26.03.2013:

Ohne Trauschein

Die Wilde Ehe - ihre Chancen und ihre Risiken

Leben Sie ohne Trauschein und kennen Sie alle Vor- und Nachteile, die diese Beziehung mit sich bringt?
Kennen Sie die Fakten des gesetzlichen Erbechtes, wenn kein Trauschein vorliegt?
Wenn Sie nicht verheiratet sind, wie sichern Sie dann Ihre Kinder ab, wenn ein Elternteil stirbt?


Aus Studien ist bekannt, dass sich Paare ohne Trauschein im Schnitt selbstbestimmter, flexibler und in ihrer Persönlichkeit eher gestärkt fühlen als Verheiratete. Auf der anderen Seite müssen unverheiratete Paare mit viel mehr Unsicherheiten und Risiken leben. Das fängt mit alltäglichen Dingen an: Man hat getrennte Einkommen und Konten, aber gemeinsame finanzielle Verpflichtungen. Wie planen unverheiratete Paare ihren "Haushalt" richtig? Was, wenn sich ein Partner in finanziellen Dingen ständig übervorteilt fühlt? Wie kann es gelingen, dass die Kinder aus einer früheren Partnerschaft den neuen Partner des Vaters oder der Mutter akzeptieren und ihn nicht als "Konkurrenz" sehen? Neben der "Psychologie" ist es aber vor allem das Fehlen gesetzlicher Regelungen, die die "Ehe ohne Trauschein" belasten können. Was passiert bei unverheirateten Paaren zum Beispiel mit der gemeinsam angemieteten Wohnung im Falle einer Trennung? Das gesetzliche Erbrecht begünstigt ebenfalls nur Ehepartner und gleichgeschlechtliche eingetragene Lebenspartner. Paare, die in wilder Ehe leben, müssen also auch für den Todesfall selbstständig Regelungen treffen, damit der Lebensgefährte nicht leer ausgeht. Wie geschieht dies am sinnvollsten? Richtig kompliziert wird es, wenn das Paar gemeinsame Kinder hat. Denn der unverheiratete Vater ist im Falle einer Trennung zwar unterhaltspflichtig, ansonsten hat er aber viel weniger Rechte als ein verheirateter Vater. Wie können sich unverheiratete Paare mit Kindern für den Fall absichern, dass ein Elternteil stirbt? Welche Regelungen können Unverheiratete im Hinblick auf das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder treffen?

Chat-Protokoll

Moderator:
Herzlich willkommen beim Chat zum Thema „Glücklich ohne Trauschein". Sie können sich heute mit all Ihren Fragen rund um das Thema "Wilde Ehe" an uns wenden, wir sind jetzt bereit.

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von ANDYBABS:
Wir leben seit fast sechs Jahren zusammen und haben uns ein kleines Häuschen gebaut. Mein Partner hat zwei Kinder und ich einen Sohn. Dieser hat mich bei der Trennung für Tod erklärt und jeden Kontakt abgebrochen. Er will mich sogar wegen Stalking belangen, wenn ich mich auf Festen sehen lasse, wo er ist. Ist es möglich, ihn komplett vom Erbe, sprich auch vom Pflichtteil, auszuschließen und wenn ja wie?

Antwort von Irene v. Behr:
Sie können jederzeit ein Testament machen, mit welchem Sie Ihren Sohn enterben. Dann steht ihm nur der Pflichtteil zu. Ob die Probleme, die Sie schildern, dazu ... [mehr]Sie können jederzeit ein Testament machen, mit welchem Sie Ihren Sohn enterben. Dann steht ihm nur der Pflichtteil zu. Ob die Probleme, die Sie schildern, dazu führen können, dass Sie ihm auch den Pflichtteil entziehen dürfen, ist nach Paragraph 2333 BGB fraglich. Lassen Sie sich durch einen Anwalt oder eine Anwältin dazu beraten. [weniger]

Peter Krückl
Peter Krückl,
Experte für Risikolebensversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von MIA:
Mein Partner ist sehr vermögend, ich leider nicht. Ich kümmere mich aber um die beiden kleinen Kinder aus seiner ersten Ehe und bin deshalb nicht berufstätig. Nun möchte ich, dass er mich absichert für den Fall, dass ihm etwas zustößt. Was raten Sie mir?

Antwort von Peter Krückl:
Hier ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung für Ihren Partner wichtig. Bei der Vertragsgestaltung sollten Sie beachten, dass Sie selbst Versicherungsnehmerin des Vertrages sind und Ihr Partner ... [mehr]Hier ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung für Ihren Partner wichtig. Bei der Vertragsgestaltung sollten Sie beachten, dass Sie selbst Versicherungsnehmerin des Vertrages sind und Ihr Partner die versicherte Person. Natürlich kann Ihr Partner Sie zusätzlich in einem eventuell vorhandenen Testament entsprechend berücksichtigen. [weniger]

Volker van den Boom
Volker van den Boom,
Praxis für Paartherapie und Sexualtherapie Aachen/Düsseldorf

Frage von OSTERBLUME:
Ich lebe mit meinem Partner seit vielen Jahren zusammen und bin leider auch finanziell abhängig von ihm, was für mich bedeutet, dass ich mir sehr viel gefallen lassen muss. Seine beiden Kinder verachten mich daher, was raten sie mir?

Antwort von Volker van den Boom:
Warum bedeutet eine finanzielle Abhängigkeit, das man sich als Partner viel gefallen lassen muss? Sollte nicht Liebe und Partnerschaft bedeuten, das man das eigene Geld dem ... [mehr]Warum bedeutet eine finanzielle Abhängigkeit, das man sich als Partner viel gefallen lassen muss? Sollte nicht Liebe und Partnerschaft bedeuten, das man das eigene Geld dem Partner bedingungslos anbietet? Mit anderen Worten: Hören Sie auf, sich Sachen gefallen zu lassen. Beginnen Sie, mehr auf sich selbst zu achten in dem Sinn, das Sie sich nicht mehr so oft verbiegen, sondern auf Ihre Gefühle und Ansichten zu hören beginnen. Und wenn Sie respektvoller mit sich umgehen, dann werden Sie auch wieder von anderen respektiert! [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von LOTHAR:
Ich bin geschieden und bezahle für meine 16-jährige Tochter alles, was sie benötigt und sich wünscht: Kleidung, Versicherungen, Roller, Handy, Kosmetik, Fitnessstudio, Urlaubsreisen und größtenteils auch ihre Nahrungsmittel. Der Scheidungsrichter hat vor zwei Jahren eine monatliche Unterhaltssumme von 350 Euro festgelegt, die ich meiner geschiedenen Frau monatlich überweise. Und nun kommt ein Schreiben vom Jugendamt, ich müsste sämtliche Verdienste und Einnahmen offen legen, da meine Exfrau klagt, sie wären zu niedrig. Muss ich mir das gefallen lassen?

Antwort von Irene v. Behr:
Ja, leider, Sie sind auskunftspflichtig - Auskunft kann in der Regel alle zwei Jahre verlangt werden, Grundlage ist der Paragraph 1605 BGB.

Volker van den Boom
Volker van den Boom,
Praxis für Paartherapie und Sexualtherapie Aachen/Düsseldorf

Frage von D. MAIER:
Ich liebe meine Partnerin sehr, möchte sie aber nicht heiraten, da ich schon einmal verheiratet war und hierbei sehr viel Rosenkrieg erleben musste. Meine Freundin will aber unbedingt heiraten und ist nun sehr unzufrieden. Wie kann ich das lösen?

Antwort von Volker van den Boom:
Ihre Angst ist nachvollziehbar - kann auch Ihre neue Partnerin die Angst verstehen? Oft machen gerade Männer aus solch einer Angst jedoch eine Prinzipienfrage nach dem ... [mehr]Ihre Angst ist nachvollziehbar - kann auch Ihre neue Partnerin die Angst verstehen? Oft machen gerade Männer aus solch einer Angst jedoch eine Prinzipienfrage nach dem Motto: "Ich will so etwas nie mehr erleben, also gehe ich nie mehr eine Ehe ein". Die Partnerin könnte dagegen auch aus Prinzip sagen: "Ohne Ehe, das geht garnicht". Lassen sie beide sich Zeit, dann kann das wachsende Vertrauen auch alte Wunden heilen. Solche Prinzipien lassen sich im übrigen auch gut in ein paar Therapie- oder Beratungsstunden auflösen. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von SUPERMAN:
Ich lebe mit meiner Freundin seit mehr als acht Jahren in einer Partnerschaft und nun möchte ich mich um eine gegenseitige Patientenverfügung kümmern. Kann ich sie ohne weiteres eintragen, ohne dass wir verheiratet sind?

Antwort von Irene v. Behr:
Ja, das können Sie. Muster für Patientenverfügungen finden Sie viele im Internet.

Volker van den Boom
Volker van den Boom,
Praxis für Paartherapie und Sexualtherapie Aachen/Düsseldorf

Frage von SALOMO:
Ich habe seit Kurzem einen neuen Partner, der zwei Kinder im Teenageralter hat. Wir wohnen zwar noch nicht zusammen, aber wir treffen öfter aufeinander, wenn ich bei ihm zu Hause bin. Ich fühle mich dort nicht wirklich wohl, weil seine Kinder mich nicht akzeptieren und mich meist ignorieren. Dabei will ich gar keine zweite "Mutter" sein, sondern mich einfach gut mit ihnen verstehen. Was raten Sie mir, wie ich mich verhalten soll?

Antwort von Volker van den Boom:
Gerade Kinder in dem Alter sind nicht mehr bereit, sich schnell auf einen neuen Partner eines Elternteils einzulassen. Ich rate Ihnen daher, sich zum einen Zeit ... [mehr]Gerade Kinder in dem Alter sind nicht mehr bereit, sich schnell auf einen neuen Partner eines Elternteils einzulassen. Ich rate Ihnen daher, sich zum einen Zeit zu lassen und zum anderen den Abstand zu den Kindern so lange zu wahren, bis er von deren Seite aus geändert wird. Aber auch Ihr Partner kann sich ja seine Kinder zur Seite nehmen und von ihnen einfordern, das sie sich Ihnen gegenüber zumindest höflich verhalten. Er sollte auch deutlich machen, wie sehr es ihn selbst verletzt, dass die Kinder Sie so behandeln. [weniger]

Peter Krückl
Peter Krückl,
Experte für Risikolebensversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von TIPP-OFF:
Ich bin mit meiner Lebensgefährtin seit zehn Jahren unverheiratet zusammen, wir haben zwei Kinder. Nun wollen wir ein kleines Einfamilienhaus bauen und durch ein Darlehen finanzieren. Zur Absicherung möchte ich nun eine Risikolebensversicherung abschließen? Sollte die Versicherungssumme exakt in Höhe des Darlehens sein und welche Laufzeit muss die Police dann haben?

Antwort von Peter Krückl:
Die Versicherungsumme sollte mindestens in Höhe des Darlehens gewählt werden. Je nachdem, ob bereits eine zusätzliche Absicherung für Ihre Lebensgefährtin und Ihre Kinder besteht, sollten eine ... [mehr]Die Versicherungsumme sollte mindestens in Höhe des Darlehens gewählt werden. Je nachdem, ob bereits eine zusätzliche Absicherung für Ihre Lebensgefährtin und Ihre Kinder besteht, sollten eine entsprechend höhere Summe versichert werden, damit nicht nur das Darlehen zurückgezahlt werden kann, sondern Ihre Hinterbliebenen auch eine gewisse Zeit versorgt sind. Die Laufzeit sollte ein paar Jahre länger als die des Darlehens gewählt werden, damit ein Puffer besteht, falls sich die Rückzahlung des Darlehens verzögern sollte. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von SKIBB:
Ich habe zusammen mit meinem Ex-Lebensgefährten eine Wohnung gemietet, er ist ausgezogen, hat aber nicht gekündigt. Kann ich meiner Vermieterin ohne Probleme mitteilen, dass er ausgezogen ist? In welchem zeitlichen Rahmen muss das geschehen?

Antwort von Irene v. Behr:
Wenn Sie beide Mieter sind, also beide den Mietvertrag unterschrieben haben, sollte es für Sie selbst keine Probleme geben. Wenn Sie beide Mieter sind, kann Ihr ... [mehr]Wenn Sie beide Mieter sind, also beide den Mietvertrag unterschrieben haben, sollte es für Sie selbst keine Probleme geben. Wenn Sie beide Mieter sind, kann Ihr Ex-Lebensgefährte den Mietvertrag gar nicht allein kündigen, sondern nur um seine Entlassung aus dem Mietverhältnis bitten. Falls der Vermieter ihn aus dem Mietverhältnis entlässt, würde das Mietverhältnis zu den bisherigen Konditionen mit Ihnen allein fortgesetzt. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von HOCKO:
Ich bin 70 Jahre alt, verwitwet und lebe seit sechs Jahren mit meiner Lebensgefährtin (64) zusammen. Ich besitze ein Zweifamilienhaus, welches ich mit meiner verstorbenen Frau vor zehn Jahren meinen beiden Söhnen überschrieben habe. Ich besitze Nießbrauchrecht. Das Verhältnis zu meinen Söhnen ist sehr gut. Trotzdem meine Frage: Wie kann ich meine Lebensgefährtin absichern, damit sie gewisse Rechte hat, etwa bei meinem Tod oder einem eventuellen Pflegeheim-Aufenthalt. Eine Heirat kommt aus finanziellen Gründen nicht in Frage. Ist zum Beispiel eine Mietzusicherung einer Wohnung oder bei Verkauf eine Fristen-Einhaltung möglich?

Antwort von Irene v. Behr:
Da das Nießbrauchsrecht nach Paragraph 1061 BGB mit dem Tod erlischt, müssen Sie Ihre Söhne in die angestrebten Regelungen einbeziehen. Wenn das Verhältnis gut ist, sind ... [mehr]Da das Nießbrauchsrecht nach Paragraph 1061 BGB mit dem Tod erlischt, müssen Sie Ihre Söhne in die angestrebten Regelungen einbeziehen. Wenn das Verhältnis gut ist, sind Ihre Söhne sicher bereit, Ihrer Lebensgefährtin zumindest ein befristetes Wohnungsrecht einzuräumen. Das sollten Sie miteinander klären und sich diesbezüglich beraten lassen. [weniger]

Volker van den Boom
Volker van den Boom,
Praxis für Paartherapie und Sexualtherapie Aachen/Düsseldorf

Frage von SAB RINA:
Ich habe ein sechsjähriges Kind, mein Partner hat ein achtjähriges Kind. Das Verhältnis war immer ganz ok, aber vor kurzem sind wir alle zusammen in eine gemeinsame Wohnung gezogen und die Kinder kommen nicht miteinander aus. Das strapaziert ganz schön unsere Nerven, was können wir machen?

Antwort von Volker van den Boom:
Das ist - leider Gottes - normal und nervig für die Eltern. So wie die Erwachsenen, so brauchen auch die Kinder eine Eingewöhnungszeit. Außerdem: die beiden ... [mehr]Das ist - leider Gottes - normal und nervig für die Eltern. So wie die Erwachsenen, so brauchen auch die Kinder eine Eingewöhnungszeit. Außerdem: die beiden Erwachsenen haben das Zusammenleben freiwillig gewählt - die Kinder nicht! Geben Sie den Kindern noch etwas Zeit. Legt sich das Problem nicht innerhalb von einem halben Jahr, dann sollten sie sich gemeinsam mit Ihrem Partner Hilfe in einer Familienberatungsstelle holen. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von MATT:
Meine Freundin lebt schon lange mit mir zusammen ohne Trauschein. Gibt es für uns beide auch Möglichkeiten Steuern zu sparen, wenn wir die Lebenspartnerschaft eintragen lassen?

Antwort von Irene v. Behr:
Leider ist aus der Frage nicht zu erkennen, ob es um eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft geht, für die die das sogenannte Lebenspartnerschaftsgesetz gelten würde. Für gegengeschlechtliche Partner ... [mehr]Leider ist aus der Frage nicht zu erkennen, ob es um eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft geht, für die die das sogenannte Lebenspartnerschaftsgesetz gelten würde. Für gegengeschlechtliche Partner gibt nur die Ehe mit dem steuerlich vorteilhaften Ehegattensplitting, das sich immer lohnt, wenn beide unterschiedlich viel verdienen. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von MURMELINE:
Mein Lebenspartner und ich haben eine Tochter, ich habe zweieinhalb Erziehungsjahre genommen und zwischendurch 50 Prozent gearbeitet. Wie es aussieht, werde ich auch weiterhin nur zu 50 Prozent arbeiten können beziehungsweise auch viel unbezahlten Urlaub nehmen müssen. Nun bekam ich meinen Rentenbescheid von 2013, der Unterschied zu früheren Prognosen ist schon deutlich. Vor der Schwangerschaft habe ich 20 Jahre in Vollzeit gearbeitet. Meine Frage: Sollten wir uns trennen, bleibt der komplette spätere finanzielle Nachteil bei der Altersversorgung an mir hängen. Mein Mann hat ja die ganze Zeit viel verdient. Er ist bereit, diesen Nachteil auszugleichen. Wie kann man den Nachteil bei der Rente berechnen? Wer bietet Unterstützung bei der Berechnung? Welche Lösungsansätze gibt es?

Antwort von Irene v. Behr:
Wenn für Sie beide detaillierte Auskünfte der Rententräger vorliegen, aus welchen man die Unterschiede erkennen kann, sollte ein Fachanwalt oder eine Fachanwältin für Familienrecht zumindest überschlägig ... [mehr]Wenn für Sie beide detaillierte Auskünfte der Rententräger vorliegen, aus welchen man die Unterschiede erkennen kann, sollte ein Fachanwalt oder eine Fachanwältin für Familienrecht zumindest überschlägig errechnen können, was der Nachteil konkret in Euro für Sie bedeutet. Es gibt dann sicher verschiedene Möglichkeiten: Beispielsweise Einzahlungen in eine private Rentenversicherung oder Ausgleich als Kapitalzuwendung. Eine Beratung ist sicher notwendig, auch um steuerliche Aspekte - wie etwa die Schenkungssteuer - im Blick zu behalten. [weniger]

Volker van den Boom
Volker van den Boom,
Praxis für Paartherapie und Sexualtherapie Aachen/Düsseldorf

Frage von IRIS W.:
Mein Partner und ich sind nicht verheiratet und vor kurzem zusammengezogen. Er hat seine 8-Jährige Tochter mitgebracht. Das Verhältnis von mir zu ihr war bisher nicht das Beste, sie akzeptiert mich nicht wirklich als neue Partnerin ihres Vaters und rebelliert gegen mich. Ich bemühe mich wirklich um sie, aber sie lässt mich nicht an sich ran. Was raten Sie mir?

Antwort von Volker van den Boom:
So schwer das im Alltag ist: Das Kind hat ein Recht, sich nicht mit der neuen "Mama" abzufinden - schließlich hat sie ja eine Mama und ... [mehr]So schwer das im Alltag ist: Das Kind hat ein Recht, sich nicht mit der neuen "Mama" abzufinden - schließlich hat sie ja eine Mama und ist nicht bereit, die auszutauschen. Was auch gar nicht sinnvoll wäre. Außerdem hat Ihr Partner Sie ja seiner Tochter "aufgezwungen", und wer möchte schon mit jemanden zusammenleben, den er eigentlich gar nicht richtig kennt und mag. Das Kind braucht Zeit. Und Sie dürfen sich nicht als Mama anbieten, sondern maximal als Freundin. Haben Sie bitte Geduld! [weniger]

Peter Krückl
Peter Krückl,
Experte für Risikolebensversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von BAMBERGER:
Ich bin 45 Jahre alt und lebe nach meiner Scheidung mit meiner neuen Lebensgefährtin und unseren Kindern in einer echten Patchwork-Familie zusammen. Nun möchte ich die neue Familie mit einer Risikolebensversicherung für den Fall der Fälle absichern. Wird dabei eine Gesundheitsprüfung fällig, kann ich auch mit Vorerkrankungen eine Police abschließen? Muss man auch Fragen nach besonderen Hobbys oder beruflichen Risiken beantworten und was kann dies zur Folge haben?

Antwort von Peter Krückl:
Bei den meisten Gesellschaften ist der Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung nur mit Gesundheitsprüfung möglich. Auch Risiken wie Hobbys oder Beruf werden in der Regel vom Versicherer abgefragt. ... [mehr]Bei den meisten Gesellschaften ist der Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung nur mit Gesundheitsprüfung möglich. Auch Risiken wie Hobbys oder Beruf werden in der Regel vom Versicherer abgefragt. Je nach Art und Umfang einer bestehenden Vorerkrankung oder je nach Risikos des Hobbys oder des Berufes können Ergänzungsbeiträge oder Risikoausschlüsse vom Versicherer verlangt werden. Unter Umständen kann der Versicherer den Antrag auch komplett ablehnen, wenn ihm das Risiko zu hoch erscheint. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von NIKKI:
Ich leben mit meinen beiden Kindern aus meiner ersten Ehe bei meinem Partner kostenfrei in seinem Haus. Was passiert, wenn er plötzlich sterben würde? Bis auf seine Schwester, mit der ich mich überhaupt nicht verstehe, gibt es keine Erben. Kann Sie uns aus dem Haus treiben oder mir eine Miete abverlangen?

Antwort von Irene v. Behr:
Bitten Sie Ihren Partner darum, dass er im Grundbuch ein Wohnungsrecht für Sie eintragen lässt, sonst kann es in der Tat Probleme mit der Schwester geben. Lassen ... [mehr]Bitten Sie Ihren Partner darum, dass er im Grundbuch ein Wohnungsrecht für Sie eintragen lässt, sonst kann es in der Tat Probleme mit der Schwester geben. Lassen Sie sich wegen der Ausgestaltung des Wohnungsrechts - auch einer eventuellen zeitlichen Begrenzung - von einem Anwalt oder Notar beraten. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von KLAUS M.:
Ich überlege, ob ich den Sohn meiner Partnerin adoptiere. Ist das steuerlich für mich günstig und würden Sie mir raten, davor zu heiraten?

Antwort von Irene v. Behr:
Was steuerlich für Sie günstig ist, lässt sich leider ohne weitere Informationen zu Ihrer konkreten Situation nicht beantworten.

Volker van den Boom
Volker van den Boom,
Praxis für Paartherapie und Sexualtherapie Aachen/Düsseldorf

Frage von MAUSER:
Meine Freundin ist schwanger, wir wissen es erst seit gestern, und nun überlegen wir, ob wir heiraten sollen. Raten Sie uns dazu?

Antwort von Volker van den Boom:
Wenn Sie beide sich lieben und sowieso miteinander leben wollen und nicht mehr zu jung sind: warum nicht? Wenn sie beide jedoch eigentlich nicht zusammenbleiben wollten, ... [mehr]Wenn Sie beide sich lieben und sowieso miteinander leben wollen und nicht mehr zu jung sind: warum nicht? Wenn sie beide jedoch eigentlich nicht zusammenbleiben wollten, dann wäre das der falsche Weg und würde allen nur schaden. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von J-BLN:
Was ist der Unterschied zwischen Erbvertrag und Testament in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft?

Antwort von Irene v. Behr:
Ein Erbvertrag - der für unverheiratete Partner möglich ist - ist bindend und kann nur unter bestimmten Voraussetzungen rückgängig gemacht oder angefochten werden; ein Testament ... [mehr]Ein Erbvertrag - der für unverheiratete Partner möglich ist - ist bindend und kann nur unter bestimmten Voraussetzungen rückgängig gemacht oder angefochten werden; ein Testament - gemeinschaftliche Testamente sind nur für Eheleute möglich - kann jederzeit aufgehoben beziehungsweise widerrufen werden. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von BABSI:
Ich hätte gern gewusst, ob man sich als unverheiratetes Paar "eintragen" lassen kann.

Antwort von Irene v. Behr:
Die eingetragene Lebenspartnerschaft gibt es nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz nur für gleichgeschlechtliche Paare. Für gegengeschlechtliche Paare gibt es nur die Ehe.

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von MARTINA:
Ich habe gelesen, dass ein Partner leer ausgeht, sollte der andere sterben. Wie sieht es aus, mein Freund hat noch drei Geschwister. Er und ich haben uns bei den Banken Vollmachten erteilt. Reicht dies aus oder benötigen wir dennoch ein Testament oder ähnliches?

Antwort von Irene v. Behr:
Ja, Sie sollten unbedingt ein Testament errichten - lassen Sie sich dazu aber beraten! Eine Vollmacht bevollmächtigt nur, tätig zu werden, macht aber nicht zum Inhaber ... [mehr]Ja, Sie sollten unbedingt ein Testament errichten - lassen Sie sich dazu aber beraten! Eine Vollmacht bevollmächtigt nur, tätig zu werden, macht aber nicht zum Inhaber des Rechts, das heißt das Bankkonto geht trotz Vollmacht auf die Erben über. [weniger]

Volker van den Boom
Volker van den Boom,
Praxis für Paartherapie und Sexualtherapie Aachen/Düsseldorf

Frage von HEIDE:
Ich würde gerne bald heiraten, aber mein Partner weigert sich. Er findet das "altmodisch", "nicht mehr zeitgemäß" und zudem ist er kein Freund der Kirche. Wie kann ich versuchen ihn umzustimmen?

Antwort von Volker van den Boom:
Wichtig wäre, das Sie ihm deutlich machen - also nicht nur über Worte, sondern auch durch Gefühle während des Redens - wie und warum Sie sich ... [mehr]Wichtig wäre, das Sie ihm deutlich machen - also nicht nur über Worte, sondern auch durch Gefühle während des Redens - wie und warum Sie sich mit ihm so eng verbinden möchten. Und im übrigen muss Heiraten heute nicht mehr in der und mit der Kirche stattfinden. Vielleicht braucht er aber auch einfach noch etwas Zeit. Schön wäre also, wenn sie beide ihre jeweilige Position und Sichtweise nochmals hinterfragen und ein bißchen mehr aufeinander zugehen würden. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von S.WE:
Meine unverheiratete Partnerin ist Alleineigentümerin einer Immobilie, die ich auch bewohne. Die volljährigen Söhne sind zwischenzeitlich ausgezogen. Die Söhne sollen das Haus später einmal erben. Meine Partnerin und ich haben einen Mietvertrag vereinbart, der die Zahlung der Betriebskosten beinhaltet (unentgeltliche Kaltmiete). Weiterhin hat Sie mir im Testament als Vermächtnis ein lebenslanges unentgeltliches Wohnrecht eingräumt. Sind diese beiden Regelungen für den Eventualfall ausreichend, sodass ich im Haus verbleiben kann?

Antwort von Irene v. Behr:
Aufgrund des Wohnungsrechts - ist es auch im Grundbuch eingetragen? - sind Sie vermutlich geschützt, aber lassen Sie einen Fachmann oder eine Fachfrau einen Blick auf ... [mehr]Aufgrund des Wohnungsrechts - ist es auch im Grundbuch eingetragen? - sind Sie vermutlich geschützt, aber lassen Sie einen Fachmann oder eine Fachfrau einen Blick auf alle Urkunden werfen und sich beraten, ob ergänzend noch irgendetwas zu veranlassen ist. [weniger]

Peter Krückl
Peter Krückl,
Experte für Risikolebensversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von MARTINA:
Wie kann man sich in einer wilden Ehe für die Zukunft (Rente) absichern, wenn der Mann der Hauptverdiener ist und ich erst einmal für die Erziehung der gemeinsamen Kinder verantwortlich bin.

Antwort von Peter Krückl:
Für die Zeit der Kindererziehung werden auch Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung erworben. Um Ihren Lebensstandard im Alter zu sichern, empfiehlt sich jedoch zusätzlich der Abschluss ... [mehr]Für die Zeit der Kindererziehung werden auch Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung erworben. Um Ihren Lebensstandard im Alter zu sichern, empfiehlt sich jedoch zusätzlich der Abschluss einer privaten Rentenversicherung. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von L.FAUSER:
Ich heirate demnächst meinen Freund, will aber seinen Nachnahme nicht annehmen. Auch ein Doppelname kommt für mich nicht in Frage. Das wird für ihn nun immer mehr zum Problem, je näher das Hochzeitsdatum rückt. Können Sie mir einen Tipp geben?

Antwort von Irene v. Behr:
Sie können jeder Ihren Namen behalten und dann später klären, ob Sie einen gemeinsamen Ehenamen haben wollen, das regelt Paragraph 1355 BGB. Wenn Sie ein Kind ... [mehr]Sie können jeder Ihren Namen behalten und dann später klären, ob Sie einen gemeinsamen Ehenamen haben wollen, das regelt Paragraph 1355 BGB. Wenn Sie ein Kind bekommen, müssten Sie sich einigen, wie das Kind (und alle weiteren Kinder) heißen sollen, wenn Sie bis dahin keinen Ehenamen gewählt haben. Ich habe es einmal erlebt, dass Eheleute gelost haben. Tipps gibt es leider nicht. [weniger]

Volker van den Boom
Volker van den Boom,
Praxis für Paartherapie und Sexualtherapie Aachen/Düsseldorf

Frage von CHRISSI:
Ich bin 17 Jahre alt und wohne bei meiner Mutter. Meine Eltern sind geschieden und nun hat meine Mutter einen neuen Freund, mit dem ich nicht klarkomme. Er wohnt seit kurzem bei uns und will mir Dinge verbieten oder mich bevormunden, aber das muss ich mir ja nicht gefallen lassen, oder? Immerhin ist er ja nicht mein Vater... Will aber auch keinen Streit mit ihm, weil meine Mutter glücklich mit ihm ist...Was raten Sie mir?

Antwort von Volker van den Boom:
Wenn Menschen zusammenleben, müssen alle sich anstrengen und gemeinsam nach einem neuen Miteinander suchen. Und da kann sich niemand raushalten. Der Freund Ihrer Mutter ist nicht ... [mehr]Wenn Menschen zusammenleben, müssen alle sich anstrengen und gemeinsam nach einem neuen Miteinander suchen. Und da kann sich niemand raushalten. Der Freund Ihrer Mutter ist nicht Ihr Vater, aber jede Erziehungsperson - genau wie etwa der Lehrer - hat Ihnen als "Minderjährigen" gegenüber die Aufgabe und Pflicht, an Ihrer Erziehung mitzuwirken. Das gilt auch, wenn es nicht Ihr Vater ist. Wenn Sie da abblocken, wird ein weiteres Zusammenleben auch für Sie äußerst schwer und unangenehm. Wollen Sie das? [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von SANDRA H.:
Was sollte man als Paar ohne Tauschein alles vertraglich regeln?

Antwort von Irene v. Behr:
Das ist individuell sehr verschieden und hängt von Ihrer wirtschaftlichen Situation und Ihren wirtschaftlichen Verflechtungen ab genauso wie von Ihren Planungen - etwa ob ein gemeinsames ... [mehr]Das ist individuell sehr verschieden und hängt von Ihrer wirtschaftlichen Situation und Ihren wirtschaftlichen Verflechtungen ab genauso wie von Ihren Planungen - etwa ob ein gemeinsames Haus oder gemeinsame Kinder geplant sind. [weniger]

Peter Krückl
Peter Krückl,
Experte für Risikolebensversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von NORDLICHT:
Ich lebe seit fünf Jahren mit meiner Lebensgefährtin unverheiratet zusammen, wir haben eine zweijährige Tochter. Nun möchte ich eine Risikolebensversicherung abschließen. Wie sollte die Police ausgestaltet sein, damit meine Lebensgefährtin im Falle eines Falles keine Erbschaftssteuer zahlen muss?

Antwort von Peter Krückl:
In diesem Fall sollte Ihre Lebensgefährtin die Versicherungsnehmerin des Vertrages sein und Sie selbst die versicherte Person.

Irene v. Behr
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Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von MADDIN:
ich möchte meine Partnerin absichern und würde aus "funktionalen Gründen" heiraten. Somit ist das gesamte Thema Erbschaft und Nachlassregelung geklärt. Wenn ich vorab einen Ehevertrag abschließe und in diesem Gütertrennung vereinbare, käme das doch einem Leben ohne Trauschein sehr nahe. Denn die Beziehung kann dann ja im Rahmen eines einfachen Prozesses wieder "gekündigt" werden. Ist dem so?

Antwort von Irene v. Behr:
Nein. Das ist nicht so. Ehe ist Ehe und kann nur durch Scheidung beendet werden - von sehr seltenen Fällen abgesehen. Gütertrennung heißt, dass jeder sein ... [mehr]Nein. Das ist nicht so. Ehe ist Ehe und kann nur durch Scheidung beendet werden - von sehr seltenen Fällen abgesehen. Gütertrennung heißt, dass jeder sein Vermögen behält, ohne dass es einen Zugewinnausgleich gibt. Das hat für den Fall der Scheidung Bedeutung und auch erbrechtliche Konsequenzen, aber an der Ehe als solcher wird durch die Gütertrennung nicht gerüttelt. Man kann sich aus dem jeweiligen Vermögen auch wechselseitig Geschenke machen. Und auch das "Thema Erbschaft und Nachlassregelung" ist im übrigen nicht unbedingt auf einfache Weise automatisch geklärt. Lassen Sie sich bitte beraten! [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, dieser Chat zum Thema "Glücklich ohne Trauschein" ist moderiert: Alle Fragen werden zunächst an einen Moderator geschickt, der je nach Teilnehmerzahl alle oder die interessantesten Fragen zur Beantwortung frei stellt. Bitte haben Sie Verständnis, dass bei großem Andrang zunächst Fragen beantwortet werden, die für die Mehrzahl der Teilnehmer relevant sind.

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von GUZZI:
Ich lebe mit meinem Lebensgefährten (wir beide sind über 50) zusammen in einem Haus, das mir gehört. Jeder von uns hat Kinder aus unseren vorherigen Ehen. Nun möchte ich sichergehen, dass er, falls ich vor ihm sterben sollte, Wohnrecht auf Lebenszeit genießen kann. Reicht es aus, wenn ich das handschriftlich hinterlege oder sollte ich besser einen Notar hinzuziehen? Und was empfehlen Sie bezüglich der Möbel und des Hausrates? Macht es - auch unter Erbgesichtspunkten bezüglich unserer jeweiligen Kinder - Sinn, dass alles in sein Eigentum übergeht? Oder sollte aufgelistet werden, was wem "gehört"? Oder haben Sie noch eine andere Idee.

Antwort von Irene v. Behr:
Was das Wohnungsrecht betrifft: Gehen Sie bitte zum Notar und lassen es im Grundbuch eintragen. Hinsichtlich des Hausrats können Sie eine Liste erstellen. Da einzelne Gegenstände ... [mehr]Was das Wohnungsrecht betrifft: Gehen Sie bitte zum Notar und lassen es im Grundbuch eintragen. Hinsichtlich des Hausrats können Sie eine Liste erstellen. Da einzelne Gegenstände aber vielleicht nach und nach ausgetauscht werden, müssten Sie die Liste immer wieder anpassen. Was konkret für Sie und Ihre Situation sinnvoll ist, lässt sich ohne weitere Informationen leider nicht beantworten. [weniger]

Volker van den Boom
Volker van den Boom,
Praxis für Paartherapie und Sexualtherapie Aachen/Düsseldorf

Frage von MONI:
Ich führe mit meiner Partnerin eine klassische Patchworkfamilie, drei Kinder von ihr wohnen bei mir mit meinen beiden Söhnen. Ihre Kinder sind sehr verwöhnt, was Urlaub und Kleidung angeht und sind daher oft unzufrieden, weil ich ihnen das nicht geben kann. Auch werden meine beiden Söhne immer wieder aufgestachelt. Was kann ich tun?

Antwort von Volker van den Boom:
Es wäre sinnvoll, sich Rat in einer Erziehungsberatungsstelle zu holen, falls die Situation zu stressig wird.

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von MARIE:
Ich (28 Jahre) lebe seit langen in einer Beziehung und gehe auch davon aus, dass ich meinen Partner in den nächsten zwei oder drei Jahren heiraten werden beziehungsweise eine Familie gründen möchte. Ich bin mir noch immer nicht sicher über das Thema des Ehevertrages, was muss ich dabei vor allem als Frau beachten? Worauf kommt es an?

Antwort von Irene v. Behr:
Wenn Sie verheiratet sind, ist für den Fall des Scheiterns Ihrer Ehe das meiste gesetzlich geregelt, dazu gehören Unterhalt, Zugewinnausgleich oder Versorgungsausgleich. Sie sollten sich von ... [mehr]Wenn Sie verheiratet sind, ist für den Fall des Scheiterns Ihrer Ehe das meiste gesetzlich geregelt, dazu gehören Unterhalt, Zugewinnausgleich oder Versorgungsausgleich. Sie sollten sich von einem Fachanwalt oder einer Fachanwältin für Familienrecht aber einmal beraten lassen, um zu klären, ob für Ihre ganz persönliche Situation die gesetzlichen Regelungen ausreichen oder einige ehevertragliche Regelungen eventuell sinnvoll sind. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von LOOSER1:
Mein Partner, von dem ich mich vor einem Jahr getrennt habe, ist stark verschuldet und hat seine Wohnung, in welcher ich auch einmal gewohnt habe, stark abgewohnt. Nun will der Vermieter auch mich dafür haftbar machen, obwohl ich ihm gleich nach der Trennung mitgeteilt habe, dass ich ausgezogen bin. Bin ich dafür haftbar und wie kann ich beweisen, dass der Zustand der starken Abnutzung erst nach meinem Auszug eingetreten ist?

Antwort von Irene v. Behr:
Wenn Sie Mieterin sind, also den Mietvertrag mitunterschrieben haben, haften Sie leider im Rahmen des Mietvertrages auch nach Ihrem Auszug; die Mitteilung Ihres Auszugs beendet das ... [mehr]Wenn Sie Mieterin sind, also den Mietvertrag mitunterschrieben haben, haften Sie leider im Rahmen des Mietvertrages auch nach Ihrem Auszug; die Mitteilung Ihres Auszugs beendet das Mietverhältnis nicht. Lassen Sie sich unbedingt fachkundig beraten, welche Möglichkeiten Sie im Hinblick auf den Vermieter haben und welche Ansprüche Sie gegen Ihren Ex-Partner eventuell durchsetzen können. Auch wenn Sie aus der Haftung gegenüber dem Vermieter nicht herauskommen, gibt es vielleicht Einigungsmöglichkeiten, die ein Anwalt oder eine Anwältin für Sie ausloten kann. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von LOTTA S.:
Mein Partner ist vor sechs Wochen verstorben und ich möchte gerne das Sorgerecht für seine zwei Kinder beantragen, da sie mir ans Herz gewachsen sind und ich sie lange aufgezogen habe. Die Kinder möchten auch gerne weiterhin bei mir bleiben, da die Mutter eine Alkoholikerin ist. Werde ich Chancen haben?

Antwort von Irene v. Behr:
Wenn Ihr Partner gemeinsam mit der Mutter das Sorgerecht hatte, geht es nach seinem Tod automatisch auf die Mutter über. Wenn aber Ihr Partner für die ... [mehr]Wenn Ihr Partner gemeinsam mit der Mutter das Sorgerecht hatte, geht es nach seinem Tod automatisch auf die Mutter über. Wenn aber Ihr Partner für die Kinder das alleinige Sorgerecht hatte, so darf das Familiengericht der Mutter das Sorgerecht nur dann übertragen, wenn es dem Wohl der Kinder nicht widerspricht (Paragraph 1680 BGB). Nach Ihrer Schilderung sind die Kinder nicht mehr klein und können bei dem Jugendamt und bei dem Familiengericht selbst auch ihre Meinung sagen. Lassen Sie sich unbedingt beraten. [weniger]

Peter Krückl
Peter Krückl,
Experte für Risikolebensversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von SLAM-DUNK:
Können auch unverheiratete Paare eine verbundene Risikolebensversicherung abschließen?

Antwort von Peter Krückl:
Bei den meisten Gesellschaften werden eheähnliche Gemeinschaften genauso behandelt wie verheiratete Paare, so dass der Abschluss möglich ist.

Volker van den Boom
Volker van den Boom,
Praxis für Paartherapie und Sexualtherapie Aachen/Düsseldorf

Frage von LUCAS123:
Ich hasse die neue Frau meines Vaters, innerhalb der letzen fünf Jahre ist das bereits die dritte Freundin, die sich hier breit macht und auf Kosten meines Vaters lebt. Ich habe das Gefühl, dass ich nur noch im Weg bin, dabei bin ich erst 13 Jahre alt und muss hier noch ein wenig ausharren. Meine Mutter ist leider vor vielen Jahren verstorben.

Antwort von Volker van den Boom:
Ich gebe Ihnen Recht: Das ist nicht gerade prickelnd, wenn Ihr Vater alle Nase lang mit einer Neuen ankommt. Ich verstehe vor allem auch nicht, das ... [mehr]Ich gebe Ihnen Recht: Das ist nicht gerade prickelnd, wenn Ihr Vater alle Nase lang mit einer Neuen ankommt. Ich verstehe vor allem auch nicht, das die jeweilige Freundin gleich bei ihm zu Hause wohnen darf. Wie auch immer: Sie haben nicht viele Möglichkeiten. Insofern könnten Sie ja versuchen, mit der jeweiligen Partnerin ein relativ ruhiges Verhältnis zu führen. So wie beispielsweise in der Schule mit Schülern, die man eben nicht so mag und mit denen man dennoch etwas zu tun hat. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von THOMAS_N:
Was müssen wir beachten, wenn wir gemeinsam ein Haus kaufen, ohne verheiratet zu sein? Insbesondere auch im Bezug auf Verträge und Grundbucheintragung? Wann erfolgt der Eintrag ins Grundbuch?

Antwort von Irene v. Behr:
Das alles können und müssen Sie mit dem Notar klären, der den Kaufvertrag beurkundet. Falls Sie beide für die Finanzierung des Hauses unterschiedliche Beiträge leisten, sollten ... [mehr]Das alles können und müssen Sie mit dem Notar klären, der den Kaufvertrag beurkundet. Falls Sie beide für die Finanzierung des Hauses unterschiedliche Beiträge leisten, sollten Sie sich wegen eines Vertrages, der Regelungen für den Fall des Scheiterns Ihrer Beziehung vorsehen soll, anwaltlich beraten lassen. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von LUZIA :
Kann man einen Ehevertrag auch noch nachträglich, also während der Ehe, abschließen und ist er dann auch rechtsgültig?

Antwort von Irene v. Behr:
Ja, das ist jederzeit möglich.

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von BAUER:
Ich habe das Haus meines Freundes geschenkt bekommen. Gilt die zehnjährige Verjährungsfrist der Anfechtbarkeit der Schenkung gegenüber den Kindern erster Ehe ab dem Zeitpunkt der Schenkung oder ab dem Zeitpunkt des Todes meines Mannes?

Antwort von Irene v. Behr:
Leider ist Ihre Frage mit den mitgeteilten Informationen nicht einfach zu beantworten. Vielleicht meinen Sie einen sogenannten Pflichtteilsergänzungsanspruch der Kinder (Paragraph 2325 BGB) der Kinder? Klären ... [mehr]Leider ist Ihre Frage mit den mitgeteilten Informationen nicht einfach zu beantworten. Vielleicht meinen Sie einen sogenannten Pflichtteilsergänzungsanspruch der Kinder (Paragraph 2325 BGB) der Kinder? Klären Sie diese Frage und die eventuellen Konsequenzen und Möglichkeiten am besten unter Vorlage des Vertrages mit einem Fachmann oder einer Fachfrau in Ihrer Nähe. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von BRIGITTE123:
Eine Frage habe ich zum Partnerschaftsvertrag: Muss man den Partnerschaftsvertrag in einer Wilden Ehe beim Notar notariell beurkunden lassen oder bedarf es gar nicht dieser offiziellen Beglaubigung?

Antwort von Irene v. Behr:
Zumeist enthält der Vertrag verschiedene Regelungspunkte, die teilweise notariell beurkundet werden müssen und teilweise nicht. Bitte klären Sie dies mit fachkundiger Hilfe. Prinzipiell ist eine notarielle ... [mehr]Zumeist enthält der Vertrag verschiedene Regelungspunkte, die teilweise notariell beurkundet werden müssen und teilweise nicht. Bitte klären Sie dies mit fachkundiger Hilfe. Prinzipiell ist eine notarielle Beurkundung fast immer anzuraten. [weniger]

Peter Krückl
Peter Krückl,
Experte für Risikolebensversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von FUNKY:
Meine Freundin und ich sind seit 4 Jahren ein Paar. Wir wohnen schon zusammen und planen unsere Zukunft, möchten aber beide nicht unbedingt heiraten. Jeder hat auch seine eigenen Versicherungen. Gibt es denn auch Paar- oder Partnerverträge, auch wenn man nicht verehiratet ist?

Antwort von Peter Krückl:
Bei den meisten Versicherungssparten werden eheänhliche Lebensgemeinschaften genauso behandelt wie verheiratete Paare. Ob dies bei jeder Ihrer Versicherungen zutrifft, sollten Sie dennoch mit Ihrem jeweiligen Versicherer ... [mehr]Bei den meisten Versicherungssparten werden eheänhliche Lebensgemeinschaften genauso behandelt wie verheiratete Paare. Ob dies bei jeder Ihrer Versicherungen zutrifft, sollten Sie dennoch mit Ihrem jeweiligen Versicherer klären. [weniger]

Volker van den Boom
Volker van den Boom,
Praxis für Paartherapie und Sexualtherapie Aachen/Düsseldorf

Frage von BöRSIG:
Ich liebe meine Cousine und möchte sie auch heiraten. Wie sehen Sie das?

Antwort von Volker van den Boom:
Ich bin kein Mediziner und weiß nicht, ob es da objektive Gründe gibt, die dagegen sprechen, insofern müssten sie das selbst mit Ihrem Hausarzt abklären. Ansonsten ... [mehr]Ich bin kein Mediziner und weiß nicht, ob es da objektive Gründe gibt, die dagegen sprechen, insofern müssten sie das selbst mit Ihrem Hausarzt abklären. Ansonsten gilt: Wo die Liebe hinfällt... [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von RERIRU:
Meine Tochter ist 34 Jahre alt und zu hundert Prozent schwerbehindert ohne Betreuer. Sie bezieht Sozialhilfe und möchte nun mit ihrem berufstätigen Freund in eine gemeinsame Wohnung ziehen. Was ist zu beachten?

Antwort von Irene v. Behr:
Bitte lassen Sie sich unbedingt von einem Fachanwalt oder einer Fachanwältin für Sozialrecht beraten!

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von CUBE:
Wir leben in einer häuslichen Gemeinschaft ohne Trauschein, mein Partner ist Eigentümer eines Hauses. Er ist geschieden und hat zwei erwachsene Kinder. Seit mehr als 6 Jahren leben wir in dem Haus zusammen. Welche rechtlichen Schritte müsste man einleiten, um sicherzustellen, dass mir ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt wird und die erbberechtigten Kinder keine Handhabe besitzen, mich im Falle des Todes meines Partners herauszu klagen. Wie müsste ich in dem Falle mit den Erbansprüchen der beiden Kinder umgehen bzw. was steht ihnen zu? Welche Kosten entstehen, wenn man das notariell bestätigt haben möchte, ist ein Notar in dem Fall unbedingt erforderlich?

Antwort von Irene v. Behr:
Ja, ein Wohnungsrecht ist möglich. Sprechen Sie mit einem Anwalt oder Notar. Im Vorfeld können Sie dort auch die Kostenfrage klären. Bezüglich der sonstigen erbrechtlichen Ansprüche ... [mehr]Ja, ein Wohnungsrecht ist möglich. Sprechen Sie mit einem Anwalt oder Notar. Im Vorfeld können Sie dort auch die Kostenfrage klären. Bezüglich der sonstigen erbrechtlichen Ansprüche sollten Sie sich ebenfalls beraten lassen - vielleicht ist es sinnvoll, wenn Sie weitere testamentarische Anordnungen treffen, die Einzelheiten müssten Sie aber in aller Ruhe mit Ihrem anwaltlichen Berater besprechen. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von NINA76:
Ich bin vermögend und habe meinem Lebenspartner ein Generaltestament ausgestellt, wie im gesetzlichen Rahmen handschriftlich verfasst. Nach unserer Trennung möchte er das Testament nicht mehr rausrücken. Was kann ich tun?

Antwort von Irene v. Behr:
Wenn es ein sogenanntes Einzeltestament von Ihnen ist, also kein Erbvertrag zwischen Ihnen und Ihrem Partner, können Sie Ihr Testament jederzeit durch ein neues Testament widerrufen ... [mehr]Wenn es ein sogenanntes Einzeltestament von Ihnen ist, also kein Erbvertrag zwischen Ihnen und Ihrem Partner, können Sie Ihr Testament jederzeit durch ein neues Testament widerrufen und ersetzen. Das vorige Testament hat dann keine Wirkung mehr. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von ALIAS CELINE:
Ich lebe mit einem Mann zusammen. Wie kann ich erreichen, dass mir bei Unfall oder schwerer Krankheit Auskunft erteilt wird und ich gegebenfalls Einfluss nehmen kann, da ich ja kein direkter Angehöriger bin. Muss das beispielsweise anwaltschaftlich geregelt werden?

Antwort von Irene v. Behr:
Durch eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung. Sinnvollerweise nehmen Sie Kontakt mit einem Notar auf. Denn Notare haben damit täglich zu tun und können mit Ihnen individuell ... [mehr]Durch eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung. Sinnvollerweise nehmen Sie Kontakt mit einem Notar auf. Denn Notare haben damit täglich zu tun und können mit Ihnen individuell passende Formulierungen abstimmen. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von JUNGBRUNNEN:
Lebt ein unverheiratetes Paar in einem Haus oder einer Eigentumswohnung, das einem der Partner allein gehört, dann sollte Vorsorge für den Fall getroffen werden, dass der Eigentümer der Immobilie stirbt. Wie kann der Eigentümer sicherstellen, dass der Partner in jedem Fall in der Wohnung bleiben darf? Kann der Immobilienbesitzer seinem Partner ein lebenslanges Wohnrecht als Vermächtnis einräumen? Müssen die gesetzlichen Erben dies akzeptieren?

Antwort von Irene v. Behr:
Ja das ist möglich. Besprechen Sie die Einzelheiten bitte mit einem Anwalt oder Notar.

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von SVENJA_111:
Wenn Mann und Frau zusammen in einer Wohnung leben, aber nicht verheiratet sind, gibt es dann trotzdem die Möglichkeit einer Gütertrennung beziehungsweise Gütergemeinschaft?

Antwort von Irene v. Behr:
Beides gibt es nicht. Sie können aber bei Bedarf schriftlich festlegen, dass Ihnen einzelne Gegenstände, etwa das Auto, als Miteigentümer gemeinsam gehören.

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von SILVI+TIM:
Mein Partner und ich sind nicht verheiratet und möchten gerne ein Baby. Da es auf natürlichem Wege nicht klappt, denken wir über eine künstliche Befruchtung nach. Spielt es denn dabei eine Rolle, ob wir verheiratet sind oder nicht?

Antwort von Irene v. Behr:
Grundsätzlich nicht, aber sprechen Sie bitte mit der Institution beziehungsweise Klinik, die die Befruchtung vornehmen soll, ob sie unter diesen Umständen dazu bereit wäre.

Volker van den Boom
Volker van den Boom,
Praxis für Paartherapie und Sexualtherapie Aachen/Düsseldorf

Frage von HARALD:
Meine Partnerin verdient recht gut, ist aber trotzdem der Meinung, dass Lebensmittel und Miete auf meine Kosten gehen sollen. Das finde ich ungerecht, denn so viel mehr habe ich auch nicht auf meinem Konto. Wie kann man solche Streitigkeiten ums Haushaltsgeld etc. lösen?

Antwort von Volker van den Boom:
Mir stellt sich hier die Frage, weshalb sie das so haben will? Meine Ansicht: Wenn zwei Leute sich zusammentun und sagen "Wir sind ein Paar", dann ... [mehr]Mir stellt sich hier die Frage, weshalb sie das so haben will? Meine Ansicht: Wenn zwei Leute sich zusammentun und sagen "Wir sind ein Paar", dann gehört auch das Finanzielle zusammen - soweit es keine älteren Schulden betrifft. Aber vielleicht ist Ihre Partnerin ein gebranntes Kind, vielleicht hat sie schlechte Erfahrungen gemacht. Versuchen Sie doch in einem ersten Schritt herauszufinden, was Ihre Partnerin zu dieser Ansicht bewegt. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von ROLFFF:
Können Paare ohne Trauschein auch bei der Steuererklärung profitieren?

Antwort von Irene v. Behr:
Das steuerlich vorteilhafte Ehegattensplitting bei der Einkommenssteuer gibt es für Sie nicht.

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von IRAM:
Ich lebe mit meinem Partner seit 2007 in einer Eigentumswohnung zusammen, jeder ist zu 50 Prozent Eigentümer. Mein Partner hat eine 29-jährige behinderte Tochter, die nicht geschäftsfähig ist. Sie wohnt in der Woche im Heim und ist an jedem 2. Wochenende bei uns. Es liegt keinn Behindertentestament vor, mein Partner will auch keinen Testamentsverwalter aus seiner Familie damit beauftragen und auch keinen Anwalt. Was passiert, wenn mein Partner stirbt? Wir haben beide ein handschriftliches Testament erstellt und uns gegenseitig im Wege des Vermächtnisses unseren halben Anteil an der Eigentumswohnung vererbt. Ist das ausreichend oder wird der Sozialträger (Heim) versuchen, den Wohnungsanteil meines Partners zu erhalten? Wir überlegen zu heiraten. Was ändert sich für mich aus juristischer Sicht im Verhältnis zur behinderten Tochter? Ist die Erbfolge eine andere? Wird das Testament von 2009 noch anerkannt oder ist es ungültig, da vor Eheschließung erstellt? Müssten wir einen Ehevertrag abschließen und wenn, welcher Fachanwalt ist zuständig: Behindertenrecht oder Erbrecht? In Kombination finde ich leider keinen Anwalt.

Antwort von Irene v. Behr:
Leider ist eine kurze Antwort auf Ihre Fragen in diesem Forum nicht möglich; der Sachverhalt ist zu vielschichtig. Lassen Sie sich von einem Anwalt / einer Anwältin ... [mehr]Leider ist eine kurze Antwort auf Ihre Fragen in diesem Forum nicht möglich; der Sachverhalt ist zu vielschichtig. Lassen Sie sich von einem Anwalt / einer Anwältin beraten, der / die auf das Erbrecht spezialisiert ist - dort müssten Sie qualifizierten Rat finden. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von JOBAU:
Meine Freundin und ich möchten eine Immobilie erwerben. Wobei ich etwa 80 Prozent der Kosten einbringe und meine Freundin 20 Prozent. Was raten Sie uns, wie wir die Aufteilung vornehmen sollen? Ist es sinnvoll, im Notarvertag das Eigentum nach dem Finanzierungsaufkommen aufzuteilen? Wie verhält es sich, wenn einer von uns stirbt, welche Regelung empfehlen Sie.

Antwort von Irene v. Behr:
Es empfiehlt sich immer, darauf zu achten, dass die Rechte an der Immobilie (Eigentumsanteile) und Pflichten (Finanzierung) ungefähr parallel verteilt sind, da es bei unverheirateten Paaren ... [mehr]Es empfiehlt sich immer, darauf zu achten, dass die Rechte an der Immobilie (Eigentumsanteile) und Pflichten (Finanzierung) ungefähr parallel verteilt sind, da es bei unverheirateten Paaren keinen Zugewinnausgleich gibt. Achten Sie hierbei auch darauf, dass nicht nur das eingebrachte Eigenkapital, sondern auch die interne Aufteilung der (über Jahre laufenden) Darlehensraten mit Ihren Miteigentumsanteilen ungefähr übereinstimmt. Für den Fall des Versterbens gibt es nicht eine allgemeingültige Empfehlung; Sie müssten miteinander klären und gedanklich durchspielen, was nach Ihrer beider Vorstellung am besten wäre (auch unter erbrechtlichen Gesichtspunkten) und das dann mit Hilfe eines Anwalts / einer Anwältin für sich klären. Sie könnten sich wechselseitig ein Wohnungsrecht oder einen Nießbrauch einräumen, Sie könnten auch erbvertragliche Regelungen treffen. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von LOTTA:
Nach seiner Scheidung hat mein Freund seinen Bruder und einen befreundeten Rechtsanwalt als die beiden Personen eintragen lassen, die entscheiden, was passiert, wenn er selbst - beispielsweise nach einem Unfall - hinsichtlich lebensverlängernden Maßnahmen keine Entscheidungen mehr treffen kann. Auch wenn wir nicht zusammen wohnen, müsste ich als seine Freundin da doch auch ein Wörtchen mit zu reden haben, oder?

Antwort von Irene v. Behr:
Nur dann, wenn Ihr Freund das selbst möchte und anstelle seines Bruders und des Rechtsanwalts oder auch zusätzlich zu diesen beiden Personen Sie in seiner ... [mehr]Nur dann, wenn Ihr Freund das selbst möchte und anstelle seines Bruders und des Rechtsanwalts oder auch zusätzlich zu diesen beiden Personen Sie in seiner Patientenverfügung ausdrücklich entsprechend mit benennt. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von MARTINA W.:
Ich lebe mit meinem Lebensgefährten zusammen, wir sind nicht verheiratet. Die Wohnung, in der wir wohnen, gehört ihm und soll im Todesfall seiner Tochter vererbt werden. Muss ich dann ausziehen, falls sie die Wohnung verkaufen oder selbst einziehen möchte? Oder kann mein Partner mir ein Wohnrecht einräumen?

Antwort von Irene v. Behr:
Ihr Partner kann Ihnen ein Wohnungsrecht einräumen. Das sollte auch im Grundbuch eingetragen werden. Die Ausgestaltung im einzelnen können Sie mit einem Anwalt oder Notar klären.

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von HUTZ:
Kann auch nachträglich während der Ehe ein Ehevertrag abgeschlossen werden?

Antwort von Irene v. Behr:
Ja jederzeit. Klären Sie für sich selbst, was sie gern regeln wollen und sprechen Sie mit einem Anwalt oder Notar.

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von SM:
Ist ein Testament nur rechtsgültig durch Beglaubigung eines Notars oder reicht ein von mir handgeschriebenes Testament aus?

Antwort von Irene v. Behr:
Ein sogenanntes privatschriftliches Testament ist ebenso gültig wie ein notarielles. Es muss komplett handgeschrieben sein und sollte Unterschrift und Datum tragen. Da viele Menschen - leider - in ... [mehr]Ein sogenanntes privatschriftliches Testament ist ebenso gültig wie ein notarielles. Es muss komplett handgeschrieben sein und sollte Unterschrift und Datum tragen. Da viele Menschen - leider - in ihren Testamenten Fachbegriffe nicht richtig verwenden und auch nicht alle Eventualitäten bedenken - was dann zu erheblichen Streitigkeiten führen kann - sollten Sie sich auch vor der Errichtung eines privatschriftlichen Testaments besser fachkundig beraten lassen. [weniger]

Peter Krückl
Peter Krückl,
Experte für Risikolebensversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von GRüN-WEISS:
Ich verdiene als Angestellter etwa 5.000 Euro brutto im Monat. Meine Lebensgefährtin ist in Elternzeit und kümmert sich um unseren anderthalbjährigen Sohn. Ob sie nach der Elternzeit in ihren Beruf zurückkehrt, weiß sie noch nicht. Wie hoch sollte ich die Versicherungssumme ansetzen, wenn ich jetzt eine Risikolebensversicherung abschließen will?

Antwort von Peter Krückl:
Als Faustregel für die Hinterbliebenenabsicherung geht man in der Regel von einem Versorgungsbedarf des Drei- bis Fünffachen des Jahresbruttoverdienstes aus.

Volker van den Boom
Volker van den Boom,
Praxis für Paartherapie und Sexualtherapie Aachen/Düsseldorf

Frage von GABY1212:
Ich habe seit Kurzem einen neuen Partner, der eine 6-jährige Tochter hat. Ich komme mit dem Kind recht gut klar, aber sie ist eifersüchtig auf mich. Wenn wir spazieren gehen und ich und mein Partner halten Händchen, kommt sie sofort dazwischen oder schreit. Ebenso beim Essen am Tisch - egal ob im Restaurant oder zu Hause -, sobald er meine Hand nimmt oder kurz mit mir redet, fängt sie an zu schreien oder zu heulen, weil die Aufmerksamkeit mal kurz nicht bei ihr ist. Wie verhalten wir uns am besten?

Antwort von Volker van den Boom:
Ihr Partner sollte seiner Tochter vermehrt zeigen - und nicht erklären - dass er sie liebt und seine Liebe zu Ihnen ihr nichts wegnimmt. Unternehmen Sie ... [mehr]Ihr Partner sollte seiner Tochter vermehrt zeigen - und nicht erklären - dass er sie liebt und seine Liebe zu Ihnen ihr nichts wegnimmt. Unternehmen Sie außerdem etwas mit dem Kind alleine, was das Kind gerne machen möchte. So wird eine Beziehung zwischen ihnen beiden aufgebaut und das Kind lernt, Ihnen zu vertrauen. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von DODO:
Wir leben seit 26 Jahren in sogen. "wilder Ehe" zusammen. Ich bin 62 Jahre alt, mein Lebensgefährte ist 72 Jahre, pensionierter Polizeibeamter. Er hat zwei Töchter aus erster Ehe, zu denen er seit 20 Jahren keinen Kontakt mehr hat. Wir haben getrennte Konten. Ich habe jedoch die Vollmacht für sein Konto. Ferner habe ich die Gesundheitsvollmacht und eine Vorsorgevollmacht für ihn. Ich bin finanziell sehr gut gestellt. Er hingegen muss Unterhalt an seine Exfrau zahlen und seine Pension wird um den Versorgungsausgleich in beträchtlicher Höhe gekürzt. Er hat kein finanzielles Polster. Seit einigen Jahren ist mein Partner an Parkinson und Demenz erkrankt. Aus einer Beziehung ist eine Wohngemeinschaft geworden. Da die Krankheit zügig voranschreitet wird er nicht mehr allzu lange in meinem Haus bleiben können und dann in ein Pflegeheim müssen. Meine Frage ist nun: Kann ich zur Zuzahlung der Heim -und Pflegekosten herangezogen werden, da wir schon so lange zusammen wohnen, aber wohlgemerkt nicht verheiratet sind? Die Kosten werden durch seine Pension nicht gedeckt sein.

Antwort von Irene v. Behr:
Da Sie nicht verheiratet sind, sind Sie Ihrem Partner gegenüber nicht unterhaltspflichtig. Wenn er nach dem Auszug aus Ihrem Haus öffentliche Leistungen in Anspruch nehmen muss, ... [mehr]Da Sie nicht verheiratet sind, sind Sie Ihrem Partner gegenüber nicht unterhaltspflichtig. Wenn er nach dem Auszug aus Ihrem Haus öffentliche Leistungen in Anspruch nehmen muss, kann der Träger dieser Leistungen nur auf diejenigen zukommen, die ihm gegenüber unterhaltspflichtig sind, also beispielsweise auf die Töchter. Lassen Sie sich trotzdem einmal fachkundig beraten, damit Sie auf alle möglichen Schritte und Anfragen vorbereitet sind. [weniger]

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von BRITTA B.:
Wenn nach über 20-jährigem Zusammenleben ohne Trauschein jemand ins Pflegeheim muss, kann der andere dann auch zur Zahlung eventuell nicht gedeckter Pflegekosten verpflichtet werden?

Antwort von Irene v. Behr:
Es besteht keine Unterhaltspflicht. Der Sozialhilfeträger kann sogenannte Dritte nur dann in Anspruch nehmen, wenn die bedürftige Person selbst Ansprüche gegen diese "Dritten" hat.

Irene v. Behr
Irene v. Behr,
Fachanwältin für Familienrecht in eigener Kanzlei in Hamburg. Tätigkeitsschwerpunkte: Ehe- und Familienrecht, Erbrecht

Frage von STREICHI:
Wir leben seit sechs Jahren ohne Trauschein zusammen, mein Partner unterzieht sich jetzt einer OP. Bekomme ich in der Klinik Auskünfte über seinen Zustand und über den weiteren Behandlungsverlauf? Wer darf über unvorhergesehene Eingriffe entscheiden (beide Kinder leben nicht in Deutschland)? Empfiehlt es sich, vorher eine Patientenverfügung zu erstellen? Wann entscheide ich bzw. wann müssen seine Kinder entscheiden und in welcher Reihenfolge?

Antwort von Irene v. Behr:
Ihr Partner sollte eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung errichten und die Einzelheiten dort festlegen. Wenn Sie nicht verheiratet sind und es die genannten Schriftstücke nicht gibt, ... [mehr]Ihr Partner sollte eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung errichten und die Einzelheiten dort festlegen. Wenn Sie nicht verheiratet sind und es die genannten Schriftstücke nicht gibt, gilt für die behandelnden Ärzte ihre Schweigepflicht. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, wir danken Ihnen für die Teilnahme am Chat zum Thema "Glücklich ohne Trauschein". Leider konnten wir heute nicht alle Fragen beantworten, wir hoffen aber, dass Sie Ihre Frage oder zumindest eine ähnliche beantwortet vorgefunden haben. Für heute verabschieden wir uns. Bis nächste Woche, wenn es um "Gelenkprobleme" geht.