24.11.2011:

Sicher im Internet

Sicher im Internet - Tipps und Tricks zum World Wide Web

Mit Computer und Smartphone sind immer mehr Menschen rund um die Uhr online. Sie kommunizieren über Social-Media-Plattformen wie Facebook, MySpace, Xing und LinkedIn miteinander, twittern und besuchen vielfältige vermeintliche „Gratis“-Seiten. Gerade bei dieser Online-Kommunikation macht sich kaum jemand Gedanken darüber, wer gegebenenfalls mitliest oder wer Daten herausfiltert. Auch die derzeit aktuellen Apps für die Smartphones haben ganz unterschiedliche Fähigkeiten. So gibt es Apps für die Küche, die mit Rezepten aushelfen, Apps, mit denen man sich für den Fall eines Notfalls versichern kann, aber auch Apps, die bewusst programmiert sind, um Gewohnheiten auszuspionieren und letztlich an das Geld der User zu kommen. Dies ist nirgendwo so leicht, wie im Internet.

Welche Daten werden weitergegeben?
Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Daten werden erfasst und an unterschiedlichste Kanäle weitergegeben, die zum Beispiel die Werbebranche nutzen kann, um gezielte Angebote nach den ausspionierten Kaufgewohnheiten zu unterbreiten. Apps können dank GPS sogar den Standort des Smartphones bestimmen und damit Bewegungsprofile erstellen. Immer mehr Nutzer fragen sich daher: Welche Daten werden über mich gespeichert – oder gar weitergegeben? Können Unberechtigte auf meine persönlichen Daten zugreifen?

Sicherheit vor Datendiebstahl
Internet-Auktionen, Online-Banking, Auto-Kauf, Versicherungen, die man schnell und unbürokratisch online abschließen kann, oder Reiserecherchen gehören heute für so viele Menschen zum Alltag. Die Risiken, die mit ihrer Benutzung verbunden sind, geraten dabei schnell in Vergessenheit. Doch viele fragen sich auch, welcher Virenschutz ihre Daten wirklich schützt und wie man sich vor Hackern wappnen kann. Kann ich überhaupt feststellen, wer mir welche Daten klaut? Und was ist mit den großen Social-Media-Plattformen? Welcher kann man vertrauen? Wo sind meine persönlichen Daten beim Vertragsabschluss im Internet überhaupt sicher? Kann man seine Daten im World Wide Web wieder löschen?

Böse Folgen
Wer sich im Netz bewegt, hinterlässt Spuren. Das wissen auch die Personalchefs, die sich gern mal im Web vorinformieren. Wilde Party-Fotos sollte man also besser nicht ins Internet stellen. Doch was ist zu tun, wenn das bereits geschehen ist? Und hat man Urlaub, reißen die Fragen nicht ab: Wie schützt man sich vor der „Kostenfalle Internet“ im Urlaub?

Verträge online abschließen – wie geht das?
Das Internet bietet viele Services, die den Usern das Leben leichter machen. So sind selbst Versicherungen seit langem online abzuschließen, es sind individuelle Beiträge berechenbar und bis hin zum interaktiven Beratungsvideo unzählige Beratungsmöglichkeiten gegeben. Verträge können eingesehen und selbst verwaltet werden. Unsere Experten erklären, wann die neuen Möglichkeiten sinnvoll sind und wann besser auf die persönliche Beratung vor Ort oder über das Telefon zurückgegriffen werden sollte. Aber es gibt so manche Schattenseite. Das gilt besonders für Angaben von persönlichen Daten – wie beispielsweise Auskünfte zu Gesundheitsfragen, wie sie Versicherer benötigen, oder das direkte Bezahlen im weltweiten Netz: Kreditkarte, Lastschriftverfahren, Online-Bezahlsysteme oder Nachnahme – was ist besser? Wie sieht es aus mit Garantien und dem Widerrufsrecht? Hilft mir meine Rechtsschutzversicherung auch bei Problemen im Internet und was soll ich tun, wenn ich einen Vertrag abgeschlossen habe, den ich eigentlich gar nicht haben wollte?

Gute Seiten, schlechte Seiten
Gerade wer Kinder hat, möchte nicht, dass sie auf allen Internet-Seiten surfen können. Doch wie kann man verhindern, dass sie sich zum Beispiel jugendgefährdende Seiten ansehen? Unangenehm ist es auch, wenn plötzlich vierstellige Rechnungen ins Haus flattern, nachdem sich die Kids Musik heruntergeladen haben. Wie kann man sich in solchen Fällen wehren? Auch die berüchtigten Phishing-Seiten sind gefährlich und viele Internet-Surfer fragen sich: Wie kann ich eine Phishing-Seite von einer seriösen Seite unterscheiden? Und wie verhalte ich mich, wenn ich aus Versehen auf so einer Seite bin?

Viele machen sich Sorgen
Viele Internetnutzer machen sich Sorgen: Was weiß das Internet über mich? Wie kann ich kontrollieren, welche Daten-Spuren ich hinterlasse? Wie kann ich Daten wieder löschen? Was passiert mit meinen Daten, wenn ich beispielsweise online einen Versicherungs- oder Kaufvertrag abschließe? Springt meine Rechtsschutzversicherung auch dann ein, wenn ich im Internet eingekauft und die AGBs nicht beachtet habe? Welche Gefahren gehen von Cookies aus?

Schicken Sie uns Ihre Fragen, wir werden sie nach Möglichkeit beantworten. Lesen Sie dazu auch unsere "Richtlinien".

Chat-Protokoll

Moderator:
Herzlich Willkommen beim Chat zum Thema "Sicher im Internet". Sie können jetzt Ihre Fragen stellen, wir sind bereit.

Hans-Jürgen Niehues
Hans-Jürgen Niehues,
Jurist und Rechtsschutz-Experte, Leiter der Leistungsabteilung der D.A.S. Hamburg, antwortet auf Fragen zum Thema Rechtsschutzversicherungen.

Frage von GT:
Tritt eine Rechtsschutzversicherung auch für mich ein, wenn ich Abmahnungen erhalte, weil ich angeblich Urheberrechtsverletzungen begangen haben soll oder falsche Behauptungen in meinen Blog eingestellt wurden, die ich nicht gleich entfernt habe?

Antwort von Hans-Jürgen Niehues:
Die Abwehr von Urheberrechtsverletzungen ist in der Regel von der Rechtsscutzversicherung nicht umfasst, ebenso die Abwehr von Unterlassungsansprüchen wegen falscher Behauptungen.

Jochen Plett
Jochen Plett,
Rechtsanwalt in Hamburg, Experte für IT- und Internetrecht, nimmt Stellung zu Fragen rund um Schadensfälle oder Beschwerden im Internetumfeld.

Frage von RF:
Muss man bei Facebook jetzt echt ein Impressum haben?

Antwort von Jochen Plett:
Sicherlich sprechen Sie das Urteil des Landgericht Aschaffenburg vom 19. August 2011, Az: 2 HK O 54 / 11 an. Hier wird das Telemediengesetz tatsächlich dahingehend ... [mehr]Sicherlich sprechen Sie das Urteil des Landgericht Aschaffenburg vom 19. August 2011, Az: 2 HK O 54 / 11 an. Hier wird das Telemediengesetz tatsächlich dahingehend ausgelegt, dass jedenfalls bei gewerblichen Angeboten ein Impressum vorhanden sein muss. Die Rechtsansicht des Landgericht Aschaffenburg ist durchaus vertretbar. Es wäre sogar denkbar, auch andere Facebookseiten zu erfassen. Im gewerblichen Bereich ist es jedenfalls sinnvoll, durch einen Anwalt sein Facebookangebot prüfen zu lassen und sich ein entsprechendes Impressum erstellen zu lassen. Vorsorge ist hier sinnvoller, als ein teurer Prozess. Rechtsanwalt Jochen Plett Rechtsanwälte Barthelmes & Schwenke [weniger]

Stefan Staub
Stefan Staub,
Vorstandsmitglied des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands, beantwortet Fragen zu den Themen Datenschutz und Datensicherheit.

Frage von RF:
Ich habe eine Payback-Karte und benutze sie auch. Wissen die Leute von Payback jetzt, was ich einkaufe? Und wenn ja: Was können die denn mit diesen Infos anfangen?

Antwort von Stefan Staub:
Ja, Payback verdient Geld durch den Verkauf Ihrer Daten an andere Unternehmen. Es wird beim Einkauf mit der Payback-Karte ein Einkaufsprofil von Ihnen erstellt. Somit versucht ... [mehr]Ja, Payback verdient Geld durch den Verkauf Ihrer Daten an andere Unternehmen. Es wird beim Einkauf mit der Payback-Karte ein Einkaufsprofil von Ihnen erstellt. Somit versucht man Ihre Lebensgewohnheiten zu erfahren und werbetechnisch auszunutzen. Diese Daten geben Aufschluss welche Produkte Sie bevorzugen, wann Sie am liebsten einkaufen, etc. Diese Profile sind für Werbeagenturen und Marketingexperte sehr wertvoll. Aus Ihren Einkaufsgewohnheiten werden dann personalisierte Werbungsaktionen gestartet um Sie gezielter zu bewerben. [weniger]

Jochen Plett
Jochen Plett,
Rechtsanwalt in Hamburg, Experte für IT- und Internetrecht, nimmt Stellung zu Fragen rund um Schadensfälle oder Beschwerden im Internetumfeld.

Frage von HJ:
ich habe neulich ein katzenklo im internet bestellt und als ich es auspackte festgestellt, dass es gebraucht war. was kann ich da tun?

Antwort von Jochen Plett:
Leider enthält Ihr Sachverhalt nicht alle relevanten Daten wie Kaufdatum etc. Daher eine erste Einschätzung: Wenn Sie ein neues Katzenklo bestellt haben, dann haben Sie auch ... [mehr]Leider enthält Ihr Sachverhalt nicht alle relevanten Daten wie Kaufdatum etc. Daher eine erste Einschätzung: Wenn Sie ein neues Katzenklo bestellt haben, dann haben Sie auch Anspruch auf Lieferungen eines neuen Katzenklos. Sie sollten, wenn Sie das neue Klo haben möchten, den Verkäufer nachweisbar (z.B. Einschreiben) auffordern,Ihnen das bestellte neue Klo zu liefern. Die Kosten der Rücksendung und der neuen Lieferung hat der Verkäufer zu tragen, denn es handelt sich um eine mangelhafte Erfüllung. Handeln Sie zügig, insbesondere bezüglich der Rüge binnen zwei Wochen. Sie können aber auch, soweit die zweiwöchige Frist zum Widerruf nach Erhalt der Ware noch nicht abgelaufen ist, widerrufen (E-Mail, Fax, Brief) dann die Ware zurücksenden und Ihr Geld zurückverlangen. Prüfen Sie nochmals die Widerrufsbelehrung. Jochen Plett Rechtsanwalt Kanzlei Barthelmes & Schwenke, Hamburg [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, dieser Chat ist moderiert: Alle Fragen werden zunächst an einen Moderator geschickt, der je nach Teilnehmerzahl alle oder die interessantesten Fragen zur Beantwortung frei stellt. Bitte haben Sie Verständnis, dass bei großem Andrang zunächst Fragen beantwortet werden, die für die Mehrzahl der Teilnehmer relevant sind.

Stefan Staub
Stefan Staub,
Vorstandsmitglied des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands, beantwortet Fragen zu den Themen Datenschutz und Datensicherheit.

Frage von JL:
ist es noch sicher, bei facebook zu sein? die ändern doch ständig ihre nutzereinstellugen. da bin ich echt unsicher...

Antwort von Stefan Staub:
Prinzipiell ist bei kostenlosen Angeboten immer die Frage, wie sich Unternehmen finanzieren. Dies geschieht in der Regel, und so auch bei Facebook, durch den Verkauf von ... [mehr]Prinzipiell ist bei kostenlosen Angeboten immer die Frage, wie sich Unternehmen finanzieren. Dies geschieht in der Regel, und so auch bei Facebook, durch den Verkauf von werbewirksamen Daten. Facebook stellt Ihnen die aktuell gültigen AGBs auf der Webseite zur Verfügung. Hier sehen Sie dann welche aktuellen Nutzungsbedingungen Sie akzeptieren, wenn Sie Facebook nutzen. Generell sollten Sie sich bewußt sein, dass Ihre Daten sowohl an andere Unternehmen verkauft werden, als auch amerikanische Sicherheitsbehörden direkten Zugriff auf Ihre Daten bei Facebook haben. Wenn Se dies nicht wünschen, bleibt Ihnen nur die Wahl, Ihr Leben ohne Facebook und Konsorten zu gestalten ;-). [weniger]

Achim Plattner
Achim Plattner,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth, gibt Tipps zum Online-versichern und zum sicherheitsbewussten Verhalten im Internet.

Frage von US:
kann ich nach abschluss einer versicherung übers internet wieder zurück treten?

Antwort von Achim Plattner:
ja können . sie haben ein 14 tägiges Widerrufsrecht .

Stefan Staub
Stefan Staub,
Vorstandsmitglied des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands, beantwortet Fragen zu den Themen Datenschutz und Datensicherheit.

Frage von WH:
Gibt es verbindliche Datenschutzbestimmungen in Bezug auf die Verwendung von Google-Analytics auf Websites

Antwort von Stefan Staub:
Datenschutzbestimmungen im Sinne einer Rechtsvorschrift gibt es nicht. Die Aufsichtsbehörden für den Datenschutz haben jedoch Verhaltensregeln bzw. Anforderungen an die Verwendung von Webtrackingtools aufgestellt. Ich empfehle ... [mehr]Datenschutzbestimmungen im Sinne einer Rechtsvorschrift gibt es nicht. Die Aufsichtsbehörden für den Datenschutz haben jedoch Verhaltensregeln bzw. Anforderungen an die Verwendung von Webtrackingtools aufgestellt. Ich empfehle hier die Seite des virtuellen Datenschutzbüros www.datenschutz.de. Dort finden Sie die konkreten Anforderungen der Aufsichtsbehörden bzgl. des Einsatzes von Google Analytics. [weniger]

Achim Plattner
Achim Plattner,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth, gibt Tipps zum Online-versichern und zum sicherheitsbewussten Verhalten im Internet.

Frage von FE:
Ich bin recherchiere online und arbeite auch mit Mails. Nun würde ich mich gerne bei Facebook anmelden. Aber, man liest von vielen "Stolperfallen". Kann ich das alleine einrichten oder bedarf es fachlicher Hilfe? - gibt es Stellen, die einen bei einer solchen Einrichtung unterstützen können?

Antwort von Achim Plattner:
Ein Facebookprofil können Sie ohne große Fachkenntnisse selbst einrichten. Es könnte jedoch hilfreich sein, sich vorher von einem Bekannten die verschiedenen Einstellungen insbesondere zur Privatsphäre erklären ... [mehr]Ein Facebookprofil können Sie ohne große Fachkenntnisse selbst einrichten. Es könnte jedoch hilfreich sein, sich vorher von einem Bekannten die verschiedenen Einstellungen insbesondere zur Privatsphäre erklären zu lassen. [weniger]

Achim Plattner
Achim Plattner,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth, gibt Tipps zum Online-versichern und zum sicherheitsbewussten Verhalten im Internet.

Frage von AS:
Vor kuzem hatte ich einen Bankwurm. Muss ich jetzt im Online-Banking um mein Geld fürchten?

Antwort von Achim Plattner:
Sofern Ihre Antivirensoftware den Wurm nicht frühzeitig erkannt und gelöscht hat, würde ich Ihnen empfehlen mit Ihrer Bank Kontakt auf zu nehmen, was Sie in dem ... [mehr]Sofern Ihre Antivirensoftware den Wurm nicht frühzeitig erkannt und gelöscht hat, würde ich Ihnen empfehlen mit Ihrer Bank Kontakt auf zu nehmen, was Sie in dem speziellen Fall unternehmen können. [weniger]

Hans-Jürgen Niehues
Hans-Jürgen Niehues,
Jurist und Rechtsschutz-Experte, Leiter der Leistungsabteilung der D.A.S. Hamburg, antwortet auf Fragen zum Thema Rechtsschutzversicherungen.

Frage von MA:
Sichert meine Rechtsschutzversicherung mich auch dann ab, wenn ich das World Wide Web mit dem Smartphone von einem beliebigen Ort aus nutze, um private Geschäfte zu machen?

Antwort von Hans-Jürgen Niehues:
Ja, allerdings ist auf eine weltweite Deckung zu achten, denn die Vertragspartner sitzen nicht immer im europäischen Raum.

Jochen Plett
Jochen Plett,
Rechtsanwalt in Hamburg, Experte für IT- und Internetrecht, nimmt Stellung zu Fragen rund um Schadensfälle oder Beschwerden im Internetumfeld.

Frage von PJ:
Es ist ja toll, wenn man übers Internet Verträge abschließen kann. Besonders, wenn man Geld spart. Aber sind die Verträge dann auch rechtswirksam?

Antwort von Jochen Plett:
Im Regelfall ja. Verträge, die einer bestimmten Form bedürfen, wie etwa Grundstückskaufverträge, werden im Normalfall auch nicht über das Internet abgeschlossen. Ausnahmen gelten wieder für Minderjährige ... [mehr]Im Regelfall ja. Verträge, die einer bestimmten Form bedürfen, wie etwa Grundstückskaufverträge, werden im Normalfall auch nicht über das Internet abgeschlossen. Ausnahmen gelten wieder für Minderjährige oder natürlich Geschäfte mit illegalen Waren und Dienstleistungen. Rechtsanwalt Jochen Plett Rechtsanwälte Barthelmes & Schwenke [weniger]

Jochen Plett
Jochen Plett,
Rechtsanwalt in Hamburg, Experte für IT- und Internetrecht, nimmt Stellung zu Fragen rund um Schadensfälle oder Beschwerden im Internetumfeld.

Frage von VH:
Wie kann ich mich dagegen wehren, dass mein Ex-Freund mich im Internet belästigt?

Antwort von Jochen Plett:
Sie können zunächst Strafantrag bei der Polizei stellen. Im Regelfall kann bei Gericht auch eine einstweilige Verfügung erwirkt werden, die Ihrem Ex-Freund die Belästigungen untersagt. Die ... [mehr]Sie können zunächst Strafantrag bei der Polizei stellen. Im Regelfall kann bei Gericht auch eine einstweilige Verfügung erwirkt werden, die Ihrem Ex-Freund die Belästigungen untersagt. Die Betreiber der Plattformen haften in der Regel nicht, können aber zur Prüfung und Löschung des Inhalts verpflichtet sein. Rechtsanwalt Jochen Plett Rechtsanwälte Barthelmes & Schwenke [weniger]

Stefan Staub
Stefan Staub,
Vorstandsmitglied des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands, beantwortet Fragen zu den Themen Datenschutz und Datensicherheit.

Frage von OC:
Kann man Passwort-Tresore unbedenklich nutzen?

Antwort von Stefan Staub:
Sie sollten darauf achten, dass das Programm in verschiedenen Computerzeitschriften getestet wurde. Desweiteren sollten Sie sich überlegen, was passiert, wenn das Programm abstürzt oder Sie das ... [mehr]Sie sollten darauf achten, dass das Programm in verschiedenen Computerzeitschriften getestet wurde. Desweiteren sollten Sie sich überlegen, was passiert, wenn das Programm abstürzt oder Sie das Generalpasswort vergessen haben. Sollten Sie dann keine weiteren Notizen in schriftlicher Form besitzen, haben Sie keine Möglichkeit mehr auf diese Daten zugreifen zu können. Ebenso sollten Sie daran denken, wie ein Wechsel der Hardware mit dem jeweiligen Software zu bewerkstelligen ist. Sollte kein Export der Daten möglich sein, müssen Sie bei dem Wechsel des Computers die Daten wieder manuell einpflegen. [weniger]

Achim Plattner
Achim Plattner,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth, gibt Tipps zum Online-versichern und zum sicherheitsbewussten Verhalten im Internet.

Frage von TU:
Wie kann man denn überhaupt dafür sorgen, dass im Netz niemand anderes auf Informationen zugreifen kann, die ich zum Beispiel zu meiner Gesundheit mache?

Antwort von Achim Plattner:
Durch eine verschlüsselte Datenübermittlung, die Sie an einem https:// in der Adresseingabezeile des Browsers am Anfang der URL erkennen, und mithilfe der Hinweise in der Datenschutzerklärung ... [mehr]Durch eine verschlüsselte Datenübermittlung, die Sie an einem https:// in der Adresseingabezeile des Browsers am Anfang der URL erkennen, und mithilfe der Hinweise in der Datenschutzerklärung des Versicherers. [weniger]

Hans-Jürgen Niehues
Hans-Jürgen Niehues,
Jurist und Rechtsschutz-Experte, Leiter der Leistungsabteilung der D.A.S. Hamburg, antwortet auf Fragen zum Thema Rechtsschutzversicherungen.

Frage von KE:
Ich habe eine Rechnung erhalten, weil ich im Internet angeblich Filme herunter geladen habe. Habe ich aber nicht. Unterstützt mich meine Rechtsschutz-Versicherung notfalls vor Gericht?

Antwort von Hans-Jürgen Niehues:
Sofern es sich nicht um den Vorwurf von Urheberrechtsverletzungen handelt, sondern schlicht Rechnungen übermittelt werden von Leistungen, die Sie gar nicht in Anspruch genommen haben, so ... [mehr]Sofern es sich nicht um den Vorwurf von Urheberrechtsverletzungen handelt, sondern schlicht Rechnungen übermittelt werden von Leistungen, die Sie gar nicht in Anspruch genommen haben, so unterstützt Sie eine Rechtsschutzversicherung, notfalls auch vor Gericht. [weniger]

Stefan Staub
Stefan Staub,
Vorstandsmitglied des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands, beantwortet Fragen zu den Themen Datenschutz und Datensicherheit.

Frage von JK:
Was muss ich meinen Geschäftspartnern im Internet über mich verraten, wenn ich online einkaufe?

Antwort von Stefan Staub:
Prinzipiell muss ich nur die Daten angeben, die zwingend für die Abwicklung des Geschäfts notwendig sind. Dies kann natürlich je nach Art des Geschäfts variieren und ... [mehr]Prinzipiell muss ich nur die Daten angeben, die zwingend für die Abwicklung des Geschäfts notwendig sind. Dies kann natürlich je nach Art des Geschäfts variieren und ist abhängig von der angebotenen Zahlungsart. Eine Zahlung per Rechnung kann somit eine Auskunft bei Ratingagenturen wie der Schufa nach sich ziehen. Bei Vorkasse wäre dies nicht erlaubt. [weniger]

Hans-Jürgen Niehues
Hans-Jürgen Niehues,
Jurist und Rechtsschutz-Experte, Leiter der Leistungsabteilung der D.A.S. Hamburg, antwortet auf Fragen zum Thema Rechtsschutzversicherungen.

Frage von LE:
Ich verbringe viel Zeit im Internet. Worauf sollte ich beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung achten, damit ich zum Beispiel auch bei Online-Geschäften optimal versichert bin?

Antwort von Hans-Jürgen Niehues:
Ihr Rechtsschutz sollte den Vertrags-Rechtsschutz für die von Ihnen und Ihren Familienangehörigen im Internet privat abgeschlossenen Verträge enthalten. Dazu zählen Kaufverträge, Ersteigerungen aus Auktionen, Darlehens-, Versicherungs- ... [mehr]Ihr Rechtsschutz sollte den Vertrags-Rechtsschutz für die von Ihnen und Ihren Familienangehörigen im Internet privat abgeschlossenen Verträge enthalten. Dazu zählen Kaufverträge, Ersteigerungen aus Auktionen, Darlehens-, Versicherungs- und Reparaturverträge. Darüber hinaus sollte auf jeden Fall der Schadenersatz-Rechtsschutz eingeschlossen sein, um Schadenersatzansprüche aus „Trojaner-“- und „Phishing“-Attacken geltend machen zu können. [weniger]

Achim Plattner
Achim Plattner,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth, gibt Tipps zum Online-versichern und zum sicherheitsbewussten Verhalten im Internet.

Frage von FT:
Kann man sehen, ob Webseiten sicher sind?

Antwort von Achim Plattner:
Ob eine aufgerufene Seite sicher ist, kann man nie sagen. Wenn Sie eine Seite aufrufen möchten, die Ihnen nicht vertrauenswürdig erscheint, sollten Sie den Aufruf der ... [mehr]Ob eine aufgerufene Seite sicher ist, kann man nie sagen. Wenn Sie eine Seite aufrufen möchten, die Ihnen nicht vertrauenswürdig erscheint, sollten Sie den Aufruf der Website unterlassen und sich besser nochmals über Kundenerfahrungen mit der Website beziehungsweise dem Unternehmen in Google, Foren, Blogs oder bei Verbraucherverbänden informieren. Bei bekannten und vertrauenswürdigen Marken kann man in der Regel nichts falsch machen. Aber auch hier sollte man immer nochmals prüfen, ob man sich auf der wirklichen Website der Marke befindet und nicht auf einer Produktpiraten-Seite gelangt ist. [weniger]

Stefan Staub
Stefan Staub,
Vorstandsmitglied des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands, beantwortet Fragen zu den Themen Datenschutz und Datensicherheit.

Frage von LK:
Ich suche einen neuen Job. Darf das Unternehmen, bei dem ich mich bewerbe, sich im Internet über mich informieren?

Antwort von Stefan Staub:
In der Regel ist das als nicht datenschutzkonform zu beurteilen. Das Datenschutzrecht sieht eine Direkterhebung beim Betroffenen vor, also in diesem Falle beim Bewerber. Außerdem soll ... [mehr]In der Regel ist das als nicht datenschutzkonform zu beurteilen. Das Datenschutzrecht sieht eine Direkterhebung beim Betroffenen vor, also in diesem Falle beim Bewerber. Außerdem soll es einen direkten Zweckbezug der Daten zum angestrebten Arbeitsverhältnis geben. Und obendrein soll eine Interessenabwägung zwischen dem Schutz des Persönlichkeitsrechts des Bewerbers und dem Informationsinteresse des Unternehmens stattfinden. [weniger]

Achim Plattner
Achim Plattner,
Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth, gibt Tipps zum Online-versichern und zum sicherheitsbewussten Verhalten im Internet.

Frage von VZ:
Kann man – die Stiftung Warentest behauptet das ja – eine Risikolebensversicherung online wirklich günstig abschließen? Und welche Angaben muss man dann über sich machen?

Antwort von Achim Plattner:
Es ist richtig, dass die Ergo Direkt Versicherungen im Bereich der Risikolebensversicherung von Stiftung Warentest immer wieder als Testsieger festgestellt wurde und man daher günstig abschließen ... [mehr]Es ist richtig, dass die Ergo Direkt Versicherungen im Bereich der Risikolebensversicherung von Stiftung Warentest immer wieder als Testsieger festgestellt wurde und man daher günstig abschließen kann. Für den Abschluss sind Angaben zum Versicherungsnehmer, der zu versichernden Person, zum Leistungsempfänger, zu Vorversicherungen, Bankdaten und Daten zum Gesundheitszustand der zu versichernden Person anzugeben. [weniger]

Stefan Staub
Stefan Staub,
Vorstandsmitglied des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands, beantwortet Fragen zu den Themen Datenschutz und Datensicherheit.

Frage von KK:
Können die Daten, die meine Freund und ich bei Facebook und anderen Plattformen eingeben, missbraucht werden?

Antwort von Stefan Staub:
Ein klares Ja! Erstens können Software-Fehler von Unbefugten ausgenutzt werden. Zweitens werden Dienstleistungen, die vermeintlich kostenlos sind, im Hintergrund meist durch Werbemaßnahmen finanziert. Und drittens, je ... [mehr]Ein klares Ja! Erstens können Software-Fehler von Unbefugten ausgenutzt werden. Zweitens werden Dienstleistungen, die vermeintlich kostenlos sind, im Hintergrund meist durch Werbemaßnahmen finanziert. Und drittens, je mehr Daten ich im Internet preisgebe, umso umfassender wird mein digitales Abbild und desto wertvoller sind meine Daten für Unternehmen. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, wir danken Ihnen für die Teilnahme. Leider konnten wir heute nicht alle Fragen beantworten, wir hoffen aber, dass Sie Ihre Frage oder zumindest eine ähnliche beantwortet vorgefunden haben. Für heute verabschieden wir uns von Ihnen und wünschen einen schönen Abend. Bis zum nächsten Mal. Bleiben Sie sicher im Web.