07.05.2013:

Risiko Internet

Social Media, Apps, Onlinebanking, E-Mails, Datenklau – wo lauern Gefahren?

Fühlen Sie sich stets sicher, wenn Sie in Facebook posten?
Kennen Sie ausreichend die Risiken beim Online-Banking?
Haben Sie alle Informationen rund um die gefährlichsten Apps?


Das Internet ist eine faszinierende, aber auch eine gefährliche Technologie. Cybermobbing – das Mobbing im Internet oder via Mobiltelefon – ist ein Thema, das immer mehr Menschen bewegt. Wie kann man sich wehren, wenn man im Internet belästigt, bedrängt oder diffamiert wird? Sollte man besser auf Facebook verzichten? Viele Internetnutzer fürchten sich auch vor Betrügern. Worauf muss man beim Shoppen achten? Kann man den Vergleichsportalen im World Wide Web überhaupt trauen? Wie können Käufer sich bei Internet-Auktionen schützen? Und was ist zu tun, wenn eine der berüchtigten Abofallen zugeschnappt ist? Welche Apps sind gefährlich? Immer wieder fragen Verbraucher nach dem Schutz ihrer persönlichen Daten, zum Beispiel beim Online-Abschluss einer Versicherung. Insbesondere um die Geheimzahlen für die Bankkonten sorgen sich viele. Mit neuen Vorsichtsmaßnahmen möchten Verbraucher sich schützen. Doch was hat Aussicht auf Erfolg? Ist es zum Beispiel sicher, sich die Transaktionsnummer fürs Online-Banking per SMS aufs Handy schicken zu lassen?

Chat-Protokoll

Moderator:
Herzlich willkommen zu unserem aktuellen Chat zum Thema „Risiko Internet“. Bis 19 Uhr beantworten unsere Experten Ihre Fragen. Wir freuen uns, dass auch Sie sich für dieses wichtige – und auch spannende – Thema interessieren und werden versuchen, so viele Fakten wie möglich zu klären. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und viele interessante Antworten!

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von JOHANNES_H:
Ich kaufe schon seit längerem bei einem Onlineversender ein, bisher aber nur Kleinigkeiten. Letztens ist mir aber ein Trainingsanzug von einem bekannten Sportartikelhersteller aufgefallen, der soll nur 26.60 Dollar kosten. Auf den Bildern kann man auch erkennen, dass es sich um genau dieses Kleidungsstück handelt, allerdings steht davon nichts in der Beschreibung. Ist das eine Fälschung? Wie finde ich heraus, ob Online-Shops Fälschungen verkaufen? Und falls ich doch auf eine Fälschung reinfalle, kann man mir das ankreiden, zum Beispiel beim Zoll?

Antwort von Andreas Mayer:
Hinter einem Online-Händler könnte sich auch ein sogenannter Fake-Shop (gefälschter Online-Shop) verbergen. Diese locken Käufer oft mit sehr niedrigen Preisen und verschicken meist minderwertige Ware. Wir ... [mehr]Hinter einem Online-Händler könnte sich auch ein sogenannter Fake-Shop (gefälschter Online-Shop) verbergen. Diese locken Käufer oft mit sehr niedrigen Preisen und verschicken meist minderwertige Ware. Wir raten Ihnen daher: Informieren Sie sich. Geben Sie den Namen des Online-Shops in eine Suchmaschine ein, dadurch können Sie negative Erfahrungen anderer Kunden herausfinden und müssen sich nicht auf die Versprechungen der Shop-Betreiber verlassen. In vielen Selbsthilfeforen erfahren Sie ebenfalls, ob Ihr gewählter Online-Händler unseriöse Geschäftspraktiken anwendet. Weitere Tipps zum sicheren Online-Shoppen finden Sie unter: www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/e-commerce/fake-shops.html. Inwieweit Sie damit zollrechtliche Bestimmungen verletzen, muss im Einzelfall geklärt werden (Produktpiraterie). Grundsätzlich gilt: Kein Einkauf im Zweifelsfall. [weniger]

Peter Wittmann
Peter Wittmann,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von BIGGI-700:
Würden Sie dazu raten, Verträge (Stromanbieter, Handyverträge etc.) online abzuschließen? Ich bin oft verunsichert, auch weil die anbietenden Firmen meist keine Telefonnummer anbieten und man das Gefühl hat, tatsächliche Sachbearbeiter nicht erreichen zu können.

Antwort von Peter Wittmann:
Ich selbst habe auch über das Internet meine Verträge für Strom und Handy abgeschlossen. Hierbei habe ich auf eine mir bekannte Firma geachtet. Ob der von ... [mehr]Ich selbst habe auch über das Internet meine Verträge für Strom und Handy abgeschlossen. Hierbei habe ich auf eine mir bekannte Firma geachtet. Ob der von Ihnen gewählte Anbieter einen guten Kundenservice hat, können Sie gut in diversen Foren erfahren. Hier werden diese Themen oft diskutiert. Eine Telefonnummer für Rückfragen finde ich persönlich sehr wichtig und sie sollte zwingend erforderlich sein, wenn ich ein Vertragsverhältnis eingehe. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von KARINA_34:
Wie riskant ist es, an einem fremden PC (Internetcafe, Uni, etc.) Mails abzurufen? Bleiben diese oder das Passwort dort gespeichert?

Antwort von Olaf Pursche:
Wenn Sie einige Tipps beachten, ist die Mail-Nutzung in Internetcafés zumindest sicherer. Geheime Informationen sollten Sie trotzdem nicht von hier abrufen. Ansonsten gilt: Sobald Sie Ihren ... [mehr]Wenn Sie einige Tipps beachten, ist die Mail-Nutzung in Internetcafés zumindest sicherer. Geheime Informationen sollten Sie trotzdem nicht von hier abrufen. Ansonsten gilt: Sobald Sie Ihren Mailverkehr beendet haben, sollten Sie alle im Browser gespeicherten Daten löschen. Je nach Einstellung des Browsers werden unter Umständen Cookies oder auch Passwörter automatisch gespeichert. Persönliche Daten, die in Cookies gespeichert sind, aber auch Passwörter könnten missbraucht werden. Sie sollten diese darum unbedingt löschen. Alle gängigen Browser erlauben das im Einstellungsmenü unter "Sicherheit" oder "Datenschutz". [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von MARCO G.:
Wie sicher ist Sykpe? In meiner Firma ist Skype aus Sicherheitsgründen verboten, so genau weiss ich aber nicht warum. Stimmt es, dass Skype "wie ein offenes Fenster für Internetkriminelle" ist?

Antwort von Andreas Mayer:
Skype ist eine Möglichkeit der IP-Telefonie mit Instant-Messaging-Funktion, Dateiübertragung und Videotelefonie. Für das Skypen gelten alle grundsätzlichen Regeln für die Sicherheit im Umgang mit Neuen Medien. ... [mehr]Skype ist eine Möglichkeit der IP-Telefonie mit Instant-Messaging-Funktion, Dateiübertragung und Videotelefonie. Für das Skypen gelten alle grundsätzlichen Regeln für die Sicherheit im Umgang mit Neuen Medien. Das heißt, diese Art der Telekommunikation ist bei richtigem Gebrauch unter Nutzung aller Sicherheitseinstellungen eine relativ sichere Anwendung, birgt aber auch - nicht zuletzt durch nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch - einige Risiken und Gefahren in sich (zum Beispiel durch die Nutzung sogenannter Hotspots etc.). Skype ist in vielen Unternehmensnetzwerken nicht zugelassen, da die eingesetzte Peer-to-Peer-Technik von den IT-Verantwortlichen als sicherheitstechnisch fragwürdig eingestuft wird (Stichworte: Firewall, Schutz vor Viren und Trojanern, externer Datenverkehr, Abhörsicherheit, Wirtschaftsspionage). [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von JULIUS_J.:
Ich habe ein MacBook und gehört, dass man bei diesen Geräten keine zusätzlichen Virenschutz- und Sicherheitsprogramme braucht, weil Sie generell schlechter angreifbar sind. Stimmt das? Sollte ich trotzdem Sicherheitsprogramme installieren?

Antwort von Olaf Pursche:
Korrekt ist, dass es auch aktuell deutlich weniger Schadprogramme für den Mac als für den PC gibt. Allerdings ist das nur eine trügerische Sicherheit. Die steigende ... [mehr]Korrekt ist, dass es auch aktuell deutlich weniger Schadprogramme für den Mac als für den PC gibt. Allerdings ist das nur eine trügerische Sicherheit. Die steigende Verbreitung von Apple-Rechnern zog auch ein dramatisches Wachstum der Schädlingsrate nach sich. Davon abgesehen sagt die Anzahl von Schadprogrammen wenig über die tatsächliche Bedrohungslage aus. Gefährliche Trojaner, die Bank- und Login-Daten abfangen, gibt es auch für Mac. Die Installation eines Anti-Viren-Programms ist darum absolut zu empfehlen. [weniger]

Peter Wittmann
Peter Wittmann,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von DERMIRKO:
Sie kennen sich ja mit Versicherungen aus. Kann man den Vergleichsportalen für Versicherungen überhaupt trauen? Oder geht man doch besser gleich zu seinem Versicherungsvertreter?

Antwort von Peter Wittmann:
Viele Vergleichsportale bieten Suchergebnisse von Kooperationsunternehmen an. Dies kann von Vergleichsportal zu Vergleichsportal unterschiedlich sein. Um einen umfassenden Überblick zu haben, sollten Sie daher bei mehreren ... [mehr]Viele Vergleichsportale bieten Suchergebnisse von Kooperationsunternehmen an. Dies kann von Vergleichsportal zu Vergleichsportal unterschiedlich sein. Um einen umfassenden Überblick zu haben, sollten Sie daher bei mehreren Vergleichsportalen Ihre Suchanfrage eingeben. Dies ist zwar aufwändig, Sie erhalten so jedoch ein breites Produktangebot. Versicherungsvertreter oder -makler bieten Ihnen meist Produkte der eigenen Versicherung an. Um auch hier einen umfassenden Überblick über alle Produkte zu haben, sollten Sie mit mehreren Versicherungsvertretern einen Termin vereinbaren. Bei der Vorauswahl einer potentiellen Versicherungsgesellschaft können Ihnen die diversen Vergleichsportale helfen. Vergleichsportale sind Vermittler zu einer Versicherungsgesellschaft. Das Vertragsverhältnis (und Versicherungsschutz) besteht mit der Gesellschaft, mit der Sie den Vertrag schließen. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von CHRIS:
Ich bekomme immer wieder Zahlungsaufforderungen für Dinge, die ich nicht bestellt habe. Darunter befinden sich Online-Shops wie Amazon, Libri etc. Ich gehe mittlerweile davon aus, dass meine Konten dort gehackt wurden, und bekomme schon Mahnungen. Wie kann ich mich dagegen wehren?

Antwort von Andreas Mayer:
Neben den Konten in den besagten Shops könnte auch Ihr E-Mail-Account gehackt worden sein. Darüber könnten die Täter auch an die Zugangsdaten für Ihre Konten gekommen ... [mehr]Neben den Konten in den besagten Shops könnte auch Ihr E-Mail-Account gehackt worden sein. Darüber könnten die Täter auch an die Zugangsdaten für Ihre Konten gekommen sein. Wechseln Sie daher zunächst die Passwörter für alle Anwendungen im Internet, damit kein weiterer Schaden entstehen kann. Wie Sie sichere Passwörter anlegen, erfahren Sie unter: www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/sicherheitskompass/sichere-passwoerter.html . Es könnte sich aber auch um Betrugsversuche handeln. In diesem Fall sollten Sie die Mails einfach löschen. Wenn Sie nichts bestellt haben, sollten Sie die Zahlungen nicht begleichen. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von JENNY M.:
Ich möchte gerne eine Reise online buchen, weil es billiger ist als im Reisebüro. Ich habe mittlerweile aber schon von vielen negativen Erfahrungen gehört, beispielsweise dass Hotels gar nicht existiert haben. Über welche Portale kann ich sicher buchen? Was muss ich bei der Zahlung beachten?

Antwort von Olaf Pursche:
Hier möchte ich Sie gern auf den umfangreichen Reisetest meiner Kollegen aus dem Internet-Ressort verweisen, den Sie bei Computer Bild online finden: http://www.computerbild.de/artikel/cb-Tests-Software-Online-Reisebueros-Test-Reiseanbieter-8227508.html

Peter Wittmann
Peter Wittmann,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von ERWIN 38:
Meine Versicherung hat im Internet einen Kundenbereich, in den man sich einloggen kann. Ist das genauso sicher wie bei einer Bank?

Antwort von Peter Wittmann:
Kundenbereiche besitzen einen besonders starken Datenschutz. Auch Versicherungen sind Ihre Daten sehr wichtig. Die Information, wie die Verschlüsselung Ihrer Daten gehandhabt wird, können Sie direkt von ... [mehr]Kundenbereiche besitzen einen besonders starken Datenschutz. Auch Versicherungen sind Ihre Daten sehr wichtig. Die Information, wie die Verschlüsselung Ihrer Daten gehandhabt wird, können Sie direkt von Ihrer Versicherung holen. Ich selbst nutze auch den Kundenbereich, bin sehr zufrieden damit und hatte noch keinerlei Probleme. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von SUNNY:
Ich habe eine kostenfreie E-Mail-Adresse, die nur eine Person kennt. Beim Einloggen kam nun der Hinweis, dass jemand dreimal versucht hat, sich mit einem falschen Passwort einzuloggen. Ich war es nicht. Aber wer kann es gewesen sein?

Antwort von Olaf Pursche:
Das lässt sich nur schwer feststellen. Auf jeden Fall sollten Sie regelmäßig Ihr Kennwort wechseln, denn möglicherweise interessiert sich jemand für Ihre Privat-Mails.

Peter Wittmann
Peter Wittmann,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von LIZ007:
Worauf muss man beim Shoppen, beim Abschluss einer Versicherung und beim Online-Banking achten?

Antwort von Peter Wittmann:
Ob eine aufgerufene Seite sicher ist, kann man nie hundertprozentig sagen. Wenn Sie eine Seite aufrufen, die Ihnen nicht vertrauenswürdig erscheint, sollten Sie den Aufruf der ... [mehr]Ob eine aufgerufene Seite sicher ist, kann man nie hundertprozentig sagen. Wenn Sie eine Seite aufrufen, die Ihnen nicht vertrauenswürdig erscheint, sollten Sie den Aufruf der Website unterlassen und sich besser nochmals über Kundenerfahrungen mit der Website beziehungsweise dem Unternehmen in Google, Foren, Blogs oder bei Verbraucherverbänden informieren. Bei bekannten und vertrauenswürdigen Marken kann man in der Regel nichts falsch machen. Aber auch hier sollte man immer nochmals prüfen, ob man sich auf der wirklichen Website der Marke befindet und nicht auf eine Produktpiraten-Seite gelangt ist. Manche Seiten lassen sich von unabhängigen Instituten wie dem TÜV überprüfen. Diese tragen dann auch das "TÜV Safer-Shopping" Zeichen. Schauen Sie auch, ob die Seite beim Kaufprozess über eine gesicherte Verbindung (SSL) verfügt. Dies erkennen Sie am Schloss-Symbol in der Adresszeile. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von MAXI-MAX:
Meine XBOX Kinect schießt während des Spiels Fotos, die man sich als Spieler später anschauen kann. Darf Kinect meine Fotos später einfach via Facebook etc. veröffentlichen, ohne dass ich zugestimmt habe?

Antwort von Andreas Mayer:
Diese Frage können wir leider nicht abschließend beantworten. Schauen Sie in die AGBs, ob Sie mit der Zustimmung zu den AGBs nicht gleichzeitig auch eine Zustimmung ... [mehr]Diese Frage können wir leider nicht abschließend beantworten. Schauen Sie in die AGBs, ob Sie mit der Zustimmung zu den AGBs nicht gleichzeitig auch eine Zustimmung zur Bildweitergabe erteilt haben. Nur wenn dies nicht der Fall ist, können Sie sich dagegen zur Wehr setzen. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von MARIO:
Meine Freundin hat im Internet eingekauft und meine Kreditkarte dazu benutzt. Jetzt habe ich Angst um meine Daten. War das zu leichtsinnig von ihr?

Antwort von Olaf Pursche:
Generell sollten Sie Ihre Kreditkarte besser gar nicht aus den Händen geben. Allerdings haben Sie immer noch die Möglichkeit, Ihre Abrechnung zu prüfen. Dann sehen Sie ... [mehr]Generell sollten Sie Ihre Kreditkarte besser gar nicht aus den Händen geben. Allerdings haben Sie immer noch die Möglichkeit, Ihre Abrechnung zu prüfen. Dann sehen Sie genau, welche Zahlungen mit Ihrer Karte getätigt wurden. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von HANNO_12:
Ich habe bei Facebook einige Alben hochgeladen, da ich als Hobbyfotograf arbeite. Kann ich irgendwie verhindern, dass meine Bekannten und Freunde diese Fotos runterladen können? Schließlich handelt es sich dabei doch um eine Urheberrechtsverletzung, oder?

Antwort von Olaf Pursche:
Wirklich verhindern lässt sich das nicht. Generell sollten Sie wissen, dass sich sogar Facebook in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Nutzung Ihrer Bilder rechtlich einräumt. Indem Sie ... [mehr]Wirklich verhindern lässt sich das nicht. Generell sollten Sie wissen, dass sich sogar Facebook in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Nutzung Ihrer Bilder rechtlich einräumt. Indem Sie nur Ihre Freunde und Bekannte auf Ihre Bilder zugreifen lassen, haben Sie ja bereits eine Auswahl an Personen getroffen, denen Sie vertrauen. Eine Funktion, die das Runterladen unterbindet, gibt es nicht. Sie sollten also genau festlegen, wer Ihre Bilder sehen darf und wer nicht. [weniger]

Peter Wittmann
Peter Wittmann,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von FRAGER:
Ich möchte eine Rentenversicherung abschließen. Weil es für mich dabei um viel Geld und um mein Auskommen im Alter geht, bin ich natürlich sehr vorsichtig. Verglichen habe ich online schon sehr viele Angebote. Aber ich bin mir noch nicht sicher, ob es mit einem Versicherungsabschluss im Internet alles seine Richtigkeit hat. Wer prüft denn das? Und bekomme ich dann auch wirklich meine Rente?

Antwort von Peter Wittmann:
Auch Direktversicherer im Internet unterliegen der Aufsicht der BaFin wie jedes andere Versicherungsunternehmen. Hier macht das Gesetz keine Unterschiede. Das ist auch gut so und sehr ... [mehr]Auch Direktversicherer im Internet unterliegen der Aufsicht der BaFin wie jedes andere Versicherungsunternehmen. Hier macht das Gesetz keine Unterschiede. Das ist auch gut so und sehr wichtig. Wenn die Versicherung, für die Sie sich entscheiden, Ihnen seriös vorkommt, so können Sie den Vertrag abschließen. Sie haben bei Vertragsabschluss ein Widerrufsrecht, welches Sie wahrnehmen können, sollten die Vertragsdokumente nicht eintreffen oder Sie sich anderweitig entschieden haben. [weniger]

Peter Wittmann
Peter Wittmann,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von ALIEN_7_7_X:
Versicherungen sind ja ziemlich kompliziert, das sehe ich ein. Aber muss ich wirklich so viele Daten angeben, wenn ich online eine Hausratversicherung abschließen will?

Antwort von Peter Wittmann:
Es kommt ganz darauf an, bei welchem Anbieter Sie sich eine Hausratversicherung berechnen lassen. Zwingende Berechnungsinformationen sind die PLZ zur Einstufung in eine Tarifgruppe und die gewünschte ... [mehr]Es kommt ganz darauf an, bei welchem Anbieter Sie sich eine Hausratversicherung berechnen lassen. Zwingende Berechnungsinformationen sind die PLZ zur Einstufung in eine Tarifgruppe und die gewünschte Versicherungssumme. Anhand dieser beiden Grundangaben errechnet sich der zu zahlende Beitrag. Weitere Angaben wie Bedachung, Selbstbeteiligung, etc. sind von Versicherung zu Versicherung verschieden. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von JENS:
Ein ferner Bekannter von mir hat einige meiner Facebookfotos von meiner Seite heruntergeladen und mit sehr gemeinen Kommentaren gepostet. Auf den Fotos sind auch Freunde von mir - wir alle werden jetzt lächerlich gemacht und beleidigt. Kann ich irgendetwas tun?

Antwort von Andreas Mayer:
Machen Sie Ihren Bekannten darauf aufmerksam, dass er Fotos von Ihnen nicht ohne Ihre Zustimmung verbreiten darf. Er verletzt urheberrechtliche Bestimmungen. Fordern Sie ihn auf, Bilder ... [mehr]Machen Sie Ihren Bekannten darauf aufmerksam, dass er Fotos von Ihnen nicht ohne Ihre Zustimmung verbreiten darf. Er verletzt urheberrechtliche Bestimmungen. Fordern Sie ihn auf, Bilder und Kommentare sofort zu löschen. Sollte er dies nicht tun, haben Sie die Möglichkeit, bei der Polizei Anzeige (auch wegen Beleidigung) zu erstatten. Ferner können Sie die Löschung der Inhalte bei Facebook beantragen. Grundsätzlich empfehlen wir, so wenige Bilder und Videos wie möglich in sozialen Netzwerken einzustellen, um eben dem Missbrauch durch Dritte vorzubeugen. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von FRANZI AK.:
Hilfe! Ich bin auf einem Minijobportal darauf gestoßen, dass ich Pakete für eine fremde Person annehmen soll und dafür einen kleinen Nebenverdienst erhalte. Die Pakete wurden daraufhin persönlich bei mir abgeholt. Ohne Telefonnummer oder Adresse zu hinterlegen, aber mit der Aussage, dass die Pakete komplett bezahlt wurden. Nun hat sich herausgestellt, dass die Pakete nicht bezahlt wurden und die Rechnungen kommen alle zu mir. Mittlerweile habe ich die dritte Mahnung erhalten vom Inkasso-Büro. Ich war daraufhin bei der Polizei und habe eine Strafanzeige gegen unbekannt gemacht. Laut der Aussage darf ich es nicht bezahlen. Wie komme ich da wieder raus?

Antwort von Andreas Mayer:
Leider ist die Anwerbung von sogenannten Paketagenten eine aktuelle Betrugsmasche, der Sie zum Opfer gefallen sind. Die Anzeige bei der Polizei war ein wichtiger Schritt, um ... [mehr]Leider ist die Anwerbung von sogenannten Paketagenten eine aktuelle Betrugsmasche, der Sie zum Opfer gefallen sind. Die Anzeige bei der Polizei war ein wichtiger Schritt, um den Vorfall aufklären zu können. Bitte seien Sie sich darüber im Klaren, dass Sie nicht nur Opfer, sondern auch tatverdächtig sind. Wir gehen davon aus, dass Sie die Tätigkeit bereits eingestellt haben. Wir empfehlen Ihnen zudem, dem Inkasso-Büro Ihren Fall zu schildern, damit dieses gegebenfalls auf weitergehende Maßnahmen verzichtet. Wir raten Ihnen dazu, sich einen Rechtsbeistand zu suchen, da erfahrungsgemäß zivilrechtliche Forderungen auf Sie zukommen werden. Bei der Suche nach einem Anwalt helfen Ihnen auch Verbraucherzentralen in Ihrer Nähe. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von HEIDE:
Seit Kurzem wird meine E-Mail-Adresse missbraucht. Ich habe schon vier verschiedene Mahnungen von unterschiedlichen Händlern erhalten. Über Rechnungen von circa 700 Euro und mit Drohungen, weitere Schritte einzuleiten. Ich habe nichts bestellt und erhalten. Wie verhalte ich mich richtig? Auch wenn weitere unterschiedliche Forderungen kommen. Die Anhänge habe ich nicht geöffnet.

Antwort von Andreas Mayer:
Eventuell hat jemand das Passwort für Ihren E-Mail-Account herausgefunden und diesen für illegale Geschäfte verwendet. Sie sollten entweder sofort Ihr Passwort wechseln oder sich ein neues ... [mehr]Eventuell hat jemand das Passwort für Ihren E-Mail-Account herausgefunden und diesen für illegale Geschäfte verwendet. Sie sollten entweder sofort Ihr Passwort wechseln oder sich ein neues E-Mail-Konto anlegen. Grundsätzlich sollten Sie sichere Passwörter für Ihre Internetanwendungen verwenden. Wie Sie ein sicheres Passwort anlegen können, erfahren Sie unter: www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/sicherheitskompass/sichere-passwoerter.html. Bei diesen E-Mails könnte es sich auch um Betrugsversuche handeln. Wenn Sie nichts bestellt oder gekauft haben, sollten Sie die Zahlungsaufforderungen nicht begleichen, sondern die Händler auf Ihre Situation hinweisen. Holen Sie sich Hilfe bei der nächstgelegenen Verbraucherzentrale oder bei der Polizei vor Ort. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von HEINER_22:
Wo würden Sie mir empfehlen, sensible Daten zu speichern? In einer Cloud oder lieber zu Hause auf einer externen Festplatte bzw. auf dem eigenen PC?

Antwort von Olaf Pursche:
Ich selbst speichere wichtige Daten nicht in Cloud-Speichern, sondern verschlüsselt auf meinem PC. Über ein automatisiertes Backup landen meine Daten jeden Abend - ebenfalls verschlüsselt - ... [mehr]Ich selbst speichere wichtige Daten nicht in Cloud-Speichern, sondern verschlüsselt auf meinem PC. Über ein automatisiertes Backup landen meine Daten jeden Abend - ebenfalls verschlüsselt - zur Sicherung auf einer externen Festplatte. Wollen Sie auch unterwegs über solche Daten verfügen, können Sie einen Cloud-Speicherdienst nutzen. Allerdings sollten Sie auch hier Ihre Daten bereits verschlüsselt hochladen. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von STERNENSTAUB33:
Welche Internetdaten von mir werden an Behörden weitergeben? Ist es wirklich wahr, dass meine komplette Netzbewegung aufgezeichnet wird? Ich mache nichts Strafbares. Trotzdem wäre es mir unangenehm, wenn jemand meine komplette Aktivität überwachen könnte ...

Antwort von Andreas Mayer:
Grundsätzlich werden keine Internetdaten von Nutzern an Behörden weitergegeben. Dies ist nur auf konkrete Anfrage, zum Beispiel bei Verdacht auf eine Straftat möglich. Eine Weitergabe von ... [mehr]Grundsätzlich werden keine Internetdaten von Nutzern an Behörden weitergegeben. Dies ist nur auf konkrete Anfrage, zum Beispiel bei Verdacht auf eine Straftat möglich. Eine Weitergabe von Daten darf nur im Einzelfall und unter bestimmten rechtlichen Voraussetzungen erfolgen. Diese muss auch jederzeit rechtlich überprüfbar sein. Eine pauschale staatliche Überwachung von Internetnutzern gibt es nicht. [weniger]

Peter Wittmann
Peter Wittmann,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von JüRGEN:
Ich bin gerade dabei, mir eine eigene Website zu erstellen (arbeite nebenbei freiberuflich als Fotograf und Autor) und weiß, dass im Impressum eine Adresse und Telefonnummer angegeben muss. Ich möchte aber eigentlich nicht, dass meine Adressdaten irgendwo online zu finden sind. Kann ich das umgehen?

Antwort von Peter Wittmann:
Sie können die Angabe einer Adresse nicht umgehen. User benötigen bei Rechtsfragen eine Adresse, an die eine Beschwerde gebracht werden kann. Sie können jedoch die Möglichkeit nutzen, ... [mehr]Sie können die Angabe einer Adresse nicht umgehen. User benötigen bei Rechtsfragen eine Adresse, an die eine Beschwerde gebracht werden kann. Sie können jedoch die Möglichkeit nutzen, ein Postfach einzurichten, damit Ihre private Adresse nicht veröffentlicht wird. Das Postfach muss jedoch regelmäßig geleert werden und dient nicht als Umgehung der Rechtsvorschriften. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von ANNE87:
Ist es sicher, sich die Online-Banking-Transaktionsnummer mit einer SMS schicken zu lassen?

Antwort von Olaf Pursche:
Nein. Gerade für Smartphones kursieren seit geraumer Zeit auf das Abfangen von mTANs spezialisierte Schädlinge wie Zeus oder SpyEye. Sicherer ist der Einsatz sogenannter SmartTANs (auch ... [mehr]Nein. Gerade für Smartphones kursieren seit geraumer Zeit auf das Abfangen von mTANs spezialisierte Schädlinge wie Zeus oder SpyEye. Sicherer ist der Einsatz sogenannter SmartTANs (auch optische TAN genannt). Noch sicherer ist der Einsatz des SmartTAN plus-Verfahrens. Fragen Sie bei Ihrer Bank nach, ob dieses Verfahren angeboten wird. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von CLAUDIA:
Welches kostenlose Sicherheitsprogramm können Sie empfehlen?

Antwort von Olaf Pursche:
Generell empfehle ich kostenlose Sicherheitsprogramme nicht so gern. Das hat vor allem den Grund, dass den meisten Kostenlosen entscheidende Funktionen fehlen. Dazu gehört etwa die verhaltensbasierte ... [mehr]Generell empfehle ich kostenlose Sicherheitsprogramme nicht so gern. Das hat vor allem den Grund, dass den meisten Kostenlosen entscheidende Funktionen fehlen. Dazu gehört etwa die verhaltensbasierte Erkennung von Schädlingen. Nur über diese Erkennungsfunktion lässt sich in einer geschützten Umgebung feststellen, was eine möglicherweise schädliche Software wirklich auf Ihrem PC anstellen will. Auch die Versorgung mit sogenannten Viren-Signaturen ist bei Kaufprogrammen meist besser. Sie werden häufiger und schneller per Internet mit den neusten "Steckbriefen für Schädlinge" geimpft. Kein Wunder, immerhin betreiben die Anbieter einigen Aufwand, um neuen Schadprogrammen auf die Spur zu kommen und wollen dafür eben auch Geld sehen. Eine Gratis-Software, wie etwa von Avira, ist aber deutlich besser, als gar keinen Virenscanner zu nutzen. Wenn Sie sparen möchten, empfehle ich den Kauf einer PC-Zeitschrift, etwa Computer Bild. Hier finden Sie meist die Vollversion eines Schutzprogramms. [weniger]

Moderator:
Dieser Chat zum Thema „Risiko Internet“ wird moderiert. Unser Moderator legt den Experten erst die Fragen vor, die von viele User interessieren.

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von STELLA88:
Mein Ex bedrängt mich bei Facebook und macht mich bei unseren gemeinsamen Freunden schlecht. Was kann ich dagegen unternehmen? Wenn ich meinen Account kündige, kriege ich ja nichts mehr mit!

Antwort von Andreas Mayer:
Beleidigende oder sogar bedrohliche E-Mails sollten nicht toleriert werden - auch nicht wenn sie von einem Ex-Freund stammen. Vertrauen Sie sich Ihren Freunden an und erklären ... [mehr]Beleidigende oder sogar bedrohliche E-Mails sollten nicht toleriert werden - auch nicht wenn sie von einem Ex-Freund stammen. Vertrauen Sie sich Ihren Freunden an und erklären Sie die Situation. Bewahren Sie Beweismaterial auf: Speichern Sie die verbreiteten Bilder und beleidigende E-Mails und SMS. Fordern Sie Ihren Ex-Freund unmissverständlich auf, mit seinem Verhalten aufzuhören. Wenden Sie sich gegebenenfalls an die Polizei und erstatten Sie Anzeige. Wir empfehlen grundsätzlich: Null Toleranz. Ihren Account zu kündigen, macht in Ihrem Fall keinen Sinn. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von KEVIN:
Ich schätze, dass ich mittlerweile um die 30 Trojaner und Wümer auf meinem PC habe. Wie werde ich die los?

Antwort von Olaf Pursche:
Zuerst stellt sich die Frage, woher Sie wissen, dass sich eine entsprechende Anzahl von Schadprogrammen auf Ihrem PC tummelt. Aber davon abgesehen sollten Sie ein aktuelles ... [mehr]Zuerst stellt sich die Frage, woher Sie wissen, dass sich eine entsprechende Anzahl von Schadprogrammen auf Ihrem PC tummelt. Aber davon abgesehen sollten Sie ein aktuelles Anti-Viren-Programm einsetzen. Bei Installation besteht die Möglichkeit einer Virenprüfung von der CD/DVD. Damit sollten sich bereits vorhandene Schädlinge aufspüren und ausschalten lassen. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von ARIELLE:
Mein Freund behauptet, das Apps gefährlich sein können. Stimmt das?

Antwort von Olaf Pursche:
Ja, das stimmt. Zum einen gibt es in App-Stores häufig Apps, die mit Schadprogrammen infiziert sind. Die größere Gefahr geht aber von der Daten-Neugier vieler Apps ... [mehr]Ja, das stimmt. Zum einen gibt es in App-Stores häufig Apps, die mit Schadprogrammen infiziert sind. Die größere Gefahr geht aber von der Daten-Neugier vieler Apps aus. Gerade Gratis-Apps lohnen sich für Hersteller nur, wenn sie dafür Daten vom und über den Nutzer erhalten. Das geht vom Absaugen aller gespeicherten Adressdaten bis zur ständigen Standortüberwachung. Sie sollten sich darum vor Installation genau anschauen, welche Rechte Sie einer App auf Ihrem Smartphone gestatten. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von JENNA345:
Ich bekomme immer wieder Spammails mit großen Zahlungsaufforderungen, sie sehen sehr echt aus und ich bekomme jedes mal einen Schreck. Wie kann ich mich gegen sowas schützen? Einen Spamordner habe ich schon, der sortiert aber sehr seltsam.

Antwort von Andreas Mayer:
Sie haben eigentlich schon alles Wichtige getan - einen absoluten Schutz gibt es nicht. Am besten ist es, die Sicherheitseinstellungen Ihres E-Mail-Accounts immer auf dem aktuellesten ... [mehr]Sie haben eigentlich schon alles Wichtige getan - einen absoluten Schutz gibt es nicht. Am besten ist es, die Sicherheitseinstellungen Ihres E-Mail-Accounts immer auf dem aktuellesten Stand zu halten. Wenn Sie solche Mails erhalten, sollten Sie diese schlicht sofort löschen. [weniger]

Moderator:
Falls wir nicht alle Fragen beantworten können, hoffen wir auf Ihr Verständnis. Wir achten darauf, zuerst Fragen von allgemeinem Interesse zu beantworten. So profitieren viele Teilnehmer von diesem Chat. Unser Tipp: Schauen Sie sich bitte auch die anderen Antworten an. Eventuell sind Ihre Fragen damit schon beantwortet.

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von HELLA_VON_HIMMEL:
Welche Daten werden durch das Nutzen von WhatsApp weitergeben/gespeichert?

Antwort von Olaf Pursche:
Abgesehen davon, dass sich diese App lange Zeit ungefragt das Adressbuch von Ihrem Smartphone einverleibte, hat Whatsapp auch andere Sicherheitsdefizite. Größter Aufreger: Eine Lücke erlaubte es ... [mehr]Abgesehen davon, dass sich diese App lange Zeit ungefragt das Adressbuch von Ihrem Smartphone einverleibte, hat Whatsapp auch andere Sicherheitsdefizite. Größter Aufreger: Eine Lücke erlaubte es Hobby-Spionen, mit einfachen Mitteln aus einem WLAN-Netz gesendete Nachrichten mitzulesen. Auch der Passwort-Generator der Android-App erwies sich als unsicher. Der Web-Entwickler Sam Granger fand heraus, dass Hacker mit geringem Aufwand Zugriff auf Nutzerkonten erhalten. Weitere Informationen finden Sie etwa unter: http://www.computerbild.de/artikel/cb-Tests-Handy-Apps-Test-WhatsApp-MySMS-iMessage-ChatOn-Yuilop-7659122.html [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von ALEX:
In meiner Klasse gibt es einen Jungen, der immer wieder bei Facebook gemobbt wird. Das fängt bei kleinen Dingen an (böse Kommentare etc.) und wird manchmal ziemlich gemein (Ausschluss aus Gruppen, gemeine Bilder etc.). Ich würde ihm gerne helfen – soll er sich lieber ganz abmelden?

Antwort von Andreas Mayer:
Kinder und Jugendliche sollten sich nicht allein gegen Mobbing wehren. Sie sollten immer Erwachsene, Eltern oder Vertrauenslehrer einbeziehen. Nur so kann das Mobbing wirkungsvoll gestoppt werden. ... [mehr]Kinder und Jugendliche sollten sich nicht allein gegen Mobbing wehren. Sie sollten immer Erwachsene, Eltern oder Vertrauenslehrer einbeziehen. Nur so kann das Mobbing wirkungsvoll gestoppt werden. Ferner kann sich der Betroffene gegebenenfalls auch an die Polizei wenden. Einen Account abzumelden, ist auf Dauer keine Lösung, weil man sich noch mehr isoliert. Grundsätzlich sollte man bei Freundschaftsanfragen in sozialen Netzwerken wählerisch sein. Bei Problemen kann man sich jederzeit auch an die Nummer gegen Kummer oder www.hast-du-stress.de wenden. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von FREDERICK:
Ich möchte mir gerne einige neue Apps runterladen - im AppStore kann man aber nur mit Kreditkarte bezahlen. Ist das sicher?

Antwort von Olaf Pursche:
Generell ist keine Bezahlvariante per Internet absolut sicher. Über Sicherheitslecks der Online-Dienstebetreiber besorgen sich Angreifer regelmäßig massenhaft Kreditkartendaten. Da der Missbrauch nicht auszuschließen ist, sollten Sie ... [mehr]Generell ist keine Bezahlvariante per Internet absolut sicher. Über Sicherheitslecks der Online-Dienstebetreiber besorgen sich Angreifer regelmäßig massenhaft Kreditkartendaten. Da der Missbrauch nicht auszuschließen ist, sollten Sie Ihre Kartenabrechnung darum ständig im Auge behalten. Im Falle missbräulicher Abbuchungen können Sie sich das Geld durch Rückbuchung immerhin zurückholen. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von JANA K.:
Ich (16) bin vor Kurzem bei Facebook auf die Profilseite eines Jungen gestoßen, der in meine Schule geht (aber nicht in meine Klasse). Sein Profilbild schaut ganz normal aus, aber ein paar Leute hatten Kommentare geschrieben wie: "Oh Mann, du bist so hässlich ey", "Keiner mag dich", "Du schwuch*tel", "Bah wie kann man sowas nur auf facebook stellen?!" und ähnliche Kommentare bei anderen Bildern. Ich bin erst gestern wieder darauf zurückgekommen, die betreffenden mal zu fragen, was das soll, und versuche, diese Bilder und Kommentare wieder zu finden, aber sie wurden gelöscht. Was kann ich gegen weitere "Attacken" auf diesen Jungen tun?

Antwort von Andreas Mayer:
Man sollte sich nie allein gegen Mobbing wehren, sondern immer Erwachsene, Eltern oder Vertrauenslehrer hinzuziehen. Nur so kann man Mobbing wirkungsvoll stoppen. Selbstverständlich kann man sich ... [mehr]Man sollte sich nie allein gegen Mobbing wehren, sondern immer Erwachsene, Eltern oder Vertrauenslehrer hinzuziehen. Nur so kann man Mobbing wirkungsvoll stoppen. Selbstverständlich kann man sich auch direkt an die Polizei wenden. Dafür sollte man beleidigende Inhalte gleich sichern und für eine Anzeige bei der Polizei aufbewahren. Weitere Tipps gibt es unter: www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/cybermobbing.html [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von TIMO_OBERHOLZ:
Wie sicher ist das Internet in Cafés wie Starbucks etc.? Kann es mir dort passieren, dass über das WLan sensible Daten von mir an andere weitergeben werden?

Antwort von Olaf Pursche:
Solche offenen WLAN-Verbindungen sind unsicher. Für Angreifer ist es sehr leicht, hier Ihre Zugangsdaten, etwa für Facebook, Ebay oder andere Dienste, abzugreifen. Darum sollten Sie die ... [mehr]Solche offenen WLAN-Verbindungen sind unsicher. Für Angreifer ist es sehr leicht, hier Ihre Zugangsdaten, etwa für Facebook, Ebay oder andere Dienste, abzugreifen. Darum sollten Sie die Einwahl in solche Hotspots generell vermeiden oder diese nur im Notfall nutzen. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von GARTENZWERG 23:
Ab wann ist Mobbing im Internet strafbar? Gehört Witze machen über Facebook schon dazu?

Antwort von Andreas Mayer:
Mobbing selbst ist kein Straftatbestand. Aber in Mobbing vereinigen sich einzelne Straftaten. Unter Mobbing versteht man ein aggressives Verhalten, mit dem ein anderer Mensch, der in ... [mehr]Mobbing selbst ist kein Straftatbestand. Aber in Mobbing vereinigen sich einzelne Straftaten. Unter Mobbing versteht man ein aggressives Verhalten, mit dem ein anderer Mensch, der in der Regel körperlich oder psychisch unterlegen ist, über einen längeren Zeitraum systematisch fertig gemacht und letztendlich hierdurch geschädigt wird. Dabei werden in der Regel Straftatbstände verwirklicht, zum Beispiel Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, Nötigung, unerlaubt Bilder zu posten etc. Diese können Sie auszugsweise unter www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/cybermobbing/folgen-fuer-taeter.html nachlesen. Einzelne kleinere Neckereien oder Witze gehören noch nicht dazu. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von NIELS_XX:
Welche Arten von Gewalt gibt es überhaupt im Internet und gegen welche kann sich der Normalverbraucher schützen?

Antwort von Olaf Pursche:
Eine spannende Frage, die allerdings nur schwer zu beantworten ist. Sicher gibt es im Internet fast jede Form von Gewalt, außer der körperlichen, die es sonst ... [mehr]Eine spannende Frage, die allerdings nur schwer zu beantworten ist. Sicher gibt es im Internet fast jede Form von Gewalt, außer der körperlichen, die es sonst auch gibt. Psychische Gewalt etwa, in Form von Mobbing in Foren, Chats und sozialen Netzwerken. Auch Stalking von Personen, etwa über das heimliche Ausspähen durch PC-Kamera und -Mikro ist möglich. Und natürlich, und das ist eine Entwicklung, die uns Sorge bereiten sollte, finden auch immer mehr Angriffe von Staaten gegeneinander statt. Die Auswirkungen solcher Angriffe lassen sich nur schwer abschätzen. Immerhin hängen auch in Deutschland sehr viele Systeme am Netz, die wir für unser tägliches Leben brauchen. Dazu gehören etwa das Funk- und Fernmeldesystem, aber auch Banken und Finanzen, Notrettung, Strom- und Wasserversorgung. Angriffe darauf könnten schwerwiegende Folgen haben. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von HEINER_22:
Kann man bedenkenlos Medikamente in Online-Apotheken bestellen?

Antwort von Andreas Mayer:
Diese Frage kann pauschal nicht beantwortet werden. Wir empfehlen, Medikamente nicht auf Seiten zu kaufen, die verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne Rezept verkaufen oder Arzneimittel anbieten, die in ... [mehr]Diese Frage kann pauschal nicht beantwortet werden. Wir empfehlen, Medikamente nicht auf Seiten zu kaufen, die verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne Rezept verkaufen oder Arzneimittel anbieten, die in Deutschland nicht zugelassen sind. Unter www.pharmnet-bund.de sind zugelassene Arzneimittel in einem Arzneimittelinformationssystem recherchierbar. Vorsicht auch vor Seiten, auf denen kein gelernter Apotheker Fragen beantworten kann. Ratsam ist es, die Zulassung der Internetapotheke anhand des Versandapothekenregisters (VAR) auf der Homepage des „Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information“ (DIMDI), ein dem Bundesministerium (BMG) nachgeordnetes Institut, zu überprüfen. Das VAR ist über www.dimdi.de zu erreichen (Rubrik „Arzneimittel“, Unterrubrik „Versandapothekenregister“). Hände weg von Arzneimitteln, die ohne Originalschachtel daherkommen oder ungewöhnlich riechen und aussehen! [weniger]

Moderator:
Wir freuen uns sehr über das große Interesse an diesem Thema und über die rege Beteiligung – vielen Dank!

Peter Wittmann
Peter Wittmann,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von JOCHEN F.:
Brauchen auch Tablets Virenschutzprogramme/Firewalls?

Antwort von Peter Wittmann:
Auch für Tablets sind Virenschutzprogramme sinnvoll. Diese spezielle Software gibt es bereits im Handel zu erwerben.

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von NINA:
Muss ich meine Kamera an meinem Notebook tatsächlich abkleben? Wie einfach ist es, sich dort einzuhacken?

Antwort von Olaf Pursche:
Das Kapern Ihres Notebooks über Trojaner verhindern Sie am besten über ein ständig aktualisiertes Anti-Viren-Programm. Das Abkleben der Kamera halte ich für unnötig.

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von JANINA33:
Ich bin Bloggerin und habe seit einiger Zeit einen Stalker/in. Diese/r kommentiert regelmässig sehr unpassend meine Beiträge, schreibt mir über WhatsApp und lässt mir per Post massenweise Gratisproben schicken. (Meine Adresse ist im Impressum angegeben). Ich möchte meinen Blog nicht schließen – was kann ich tun?

Antwort von Andreas Mayer:
Machen Sie dem Stalker sofort und unmissverständlich klar, dass Sie keinerlei Kontakt mehr wünschen und dass er sein Verhalten einstellen soll. Bei einer akuten Bedrohung (z. B. ... [mehr]Machen Sie dem Stalker sofort und unmissverständlich klar, dass Sie keinerlei Kontakt mehr wünschen und dass er sein Verhalten einstellen soll. Bei einer akuten Bedrohung (z. B. wenn der Stalker Sie verfolgt) alarmieren Sie die Polizei über den Notruf 110. Dokumentieren Sie alles, was der Stalker schickt, mitteilt oder unternimmt in einem Kalender, damit Sie, falls erforderlich, Fakten und Beweismittel haben. Es hilft, Anzeige bei der Polizei zu erstatten! Von wenigen Ausnahmen abgesehen, hat sich gezeigt, dass vor allem schnelles und konsequentes Einschreiten der Polizei gegen den Stalker Wirkung zeigt und Belästigungen nach einer Weile aufhören. Lassen Sie sich in Ihrem Fall von der Polizei auch über technische Schutzmöglichkeiten (geheime Rufnummern, Fangschaltung, Anrufbeantworter, Handy, Zweitanschlüsse, E-Mail-Adresse etc.) beraten. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von FRANK_44:
Ab welchem Alter kann ich meinem Kind ein Smartphone erlauben? Gibt es Möglichkeiten dieses „kindgerecht“ einzustellen?

Antwort von Olaf Pursche:
Letztlich gibt es keine sinnvolle Altersempfehlung. Das ist von Kind zu Kind unterschiedlich und Sie als Eltern müssen entscheiden, ob Ihr Sproß schon reif dafür ist. ... [mehr]Letztlich gibt es keine sinnvolle Altersempfehlung. Das ist von Kind zu Kind unterschiedlich und Sie als Eltern müssen entscheiden, ob Ihr Sproß schon reif dafür ist. Sinnvoll ist aber sicher der Einsatz von Prepaid-Karten, damit keine unüberschaubaren Kosten entstehen. Je nach Gerät können Sie Voreinstellungen für ein Nutzerkonto treffen. Das ist allerdings wieder geräteabhängig. Wichtig ist es auch, die Installation von Apps einzuschränken, vor allem von solchen, die Kinder dazu verleiten, Geld für unnütze digitale Güter auszugeben. http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article115874331/Spiele-Hersteller-zocken-Kinder-mit-Gratis-Apps-ab.html [weniger]

Peter Wittmann
Peter Wittmann,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von TOM:
Deckt eine Privathaftpflichtversicherung den Schaden durch Internetbetrug ab? Wenn ja, was muss ich "beweisen" können?

Antwort von Peter Wittmann:
In der privaten Haftpflichtversicherung können Sie Schäden versichern, welche Sie durch Viren verursachen, die von Ihrem PC versehentlich versendet wurden. Zu raten ist hier jedoch hauptsächlich eine ... [mehr]In der privaten Haftpflichtversicherung können Sie Schäden versichern, welche Sie durch Viren verursachen, die von Ihrem PC versehentlich versendet wurden. Zu raten ist hier jedoch hauptsächlich eine Rechtsschutzversicherung, sollten Sie an einen Internetbetrüger gelangen. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von ADRIAN_R.:
Mein Nachbar nutzt seit Neustem meinen W-Lan-Anschluss mit. Generell traue ich ihm auch, trotzdem möchte ich später wegen ihm nicht für illegale Downloads etc. belangt werden. Kann ich mein W-Lan auf sowas überprüfen oder eine Sperre einrichten?

Antwort von Olaf Pursche:
Generell ist die gemeinsame WLAN-Nutzung nicht zu empfehlen. Einige Router bieten im Konfigurationsmenü das Erstellen von Filterlisten für bestimmte Nutzerkonten an. So lässt sich etwa eine ... [mehr]Generell ist die gemeinsame WLAN-Nutzung nicht zu empfehlen. Einige Router bieten im Konfigurationsmenü das Erstellen von Filterlisten für bestimmte Nutzerkonten an. So lässt sich etwa eine Whitelist erstellen, über die können dann nur vorher vereinbarte Seiten angesurft werden. Praktikabel erscheint mir das allerdings nicht. Als Betreiber des Routers wird es Ihnen schwer fallen, bei Missbrauch aus der Haftung zu kommen. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von TIMO:
Was muss ich bei der Auswahl eines Cloudanbieters beachten? Bleiben meine Daten auch nach der Kündigung noch dort gespeichert?

Antwort von Olaf Pursche:
Je nach vorgesehener Nutzung sollten Sie einen Anbieter wählen, der seinen Sitz in Deutschland oder im Europäischen Ausland hat und auch seine Server hier betreibt. Damit ... [mehr]Je nach vorgesehener Nutzung sollten Sie einen Anbieter wählen, der seinen Sitz in Deutschland oder im Europäischen Ausland hat und auch seine Server hier betreibt. Damit ist zumindest garantiert, dass Zugriffe auf Ihre Daten nur im Rahmen deutscher bzw. europäischer Datenschutzbestimmungen erfolgen. Zudem sollten Sie auf verschlüsselte Datenübertragung und Speicherung achten. Brisante Daten können Sie zudem bereits auf Ihrem PC verschlüsseln, etwa mit der Gratis-Software TrueCrypt, und erst dann in der Cloud abspeichern. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von FRIDEA97:
Ich bin online auf Partnersuche, jedoch nur über Facebook etc. und nicht über kostenpflichtige Datingseiten. Ich habe schon mit vielen netten Leuten geschrieben, bin aber immer noch sehr zögerlich, wenn es um Treffen geht. Ab wann kann man sich gut treffen, haben Sie Tipps?

Antwort von Andreas Mayer:
"Ab wann" Sie sich mit jemandem treffen wollen, können wir Ihnen nicht sagen. Grundsätzlich gilt: Bei persönlichen Treffen mit Internetbekanntschaften immer vorsichtig sein! Zu einem Treffen sollte ... [mehr]"Ab wann" Sie sich mit jemandem treffen wollen, können wir Ihnen nicht sagen. Grundsätzlich gilt: Bei persönlichen Treffen mit Internetbekanntschaften immer vorsichtig sein! Zu einem Treffen sollte man daher nie allein gehen. Lassen Sie sich eventuell etwas abgesetzt begleiten und beobachten. Treffen Sie sich an öffentlichen Orten, einem belebten Cafe usw. Auf keinen Fall sollten Sie sich zu Unbekannten ins Fahrzeug setzen, sich in fremde Wohnungen einladen lassen oder Fremde zu sich selbst nach Hause einladen. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von FRIDEA97:
Ich habe gehört, dass manche Cloudanbieter die Daten Ihrer Kunden in den USA speichern. Was bedeutet das für mich?

Antwort von Olaf Pursche:
Das ist korrekt. Entsprechend der Gesetzgebung der USA sind diese Daten dann für Ermittlungsbehörden einsehbar. Das gilt nicht nur für Unternehmen, die ihren Hauptgeschäftssitz in den ... [mehr]Das ist korrekt. Entsprechend der Gesetzgebung der USA sind diese Daten dann für Ermittlungsbehörden einsehbar. Das gilt nicht nur für Unternehmen, die ihren Hauptgeschäftssitz in den USA haben, sondern auch für solche, deren Server dort stehen. Da der Datenschutz außerhalb Europas und insbesondere Deutschlands sehr viel niedriger aufgehängt ist, sind mit Ihren Daten dann ganz andere Sachen möglich. Das gilt nicht nur für staatliche Ermittlungen, auch ohne richterlichen Beschluss, sondern auch für die kommerzielle Nutzung durch Privatfirmen. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von SVEN S.:
Stimmt es, dass Google durch das Mailprogramm alle meine E-Mails nach Schlagworten untersucht und darauf basierend personalisierte Werbung schaltet? Gibt es irgendeinen Weg, das zu umgehen? Welche Mailanbieter sind sicher?

Antwort von Olaf Pursche:
Das ist zumindest sehr wahrscheinlich, denn in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen räumt sich Google diese und andere Maßnahmen ein. Generell ist es darum sinnvoll, sich für sensible ... [mehr]Das ist zumindest sehr wahrscheinlich, denn in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen räumt sich Google diese und andere Maßnahmen ein. Generell ist es darum sinnvoll, sich für sensible Kommunikation einen E-Mail-Dienst mit Geschäftssitz in Deutschland zu suchen. Nahezu alle großen Internetanbieter Deutschlands bieten auch einen Gratis-E-Mail-Dienst. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von SVENJA:
Ich habe vor einiger Zeit bei Ebay ein Smartphone für 160 Euro ersteigert, dies auch bezahlt, aber nie erhalten. Eine Rücküberweisung hat auch nicht funktioniert, der Verkäufer hat scheinbar seinen Account gelöscht. Wie kann ich mich in Zukunft vor so etwas schützen?

Antwort von Andreas Mayer:
Wir empfehlen grundsätzlich, ein wenig misstrauischer zu sein. Machen Sie keine Spontankäufe: Bevor Sie ein Produkt in den Warenkorb eines Online-Shops legen, sollten Sie den Preis ... [mehr]Wir empfehlen grundsätzlich, ein wenig misstrauischer zu sein. Machen Sie keine Spontankäufe: Bevor Sie ein Produkt in den Warenkorb eines Online-Shops legen, sollten Sie den Preis des Produkts bei anderen Anbietern wie dem Händler vor Ort vergleichen. Denn Betrüger locken ihre Opfer mit unwahrscheinlich niedrigen Preisen. Wählen Sie sichere Zahlungswege: Der Kauf auf Rechnung kann vor Betrug schützen. Getätigte Überweisungen können nur innerhalb einer Stunde rückgängig gemacht werden. Beim Lastschriftenverfahren können vorgenommene Abbuchungen noch nach einigen Tagen storniert werden. Nutzen Sie beim Onlinekauf keine Zahlungsdienste wie Western Union, paysafe oder Ukash. Kein Einkauf bei Zweifel: Wenn Sie sich unsicher sind, kaufen Sie am besten gar nicht im gewählten Shop. Sie sollten das gewünschte Produkt nur beim Händler Ihres Vertrauens erwerben. Weitere Tipps gibt es im Internet unter: www.kaufenmitverstand.de [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von HANNO_12:
Was halten Sie von Apps, die mit dem eigenen Aufenthaltsort arbeiten? Ich möchte nicht immer geortet werden, wenn ich mein Smartphone anschalte.

Antwort von Olaf Pursche:
Das geht mir nicht anders. Und es ist schon erschütternd, wenn ein Spiel oder eine andere App, die keine Ortsabfrage braucht, sich ständig bei den Geodaten ... [mehr]Das geht mir nicht anders. Und es ist schon erschütternd, wenn ein Spiel oder eine andere App, die keine Ortsabfrage braucht, sich ständig bei den Geodaten bedient. Generell vermeide ich die Installation solcher Apps, bei einigen komme ich nicht daran vorbei. Allerdings schalte ich die Ortungsfunktion dann im Einstellungsmenü meines Geräts ab und erlaube sie nur, wenn ich sie wirklich brauche. [weniger]

Peter Wittmann
Peter Wittmann,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von GEBERT:
Kann ich mich gegen den Verlust meiner Passwörter versichern?

Antwort von Peter Wittmann:
Diese Möglichkeit ist mir derzeit nicht bekannt.

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von LISSI:
Ich habe eine Bernsteinkette im Baltikum gekauft. Über Ebay. Und nun: Geld weg, keine Kette. War wohl nicht so klug, die Kette zu kaufen - aber ärgern tue ich mich schon. Kann ich noch irgendwas tun, um mein Geld oder vielleicht sogar die Kette zu bekommen?

Antwort von Andreas Mayer:
Leider stehen die Chancen, Geld oder Kette zurückzubekommen, schlecht. Erstatten Sie dennoch Anzeige bei der Polizei, da Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Opfer eines Betrugs geworden sind. ... [mehr]Leider stehen die Chancen, Geld oder Kette zurückzubekommen, schlecht. Erstatten Sie dennoch Anzeige bei der Polizei, da Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Opfer eines Betrugs geworden sind. Informieren Sie auch Ebay über diesen Vorfall und machen Sie auf den Händler beziehungsweise Verkäufer aufmerksam. Weitere Tipps zum Online-Kauf finden Sie unter: http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/e-commerce/tipps.html#section_1 [weniger]

Moderator:
Stellen Sie bitte noch Ihre Fragen. Unsere Experten arbeiten daran, möglichst viele Fragen zu bearbeiten.

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von TIMM U.:
Welcher Browser ist der sicherste? Ich habe momentan sowohl Safari, Firefox als auch Chrome auf meinem Rechner - kann man hier Unterschiede in der Sicherheit ausmachen?

Antwort von Olaf Pursche:
Die meisten sinnvollen Sicherheitsfunktionen bietet meiner Ansicht nach der aktuelle Firefox. Zum einen hat der Browser eine ordentliche Funktion zum "privaten Surfen", um ein Minimum an ... [mehr]Die meisten sinnvollen Sicherheitsfunktionen bietet meiner Ansicht nach der aktuelle Firefox. Zum einen hat der Browser eine ordentliche Funktion zum "privaten Surfen", um ein Minimum an Spuren bei Website-Betreibern zu hinterlassen gibt es aber auch eine breite Auswahl an Zusatz-Programmen (Add-ons). Hier bin ich zum Beispiel ein großer Fan von Ghostery und NoScript. Mit diesen und anderen Sicherheitsergänzungen lässt sich Firefox gut aufrüsten und so etwa erkennen, welche Informationen über meinen PC die Internetseiten mitschneiden. Beide Programme können solche Datensammelei auch unterbinden. Ansonsten vermeide ich Add-ons, wo ich nur kann. Denn je mehr Schnittstellen des Browsers ich öffne, desto mehr Angriffsfläche biete ich auch. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von MARIANNE SCHNEIDER:
Meine Tochter ist 11 und hat bereits ein Facebookprofil. Ist das zu früh? Ich mache mir Sorgen.

Antwort von Andreas Mayer:
Bei Facebook liegt die Altersuntergrenze gemäß der AGBs bei 13 Jahren. Dies hat seine Gründe. Sie sollten sich gemeinsam mit Ihrer Tochter ein altersgerechtes soziales Netzwerk ... [mehr]Bei Facebook liegt die Altersuntergrenze gemäß der AGBs bei 13 Jahren. Dies hat seine Gründe. Sie sollten sich gemeinsam mit Ihrer Tochter ein altersgerechtes soziales Netzwerk suchen. Wenn das nicht möglich ist, sollten Sie Ihre Tochter bei ihren Aktivitäten auf Facebook immer begleiten. Sie laufen sonst Gefahr, dass Ihre Tochter mit Inhalten konfrontiert wird, denen sie nicht nur geistig, sondern auch seelisch nicht gewachsen ist. [weniger]

Peter Wittmann
Peter Wittmann,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von RENALDO:
Die Websites mancher Shops, Versicherungen und Dienstleistungsanbieter sind mit Siegeln für geprüfte Sicherheit gekennzeichnet. Was bedeutet das?

Antwort von Peter Wittmann:
Das kommt auf das Siegel an. Jedes Institut hat andere Kriterien, anhand derer sie die Sicherheit einer Website einstufen. Zu finden sind diese Kriterien bei den ... [mehr]Das kommt auf das Siegel an. Jedes Institut hat andere Kriterien, anhand derer sie die Sicherheit einer Website einstufen. Zu finden sind diese Kriterien bei den herausgebenden Stellen. Geprüft werden jedoch hauptsächlich der Datenschutz und eine gesicherte Internet-Verbindung, damit die Daten nicht von unbefugten Dritten abgegriffen werden können. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von HILKE:
Sind meine Daten bei Dropbox sicher?

Antwort von Olaf Pursche:
Jein. Es hängt davon ab, wie und wo Sie Ihre Daten dort ablegen. Meiden Sie sicherheitshalber die beiden Ordner „Public“ und „Photos“. Denn beim Computer Bild-Test ... [mehr]Jein. Es hängt davon ab, wie und wo Sie Ihre Daten dort ablegen. Meiden Sie sicherheitshalber die beiden Ordner „Public“ und „Photos“. Denn beim Computer Bild-Test des Sicherheits-Centers mussten wir feststellen, dass eine gezielte Google-Suchanfrage nach diesen Ordnern Hunderttausende private Dateien zutage förderte. Wären diese Daten vorher mit einem Programm wie BoxCryptor verschlüsselt worden, wäre der ungewollte Zugriff durch Dritte zumindest folgenlos. Es gibt aber andere Cloud-Dienste, idealerweise mit deutschen oder europäischem Geschäfts- und Server-Standort, höherer Verschlüsselung und sicherer Datenübertragung. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von FRANKA_J:
Ich habe seit ca. fünf Monaten einen Internetstalker, den ich nicht mehr loswerde. Wohin kann ich mich wenden, wo bekomme ich Hilfe?

Antwort von Andreas Mayer:
Wenn Sie sich bedroht fühlen, wenden Sie sich bitte an Ihre nächstgelegene Polizeidienstsstelle und erstatten Sie Anzeige. Dokumentieren Sie alles, was der Stalker schickt, mitteilt oder ... [mehr]Wenn Sie sich bedroht fühlen, wenden Sie sich bitte an Ihre nächstgelegene Polizeidienstsstelle und erstatten Sie Anzeige. Dokumentieren Sie alles, was der Stalker schickt, mitteilt oder unternimmt, in einem Kalender, damit Sie, falls erforderlich, Fakten und Beweismittel haben. Wenden Sie sich auch an eine Einrichtung, die Opfern hilft, zum Beispiel an den Weissen Ring. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von LUISE:
Worauf muss ich bei Online-Überweisungen achten? Ich vertraue diesem System leider noch immer nicht zu 100 Prozent.

Antwort von Andreas Mayer:
Bei Online-Zahlungsverkehr sollten Sie grundsätzlich beachten: Halten Sie Ihr Betriebssystem auf dem neuesten Stand und nutzen Sie entsprechende Update-Funktionen. Verwenden Sie immer ein aktuelles Virenschutzprogramm und ... [mehr]Bei Online-Zahlungsverkehr sollten Sie grundsätzlich beachten: Halten Sie Ihr Betriebssystem auf dem neuesten Stand und nutzen Sie entsprechende Update-Funktionen. Verwenden Sie immer ein aktuelles Virenschutzprogramm und eine Firewall. Führen Sie die Transaktion möglichst am eigenen Rechner aus. Geben Sie Ihre Kreditkartennummer oder Ihre Bankdaten nur über Verbindungen weiter, die eine Verschlüsselung zwischen Ihrem Rechner und dem Empfänger gewährleisten (zum Beispiel SSL-Standard). Sichere Seiten beginnen mit „https“. Achten Sie darauf. Allgemein gilt: Versichern Sie sich, mit wem Sie es zu tun haben. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von ZIZZI TIZZI:
Wie einfach kann jemand anderes meine IP-Adresse missbrauchen? Kann ich das irgendwie kontrollieren oder stoppen?

Antwort von Olaf Pursche:
Das hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen versuchen Angreifer, Sicherheitslecks Ihres Routers zu finden und auszunutzen. Ob Ihr Router sicher ist, können Sie mit dem ... [mehr]Das hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen versuchen Angreifer, Sicherheitslecks Ihres Routers zu finden und auszunutzen. Ob Ihr Router sicher ist, können Sie mit dem neuen Router-Check von Computer Bild ganz einfach prüfen. http://www.computerbild.de/artikel/cb-Ratgeber-Sicherheit-Sicherheitsluecke-Router-gratis-Test-8320020.html. Zum anderen sind solche Angriffe auch über Schadprogramme, etwa Trojaner möglich. Davor schützt Sie eine ständig per Internet aktualisierte Anti-Viren-Software. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von BLüMCHEN :
Von mir sind vor einiger Zeit sehr unvorteilhafte Fotos im Internet aufgetaucht. Ich weiß auch, wer sie eingestellt hat. Wie kann ich diese löschen? Kann derjenige belangt werden, der mir damit schaden will?

Antwort von Andreas Mayer:
Natürlich kann der "Täter" belangt werden. Machen Sie ihn zunächst auf diese Rechtsverletzung aufmerksam und verlangen Sie, dass diese Bilder gelöscht werden. Wenn dies nicht geschieht, ... [mehr]Natürlich kann der "Täter" belangt werden. Machen Sie ihn zunächst auf diese Rechtsverletzung aufmerksam und verlangen Sie, dass diese Bilder gelöscht werden. Wenn dies nicht geschieht, können Sie sich an die Polizei wenden. Bilder oder Videos von Ihnen, die ohne Ihre Erlaubnis veröffentlicht werden, sollten immer wieder gelöscht werden. Die Löschung kann über den Netzwerk-Betreiber vorgenommen werden. Auch so genannte Fake-Profile (die andere im Namen des Betroffenen erstellt haben) können so ebenfalls aus dem Netzwerk entfernt werden. Aber: Je nach Netzwerkbetreiber sind die Voraussetzung für das Löschen von Daten, Bildern oder ganzen Profilen unterschiedlich. Informieren Sie sich dazu. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von HANNA KIRCHERYSKY:
Meine Mutter (67) hat von uns ein Tablet gechenkt bekommen und sie surft jetzt regelmässig damit im Internet. Sie hat sonst wenig Ahnung von "Internet-Gefahren", wir haben ihr auch kein spezielles Anti-Viren-Programm etc. auf das Tablet geladen. Welche "Grundregeln" beziehungsweise "Grundausstattung" muss sie beachten, damit es nicht zu Sicherheitslücken kommt?

Antwort von Olaf Pursche:
Das hängt unter anderem davon ab, mit welchem Betriebsprogramm das Gerät läuft. Die gängigste Variante sind Android-Tablets. Das wissen auch Kriminelle. Und darum werden die meisten ... [mehr]Das hängt unter anderem davon ab, mit welchem Betriebsprogramm das Gerät läuft. Die gängigste Variante sind Android-Tablets. Das wissen auch Kriminelle. Und darum werden die meisten Schadprogramme für diese Plattform programmiert. Generell gilt für Tablets das Gleiche wie für die PC-Nutzung:Öffnen Sie keine E-Mail-Anhänge unbekannter Absender und vermeiden Sie Klicks auf Links unbekannter Herkunft in Mails und Chats. Installieren Sie Apps nur aus möglichst sicheren Quellen. Doch auch in vermeintlich sicheren Quellen, etwa Googles PlayStore, lauern häufig schädlingsverseuchte Apps und andere Gefahren. Installieren Sie darum nur Apps, die Sie wirklich brauchen und informieren Sie sich vorher in der App-Beschreibung, welche Informationen Ihres Gerätes oder der Nutzung eine App mitschneidet und an den Hersteller verschickt. Eine Übersicht über Schutzprogramm für Mobilgeräte finden Sie hier: http://www.computerbild.de/artikel/cb-Ratgeber-Handy-Sicherheit-App-Android-Smartphone-7780823. [weniger]

Peter Wittmann
Peter Wittmann,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von FRANK H.:
Wie sicher ist es, im Internet per Kreditkarte zu bezahlen? Gerade bei Onlineshops kann man diese Zahlmethode oft leider nicht umgehen ...

Antwort von Peter Wittmann:
Sie sollten hierbei auf eine gesicherte Verbindung (SLL) achten. Auch haben viele Onlineshops unabhängige Prüfzertifikate wie das "TÜV Safer-Shopping" Zertifikat. Wenn Ihnen die Website nicht seriös ... [mehr]Sie sollten hierbei auf eine gesicherte Verbindung (SLL) achten. Auch haben viele Onlineshops unabhängige Prüfzertifikate wie das "TÜV Safer-Shopping" Zertifikat. Wenn Ihnen die Website nicht seriös erscheint, würde ich Ihnen raten, dort nicht Ihre Kreditkartendaten einzugeben und einen anderen Shop auswählen. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von 321MICHAELA:
Ich bin voll in eine Abofalle getappt. Was muss ich jetzt machen, um da wieder rauszukommen?

Antwort von Andreas Mayer:
Sollten Sie auf ein unseriöses Angebot hereingefallen sein, können Sie gegen eine unberechtigte Forderung Widerspruch einlegen. Entsprechende Musterschreiben finden Sie einfach über Ihre Suchmaschine im Internet. ... [mehr]Sollten Sie auf ein unseriöses Angebot hereingefallen sein, können Sie gegen eine unberechtigte Forderung Widerspruch einlegen. Entsprechende Musterschreiben finden Sie einfach über Ihre Suchmaschine im Internet. Lassen Sie sich insbesondere nicht durch Mahnungen oder Drohungen durch ein Inkassobüro aus der Ruhe bringen. Suchen Sie gegebenenfalls Rat bei einem Rechtsbeistand oder einer Verbraucherzentrale. Hinweis: Eine gesetzliche Änderung in Deutschland soll eigentlich diese Betrugsvariante verhindern: Deutsche Anbieter von Internetseiten müssen Bezahl-Inhalte mittels eines deutlich erkennbaren Buttons kennzeichnen. Bei einem Abonnement muss auf der Internetseite neben dem Preis deutlich auch die Mindestlaufzeit genannt werden. Dies gilt jedoch nicht für Angebote auf ausländischen Servern. [weniger]

Olaf Pursche
Olaf Pursche,
Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD

Frage von LABER:
Als ich gestern bei Facebook einen Chat gestartet habe, war ich mit jemandem befreundet, den ich nicht kenne. Es ist keiner meiner Freunde, der seinen Namen geändert hat. Ich habe versucht, diese Person als "Spam zu melden", aber dann kam die Meldung: "Es tut uns Leid, aber beim Einreichen deiner Meldung ist ein Fehler aufgetreten." Wie schaffe ich es, diese Person aus meiner Liste zu entfernen?

Antwort von Olaf Pursche:
Im unteren Bereich der Chatleiste finden Sie ein Einstellungsmenü, darin befindet sich auch ein Zahnradsymbol (Optionen). Klicken Sie darauf und wählen Sie dann den Menüpunkt "Erweiterte ... [mehr]Im unteren Bereich der Chatleiste finden Sie ein Einstellungsmenü, darin befindet sich auch ein Zahnradsymbol (Optionen). Klicken Sie darauf und wählen Sie dann den Menüpunkt "Erweiterte Einstellungen". Im jetzt folgenden Fenster haben Sie zwei - für Ihr Problem geeignete - Optionen: 1) Chat für alle aktivieren außer ... Tragen Sie hier den Facebook-Namen der Person ein, die aus Ihrem Chat verschwinden soll. 2) Chat nur für bestimmte Freunde aktivieren ... Dies erfordert mehr Aufwand. Denn nun müssen Sie per Hand die Personen auswählen und eintragen, mit denen Sie chatten möchten. [weniger]

Peter Wittmann
Peter Wittmann,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von ELSBETH:
Wie kann ich meiner Versicherung risikofrei Daten übermitteln?

Antwort von Peter Wittmann:
Eine hundertprozentig sichere Lösung gibt es nicht. Auch wenn Sie sich auf dem Kundenportal Ihrer Versicherung anmelden, könnte ein Trojaner, der sich auf Ihrem PC festgesetzt ... [mehr]Eine hundertprozentig sichere Lösung gibt es nicht. Auch wenn Sie sich auf dem Kundenportal Ihrer Versicherung anmelden, könnte ein Trojaner, der sich auf Ihrem PC festgesetzt hat, jegliche Interaktionen aufzeichnen und speichern. Für sensible Daten empfehle ich Ihnen, diese per Post zuzusenden. [weniger]

Andreas Mayer
Andreas Mayer,
Kriminaldirektor, Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Stuttgart

Frage von LINA M.:
Bekomme ich Zollprobleme wenn ich Kleidung, Textilien oder Schuhe in einem Onlineshop aus Asien oder China bestelle?

Antwort von Andreas Mayer:
Bitte erkundigen Sie sich in dieser Angelegenheit bei dem für Ihre Region zuständigen Hauptzollamt. Dieses finden Sie einfach im Internet. Die Kollegen dort werden Ihnen weiterhelfen.

Moderator:
Vielen Dank für Ihre Fragen und Ihr Interesse. Leider konnten wir wegen der regen Beteiligung nicht jede einzelne Frage beantworten, hoffen aber sehr, dass die vielen Antworten nicht nur den Fragestellern, sondern auch anderen Teilnehmern helfen. Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihr Interesse!