25.04.2013:

Süße Leckerei

Zucker in der Ernährung - Experten klären auf

Isst Ihr Kind viel zu viel Süßes und Sie haben ein schlechtes Gewissen wegen des Zuckeranteils?
Sind Sie Diabetiker und fragen sich, wie viel Zucker kann ich täglich problemlos zu mir nehmen?
Möchten Sie abnehmen aber auf Leckerein nicht gänzlich verzichten?


Die Rolle des Zuckers in unserer Ernährung wird kontrovers diskutiert. Er ist ein traditionelles Nahrungsmittel, schmeckt gut, bedeutet Genuss, macht Marmelade erst haltbar und Kuchen fest und befindet sich, seit wir nicht mehr selber kochen, in vielen verarbeiteten Lebensmitteln. Andererseits soll er ursächlich für die Entstehung von Übergewicht und Karies verantwortlich sein – und auch von dem im Volksmund als „Zuckerkrankheit“ bezeichneten Diabetes denken manche, er werde durch den Verzehr von Zucker verursacht. Aber stimmt das alles wirklich? Was ist dran an der aktuellen Diskussion? Wie viel Süßes ist o.k.? Viele Verbraucher sind verunsichert. Das bestätigt auch eine aktuelle Online-Umfrage von „mafo.de“, einem der führenden Online-Consumer-Panels in Deutschland, unter 1.000 Personen: 46 Prozent der Deutschen fühlen sich nicht ausreichend über das Thema Zucker informiert.

Chat-Protokoll

Moderator:
Herzlich willkommen bei unserem aktuellen Chat zum Thema „Zucker in der Ernährung“. Unsere Experten werden bis 19 Uhr Ihre Fragen rund um das „süße Leben“ beantworten. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung und sind jetzt startbereit.

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von HASE44:
Ich esse sehr gerne Süßes, versuche mich zwar zurückzuhalten, aber das wird mir wohl nie ganz gelingen. Deswegen achte ich sehr auf Zahnpflege und frage mich, ob ich besondere Zahncremes oder ähnliches verwenden kann, um meinen Zuckerkonsum auszugleichen. Gewichtsprobleme habe ich keine.

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Fluoridhaltige Zahnpasta unterstützt die natürliche Remineralisierung der Zähne. Sie sollten also darauf achten, dass Ihre Zahnpasta Fluorid enthält. Zusätzlich kann man einmal die Woche mit einer ... [mehr]Fluoridhaltige Zahnpasta unterstützt die natürliche Remineralisierung der Zähne. Sie sollten also darauf achten, dass Ihre Zahnpasta Fluorid enthält. Zusätzlich kann man einmal die Woche mit einer speziellen fluoridhaltigen Zahnpasta seine Zähne putzen. Diese speziellen Zahnpasten erhalten Sie nur in der Apotheke, da diese einen höheren Fluoridgehalt haben, als normale Zahnpasta. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von PHILIPP_16:
Was genau ist der Unterschied zwischen handelsüblichem Zucker und Fruchtzucker?

Antwort von Marcus Otto:
Es gibt drei Gruppen von Makronährstoffen: Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß. Zuckerarten und Stärke sind Kohlenhydrate. Haushaltszucker ist naturwissenschaftlich bezeichnet "Saccharose". Fruchtzucker ist der Trivialname für ... [mehr]Es gibt drei Gruppen von Makronährstoffen: Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß. Zuckerarten und Stärke sind Kohlenhydrate. Haushaltszucker ist naturwissenschaftlich bezeichnet "Saccharose". Fruchtzucker ist der Trivialname für die Zuckerart "Fruktose". Saccharose wird aus der Zuckerrübe oder Zuckerrohr gewonnen. Fruchtzucker z.B. aus Stärke hergestellt. In Früchten kommen beide Zuckerarten vor. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Universität Gießen und Marburg

Frage von JOSSHOSS_33:
Was passiert wenn ich gar keinen Zucker mehr esse? Ist das nicht auch schädlich?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Gar keinen Zucker zu essen, ist sehr schwierig, da in den meisten Nahrungsmitteln Zucker - wenn auch nur in kleinen Teilen - enthalten ist. Sie müssen ... [mehr]Gar keinen Zucker zu essen, ist sehr schwierig, da in den meisten Nahrungsmitteln Zucker - wenn auch nur in kleinen Teilen - enthalten ist. Sie müssen Zucker in Maßen zu sich nehmen, um den Energiehaushalt aufrecht zu erhalten. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von SCHLECKERMäULCHEN:
Gibt es wissenschaftliche Studien, dass Süßstoffe wirklich dick oder krank machen? Dass Saccharin Krebs bei Ratten erzeugt haben soll, weiß ich. Mir wurde erzählt, dass Süßstoffe ebenfalls den Blutzuckerspiegel beeinflussen sollen. Wie ist das bei Acesulfam, Xylit, Aspartam?

Antwort von Marcus Otto:
Die Verwendung von Süßstoffen ist per Gesetz geregelt. Der Zulassung von Süßungstoffen geht eine Sicherheitsbewertung voraus. Ein pauschales Urteil wie "Süßstoffe machen krank" ist daher falsch. ... [mehr]Die Verwendung von Süßstoffen ist per Gesetz geregelt. Der Zulassung von Süßungstoffen geht eine Sicherheitsbewertung voraus. Ein pauschales Urteil wie "Süßstoffe machen krank" ist daher falsch. Dass Süßstoffe dick machen, ist ebenfalls nicht erwiesen. Da Süßstoffe aber keine Energie liefern, ist es durchaus möglich, dass Süßstoffe Appetit auslösen. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Universität Gießen und Marburg

Frage von REBI_22:
Meine Großeltern waren am Ende Ihres Lebens beide zuckerkrank, meine Eltern sind es nicht, diese achten aber auch sehr auf Ihre Ernährung. Gibt es bei Diabetes auch eine Veranlagung, die vererbt werden kann?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Ja, insbesondere beim sogenannten Typ-1-Diabetes. Bei den Typ-2-Diabetikern spielen eher Übergewicht, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen eine besondere Rolle, weniger die Veranlagung.

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von GESA_56:
Was halten Sie von Lebensmitteln, die mit „weniger süß“ werben? Mir ist vor allem beim Müsli aufgefallen, dass auf den Packungen mit weniger Zucker geworben wird, wenn man sich die Nährwerttabellen jedoch anschaut, ist die Kalorienzahl etc. oft gleich. Macht das Sinn?

Antwort von Marcus Otto:
Wenn Sie auf die Nährwerttabelle schauen, machen Sie alles richtig. Denn entscheidend ist die Energie, die die Lebensmittel liefern. Der Zuckergehalt spielt bei festen Lebensmitteln wie ... [mehr]Wenn Sie auf die Nährwerttabelle schauen, machen Sie alles richtig. Denn entscheidend ist die Energie, die die Lebensmittel liefern. Der Zuckergehalt spielt bei festen Lebensmitteln wie z.B. Müslis oder anderen Frühstückscerealien keine Rolle. Denn wenn die Kalorien nicht aus dem Zucker kommen, kommen sie aus anderen Kohlenhydraten wie Stärke. Wenn Ihnen die Variante "weniger süß" schmeckt, dann ist das das entscheidende Kriterium. [weniger]

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von JENNY:
Ich habe eigentlich keine Zahnprobleme, aber ich bekomme immer, wenn ich Gummibärchen esse, Zahnschmerzen. Es fühlt sich nicht an, als hätte ich irgendwo ein Loch oder Karies, es ist eher ein allgemein unangenehmes Gefühl. Kann es sein, dass meine Zähne überempfindlich auf Zucker reagieren?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Wenn keine Karies vorhanden ist, sind möglicherweise freiliegende Zahnhälse die Ursache für die Empfindlichkeit. Eine Kontrolle beim Zahnarzt würde ich anraten, dieser kann Sie auch über ... [mehr]Wenn keine Karies vorhanden ist, sind möglicherweise freiliegende Zahnhälse die Ursache für die Empfindlichkeit. Eine Kontrolle beim Zahnarzt würde ich anraten, dieser kann Sie auch über Putztechniken informieren, die freiliegende Zahnhälse vermeiden. [weniger]

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von LUBAN:
Ich esse für mein Leben gerne Obst, aber ist das denn unbedenklich mit dem Fruchtzucker?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Viel Obst zu essen ist generell gesund und unbedenklich, wenn keine Erkrankungen oder Beschwerden vorliegen.

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von FRANK:
Wie gut ist Stevia? Würden Sie das als Zuckerersatz empfehlen?

Antwort von Marcus Otto:
Steviolglycoside sind ein Süßungsmittel (E 960). Sie können Zucker nicht ohne weiteres ersetzen, weil sie kein Volumen liefern. Bei Getränken ist der Einsatz von Süßungsmitteln kein ... [mehr]Steviolglycoside sind ein Süßungsmittel (E 960). Sie können Zucker nicht ohne weiteres ersetzen, weil sie kein Volumen liefern. Bei Getränken ist der Einsatz von Süßungsmitteln kein Problem und eine Frage des Geschmacks. [weniger]

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von BALLOUN:
Was greift außer Zucker noch die Zähne an?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Säurehaltige Nahrungsmittel greifen die Zähne an. Darunter fallen zum Beispiel Orangen- und Zitronensaft. Zu beachten wäre, dass man nach dem Genuss von solchen Nahrungsmitteln ca. 30 ... [mehr]Säurehaltige Nahrungsmittel greifen die Zähne an. Darunter fallen zum Beispiel Orangen- und Zitronensaft. Zu beachten wäre, dass man nach dem Genuss von solchen Nahrungsmitteln ca. 30 Minuten mit dem Putzen der Zähne warten sollte, da durch die Säuren der Zahnschmelz vorübergehend weicher geworden ist und durch die Zahnbürste stärker abgerieben werden würde. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von HARTMUT:
Ich bin Lehrer und nehme das Thema Zucker gerade mit meinen Schülern durch. Haben Sie Tipps für informative Webseiten oder andere Dinge, die Schüler (8.-9. Klasse) interessieren könnten?

Antwort von Marcus Otto:
Informationen bekommen Sie auf der Seite www.zuckerverbaende.de oder www.mitZucker.de.

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von HEINZ:
Ist der Süßstoff Aspartam für Diabetiker geeignet?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Ja, dieser Stoff ist geeignet. Bei Aspartam als Pulver sollte jedoch aufgrund von eventuell ungeeigneten Zutaten die Zutatenliste auf dem Etikett beachtet werden.

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Universität Gießen und Marburg

Frage von LUCKY:
Kann Diabetes auch durch zu viel Zucker entstehen?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Der Typ-2-Diabetes entsteht meistens in Folge von Übergewicht, Fettstoffwechselstörung und Bluthochdruck, dem sogenannten metabolischen Syndrom. Durch zuviel Zuckerzufuhr kann kein Diabetes entstehen. Bei Diabetikern allerdings muss ... [mehr]Der Typ-2-Diabetes entsteht meistens in Folge von Übergewicht, Fettstoffwechselstörung und Bluthochdruck, dem sogenannten metabolischen Syndrom. Durch zuviel Zuckerzufuhr kann kein Diabetes entstehen. Bei Diabetikern allerdings muss auf eine geregelte Zuckerzufuhr geachtet werden. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von HANJO:
Stimmt es, dass Vitamine durch Zucker zerstört werden?

Antwort von Marcus Otto:
Nein, Zucker ist kein Vitaminräuber. Dieses Vorurteil geht zurück auf eine fehlerhafte Studie im letzten Jahrhundert.

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von LIESCHEN:
Ich möchte gerne 10 Kilo abnehmen und esse gerne Obst, aber kann man, wenn man Fett reduziert und stattdessen viel Obst isst, abnehmen? Was ist mit dem Fruchtzucker?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Fruchtzucker ist ein natürlicher Bestandteil der Früchte. Da Obst auch Kalorien liefert, sollte es, wenn Sie abnehmen möchten, keine zu große Menge sein (ca. 3-5 Stück ... [mehr]Fruchtzucker ist ein natürlicher Bestandteil der Früchte. Da Obst auch Kalorien liefert, sollte es, wenn Sie abnehmen möchten, keine zu große Menge sein (ca. 3-5 Stück bzw. 500-750g pro Tag). [weniger]

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von KUGELFISCH_33:
Ich habe mich schon oft gefragt, ob es einen Unterschied für die Zähne zwischen „normalen“ Softdrinks oder Light-Produkten gibt? Sind Light-Produkte weniger schädlich?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Eine allgemeingültige Aussage ist nicht möglich. Entscheidend für die Schädlichkeit ist nicht unbedingt nur der Zuckergehalt, sondern auch der Säuregehalt der Getränke. Durch Säuren wird der ... [mehr]Eine allgemeingültige Aussage ist nicht möglich. Entscheidend für die Schädlichkeit ist nicht unbedingt nur der Zuckergehalt, sondern auch der Säuregehalt der Getränke. Durch Säuren wird der Zahnschmelz vorübergehend weicher und damit anfälliger für Karies. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von FRANZ:
Ich möchte Ihnen gerne auch eine Frage außerhalb der Ernährung stellen. Als Interessenvertreter der Zuckerindustrie haben Sie sich bestimmt auch für den Erhalt des Produktionsstandortes in Hessen eingesetzt. Leider kam es dann doch zur Betriebsstilllegung. In der Öffentlichkeit nahm man wahr, dass die Importe von Zucker billiger sind als die Produktion hier vor Ort. Gibt es Möglichkeiten für uns Konsumenten, Zucker aus einheimischer Produktion zu stützen, damit die Arbeitsplätze hier in Deutschland bleiben?

Antwort von Marcus Otto:
Entscheidungen über Betriebsschließungen liegen in der Zuständigkeit der einzelnen Unternehmen. Man muss aber wissen, dass es in der EU im Jahr 2006 im Rahmen der Reform ... [mehr]Entscheidungen über Betriebsschließungen liegen in der Zuständigkeit der einzelnen Unternehmen. Man muss aber wissen, dass es in der EU im Jahr 2006 im Rahmen der Reform der Zuckermarktordnung zu einer Kürzung der Zuckerquoten gekommen ist. Dies war politisch so gewollt, um den Entwicklungs- und Schwellenländern zu ermöglichen, mehr Zucker nach Europa zu liefern. Vor dem Hintergrund mussten auch Zuckerfabriken in Deutschland geschlossen werden. Zurzeit wird in der EU erneut eine Reform der Zuckermarktordnung diskutiert. Die Europäische Kommission will die Marktordnung 2015 auslaufen lassen. Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e. V. setzt sich dagegen für eine Fortsetzung bis 2020 ein. Aus unserer Sicht ist dies notwendig, um die Standorte in Deutschland und Europa zu erhalten. Deshalb ist es wichtig, dass auch die Bürgerinnen und Bürger regional vor Ort gegenüber ihren Vertretern in den Parlamenten deutlich machen, dass die Marktordnung bis mindestens 2020 verlängert werden sollte. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Universität Gießen und Marburg

Frage von MERKUR:
Müssen Diabetiker auch mit "Light" Produkten aufpassen? Manche sagen, dass auch Süßstoffe dafür sorgen, dass Insulin im Körper ausgeschüttet wird, andere Quellen behaupten, dass Süßstoffe die Insulinproduktion nicht anregen. Was ist richtig?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Süßstoffe können ebenfalls einen Einfluss auf die Insulinproduktion haben. Auch bei Diabetikern ist Zucker nicht tabu, muss natürlich entsprechend der Diabeteseinstellung angepasst werden.

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von JOACHIM:
Ist es für die Zähne und das Zahnfleisch gesünder, mit Honig zu süßen, oder kommt das auf das Gleiche raus?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Honig ist reiner Zucker, insoweit gibt es keinen Unterschied.

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von XAV.MüL:
Kann man Süßstoff auch zum Backen nehmen und wenn ja, welchen raten Sie mir?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Süßstoff kann generell zum Backen verwendet werden, wobei der Geschmack anders ist als bei Zucker. Auch liefert Süßstoff im Gegensatz zum Zucker keine Masse bzw. kein ... [mehr]Süßstoff kann generell zum Backen verwendet werden, wobei der Geschmack anders ist als bei Zucker. Auch liefert Süßstoff im Gegensatz zum Zucker keine Masse bzw. kein Volumen. Wenn Sie aber mit Süßstoff backen möchten, sind alle Süßstoffe geeignet, da diese hitzestabil sind. Dem Zuckergeschmack ist Stevia auch sehr ähnlich, ich würde allerdings generell mit Zucker backen. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von LABAN:
Was versteht man unter Voll-Rohrzucker?

Antwort von Marcus Otto:
Der Begriff Vollrohrzucker beschreibt kein klar definiertes Produkt. Wahrscheinlich wird es sich um eingetrockneten Zuckerrohrsaft handeln.

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von FRANZ:
Können auch Zahnfleischprobleme durch zu viel Zucker entstehen?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Zahnfleischprobleme entstehen nicht durch Zucker. Zahnfleischprobleme entstehen unter anderem durch weiche und harte Zahnbeläge und Rauchen. Regelmäßige Prophylaxe beim Zahnarzt hilft hier.

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von ULLA_44:
Stimmt das Gerücht, dass Zucker bzw. Schokolade glücklich macht?

Antwort von Marcus Otto:
Leckeres essen macht glücklich bzw. zufrieden. Das ist auch gut so. Wenn Essen keinen Spass mehr macht, sind Ernährungsprobleme vorprogrammiert. Einen besonderen Kick gibt Zucker nicht.

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von LUBI:
Habe gehört, dass man auf Lebensmittel verzichten soll, die Aspartame enthalten, da diese krebserregend sein sollen. Stimmt das?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Nein, das stimmt nicht. Es liegen dafür keine wissenschaftlichen Studien vor, die diese Annahme bestätigen.

Moderator:
Liebe User, dies ist ein moderierter Chat. Alle Fragen gehen zunächst an einen Moderator, der sie nach Sichtung dem jeweiligen Experten zur Beantwortung vorlegt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass bei starker Beteiligung zuerst die Fragen beantwortet werden, die von allgemeinem Interesse sind.

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von BRIGITTE44:
Was halten Sie von dem Zuckerersatz Stevia? Ist dieser Stoff tatsächlich weniger „schädlich“ als behauptet wird?

Antwort von Marcus Otto:
Wenn von Stevia die Rede ist, dann geht es immer um den Süßstoff Steviolglycoside (E 960). Dieser ist eine Alternative zu anderen Süßstoffen wie Aspartam oder ... [mehr]Wenn von Stevia die Rede ist, dann geht es immer um den Süßstoff Steviolglycoside (E 960). Dieser ist eine Alternative zu anderen Süßstoffen wie Aspartam oder Cyclamat. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat Steviolglycoside bewertet und festgestellt, das man diesen Süßstoff nicht in beliebigen Mengen aufnehmen sollte. Daher hat der Gesetzgeber Höchstgrenzen in Lebensmitteln festgelegt. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Universität Gießen und Marburg

Frage von LOC.DOC:
Muss man als Diabetiker auch aufpassen bei Fruchtzucker?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Sicherlich ist Fruchtzucker eine Alternative, aber auch bei maßvollem Konsum von normalem Zucker besteht keine Gefahr für Diabetiker.

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von HAUPTSTADTMAUS:
Ich möchte gerne wissen, ob Zucker oder Honig gesünder ist...

Antwort von Marcus Otto:
Haushaltszucker ist reine Saccharose, Honig ist letztlich eine Mischung aus verschiedenen Zuckerarten. Honig ist nicht gesünder als Zucker, sondern ernährungsphysiologisch gleich zu bewerten.

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von STEFAN:
Ich bin Anfang 30 und habe starke Zahnprobleme, obwohl ich sehr auf meine Zähne achte und diese auch gründlich pflege (Mundwasser, Zahnseide usw.). Als Jugendlicher habe ich viel Schokolade etc. gegessen und nehme jetzt an, dass meine Zähne an den „Spätfolgen“ leiden. Kann ich durch Zucker verursachte Schäden rückgängig machen/beheben?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Die moderne Zahmedizin hat in den letzten 20 Jahren große Fortschritte gemacht. Amalgam wurde als Füllungsmaterial durch hochwertige Kunststoffe und Keramiken ersetzt. Implantate werden jetzt routinemäßig ... [mehr]Die moderne Zahmedizin hat in den letzten 20 Jahren große Fortschritte gemacht. Amalgam wurde als Füllungsmaterial durch hochwertige Kunststoffe und Keramiken ersetzt. Implantate werden jetzt routinemäßig zum Ersatz von Zähnen verwendet. Die regelmäßige Zahnprophylaxe ist fester Bestandteil der modernen Zahnheilkunde geworden. Ich bin mir sicher, dass auch Ihnen Ihr Zahnarzt weiterhelfen kann. [weniger]

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von MARIANNE:
Meine Kinder lieben Süßigkeiten und ich versuche immer wieder, sie dazu zu bewegen, auf Obst oder Gemüse auszuweichen. Aber das ist oft vergeblich. Haben Sie Tipps? Oder gibt es vielleicht weniger stark gesüßte Alternativen?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Süßigkeiten würde ich nie verbieten und ihnen auch keinen großen Stellenwert einräumen - alles was verboten ist, wird generell interessanter. Die Mengen an Süßigkeiten würde ich ... [mehr]Süßigkeiten würde ich nie verbieten und ihnen auch keinen großen Stellenwert einräumen - alles was verboten ist, wird generell interessanter. Die Mengen an Süßigkeiten würde ich in eine Schatzkiste geben, mit der Ihre Kinder eventuell an einem Tag oder in einer Woche auskommen sollen. Versuchen Sie, Ihren Kindern Nüsse und Trockenfrüchte mit anzubieten. Diese ersetzen aber nicht den gezielten Wunsch nach Naschereien. [weniger]

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von MARLENE:
Meine kleine Tochter will ständig Süßigkeiten essen und hat aber noch ihre Milchzähne. Ist Zucker bei Milchzähnen ein Problem?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Auch Milchzähne müssen vor Karies geschützt werden. Ich empfehle Ihnen, den Genuss von Süßigkeiten und kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln auf täglich viermal zu beschränken. Die Zähne können dann ... [mehr]Auch Milchzähne müssen vor Karies geschützt werden. Ich empfehle Ihnen, den Genuss von Süßigkeiten und kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln auf täglich viermal zu beschränken. Die Zähne können dann in den Esspausen durch den eigenen Speichel remineralisiert werden. Zusätzlich sollte regelmäßiges Zähneputzen erfolgen. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von WEIDE:
Stevia ist derzeit in aller Munde, aber soviel ich weiß in Deutschland noch nicht als Lebensmittel zugelassen. Warum?

Antwort von Marcus Otto:
Stevia ist als Pflanze "Novel Food" und in der Tat als Lebensmittel nicht zugelassen. Steviolglycoside sind als E 960 jedoch seit Ende 2011 als Süßungsmittel in ... [mehr]Stevia ist als Pflanze "Novel Food" und in der Tat als Lebensmittel nicht zugelassen. Steviolglycoside sind als E 960 jedoch seit Ende 2011 als Süßungsmittel in Lebensmitteln verwendbar. Steviolglycoside sind Süßungsmittel, die auf der Basis von Stevia hergestellt werden. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Universität Gießen und Marburg

Frage von UPROLL:
Machen Lebensmittel mit viel Zucker bzw. Süßigkeiten eigentlich wach, wenn man mal müde ist? Habe gelesen, dass das mit dem Insulinspiegel zusammenhängt.

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel steigern die Aktivität und haben natürlich auch einen Einfluss auf den Insulinspiegel, denn bei vermehrter Zufuhr von Zucker kommt es bei einer ... [mehr]Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel steigern die Aktivität und haben natürlich auch einen Einfluss auf den Insulinspiegel, denn bei vermehrter Zufuhr von Zucker kommt es bei einer Normalperson gegenregulatorisch zu einem Anstieg des Insulinspiegels. [weniger]

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von EXTRANETT:
Von meiner Mutter haben wir immer Salzstangen und Cola bekommen, wenn wir Bauchschmerzen oder Darmprobleme hatten. Heute gebe ich das zwar meinen Kindern weiter, weiß aber ehrlich gesagt gar nicht wieso. Warum ist Cola gut für den Magen/Darm? Liegt es am Zuckergehalt? Oder am Koffein?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Bei Durchfällen gibt man Salzstangen vor allem um den Salzverlust auszugleichen und Cola um schnell verfügbaren Zucker wie auch Flüssigkeit bereitzustellen. Auch der Koffeingehalt kann sich ... [mehr]Bei Durchfällen gibt man Salzstangen vor allem um den Salzverlust auszugleichen und Cola um schnell verfügbaren Zucker wie auch Flüssigkeit bereitzustellen. Auch der Koffeingehalt kann sich positiv auswirken. Bei ausschließlichen Magenschmerzen ist Cola nicht geeignet, da weder Salzstangen noch Cola über medizinische Wirkungen verfügen. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von BERLINER KINDL:
Hallo, mich würde mal interessieren, was wäre, wenn man (so gut wie) keinen Zucker zu sich nimmt... Das wäre doch auch falsch, oder?

Antwort von Marcus Otto:
In einer ausgewogenen Ernährung haben alle Lebensmittel ihren Platz, dazu gehört auch Zucker. Es gibt keinen Grund, auf Zucker zu verzichten. Anderseits gibt es, anders als ... [mehr]In einer ausgewogenen Ernährung haben alle Lebensmittel ihren Platz, dazu gehört auch Zucker. Es gibt keinen Grund, auf Zucker zu verzichten. Anderseits gibt es, anders als etwa bei anderen Vitaminen und Mineralstoffen auch keine Mindestverzehrmenge. [weniger]

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von MESSNER:
Ist es richtig, dass eine unbehandelte Parodontitis den Blutzuckerspiegel erhöht? Und wenn ja, soll man dann auf zuckerhaltige Nahrungsmittel gänzlich verzichten?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Eine unbehandelte Parodontitis ist eine Entzündung mit Bakterien. Allgemein reagiert der Körper bei Entzündungen oft mit einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels. Dies hat nichts mit dem Zucker ... [mehr]Eine unbehandelte Parodontitis ist eine Entzündung mit Bakterien. Allgemein reagiert der Körper bei Entzündungen oft mit einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels. Dies hat nichts mit dem Zucker in der Nahrung zu tun. Die Parodontitis muss wie jede Entzündung behandelt werden. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Universität Gießen und Marburg

Frage von MEYER B:
In unserer Familie haben viele Diabetes. Wenn ich mich jetzt zuckerarm ernähre, habe ich Chancen, nicht daran zu erkranken?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Die genetische Disposition, an Diabetes zu erkranken, ist nicht von der Zuckeraufnahme abhängig. Bei gesunder Ernährung besteht kein erhöhtes Risiko.

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von LINE234:
Hallo, ich habe von Stevia gelesen, das anstelle von Zucker zum Süßen benutzt werden kann. Ist das zu empfehlen?

Antwort von Marcus Otto:
Wenn von Stevia die Rede ist, ist meist der Süßstoff Steviolgylcoside (E 960) gemeint. Sie können damit selbstverständlich süßen, die Frage ist nur, was Sie bezwecken. ... [mehr]Wenn von Stevia die Rede ist, ist meist der Süßstoff Steviolgylcoside (E 960) gemeint. Sie können damit selbstverständlich süßen, die Frage ist nur, was Sie bezwecken. Bei Getränken können Süßstoffe den Zucker ohne weiteres ersetzen, dies ist nur ein Frage des Geschmacks. Bei festen Lebensmitteln, können Sie die Süße durch Süßstoffe kompensieren. Für das Volumen brauchen Sie dann mehr andere Zutaten, die ebenfalls Kalorien liefern. [weniger]

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von LAMA5:
Können Sie Wassermelonen empfehlen als eine Obstsorte mit wenig Fruchtzucker? Oder welches anderes Obst ist gut bei einer Diät?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Die Zuckermengen (Fruchtzucker, Traubenzucker, Saccharose) in Obst unterscheiden sich nicht gravierend. Von daher sollten Sie Obst der Jahreszeit essen und dieses gerne nach Ihrem Geschmack auswählen.

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von KARLA:
Wie „gesund“ ist Süßstoff im Vergleich zu Zucker? Kann das eine gute Alternative sein?

Antwort von Marcus Otto:
"Gesund" und "ungesund" ist nicht der richtige Ausgangspunkt. Alle Lebensmittel haben in einer ausgewogenen und damit gesunden Ernährung ihren Platz. Zuckerfreie Kaugummis mit Süßstoff sind z.B. ... [mehr]"Gesund" und "ungesund" ist nicht der richtige Ausgangspunkt. Alle Lebensmittel haben in einer ausgewogenen und damit gesunden Ernährung ihren Platz. Zuckerfreie Kaugummis mit Süßstoff sind z.B. nicht kariogen und damit ein sinnvolle Alternative zu zuckerhaltigen Kaugummis. Zuckerfreie Erfrischungsgetränke sind mit Süßstoffen gesüßt und liefern daher keine Kalorien. Das kann auch sinnvoll sein. Wenig Sinn macht der Einsatz von Süßstoffen allerdings häufig bei festen Lebensmitteln, wenn der Energiegehalt gleich bleibt. Schauen Sie am besten in die Nährwerttabelle. [weniger]

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von BEISER1:
Ist Fruchtzucker auch ungesund für die Zähne?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Schädlich sind die Säuren, welche Bakterien aus dem Zucker herstellen. Insoweit gibt es keinen Unterschied zwischen Zucker und Fruchtzucker.

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Universität Gießen und Marburg

Frage von CHARLY:
Ich habe gehört, dass Zucker helfen kann, Wunden zu heilen, weil er ähnlich wie Honig antibakteriell wirkt. Ist das wahr?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Zucker kann bei Verletzungen die Granulation der Wunde fördern, ist jedoch nur ein Mosaikstein bei der Heilung. Offene, infizierte Wunden sollten trotzdem nicht mit Zucker behandelt ... [mehr]Zucker kann bei Verletzungen die Granulation der Wunde fördern, ist jedoch nur ein Mosaikstein bei der Heilung. Offene, infizierte Wunden sollten trotzdem nicht mit Zucker behandelt werden. [weniger]

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von MüLLER-BERGER:
Was halten Sie von Süßstoffen bei Kindern?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Süßstoffe würde ich bei Kindern generell nicht empfehlen, da die Angaben zur Unbedenklichkeit von Süßstoffen sich auf Erwachsene beziehen. Kinder dürfen natürlichen Zucker zu sich nehmen, ... [mehr]Süßstoffe würde ich bei Kindern generell nicht empfehlen, da die Angaben zur Unbedenklichkeit von Süßstoffen sich auf Erwachsene beziehen. Kinder dürfen natürlichen Zucker zu sich nehmen, es sollte jedoch von Anfang an auf die Mengen geachtet werden. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von HANS WOL.:
Ist Fruchtzucker für Diabetiker ratsam? Ich habe gelesen, dieser soll zu Blähungen führen.

Antwort von Marcus Otto:
Fruchtzucker bietet dem Verbraucher keinen Vorteil. Diabetiker müssen vielmehr im Blick haben, wieviele Kohlenhydrate (also Stärke und Zucker) sie insgesamt zu sich nehmen. In der Tat ... [mehr]Fruchtzucker bietet dem Verbraucher keinen Vorteil. Diabetiker müssen vielmehr im Blick haben, wieviele Kohlenhydrate (also Stärke und Zucker) sie insgesamt zu sich nehmen. In der Tat kann Fruchtzucker bei größeren Mengen zu Unverträglichkeitsreaktionen führen, das muss aber nicht sein. [weniger]

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von SAUBER:
Ich habe nächsten Monat eine Zahn-OP in Vollnarkose und man sagte mir, ich soll die nächsten vier Wochen auf Zucker verzichten, damit sich das Loch nicht ausweitet. Warum das denn?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Diese Frage kann ich so nicht beantworten. Handelt es sich bei dem Loch um eine Karies im Zahn, welche man in Narkose behandeln muss? Konnte man ... [mehr]Diese Frage kann ich so nicht beantworten. Handelt es sich bei dem Loch um eine Karies im Zahn, welche man in Narkose behandeln muss? Konnte man keine provisorische Füllung machen? [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von PETER:
Wie viel Zucker in Lebensmitteln ist gesund? Ab wann beginnt der Zucker schädlich zu werden?

Antwort von Marcus Otto:
Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel sind Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Die Zuckeraufnahme sollte einen moderaten Anteil an der Gesamtenergieaufnahme ausmachen. Eine gesundheitlich relevante Verzehrsobergrenze existiert nicht. Mehr ... [mehr]Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel sind Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Die Zuckeraufnahme sollte einen moderaten Anteil an der Gesamtenergieaufnahme ausmachen. Eine gesundheitlich relevante Verzehrsobergrenze existiert nicht. Mehr als 50 Prozent der Nahrungsenergie sollten in Form von Kohlenhydraten aufgenommen werden. Kohlenhydrate sind als Energielieferanten lebensnotwendig. Allein das Gehirn benötigt etwa 140 g Glukose pro Tag. [weniger]

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von LAMMER:
Warum essen einige Veganer keinen Zucker?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Eine vegane Ernährungsweise hat eigentlich nichts mit der Zuckermenge zu tun und ist immer eine persönliche Einstellung.

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Universität Gießen und Marburg

Frage von WERNER:
Was geschieht im Körper, wenn man Unterzucker hat? Sinkt da der Insulinwert? Meine Frau hat das öfters, dann wird es ihr immer schwindelig.

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Bei Unterzucker versucht der Körper durch Gegenregulation auf die Zuckerreserven zurückzugreifen, um den Blutzucker wieder zu steigern. Schwindelgefühl kann ein typisches Symptom von Unterzucker sein.

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von R. BERGER:
Was ist Kandiszucker und warum trinkt man ihn hauptsächlich im Tee?

Antwort von Marcus Otto:
Kandiszucker ist nichts anderes als ein großes Zuckerkristall, also reine Saccharose. Gerade in Ostfriesland hat der berühmte "Köpke Tee" eine lange Tradition.

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von BAIER:
Man sagt, Vollrohrzucker sei nicht so schädlich für die Zähne. Er würde Mineralien enthalten, die gut sind für die Zähne und welche dem weißen Zucker fehlen. Ist das so?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Dieses Thema wird in der Wissenschaft kontrovers diskutiert. Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass Vollrohrzucker weniger kariogen ist als normaler Zucker, andere Untersuchungen zeigen keinen Unterschied. ... [mehr]Dieses Thema wird in der Wissenschaft kontrovers diskutiert. Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass Vollrohrzucker weniger kariogen ist als normaler Zucker, andere Untersuchungen zeigen keinen Unterschied. Eine abschließende Bewertung steht noch aus. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von SIBBIS:
Ich trinke gerne Apfelschorle. Zum einen, weil es mir schmeckt, und zum anderen, weil ich immer dachte, dass Fruchtsaftschorle auf jeden Fall gesünder ist als Cola, Spezi usw. Jetzt habe ich gelesen, dass in der Apfelschorle auch jede Menge Zucker enthalten ist. Was meinen Sie dazu?

Antwort von Marcus Otto:
Säfte enthalten genauso wie Erfrischungsgetränke Zucker, deswegen schmecken Sie auch süß. Manche Säfte, wie z. B. Apfel- oder Traubensaft enthalten sogar mehr Zucker als Erfrischungsgetränke. Sie ... [mehr]Säfte enthalten genauso wie Erfrischungsgetränke Zucker, deswegen schmecken Sie auch süß. Manche Säfte, wie z. B. Apfel- oder Traubensaft enthalten sogar mehr Zucker als Erfrischungsgetränke. Sie können also erheblich zur täglichen Energieaufnahme beitragen. Saftschorle ist eine Mischung aus Fruchtsaft und Mineralwasser. Wieviel Kalorien Sie sparen, hängt von Ihrem Mischungsverhältnis ab. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Universität Gießen und Marburg

Frage von FRANZ:
In den letzten Jahren wandeln sich die Erkenntnisse zur Ernährungsmedizin immer schneller. Als Verbraucher nimmt man wahr, dass früher postuliertes Wissen immer schneller wieder in Abrede gestellt wird. Nach dem BMI folgte das Wohlfühlgewicht als Basis für ein langes Leben. Jüngst formuliert: "Braucht der Körper nicht doch ein gewisses Maß an freien Radikalen"; also etwas, was man vor kurzem noch in Abrede gestellt hat? Als Mediziner haben Sie das Interesse, die Menschen bestmöglich vor Schäden zu bewahren (Vorsorge) oder uns in akuten Fällen zu helfen. Kann es aber auch ein sinnvoller Weg sein, den Stress der "idealen" Ernährung abzubauen, weil man erkennt, dass eben auch das Stück Zucker uns gut tun kann? Anders formuliert: Erkennt man, dass Genießen auch zum positiven Leben dazu gehört und so vor Gesundheitsschäden schützen kann?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Wenn man eine kohlenhydratreiche Nahrung mit Genuss und in Maßen zu sich nimmt, ist dagegen nichts einzuwenden. Ein positives Lebensgefühl kann sich immer positiv auf die ... [mehr]Wenn man eine kohlenhydratreiche Nahrung mit Genuss und in Maßen zu sich nimmt, ist dagegen nichts einzuwenden. Ein positives Lebensgefühl kann sich immer positiv auf die Gesundheit auswirken. [weniger]

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von BäRENSTARK:
Ich wiege 80 Kilo, bin weiblich, 172 cm groß und habe mir das Ziel gesetzt abzunehmen. Soll ich auf fettarme oder mehr auf zuckerfreie Kost Wert legen?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Beachten Sie insgesamt Ihre Energiebilanz. Da Fett die doppelte Menge an Kalorien liefert wie Zucker, ist es wichtig, auf den Fettgehalt der Lebensmittel zu achten. Ich ... [mehr]Beachten Sie insgesamt Ihre Energiebilanz. Da Fett die doppelte Menge an Kalorien liefert wie Zucker, ist es wichtig, auf den Fettgehalt der Lebensmittel zu achten. Ich empfehle Ihnen: Milch und Milchprodukte mit 1,5% Fett, Käse bis 45% i.Tr., viel Obst und Gemüse, Kartoffeln, Reis, Nudeln und ausreichend Bewegung. Fangen Sie zusätzlich mit einem Esstagebuch an, um festzustellen, wie viel Sie tatsächlich essen und trinken. Und überlegen Sie sich im nächsten Schritt, was Sie dabei positiv verändern können. [weniger]

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von MB:
Ist Traubenzucker auch schädlich für die Zähne?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Traubenzucker ist nichts anderes als Glucose, welche Bestandteil ist von Milchzucker und von Haushaltszucker, sie entsteht auch durch Aufspaltung von Stärke aus Mehlprodukten. Aus Glucose produzieren ... [mehr]Traubenzucker ist nichts anderes als Glucose, welche Bestandteil ist von Milchzucker und von Haushaltszucker, sie entsteht auch durch Aufspaltung von Stärke aus Mehlprodukten. Aus Glucose produzieren Bakterien im Mund dann Säuren. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von SOGARL:
Ich habe neulich gehört, dass einige Lebensmittel wie zum Beispiel Vollkorntoast oder diverse Salatdressings während des Verdauungsvorgangs in Zucker umgewandelt werden. Ist dieser Vorgang schädlich für den Körper und wenn ja, welche Lebensmittel sollte man dann eher meiden?

Antwort von Marcus Otto:
Die Kernbausteine der Ernährung sind die Makronährstoffe Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett. Mehr als 50 % der täglichen Energieaufnahme sollten aus Kohlenhydraten (also Stärke und Zucker) stammen. ... [mehr]Die Kernbausteine der Ernährung sind die Makronährstoffe Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett. Mehr als 50 % der täglichen Energieaufnahme sollten aus Kohlenhydraten (also Stärke und Zucker) stammen. Alle Kohlenhydrate werden während des Stoffwechselprozesses in Zucker umgewandelt. Das ist völlig normal. Sie müssen keine Lebensmittel meiden. [weniger]

Moderator:
Vielen Dank für Ihre vielen interessanten Fragen. Unsere Experten beantworten sie so schnell wie möglich.

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Universität Gießen und Marburg

Frage von MANUELA_26:
Ich gehe seit einiger Zeit regelmäßig nachmittags (nach einem langen Arbeitstag und mit meist nur einem kleinen Mittagssnack) joggen. Das geht eigentlich sehr gut, da ich, wenn ich vor dem Joggen viel esse, Magenprobleme bekomme. Jetzt merke ich aber, dass ich oft nach 30 Minuten keine Energie mehr habe, manchmal wird mir schwindelig, ich denke, das liegt an einer Art Unterzuckerung. Bringt es also etwas, vor dem Sport ein Stück Schokolade zu essen? Energieriegel mag ich generell nicht sehr gerne.

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Durch die regelmäßige Aktivität wird Zucker als Energieträger verbraucht. Bei normaler Ernährung ist allerdings vor mäßigem Sport (Joggen) keine zusätzliche kohlenhydratreiche Ernährung notwendig.

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von FRAGEN100:
Was ist der Unterschied zwischen weißem und braunem Zucker?

Antwort von Marcus Otto:
Saccharose ist die naturwissenschaftliche Bezeichnung für Haushaltszucker. Bei braunen Zuckerarten wird die Färbung durch farbgebende Bestandteile hervorgerufen. Z. B. kommt die Farbe von braunem Rohrrohzucker dadurch ... [mehr]Saccharose ist die naturwissenschaftliche Bezeichnung für Haushaltszucker. Bei braunen Zuckerarten wird die Färbung durch farbgebende Bestandteile hervorgerufen. Z. B. kommt die Farbe von braunem Rohrrohzucker dadurch zustande, dass dieser Zucker nicht so rein ist wie Haushaltszucker. Es gibt aber auch braune Zuckersorten, bei denen brauner Karamellzuckersirup als Zutat verwendet wurde, der dem Zucker noch eine aromatische Note verleiht. [weniger]

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von LORE:
Mein Freund ist Diabetiker – zwar in einer sehr leichten Intensität, aber trotzdem musste er seine Ernährung sehr umstellen. Er verwendet jetzt statt Zucker immer Süßstoff (für Kaffee, Joghurts, etc.) trotzdem frage ich mich, ob dies soviel besser ist. Andererseits kann er ja auch nicht ganz auf Süßes verzichten. Haben Sie einen Tipp?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Süßstoff ist für Diabetiker unbedenklich. Dadurch erhöht sich sein Blutzucker nicht und er braucht im Gegensatz zur Zuckereinnahme kein Insulin. Bei Süßigkeiten braucht er keine besonderen ... [mehr]Süßstoff ist für Diabetiker unbedenklich. Dadurch erhöht sich sein Blutzucker nicht und er braucht im Gegensatz zur Zuckereinnahme kein Insulin. Bei Süßigkeiten braucht er keine besonderen Diätprodukte, weil Zucker in der Diabetestherapie generell erlaubt ist und kein spezieller Diabetiker-Zucker erforderlich ist. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von BäUMLER:
Bei Mehl gibt es unterschiedliche Güteklassen, gibt es diese auch bei Zucker?

Antwort von Marcus Otto:
Ja, die gibt es. Raffinade ist Zucker der höchsten Reinheitsstufe. Diese beste Qualität werden Sie meistens im Handel finden.

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von MAUSE:
Sind Fruchtsäfte, die viel Zucker enthalten, gefährlich für die Zähne?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Karies kann durch zuckerhaltige Fruchtsäfte entstehen. Gefährlich für die Zähne werden diese nur, wenn man nicht entsprechende Vorkehrungen trifft, um die Zähne zu schützen. Man sollte ... [mehr]Karies kann durch zuckerhaltige Fruchtsäfte entstehen. Gefährlich für die Zähne werden diese nur, wenn man nicht entsprechende Vorkehrungen trifft, um die Zähne zu schützen. Man sollte zwischen dem Genuss der Getränke Trinkpausen machen, damit der Zahnschmelz durch den Speichel remineralisiert werden kann. Zähneputzen sollte man erst nach ca. 30 Minuten mit fluoridhaltiger Zahnpasta. Regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt sollten erfolgen. [weniger]

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von BäRBEL:
Kann man mit Obst abnehmen? Und warum besonders gut mit der Ananas?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Nur mit Ananas abzunehmen ist nicht ratsam. Besser ist es, regelmässig Obsttage einzulegen. So könnten Sie beispielsweise einmal die Woche ausschließlich Obst essen und dazu mindestens ... [mehr]Nur mit Ananas abzunehmen ist nicht ratsam. Besser ist es, regelmässig Obsttage einzulegen. So könnten Sie beispielsweise einmal die Woche ausschließlich Obst essen und dazu mindestens 2 Liter kalorienfreie Flüssigkeit zu sich nehmen. Beim täglichen Essen sollten Sie zwischendurch auf Obst zurückgreifen und sich generell viel bewegen - dann fällt das Abnehmen leichter. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von SU.BLA.:
In vielen Rezepten steht, dass man braunen Zucker verwenden soll. Ich habe aber nur weißen da, ist das Ergebnis daraufhin gleichbleibend?

Antwort von Marcus Otto:
Es gibt verschiedene Zuckersorten. Braune Zuckersorten haben einen etwas anderen Geschmack als Raffinade - z. B. eine Karamellnote. Probieren Sie es aus. Funktionieren wird das Rezept ... [mehr]Es gibt verschiedene Zuckersorten. Braune Zuckersorten haben einen etwas anderen Geschmack als Raffinade - z. B. eine Karamellnote. Probieren Sie es aus. Funktionieren wird das Rezept auch mit weißem Zucker. [weniger]

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Universität Gießen und Marburg

Frage von MEGAMAMA:
Meine Kinder sind völlig verrückt nach Bonbons und Co., obwohl ich ihnen immer so wenig Süßes wie möglich gegeben habe. Woran liegt das?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Kinder bevorzugen gerne Süßigkeiten - in Maßen genossen ist dies unproblematisch.

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von LASSO:
Ich habe an zwei Zähnen Karies und jetzt habe ich dort Füllungen und naja ... das tut eigentlich gar nicht weh, aber wenn ich mal was Süßes esse, dann tut es weh. Warum nur dann?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Möglicherweise sind die Füllungen erst vor kurzem erfolgt, und die Zähne sind noch etwas sensibilisiert. Unter Umständen sind auch freiliegende Zahnhälse die Ursache. Sie sollten nochmal ... [mehr]Möglicherweise sind die Füllungen erst vor kurzem erfolgt, und die Zähne sind noch etwas sensibilisiert. Unter Umständen sind auch freiliegende Zahnhälse die Ursache. Sie sollten nochmal Ihren Zahnarzt aufsuchen. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von DEPO:
Was ist schlimmer? Zu viel Zucker oder zu viel Fett?

Antwort von Marcus Otto:
Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung. Insofern lässt sich die Frage so nicht beantworten. Mehr als 50 % der täglichen Energieaufnahme sollten aus Kohlenhydraten, also Stärke und ... [mehr]Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung. Insofern lässt sich die Frage so nicht beantworten. Mehr als 50 % der täglichen Energieaufnahme sollten aus Kohlenhydraten, also Stärke und Zucker, stammen. Die Fettaufnahme sollte nicht mehr als 30 % ausmachen. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von MECHTHILD:
In welchen Getränken befindet sich viel Zucker?

Antwort von Marcus Otto:
Apfelsaft enthält ca. 12 g Zucker/100 ml, Orangensaft ca. 10 g Zucker/100 ml, eine Cola etwa 10,5 g Zucker/100 ml. Milch enthält 5 g Zucker/100 ml ... [mehr]Apfelsaft enthält ca. 12 g Zucker/100 ml, Orangensaft ca. 10 g Zucker/100 ml, eine Cola etwa 10,5 g Zucker/100 ml. Milch enthält 5 g Zucker/100 ml (aber außerdem Fett und Eiweiß). [weniger]

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von LUZANIN:
Ich bin 50 Jahre alt und merke aufgrund meiner Wechseljahre, dass ich mein Gewicht nicht mehr halten kann. Bei welchen Lebensmitteln muss ich am meisten vorsichtig sein? Ich esse natürlich verdammt gerne Süßes.

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Sie müssen natürlich nicht auf Süßes verzichten, Sie sollten die Menge bewusst wählen und genießen. Weichen Sie gerne auf Obst, Gemüse, Reis und Brot aus. Es ... [mehr]Sie müssen natürlich nicht auf Süßes verzichten, Sie sollten die Menge bewusst wählen und genießen. Weichen Sie gerne auf Obst, Gemüse, Reis und Brot aus. Es bietet sich zusätzlich an, ein Essprotokoll zu führen, um das Essen und das Trinken über mehrere Tage zu dokumentieren. Ich empfehle Ihnen, eine professionelle Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen, Adressen hierfür bekommen Sie über Ihre Krankenkasse. Gesetzliche Krankenkassen bezuschussen diese in der Regel. [weniger]

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von LOTHAR M:
Ist Kaugummi ohne Zucker auch ungesund für die Zähne?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Es gibt spezielle Zahnpflegekaugummis, die ganz sicher nicht schädlich für die Zähne sind. Andere können eventuell auch Säuren enthalten, die den Zahnschmelz angreifen.

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von NICKI:
Ist Honig ernährungsphysiologisch wertvoller als raffinierter Haushaltszucker - wenn ja, warum?

Antwort von Marcus Otto:
Ob Sie Honig oder Zucker zum Süßen verwenden, macht keinen Unterschied. Honig enthält zwar noch einige Spurenelemente, dies fällt ernährungsphysiologisch aber nicht ins Gewicht.

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Universität Gießen und Marburg

Frage von SADIE:
Mein Arzt hat mir eröffnet, dass ich Diabetes Typ 2 habe. Heißt das wirklich, dass ich jetzt nie mehr Zucker essen darf?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Auch beim Typ-2-Diabetes ist eine mäßige Zuckerzufuhr nicht schädlich, sofern nicht noch weitere Begleiterkrankungen wie diabetische Neuropathie (Nervenschädigung) und diabetische Nephropathie (Nierenschädigung) vorliegen. Wenn dies nicht der ... [mehr]Auch beim Typ-2-Diabetes ist eine mäßige Zuckerzufuhr nicht schädlich, sofern nicht noch weitere Begleiterkrankungen wie diabetische Neuropathie (Nervenschädigung) und diabetische Nephropathie (Nierenschädigung) vorliegen. Wenn dies nicht der Fall ist, spricht nichts gegen eine ausgewogene Kohlenhydratzufuhr. [weniger]

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von BINCHEN_33:
Wie verhält es sich mit Zucker in der Schwangerschaft? Ich habe natürlich oft Heißhunger, will aber nicht, dass mein Kind schon im Bauch an „zu viel“ Zucker gewöhnt wird. Wie viel Zucker ist normal?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Heißhunger oder "spezielle Gelüste" gehören zur Schwangerschaft dazu, diese übertragen sich nicht auf das Kind in Ihrem Bauch. Die DGE empfiehlt einen moderaten Zuckerkonsum, vereinheitlichen lässt ... [mehr]Heißhunger oder "spezielle Gelüste" gehören zur Schwangerschaft dazu, diese übertragen sich nicht auf das Kind in Ihrem Bauch. Die DGE empfiehlt einen moderaten Zuckerkonsum, vereinheitlichen lässt sich die erlaubte Menge an Süßem nicht, da sie von vielen Faktoren abhängig ist und auch individuell gesehen werden muss. Suchen Sie im Zweifel eine Ernährungsberatung auf. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von NICKNAME:
Ist Stevia ein naturbelassenes Süßungsmittel oder ein Süßstoff, der beim Verzehr kein Insulin ausschüttet?

Antwort von Marcus Otto:
Steviolglykoside (E 960) sind ein Süßstoff, der aus der Stevia-Pflanze gewonnen wird. Naturbelassen ist er allerdings nicht. Insulin wird nicht ausgeschüttet.

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von MARTIN J.:
Nach dem Zähneputzen im Bett Snickers essen oder - noch besser - saure Gurken (also die sauren mit Zucker überzogenen Gummistangen): Gern gemacht von meinen Jungs, aber leider nicht gern gesehen. Ist das wirklich ein Drama? Falls ja - warum ist das tragischer als vor dem Zähne putzen und warum sollte es schlimmer sein, nachts zu naschen als tagsüber Süßwaren zu verzehren?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Nach dem abendlichen Zähneputzen sollten keine Nahrungsmittel mehr verzehrt werden. Die Nahrungsmittel werden durch die Bakterien im Mund fermentiert und die entstehenden Säuren schädigen den Zahnschmelz. ... [mehr]Nach dem abendlichen Zähneputzen sollten keine Nahrungsmittel mehr verzehrt werden. Die Nahrungsmittel werden durch die Bakterien im Mund fermentiert und die entstehenden Säuren schädigen den Zahnschmelz. Diese Säuren wirken Nachts stundenlang auf die Zähne ein. Tagsüber werden sie durch erneute Nahrungsaufnahme verdünnt und abgepuffert, auch die Speichelbildung wird durch die Nahrungsaufnahme am Tag angeregt, und der Speichel spült um die Zähne herum. Darum keine Nahrung mehr nach dem Zähneputzen abends! [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von HAJO_72:
Gibt es einen Unterschied zwischen Rüben- und Rohrzucker?

Antwort von Marcus Otto:
Beides ist Saccharose, es handelt sich also um das gleiche Produkt. Unterschiedlich ist nur die Herkunft. Rübenzucker wird aus der Zuckerrübe gewonnen, Rohrzucker aus Zuckerrohr.

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von BELLA:
Was ist der Unterschied zwischen Süßstoffen und Zuckeraustauschstoffen - oder ist das das Gleiche?

Antwort von Marcus Otto:
Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe sind jeweils Lebensmittelzusatzstoffe. Süßstoffe haben eine deutlich höhere Süßkraft als Zucker (bis zu 10.000fach). Sie werden daher in geringen Menge zum Süßen eingesetzt ... [mehr]Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe sind jeweils Lebensmittelzusatzstoffe. Süßstoffe haben eine deutlich höhere Süßkraft als Zucker (bis zu 10.000fach). Sie werden daher in geringen Menge zum Süßen eingesetzt (z. B. Aspartam, Cyclamat, Steviolglycoside). Dadurch liefern sie allerdings kein Volumen und können Zucker in festen Lebensmitteln nicht ersetzen. Zuckeraustauschstoffe sind in der Regel nicht so süß wie Zucker und können daher als Ersatz für Zucker verwendet werden (z. B. Sorbitol, Maltitol). Die geringere Süße der Zuckeraustauschstoffe wird häufig durch die gleichzeitige Verwendung von Süßstoffen ausgeglichen. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von HANNI-HH:
In meine Tomatensoße oder ins Möhrengemüse mache ich immer ein wenig Zucker, weil es einfach leckerer schmeckt. Soll ich darauf lieber verzichten?

Antwort von Marcus Otto:
Das brauchen Sie nicht. Zucker dient in der Küche auch bei herzhaften Speisen zur Abrundung des Geschmacks.

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Universität Gießen und Marburg

Frage von JOHANNES3:
Kann man von zu viel Zucker einen Zuckerschock bekommen?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Nein. Wenn die Zuckerzufuhr normal verstoffwechselt wird, kann es zu keinen Nebenwirkungen kommen. Durch vermehrte Zuckerzufuhr kommt es zunächst einmal zu einer Hyperglykämie, also einem vermehrten ... [mehr]Nein. Wenn die Zuckerzufuhr normal verstoffwechselt wird, kann es zu keinen Nebenwirkungen kommen. Durch vermehrte Zuckerzufuhr kommt es zunächst einmal zu einer Hyperglykämie, also einem vermehrten Blutzuckeranstieg, der vom Körper dadurch reguliert wird, dass vermehrt Insulin ausgeschüttet wird und dieses wiederum den erhöhten Blutzucker senkt. Lediglich bei Diabetikern kann es zu Problemen kommen, wenn eine normale Gegenregulation nicht gewährleistet ist. [weniger]

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von INDIA_123:
Ich habe dauernd Probleme mit meinen Zähnen, dabei esse ganz wenig Zucker. Woher kommt das?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Eine optimale Zahn-/Mundhygiene ist der wichtigste Faktor für die Zahngesundheit. Der Verzehr von Zucker hat eine nicht so große Bedeutung. Die optimale Zahnpflege (ich persönlich empfehle ... [mehr]Eine optimale Zahn-/Mundhygiene ist der wichtigste Faktor für die Zahngesundheit. Der Verzehr von Zucker hat eine nicht so große Bedeutung. Die optimale Zahnpflege (ich persönlich empfehle eine elektrische Zahnbürste und Zahnseide bzw. Interdentalbürstchen), regelmäßige Kontrollen durch den Zahnarzt und regelmäßige Prophylaxe sind notwendig. Vielleicht kann Ihnen die Prophylaxeassistentin bei Ihrem Zahnarzt auch noch ein paar Tipps geben. Fragen Sie sie doch mal. [weniger]

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von OMMUTIO:
Ich bin 34 Jahre alt und habe ein paar Kilo zuviel auf den Rippen, die ich gerne verlieren möchte. Wie verhält sich das mit dem Fett und dem Zucker - soll ich lieber Fett in der Ernährung reduzieren oder Zucker? Was wirkt sich schneller auf die Figur aus?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
An erster Stelle sollten Sie auf den Fettgehalt der Lebensmittel (Milch und Milchprodukte bis 1,5% Fett, Käse 45% Fett i.Tr., Belag auf dem Brot reduzieren, dafür ... [mehr]An erster Stelle sollten Sie auf den Fettgehalt der Lebensmittel (Milch und Milchprodukte bis 1,5% Fett, Käse 45% Fett i.Tr., Belag auf dem Brot reduzieren, dafür aber Brot ein bisschen dicker, satt essen an Obst, Gemüse, Beilagen und Brot, Süßigkeiten kleine Menge) achten. Zucker sollte bewusst zu sich genommen werden. Ein Gramm Fett hat 9 kcal., 1 Gramm Kohlenhydrate (Zucker) hat dagegen 4 kcal. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von BIENE:
Gibt es hinsichtlich des natürlichen Zuckers auch Qualitätsunterschiede in der Güte? Ich möchte keine Ersatzstoffe verwenden, jedoch Lebensmittel von optimaler Qualität. Was empfehlen Sie mir hier?

Antwort von Marcus Otto:
Es gibt in der Tat Qualitätsunterschiede. Die Regelungen dazu hat der Gesetzgeber in der Zuckerartenverordnung festgelegt. Die beste Qualität hat Raffinade. Dies ist auch der Zucker, ... [mehr]Es gibt in der Tat Qualitätsunterschiede. Die Regelungen dazu hat der Gesetzgeber in der Zuckerartenverordnung festgelegt. Die beste Qualität hat Raffinade. Dies ist auch der Zucker, den Sie üblicherweise im Handel bekommen. [weniger]

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von SONNENSCHEINCHEN:
Soll ich nach dem Naschen sofort die Zähne putzen oder lieber ein zuckerfreies Kaugummi essen?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Die beste Reinigungsmaßnahme ist das Putzen der Zähne mit der Zahnbürste, aber natürlich ist dies nicht immer überall möglich. In solchen Fällen empfehle ich spezielle Zahnpflegekaugummis.

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von MELANIEXY1:
Manche sagen ja, Zucker macht süchtig - das ist doch Humbug, oder?

Antwort von Marcus Otto:
Zucker macht nicht süchtig. Zucker ist ein Lebensmittel und liefert dem Körper Energie. Er ist ein normaler Bestandteil einer ausgewogenen, gesunden Ernährung. Niemand isst Zucker löffelweise, ... [mehr]Zucker macht nicht süchtig. Zucker ist ein Lebensmittel und liefert dem Körper Energie. Er ist ein normaler Bestandteil einer ausgewogenen, gesunden Ernährung. Niemand isst Zucker löffelweise, um sich zu berauschen, und niemand wird kriminell, nur weil er gerade keinen Zucker zur Hand hat. Es ist auch nicht möglich, die Dosis beliebig zu steigern. Jeder ist irgendwann mal satt. Zudem ist die Präferenz für Süßes angeboren. Sie wird als „Sicherheitsgeschmack“ bezeichnet, denn es gibt kaum Süßes, das zugleich giftig ist. In Form von Glukose ist Zucker normaler Bestandteil des Organismus, ohne den insbesondere unser Gehirn nicht arbeiten könnte. [weniger]

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von PAULA G:
Wenn man abnehmen möchte, empfehlen Sie dann Süßstoffe und wenn ja, welche?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Beim Abnehmen ist es immer wichtig, sowohl das Essen als auch das Trinken im Blick zu behalten. Verzichten Sie auf zuckergesüsste Getränke, süßen Sie allgemein weniger. ... [mehr]Beim Abnehmen ist es immer wichtig, sowohl das Essen als auch das Trinken im Blick zu behalten. Verzichten Sie auf zuckergesüsste Getränke, süßen Sie allgemein weniger. Süßstoffe können Zucker geschmacklich und auch anderweitig nicht ersetzen. Achten Sie auf Ihre Energiebilanz und bewegen Sie sich ausreichend. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von MARTIN J.:
Ich esse ja lieber Zucker und Honig statt Süßstoffe. Irgendwo habe ich mal gehört, dass diese als Ersatzstoffe sowieso ungesünder sind als das Naturprodukt. Können Sie mir da Details zu geben? Vor allem, warum diese dann unbekömmlicher sind?

Antwort von Marcus Otto:
Grundsätzlich ist auch gegen Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe nichts einzuwenden. Es handelt sich um zugelassene, sichere Lebensmittelzusatzstoffe. Zuckeraustauschstoffe können allerdings beim Verzehr größerer Mengen abführend wirken. Lebensmittel, ... [mehr]Grundsätzlich ist auch gegen Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe nichts einzuwenden. Es handelt sich um zugelassene, sichere Lebensmittelzusatzstoffe. Zuckeraustauschstoffe können allerdings beim Verzehr größerer Mengen abführend wirken. Lebensmittel, die Zuckeraustauschstoffe enthalten, müssen daher einen entsprechenden Hinweis tragen. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von SUMO:
Welche Früchte enthalten am meisten Fruchtzucker?

Antwort von Marcus Otto:
Am meisten Fruchtzucker (Fruktose) enthalten Weintrauben, Kirschen, Birnen und Äpfel.

Prof. Dr. med. Hilmar Stracke
Prof. Dr. med. Hilmar Stracke,
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Universität Gießen und Marburg

Frage von FRANCA_3000:
Kann es sein, dass Kinder durch zu viele Süßigkeiten hyperaktiv werden? Dass meine Tochter nach einem kleinen Glas Cola schon sehr aktiv ist, habe ich gemerkt, das bisher aber immer auf den Koffeingehalt geschoben. Wie wirkt sich Zucker auf Kinder aus? Ab wann muss man vorsichtig sein?

Antwort von Prof. Dr. med. Hilmar Stracke:
Kinder sollten grundsätzlich keine koffeinhaltigen Nahrungsmittel und Getränke zu sich nehmen. Die Hyperaktivität ist nämlich auf das Koffein und nicht auf die Kohlenhydrate zurückzuführen.

Dr. med. Markus Pellarin
Dr. med. Markus Pellarin,
Zahnarzt und Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Stuttgart. Seit 2003 in einer Gemeinschaftspraxis tätig, hier vor allem zuständig für implantologische Maßnahmen und Operationen in Vollnar

Frage von LOUIS:
Stimmt es, dass man nach dem Trinken von Orangensaft immer eine Stunde warten sollte, bevor man die Zähne putzt - wegen der Säure? Wie ist das mit zuckerhaltigen Lebensmitteln? Wenn ich Süßigkeiten esse, soll ich dann auch warten vor dem Putzen?

Antwort von Dr. med. Markus Pellarin:
Ja, mit dem Zähneputzen sollte man nach dem Genuss säurehaltiger Getränke ca. 30 Minuten warten. Bei zuckerhaltigen Lebensmitteln sollte man sobald als möglich seine Zähne putzen.

Birgit Leuchtmann-Wagner
Birgit Leuchtmann-Wagner,
Diätassistentin und Ernährungsberaterin DGE. Seit 2006 ist sie Ernährungsexpertin und Gebietsrepräsentantin bei der Deutschen BKK, Wolfsburg und aktiv im Bundesverband der Diät

Frage von MILCHSCHNITTE:
Ich bin mitten in den Wechseljahren und kämpfe mit meinem Gewicht. Bisher war ich (170 cm groß) mit 58 Kilo immer bestens aufgestellt. Das ist vorbei, obwohl ich auch nicht anders esse. Seit ca. zwei Monaten esse ich nun abends gar nichts mehr, sprich meine letzte Mahlzeit am Tag ist das Mittagessen und ich nehme nicht ab, obwohl ich oft sehr hungrig im Bett liege. Mache ich was falsch?

Antwort von Birgit Leuchtmann-Wagner:
Es ist nicht zu empfehlen, nach dem Mittagessen nichts mehr zu essen, sondern man sollte auch am Nachmittag und am Abend kleinere Mahlzeiten langsam verzehren und ... [mehr]Es ist nicht zu empfehlen, nach dem Mittagessen nichts mehr zu essen, sondern man sollte auch am Nachmittag und am Abend kleinere Mahlzeiten langsam verzehren und dann mit einem angenehmen Sättigungsgefühl aufhören. Hilfreich ist dabei ein Esstagebuch, bei dem die Menge und die Art der Lebensmittel über den Tag dokumentiert werden. Dadurch wird ein bewussteres Essen und eine Veränderung der Nahrungszusammenstellung ermöglicht. Zur Unterstützung ist ausreichende Bewegung immer notwendig. [weniger]

Marcus Otto
Marcus Otto,
Rechtsanwalt und Diplom-Biologe. Geschäftsführer beim Verein der Zuckerindustrie e.V. Bonn, verantwortlich für die Ressorts Lebensmittelrecht und Ernährung

Frage von INGRID211:
Wie viel Schokolade/Süßigkeiten sind okay? Gibt es einen Grenzwert wie bsp. 100 g Schokolade in zwei Wochen?

Antwort von Marcus Otto:
Es gibt keine Grenzwerte für Lebensmittel. Alle Lebensmittel haben Ihren Platz. Vermeiden Sie bloß, sich einseitig zu ernähren, und genießen Sie die Schokolade.

Moderator:
Liebe User, wir danken Ihnen für die Teilnahme an unserem Chat zum Thema "Zucker in der Ernährung". Heute haben wir sehr viele Antworten geben können. Sollte Ihre Frage trotzdem nicht dabei gewesen sein, bitten wir um Verständnis und hoffen, dass sie trotzdem nützliche Informationen für sich finden konnten. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie bei einem unserer nächsten Live-Chats wieder dabei sind. Derzeit bereiten wir interessante neue Themen für Sie vor.