinischen Beirat mehrerer Fachgesellschaften.

Frage von LOTUS:
Ich habe immer wieder Stiche im Kopf ( bin 89 Jahre ). Ist das altersentsprechend oder schon ein Hinweis auf einen Hirnschlag?

Antwort von Dr. med. Dirk Wiechert:
Das kann viele Gründe haben und sollte genauer untersucht werden. Wenn sich in der Bildgebung nichts ergibt, sollte man mit Laboruntersuchungen schauen, was Ihnen an Vitalstoffen ... [mehr]Das kann viele Gründe haben und sollte genauer untersucht werden. Wenn sich in der Bildgebung nichts ergibt, sollte man mit Laboruntersuchungen schauen, was Ihnen an Vitalstoffen fehlt, denn das ist bei Senioren eigentlich von vornherein anzunehmen. Diese Laboruntersuchungen gehen aber über das "Schema F" hinaus und müssen von Ihnen vermutlich selbst getragen werden. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, wir freuen uns sehr über die rege Beteiligung am Chat „Herz in Gefahr“! Im Sekundentakt erreichen uns Ihre Fragen. Zu gern würden wir jede Frage beantworten. Doch leider ist das aufgrund der zeitlichen Begrenzung nicht möglich. Wir wählen deshalb vorrangig Fragen aus, von denen wir glauben, dass sie für viele Teilnehmer von Interesse sind.

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von ALLES WISSEN:
Soll man sich auch wegen der Gefahr einer Herzmuskelentzündung gegen Grippe impfen lassen. Oder kann diese auch bei verschleppten grippalen Infekten auftreten?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Die Grippeimpfung ist sinnvoll. Verschleppte grippale Infekte können in seltenen Fällen zu einer Herzmuskelentzündung führen. Wichtig ist auch die Kontrolle beim Hausarzt, zum Beispiel ein Ekg ... [mehr]Die Grippeimpfung ist sinnvoll. Verschleppte grippale Infekte können in seltenen Fällen zu einer Herzmuskelentzündung führen. Wichtig ist auch die Kontrolle beim Hausarzt, zum Beispiel ein Ekg schreiben lassen. [weniger]

Dr. med. Dirk Wiechert
Dr. med. Dirk Wiechert,
Allgemeinmediziner mit Privatarztpraxis in Bremen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die ursachenorientierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Er ist erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. und Mitglied im medizinischen Beirat mehrerer Fachgesellschaften.

Frage von HAKLEIN:
Gibt es das gebrochene Herz, oder ist das ein Mythos?

Antwort von Dr. med. Dirk Wiechert:
Ja, gibt es, denn der psychische Dauerstress führt zu einer Dauerbelastung. Die Herzratenvarianzanalyse kann das dokumentieren.

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von MOOS:
Welches sind die Symptome, die bei Frauen mit drohendem Herzinfarkt auftreten? Es soll ja anders sein als bei Männern.

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Unklarer Druck im Oberbauch oder Schmerzen zwischen den Schulterblättern halte ich für verdächtig. Vor allem, wenn die Beschwerden ab und an kommen beziehungsweise Behandlungen durch den ... [mehr]Unklarer Druck im Oberbauch oder Schmerzen zwischen den Schulterblättern halte ich für verdächtig. Vor allem, wenn die Beschwerden ab und an kommen beziehungsweise Behandlungen durch den Orthopäden nichts bringen. Auch unklare Übelkeit ist als atypisches Symptom beschrieben worden. Wachsam sollte man vor allem bei bestehenden Risikofaktoren sein – wie Rauchen, Bluthochdruck, nach den Wechseljahren und bei familiärer Belastung, etwa wenn es zahlreiche Herzkranke in der Verwandtschaft gibt. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von KISSLINA:
Spielt nicht die familiäre Vorbelastung eine deutlich wichtigere Rolle, als bisher angenommen. Sollten solche Patienten nicht besser beraten werden. Mein Hausarzt wiegelt immer ab und meint, solange die Werte im normalen Bereich liegen, sei alles unbedenklich.

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Eine familiäre Häufung ist bei Bluthochdruck bekannt. Dennoch handelt es sich nicht um eine Erbkrankheit im eigentlichen Sinne. Wenn Ihr Blutdruck jetzt normal ist, würde ich ... [mehr]Eine familiäre Häufung ist bei Bluthochdruck bekannt. Dennoch handelt es sich nicht um eine Erbkrankheit im eigentlichen Sinne. Wenn Ihr Blutdruck jetzt normal ist, würde ich es bei regelmäßigen Kontrollen und dem Check beim Hausarzt belassen. Sie müssen keinen hohen Blutdruck bekommen. [weniger]

Dr. med. Dirk Wiechert
Dr. med. Dirk Wiechert,
Allgemeinmediziner mit Privatarztpraxis in Bremen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die ursachenorientierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Er ist erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. und Mitglied im medizinischen Beirat mehrerer Fachgesellschaften.

Frage von MUTTER:
Ich höre immer öfter von Schlaganfällen und Herzinfarkten im Kindesalter. Da gibt es nun keine Vorbeugung. Wie tragisch ist das?

Antwort von Dr. med. Dirk Wiechert:
Da muss man das Risiko analysieren und dann findet man auch Stellgrößen, die man behandeln kann. Leider sind Kinder für solche Themen nicht gerade empfänglich.

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von SPONTAN:
Wie wirkt sich Yoga auf die Gesundheit des Herzens und der Gefäße aus? Wenn man mit sich im Einklang ist müssten Stressfaktoren keine Rolle spielen. Oder überschätze ich den Effekt?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Yoga oder auch andere Formen von Entspannungsverfahren wirken sich sehr gut auf die Herzgesundheit aus, besonders auf den Risikofaktor Bluthochdruck. Dazu gibt es eine Reihe neuer ... [mehr]Yoga oder auch andere Formen von Entspannungsverfahren wirken sich sehr gut auf die Herzgesundheit aus, besonders auf den Risikofaktor Bluthochdruck. Dazu gibt es eine Reihe neuer interessanter Studien. Ich kann Sie daher zu derartigen Verfahren ermutigen. [weniger]

Dr. med. Dirk Wiechert
Dr. med. Dirk Wiechert,
Allgemeinmediziner mit Privatarztpraxis in Bremen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die ursachenorientierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Er ist erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. und Mitglied im medizinischen Beirat mehrerer Fachgesellschaften.

Frage von KLASSEN:
Aufgrund von Vorhofflimmern, das ganz plötzlich auftrat, bekam ich einen Blutverdünner. Werde ich den irgendwann nicht mehr einzunehmen brauchen ( die wöchentlichen Kontrollen sind sehr lästig) oder gilt das lebenslang?

Antwort von Dr. med. Dirk Wiechert:
Von der wöchentlichen Kontrolle kann man im Verlauf auf eine vierwöchentliche oder auf ein Heimkontrollgerät umstellen. Das Vorhofflimmern kann man auch medikamentös therapieren oder auch mit einer ... [mehr]Von der wöchentlichen Kontrolle kann man im Verlauf auf eine vierwöchentliche oder auf ein Heimkontrollgerät umstellen. Das Vorhofflimmern kann man auch medikamentös therapieren oder auch mit einer Katheterablation einschränken. Optimale Werte von Vitamin D, Selen, Magnesium, Kalium, Blutzuckerspiegel, AA/EPa < 1,5, der Verzicht auf Alkohol, Kaffee, Schwarz- oder Grüntee, die Reduktion von oxidativem Stress oder die Einnahme von Antioxidantien wie a-Liponsäure, Vitamin E, C, Curcumin, Resveratrol, Vitamin-B-Komplexen, Coenzym Q10 etc. haben einen stabilisierenden Einfluss. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von KNECHT:
Ich nehme seit Jahren Magnesium- Präparate und habe gute Erfahrungen damit gemacht. Ich hatte vereinzelt Herzstolpern. Jetzt alles gut; dennoch mache ich mir Sorgen, ob zu viel Magnesium nicht auch mit Nebenwirkungen einhergeht,

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Eine typische Nebenwirkung einer zu hohen Magnesiumdosierung ist Durchfall. Die Fachliteratur beschreibt zwar auch Ekg-Veränderungen, diese sieht man aber in der Realität unter Magnesium so gut wie ... [mehr]Eine typische Nebenwirkung einer zu hohen Magnesiumdosierung ist Durchfall. Die Fachliteratur beschreibt zwar auch Ekg-Veränderungen, diese sieht man aber in der Realität unter Magnesium so gut wie nie. Achtung ist aber geboten bei stark eingeschränkter Nierenfunktion: Dann können Mineralstoffe – so auch Magnesium – "kumulieren" und unter anderem die Reizleitung am Herzen stören. In Ihrem Fall dürfte vermutlich kein Einwand gegen die weitere Einnahme eines Magnesiumpräparates bestehen. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von KLINGEL:
Die Normalwerte für den optimalen Blutdruck werden immer wieder geändert. Welcher Wert ist derzeit für eine 60jährige Patientin richtig. Mein Blutdruck beträgt 135 zu 80.

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Das ist prima so. Generell sollte der Blutdruck unter 140 zu 90 liegen. Bei Älteren gilt aber auch kleiner 150.

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von BERGESON:
Mein Vater hatte im Alter von 65 und 68 zwei schwere Herzinfarkte, nun ist sein Herz nicht mehr voll leistungsfähig und da er Angst hat, bewegt er sich nun gar nicht mehr. Muss er sich schonen oder kann er ganz normal leben. Sport hat er noch nie betrieben, wäre Sport wichtig und wenn ja, welchen?

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Ich empfehle Ihrem Vater, sich einer Herzsportgruppe anzuschließen. Leichter Sport begünstigt die Bildung natürlicher Bypässe am Herzen. Die Empfehlung, nach einer Herzerkrankung langfristig "zu ruhen" gilt ... [mehr]Ich empfehle Ihrem Vater, sich einer Herzsportgruppe anzuschließen. Leichter Sport begünstigt die Bildung natürlicher Bypässe am Herzen. Die Empfehlung, nach einer Herzerkrankung langfristig "zu ruhen" gilt heute nicht mehr. "Nordic Walking" ist oft ein guter Einstieg. [weniger]

Dr. med. Dirk Wiechert
Dr. med. Dirk Wiechert,
Allgemeinmediziner mit Privatarztpraxis in Bremen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die ursachenorientierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Er ist erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. und Mitglied im medizinischen Beirat mehrerer Fachgesellschaften.

Frage von REINIERS:
Eine neue unblutige Methode soll seit einiger Zeit im Einsatz zum Nachweis von Veränderungen an den Herzgefäßen sein. Stimmt das oder habe ich etwas falsch verstanden?

Antwort von Dr. med. Dirk Wiechert:
Ganz unblutig ist es nicht, denn man spritzt bei so einem Spiral-CT auch ein Kontrastmittel. Auch ein Stressecho wird mit das Herz belastenden intravenösen Medikamenten gemacht, das ... [mehr]Ganz unblutig ist es nicht, denn man spritzt bei so einem Spiral-CT auch ein Kontrastmittel. Auch ein Stressecho wird mit das Herz belastenden intravenösen Medikamenten gemacht, das gilt auch für ein Myokardszintigramm. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von KRAUSE:
Sind gelegentliche Herzstiche unbedenklich? Es sticht doch öfter im Körper irgendwo einmal. Aber Herzstiche machen nachdenklich. Was meinen Sie?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Das ist wahrscheinlich harmlos. Veranlassen Sie eine Kontrolle beim Hausarzt, zum Beispiel eine Ekg-Kontrolle. Man kann einen Therapieversuch mit 300 mg Magnesium täglich starten. Magnesium bessert ... [mehr]Das ist wahrscheinlich harmlos. Veranlassen Sie eine Kontrolle beim Hausarzt, zum Beispiel eine Ekg-Kontrolle. Man kann einen Therapieversuch mit 300 mg Magnesium täglich starten. Magnesium bessert häufig die Beschwerden. [weniger]

Dr. med. Dirk Wiechert
Dr. med. Dirk Wiechert,
Allgemeinmediziner mit Privatarztpraxis in Bremen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die ursachenorientierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Er ist erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. und Mitglied im medizinischen Beirat mehrerer Fachgesellschaften.

Frage von RAMI:
Was außer Gewichtsreduktion, Blutdruckkontrollen und Bewegung kann noch zur Vorbeugung der Herzerkrankungen beitragen?

Antwort von Dr. med. Dirk Wiechert:
Die korrekte Ernährung, Spaß am Leben und die Optimierung der Vitalstoffversorgung – labordokumentiert – passend zu den nachgewiesenen Mängeln und Stressoren sind gut. Arginin, Cystin, Tyrosin, ... [mehr]Die korrekte Ernährung, Spaß am Leben und die Optimierung der Vitalstoffversorgung – labordokumentiert – passend zu den nachgewiesenen Mängeln und Stressoren sind gut. Arginin, Cystin, Tyrosin, J, K, Mg, Ca, Se, Zn, Cu, Mn, Vitamin D, C, E, HCT, Homocystein, Nitrotyrosin, antioxidative Kapazität, Lipidperoxidation, 8-OH-Guanosin, AA/EPA, CoQ10, Insulinresistent etc. Herzratenvarianzanalyse und korrigierende Trainingsmaßnahmen, sofern die Modulationsbreite eineschränkt ist. Außerdem die Suche nach Schwermetallbelastungen und Ausleitung der Schwermetalle, wie es die TACT-Studie belegt. [weniger]

Dr. med. Rainer Matejka
Dr. med. Rainer Matejka,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

Frage von IRMI UNRUHE:
Ist nicht der tägliche Stress und die Hektik im Alltag ausschlaggebend für die Herzerkrankungen? Oder ist das nur ein Teil der Faktoren, die krank machen.

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka:
Letzteres trifft sicher zu: Neben den klassischen Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes spielt anhaltender Stress eine ungute Rolle. Das ist mittlerweile auch wissenschaftlich belegt. Persönlich bin ... [mehr]Letzteres trifft sicher zu: Neben den klassischen Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes spielt anhaltender Stress eine ungute Rolle. Das ist mittlerweile auch wissenschaftlich belegt. Persönlich bin ich zudem der Auffassung, dass Stress heutzutage der Hauptgrund für Bluthochdruck ist. [weniger]

Dr. med. Dirk Wiechert
Dr. med. Dirk Wiechert,
Allgemeinmediziner mit Privatarztpraxis in Bremen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die ursachenorientierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Er ist erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. und Mitglied im medizinischen Beirat mehrerer Fachgesellschaften.

Frage von KARA KULAK:
Ich habe ab und zu einen Schmerz hinter dem Brustbein. Mein Hausarzt hat nichts pathologisches gefunden. Soll ich trotzdem eine Herzkatheter-Untersuchung machen lassen?

Antwort von Dr. med. Dirk Wiechert:
Wenn es nicht orthopädisch ist, sich also durch Veränderung der Körperhaltung nicht beeinflussen lässt, dann sollte man eine Durchblutungsstörung ausschliessen. In diesem Rahmen könnte man auch ... [mehr]Wenn es nicht orthopädisch ist, sich also durch Veränderung der Körperhaltung nicht beeinflussen lässt, dann sollte man eine Durchblutungsstörung ausschliessen. In diesem Rahmen könnte man auch eine Herzratenvarianzanalyse machen, die die Modulationsfähigkeit, also Leistungsfähigkeit des Herzen, auf der Ebene des vegetativen Nervensystems dokumentieren kann. [weniger]

Prof. Dr. med. Klaus Kisters
Prof. Dr. med. Klaus Kisters,
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.

Frage von MATUSCHEK:
Welche Rolle spielt bei Blutdruckwerten der Abstand zwischen dem oberen und dem unteren Wert, oder ist das einerlei?

Antwort von Prof. Dr. med. Klaus Kisters:
Die Differenz zwischem oberen und unterem Blutdruckwert bezeichnet man als Pulsdruck. Dieser ist gefährlich erhöht ab größer 60 mmHg. Dann steigt das Risiko für Herzinfarkt oder ... [mehr]Die Differenz zwischem oberen und unterem Blutdruckwert bezeichnet man als Pulsdruck. Dieser ist gefährlich erhöht ab größer 60 mmHg. Dann steigt das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall signifikant an. Der Blutdruck sollte dann normal eingestellt werden. [weniger]

Dr. med. Dirk Wiechert
Dr. med. Dirk Wiechert,
Allgemeinmediziner mit Privatarztpraxis in Bremen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die ursachenorientierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Er ist erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. und Mitglied im medizinischen Beirat mehrerer Fachgesellschaften.

Frage von KUMMER:
In wie weit nimmt die Zahn-Gesundheit Einfluss auf eine Herzerkrankung bei intakten Herzklappen?

Antwort von Dr. med. Dirk Wiechert:
Chronische Entzündungen an den Zähnen setzen zehnmal mehr Botenstoffe frei als ein vergleichbarer Prozess am Daumen oder der Großzehe. Keime können im Mediastinum zum Herzen wandern ... [mehr]Chronische Entzündungen an den Zähnen setzen zehnmal mehr Botenstoffe frei als ein vergleichbarer Prozess am Daumen oder der Großzehe. Keime können im Mediastinum zum Herzen wandern und dort Entzündungen erzeugen. Es gibt eindeutig mehr Herzprobleme bei ungesundem als bei gesundem Zahnstatus. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, vielen Dank für Ihre Teilnahme und Ihr großes Interesse! Heute konnten nicht alle Fragen beantwortet werden. Doch wir hoffen, dass Sie auf Ihre eigene Frage oder auf eine ähnliche eine Antwort gefunden haben. Nun bleibt uns nur, uns von Ihnen zu verabschieden! Wir freuen uns schon auf den nächsten Chat und wünschen Ihnen bis dahin alles Gute. Bleiben Sie gesund!